Dienstag, Dezember 24, 2013

Montag, November 25, 2013

Kurzreviews Oktober/November/2013

Ach herje, was war denn hier passiert? Die monatlich geplante Veröffentlichung meiner Reviewlisten hat einen kleinen "Außsetzer" erlebt, weshalb die letzte veröffentlichte Liste gerade mal die Filme im September enthält. Danach: Schweigen. Naja, wenn man mal davon absieht, das zwischenzeitlich die zwar vorbereitete, jedoch nicht ausgearbeitete Liste für den Oktober in unfertigem Zustand für einen kurzen Moment öffentlich gegangen war.
Inzwischen habe ich ein bisschen Freiraum erhalten und konnte die besagte Liste doch noch komplettieren, aufgrund des mittellangen Zeitraums hat sich indes inzwischen zum Oktober der November gesellt. Aber wie zu sehen ist, hat die Zeit dennoch gerade mal 17 Filme und 8 Serienstaffel (da weiß ich von ganz anderen Zahlen in engeren Zeiträumen zu berichten) zugelassen, was mitunter meinem recht zeitfressendem Studium zuschulden ist. Dafür gibt es die nächste Liste erst zur Dezember Halbzeit - hoffentlich.

Aber ohne weitere Verzögerungen präsentiere ich hiermit wiederum die 17 Filme und 8 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat Oktober und November gesehen habe:

Serien-Staffeln
Black Books (Season 3) (2004) - (6,5/10)
New Girl (Season 2) (2012) - (6/10)
Chuck (Season 1) (2012) - (7/10)
Avatar - Der Herr der Elemente (Buch 1: Wasser) (2005) - (7,5/10)
ALF (Season 1-2) (1986-1987) - (7/10)
Samurai Champloo (2003) - (8,5/10)
Babylon 5 (Season 1) (1994) - (8,5/10)

Filme
Taxi (1998)
Ein kleiner Spaß für Fans von schnellen Autos und PS-Posing, mit sympathischen, schrulligen Charakteren. (7/10)

Re-Animator (1985)
Kult-Fun-Splatter nach H.P. Lovecraft, kurzweilig und gerade wegen Jeffrey Combs und dem sinistren David Gale ein großer Spaß. (7,5/10 auf einer B-Movie-Skala)

Gravity (2013)
Eine technische Offenbarung, tatsächlich geschickt eingesetztes 3D, faszinierende Plan-Sequenzen und eine irres Gefühl der Immersion. Dagegen fällt die Geschichte mit halbgarer, unüberzeugender, holzhammerartig präsentierten Wiedergeburtssymbolik gewaltig ab. Auf den Überlebenskampf beschränkt ist der Film spannend, technisch überwältigend, sogar wegweisend, inhaltlich hingegen enttäuscht Alfonso Cuarón auf ganzer Linie - leider. (6/10)

Die Stahlfaust (1977)
aka "Der eiserne Panzer". Ein Prachtexemplar 70er-Jahre-Kung-Fu-Filme, das geschickt seine nicht allzu nährreiche Geschichte häppchenweise erzählt und dazwischen mit viel, großartig choreografiertem Kung-Fu aufwartet, was einen zusätzlichen Reiz durch seine namenhaften Akteure gewinnt. (7,5/10)

From Beyond - Aliens des Grauens (1986)
Lovecraft in herrlich krudem B-Gewand mit ein bisschen sublimiertem Sex-Gehalt und schicken Latexeffekten (nicht miteinander verbunden... meistens). Kurzweilig und atmosphärisch. (7/10 auf einer B-Movie-Skala)

Immer Ärger mit Harry (1955)
Alfred Hitchcock macht Komödie - und scheitert. Weniges erinnert an den Meister, die absurde Komik bedient einen ganz eigenen Geschmack und über weite Strecken langweilt der Film ganz gewaltig, trotz sympathischer Figuren und guten Darstellern. (4/10)

Eine Prise für tödliche Pfeifen (1977)
Allein der Titel müsste jeden Fan 70er-Kung-Fu-Filme Tränen in die Augen treiben - vor Begeisterung. Inhatlich gibt es wieder Verräter, pöse, pöse Ausländer (diesmal Russen), die in ordentlich Kloppereien ordentlich vermöbelt werden und viele bekannte Gesichter. Nur das letzte Gimmick, wie es ""Der eiserne Panzer" (s.o.) z.B. hatte, fehlt ein wenig. Nichtsdestotrotz ein Riesenspaß! (7/10)

Evil Dead (2013)
Okayes Remake, mehr atmosphärisch-bedrohlich denn tatsächlich gruselig, das sich trotz der abgenutzten Formel nicht zu sehr mit nervigen Protagonisten rumquält. Selbst die teils derben, blutigen Effekte empfand ich kaum als intensiv schockierend, nicht, weil ich zu abgehärtet wäre, sondern, objektiv betrachtet, weil sie zu kohärent in die Geschichte eingegliedert sind. Trotzdem bleibt unterm Strich ein sonderliches Produkt, dass nicht wirklich Horror ist und zu viel der Musik Roque Baños verdankt. (6/10)

Das Ding aus einer anderen Welt (1951)
Die Kommunismus-Parabel beiseite gelassen, ist Howard Hawks Science-Fiction-Klassiker ein besonders gemütlicher Film, gerade wenn draußen der Schnee auf Zedern fällt, mit einer Fülle von Charakteren und einem Monster, das zwar nie gruselt, aber zumindest eine gewisse Präsenz beweist. Nett, nett. (7/10)

Das Schwein von Gaza (2011)
Ganz schön herziges Projekt, dass einen prekären Konfliktherd nicht mit überfrachtetem Schwermut und überquellender Dramatik vermitteln will. Gerade die Perspektive eines einfachen Menschen mit alltäglichen Problemen ergreift den Zuschauer und degradiert diese Region nicht nur auf religiöse Fanatiker, Militärs oder schwafelnde Polemologen. Dadurch und durch die durchweg sympathischen, nicht einseitig geschilderten Charaktere (und ihre hervorragenden Darsteller) wird der Film deutlich zugänglicher. Ob er als Medium dahingehend funktioniert, dürfte wiederum eine individuelle Erfahrung sein. (7/10)

Attack the Block (2011)
Ganz unmittelbar will man sich mit den Protagonisten nicht identifizieren. Doch mit fortschreitender Laufzeit findet man mehr und mehr Gefallen an ihrem Überlebenskampf gegen zugegebenermaßen besonders flauschige Aliens. Dabei entwickelt Regisseur Joe Cornish auf kleinem Raum eine irre Dynamik, langweilt praktisch nie - und kratzt gar ein wenig die klischeehafte Gangster-Oberschicht seiner "Helden" etwas herunter. (7,5/10)

Das Tribute von Panem - The Hunger Games (2012)
Als kleiner Fan von "Battle Royale" wollte ich diesen Hype nicht mögen. Letztendlich hatte ich dann doch noch Spaß an dem Treiben, ungeachtet eventueller Plagiatsvorwürfe. Und das ist wahrscheinlich das größte Manko am Film: wo die Japaner schockieren, bemüht sich (oder darf nicht) Regisseur Gary Ross nicht zuviel zu zeigen und Grausmakeit nicht in den Mittelpunkt zu rücken, wodurch jeder Schockeffekt schnell verpufft. Somit bleibt, innerhalb, wie abseits der Arena, nicht viel unter der Oberfläche, summa summarum ist der Unterhaltungswert auf Blockbusterniveau vertretbar. (6/10)

Todesfaust des Cheng Li (1971)
Bruce Lees erster großer Martial-Arts-Film-Auftritt ist ein wenig dated, hat hin und wieder mit Länge zu kämpfen, insbesondere die Kampfchoreographien wirken oftmals beinahe behäbig und simpel gestrickt. Dafür verlässt sich der Film auch nicht ausschließlich auf das Charisma seines Stars. Die Präsentation Lees kämpferischen Könnens bis beinahe in die Filmmitte hinauszuzögern, um ihn schließlich mit einem Knall zu entfesseln, ist dahingegen ein geschickter Zug. (6,5/10)

Harold und Maude (1971)
Ebenfalls eine äusserst herzige Außenseitergeschichte, die einen gewissen Kultstatus besitzt, weil sie genüsslich, teils schwarzhumorig, durch ihre Charaktere das gefühlskalte, apodiktische, in gesellschaftlichen Konventionen erstarrte Establishment durch eine freie, selbstbestimmende, die Einfachheit und Vielfalt des Lebens huldigende Sichtweise kontrastiert. Dabei verstehen es Hal Ashby und sein Kamermann John A. Alonzo die Schönheit der Einfachheit in bezaubernd-ruhigen Bildern einzufangen. Ein großes Ja zum Leben. (8,5/10)

Undisputed III: Redemption (2010)
Die Rolle seines Lebens für Scott Adkins. Trotz abgenutzter und tausendmal durchgekauter Knastklischees ist es gerade Isaac Florentines Inszenierung geschuldet, dass der Film teurer aussieht als er eigentlich war und sich gleichzeitg nicht wie ein ausgespuckter Kaugummi zieht. Seine Charaktere sind gut profiliert, gerade Yuri Boyka, und seine Gegner prägnante Malefikanten. Selbst die Kämpfe im Ring befolgen eine mitreißende Dramaturgie und sind nichtsdestotrotz hevorragend wie spektakulär choreografiert. (8,5/10)

Dredd (2012)
Ein knallhartes, grimmiges Actionspektakel, das neben Karl Urban(s Kinn) und Olivia Thirlby, die ein wunderbar harmonierendes Team bilden, wegen seiner lapidar skizzierte und trotzdem glaubwürdigen Welt in seinen Bann zieht, dabei stets fantastisch ausschaut und ostentativen Blogbusterbrimborium Prägnanz entgegenhält. (8,5/10)

S-VHS (2013)
Was genau das Sequel besser macht, ist schwer zu sagen, schließlich ruminiert es denselben abgenutzten Found-Footage-Käse des ersten Teils. Nur haben die Macher diesmal dieses ich nenne es mal Stilmittel geschickter ausgekostet, die Geschichten deutlicher auf die äußerste Effektivität in Zusammenarbeit mit dem künsterlischen Gestus und den konzeptionellen Grenzen ausgerichtet. Die Wirksamkeit ist also gegeben. Und sehr viel mehr ist letztendlich auch von solch einer Horror-Anthologie nicht zu erwarten. (6,5/10)
















17 - 6,9 (118,0)

Dienstag, November 12, 2013

Please, Mr. Robot, would you please think of the children?

Mein Studium ist im vollen Gange und zeitfressend, weswegen ich im Moment kaum Zeit für meinen Blog finde. Aber eines muss ich unbedingt loswerden: die grausame Körperverletzung, die sich aus dem Trailer zum "RoboCop"-Remake erkennen lässt.

Was war eigentlich "RoboCop"? Mit "RoboCop" schuf Paul Verhoeven 1987 einen kleinen, aber feinen Science-Fiction-Actionfilm, der neben dem Konflikten einer Mensch-Maschine-Fusion, der glaubhaften Darstellung einer dystopischen, durch Verbrechern erschütterten Dystopie, auch beinahe satirische Potential bot, ein entlarvender Blick auf karrieregeile Yuppies und einer rücksichtslosen Upper Class. Dies kombinierte Verhoeven mit seinem typischen Gespür für harte Gewaltszenen, die neben reinem Splatter-Selbstzweck durchaus geeignet waren, einen düsteren Tenor über das Geschehen zu legen.

Es half dabei immens, dass Peter Weller ("The Adventures of Buckaroo Banzai Across the 8th Dimension", "Naked Lunch", "Dexter") eben kein Sunnyboy, kein strahlender Held im klassischen, filmischen Sinne war. Er war in jeder Hinsicht ein zwar ambitionierter, sympathischer Familienvater (dessen Familie man nie zu Gesicht bekommen musste, um sich seiner Hingabe an sie bewusst zu sein), aber eben ein normaler Typ, ein simpler Polizeibeamter - ein glaubhafter Charakter. Was den Geschehnissen, die seinem Wandel zum RoboCop vorrausgingen, umso mehr Dramatik verlieh. Bezeichnenderweise verzichtete Verhoeven im Verlauf des Films auf eine Wiedervereinigung der Familie, weil es simpel unnötig, redundant und ablenkend gewesen wäre.
Seit 2005 stand die bedrohliche Ankündigung des Remakes im Raum, doch erst Jahre Später, nachdem unter anderem Darren Aronofsky vom Projekt abgesprungen war (kommt einem bekannt vor), sollte das Projekt konkrete Formen annehmen. Nach einem avisierten Release-Datum 2013, soll es inzwischen Februar 2014 werden. Bleibt die Frage, wer sich anmaßt, den Platz von Verhoeven und seinem Team einzunehmen?
Da wäre zum einem der brasilianische Regisseur José Padilha ("Bus 174", "Elite Squad", "Secrets of the Tribe"), ein relativ unbekannter Filmemacher, an sich kein schlechtes Zeichen oder zumindest nichts, aus dem sich etwas negatives deuten lassen könnte. Die Hauptrolle übernimmt der schwedisch-amerikanische Schauspieler Joel Kinnaman ("Easy Money", "Johan Falk", "The Killing"), ebenfalls ein unverbrauchter Name und anscheinend ein versierter Schauspieler, der unterstützt wird von einer Riege namhafter Akteure wie Gary Oldman ("Harry Potter", Christopher Nolans "Batman"-Filme, "Tinker Tailor Soldier Spy"), Michael Keaton ("Beetlejuice", Tim Burtons "Batman"-Filme, "Jackie Brown"), Samuel L. Jackson ("Die Hard with a Vengeance", "Snakes on a Plane", "Django Unchained") und Jackie Earle Haley ("Little Children", "Watchmen", "A Nightmare on Elm Street"-Remake). Sympathisch ist überdies die Besetzung von Miguel Ferrer ("Twin Peaks", "Crossing Jordan", "Iron Man 3"), der bereits im Original eine tragende Rolle innehatte. Dazu gesellen sich leider, nicht wegen den Darstellern, sondern den Rollen, noch Abbie Cornish ("Somersault", "Bright Star", "Sucker Punch") und John Paul Ruttan ("Murdoch Mysteries", "Degrassi: The Next Generation", "This Means War") als Murphys/RoboCops Familie.
Insgesamt klingt das nicht einmal schlecht: ein prämierter, aber unbekannter Regisseur, ein scheinbar fähiger Hauptdarsteller und jede Menge interessante Besetzungen in weiteren Rollen. Was genau ist es also, was mir bei diesem Trailer den Magen umdreht?

Da wäre zum einen das grundsätzliche Design des Films, welches das düstere, dreckige Angesicht eines heruntergekommenden, von Gewalt und Verbrechen gekennzeichneten Detroits (das bis zu welchem Ausmaß reicht aus dem Trailer nur schwer zu erkennen ist) mit aaglatter Ipod-Optik anreichert. Darunter fällt insbesondere das sehr bemüht "modernisierte" Design von RoboCop ("Make it black" my ass), das mehr nach einem "G.I. Joe"-Epigone als nach eigener Kreativität ausschaut und den tatsächlich Roboter-haft wirkenden Ansatz des Originals für eine "stylishe" Kommandoeinheit opfert, was den Menschen viel zu sehr betont. Hinzu kommt das übliche Gemeckere über die PG-13-Freigabe. Damit ist eine Szene, wie die oben kurz angerissene praktisch unmöglich.
Und generell bin ich mit der Darstellung von Alex Murphy im Trailer alles andere als zufrieden, eben weil er konträr zum Original einen vorbildlichen, weißen Vorzeige-Sunnyboy und seine Familie in Szene setzt, und damit umso stärker generisch und anbiedernd wirkt. Die Krönung setzt dem Ganzen allerdings die Szene auf, wenn Abbie Cornish sich auf der Straße vor das Moped ihres werten Gatten wirft und in anschreit: "You got to talk to your son!". Spätestens an diesem Punkt war der Film für mich gestorben.
 

Freitag, November 08, 2013

Lebenszeichen zum zweiten

Was is gelb und kann nich schwimmen? Ein Bagger. Und wieso nicht? Weil er nur einen Arm hat.

Dienstag, Oktober 01, 2013

Kurzreviews September/2013

Hiermit präsentiere ich wiederum die 2 Filme und 3 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat September gesehen habe:

Serien-Staffeln
American Horror Story: Asylum (Season 2) (2012) - (7/10)
Black Books (Season 1-2) (2000/2002) - (7/10)

Filme
Vincent will Meer (2010)
Ist für eine deutsche Mainstream-Roadtrip-Dramödie in Ordnung, will sein Thema mit dem nötigen, aber ohne bleischweren Ernst mit leichtem Komödieneinschlag vermitteln, was insoweit gut funktioniert, allerdings werden auftretende Probleme höchstens momentan abgehandelt und schnell vergessen. Zudem nervig: übermäßiger Einsatz von Pop-Songs. Es ging doch auch früher ohne! (5,5/10)

A Nightmare on Elm Street (1984)
Wes Cravens Generationskonflikt im Horrorgewand, bei dem die Teenager mehr den je auf sich gestellt sind. Dabei erschafft er mit Fred Krueger eine ikonische Figur des Horrorfilms, ein Monster, dass sich so gar nicht an die Regeln seines eigenen Genres halten will und mit diebischer Freude seine Opfer in verquer inszenierten Traumsequenzen quält. Nicht zwingend gruselig, jedoch stets eine Freude zu gucken. (7/10)

















2 - 0,0 (0,0)

Mittwoch, September 18, 2013

Lebenszeichen zum ersten

Sitzt ein Mann auf dem Dach und strickt Spinat. Kommt ein Polizist vorbei und sagt: "He, Angeln ist hier verboten!" Sagt der Mann: "Ist mir doch egal, was die Erdbeeren kosten. Ich bin mit dem Fahrrad da."

Montag, September 09, 2013

Kurzreviews August/II/2013

Uni-Angelegenheiten, ein Umzug (wir haben einen neuen Mitbewohner), sowie Reisevorbereitungen haben mich mal wieder gefordert, daher ist mein Blog noch bis mindestens den 16. September sozusagen im Urlaubsmodus. Dann kümmere ich mich auch um Dinge wie die von mir sehr skeptisch aufgenommene Besetzung Ben Afflecks als Flattermann, sowie des grauseligen Trailers zum "Robocop"-Remake. Außerdem entschuldige ich mich, wenn ich in letzter Zeit kommentartechnisch eher stumm war. Man sollte meinen, ein schneller Kommentar sei kein Problem, aber zwischen dem ganzen hin und her... naja.

Wie dem auch sei, hiermit präsentiere ich wiederum die 9 Filme und 3 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat August seit der letzten Liste gesehen habe:

Serien-Staffeln
Sons of Anarchy (Season 2) (2009) - (8/10)
Sopranos (Season 2) (2000) - (8/10)
American Horror Story (Season 1) (2011) - (6/10, bin gerade bei Season 2, die ich persönlich super finde)

Filme
Spacecenter Babylon 5 - Die Zusammenkunft (1993)
Ein solider Einstieg, der die wesentlichen Elemente der Station und die wichtigsten Charaktere vorstellt, sogar bereits ein bisschen rätselhaftes enthält. Es sollte eine der großartigsten, epischsten Science-Fiction-Serie ever folgen. (7/10)

James Bond 007 - Lizenz zum Töten (1989)
Lernt aus den Fehlern des Vorgängers: Robert Davi ist ein charakteristischer, wie charismatischer Fiesling, Bond als Rache-Engel wirkt frisch, ohne die wichtigsten Reihen-Elemente dafür zu opfern, die Bond-Girls sind heiß und die Action kann sich vielleicht schon etwas zu sehr sehen lassen. Leider war danach für Timothy Dalton Schluss, zumindest endet seine Bond-Zeit mit einem Knall. (7,5/10)

Fellinis Casanova (1976)
Erinnert sich noch jemand an meine allererste Review-Liste?
Frivoles Barock-Kino, das den Zuschauer mit pittoresken Bildern überflutet. Sehr grotesk und ausufernd dekadent, dabei durchaus unterhaltsam, mit einem entsprechend schrägen Donald Sutherland besetzt. Nicht direkt eine Komödie, vielmehr Fellinis Interpretation einer gescheiterten Existenz. (7/10)

Scanners - Ihre Gedanken können töten (1981)
Effektives Frühwerk von David Cronenberg, das, Telekinese thematisch clever gewählt, mit wenig Aufwand und minimalen Mitteln fasziniert, sich sogar, ohne den Tiefgang späterer Werke zu erreichen und meist in Momenten abseits des Thrillers, als Vorläufer des Cronenberg-typischen Konflikts zwischen Geist und Körper herausstellt. (7/10)

Scream of the Banshee (2011)
Da habe ich tatsächlich schlimmeres erwartet, letzten Endes ist der Film "nur" langweilig. Es gibt Szenen, die gruselig hätten sein können, leider gibt es dazu keine korresponsive Inszenierung. Die Charaktere gehen in Ordnung und man ist sichtlich bemüht, sie nicht als reines Kanonenfutter darzustellen. Es bleibt ein vergessenswertes TV-Produkt. (3/10 auf einer B-Movie-Skala)

Ator II - Der Unbesiegbare (1984)
"Ator" war bereits reine Barbaren-Trash-Freude, Teil 2 setzt sogar noch einen drauf: allein der inopportune Prolog mit den Höhlenmenschen und dessen (fast) gänzlich fehlende Einbindung im Rest des Films macht was her. Es folgt eine der unterhaltsamsten Fantasy-Barbaren-Odysseen, zusammengeschustert aus den verschiedensten Ideen, die ohne Längen einfach großen Spaß bereitet. Zurecht Kult! (8,5/10 auf einer Trash-Skala)

El Gringo (2012)
Scott Adkins in einer Hauptrolle freut mich immer und Eduardo Rodriguez tut sein Bestes, dieses Neo-Western-Konstrukt mit deutlichem Einschlag zur Action-Groteske (nicht von ungefähr evoziert der Film Mariachi-Assoziationen) nicht allzu angestaubt erscheinen zu lassen, selbst wenn die günstigen Ost-Block-Produktionsverhältnisse stets durchscheinen. Immerhin verkaufen sie einem Bulgarien irgendwie glaubhaft als Mexiko und die Schießereien sind hinreichend knallig. Nichtsdestotrotz fehlt es an allen Ecken an handwerklichem Geschick. (5,5/10 auf einer B-Action-Skala)

Ohne Limit - Die Droge für Reichtum und Macht (2011)
Ein Film wie im Rausch, eine Reise nach ganz oben, die wir zusammen mit Bradley Coopers sympathischem Charakter moralfrei und mit satirischem Potential erfahren und die gerade deswegen die ein oder andere Überraschung für uns parat hält. Immer noch mein kleiner "Fight Club". (7,5/10)

Ran (1985)
Akira Kurosawas "King Lear"-Version ist eines seiner größten Meisterwerke unter all seinen bereits nicht höhepunktarmen Werken. In assoziativer Farbsymbolik inszeniert er die bittere Bilanz eines alternden Herrschers, ein tragischer, mit zunehmender Laufzeit fast resignierender Blick auf die Vergangenheit, mehr großes Drama als epochaler Kostümfilm. Zusammen mit Komponist Toru Takemitsu schuf Kurosawa unglaubliche, suggestive, surreal-alptraummhafte Sequenzen, die die Meisterschaft des Regisseurs fest untermauern. Meisterwerk! (10/10)

















9 - 7,8 (70,0)

Sonntag, August 25, 2013

Zitate 15

"Der Filmschauspieler muss nicht verstehen, sondern einfach nur da sein. Man könnte nun argumentieren, dass man verstehen muss, um sein zu können. Das ist aber nicht der Fall. Wenn dem so wäre, müsste ja der intelligenteste Schauspieler auch der beste Schauspieler sein. In Wirklichkeit ist aber oft genau das Gegenteil der Fall. Seine Gedanken zu der Figur, die er spielt - die ihn nach der gängigen Theorie einer präzisen Darstellung näherbringen sollten - kommen letztendlich seinen Bemühungen in die Quere und nehmen ihm seine Natürlichkeit. Der Filmschauspieler sollte in einem Zustand der Jungfräulichkeit zu den Dreharbeiten erscheinen. Je intuitiver seine Arbeit, desto spontaner wird sie sein."
 Michaelangelo Antonioni über die Spontanität seiner Schauspieler.

Donnerstag, August 15, 2013

Kurzreviews August/I/2013

Nachdem mir eine Erkältung bereits anderthalb Wochen Österreichurlaub versaut, mich die meiste Zeit geplättet ans Bett gefesselt hat, war meine Blogmotivation verständlicherweise getrübt. Naja, zumindest konnte ich den ein oder anderen Film nachholen.
Somit präsentiere ich wiederum die 13 Filme und 4 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat August gesehen habe:

Serien-Staffeln
Extras  (Season 1) (2005) - (9/10)
Extras  (Season 2) (2006) - (8,5/10)
Extras  (Special Series Finale) (2007) - (7/10)
Sons of Anarchy (Season 1) (2008) - (7,5/10) 

Filme
Geballte Ladung - Double Impact (1991)
Jean-Claude Van Damme im Doppelpack, was für manche blanken Terror darstellt, ist für Actionfans ein gelungener Spaß, schließlich schafft es Van Damme die disparaten Brüder für seine Möglichkeiten differenziert und ihre Aufeinandertreffen unterhaltsam darzustellen, während die Schießereien und kleineren Schlägereien für den Effekt sorgen. Gegen Ende wirkt der Film allerdings unglücklich geschnitten, sogar gekürzt. (7/10 auf einer B-Action-Skala)
Planet Terror (2007)
Robert Rodrigeuz' "Grindhouse"-Beitrag wirkt stets gewollt, ist trotzdem ein gelungen dreckiges, blutiges Trashfest ganz im Sinne der Hommage, hat darüberhinaus geschickt platzierte Gags und Seitenhiebe an jeder Ecke. Er hat den richtigen Flair, die richtige Stimmung, Kurzweil und Herzblut, aber gewollter Trash bleibt letzten Endes gewollt. (8,5/10)

X-Men 2 (2003)
Mit dem Vorgänger als Exposition kann Bryan Singer die Mutanten gänzlich von der Kette lassen und schickt sie in den spektakelreichen Kampf gegen einen effektiven Bösewicht - und das alles mit überzeugender Geschichte, die ihren Anti-Präokkupations-Charakter nie vergisst. (8/10)

Das Spiel ist aus (1947)
Mit Jean-Paul Sartre himself am dem Drehbuch, präsentiert Jean Delannoy ein Plädoyer für Exitenzialismus und gegen Determinismus, ein wenig politisch und klammheimlich verpackt in einer Romanze. Mal witzig, mal tragisch, an manchen Stellen durch ausgedehnte Liebesbekenntnisse der Protagonisten sich etwas ziehend, findet der Film einen gelungenen Ton, ohne durch exoterisch-philosophierende Schwafelei zu erdrücken. (7/10)

Last Samurai (2003)
Hyperromantisierte Hollywood-Version der Samurai-Dämmerung, die die Samurai nach westlichem Vorbild iedalisiert und verritterlicht. Gleichzeitig ist die Geschichte klassisch ohne Variation oder schmückendem Einfall, die Charakterentwicklung im schlimmsten Fall eher zweckdienlich denn organisch. Dafür ist der Film schön photografiert, es gibt den ein oder anderen cineastischen Moment, epische Schlachterei, die neben Pathos auch bittere Töne anschlägt, und einen angenehm zurückgenommenen Tom Cruise. Lieber noch mal "Shogun" gucken. (7/10)

Okami - Das Schwert der Rache (1972)
Der Namensvetter meines Blogs, der Zündfunke für meine Jidai-geki-Begeisterung: der kultige Manga hevorragend adaptiert, die Geschichten klever für die Exposition ausgewählt. Tomisaburô Wakayama, obwohl physiognomisch dem Vorbild nicht ganz entsprechend, bietet die perfekte Smybiose aus Stoa, Bushido, Entschlossenheit und Coolness und bleibt für mich bis heute das Kino-Gesicht von Okami Itto, Akihiro Tomikawa verblüfft als Darsteller trotz seines jungen Alters. Für alles weitere sorgen Kenji Misumi und die kongeniale Vorlage. (9/10)

Tokyo Sonata (2008)
Kiyoshi Kurosawa konfrontiert mit der existentiellen Abwärtsspirale, ist dabei sowohl tragisch, als auch japanisch Grotesk. Ein nüchterner Blick zwischen menschlichem Drama und surrealem Alptraum. (8,5/10)

ParaNorman (2012)
Die Außenseiterthematik ist nicht neu, freilich die Umsetzung ist fantastisch, die Charaktere liebenswert, die Geschichte gut erzählt und in vielen kleinen Details steckt liebevolle Horrorfilm-Hommage. Technisch ist der Film zudem über alle Maßen hervorragend, mit überraschend detaillierter, ausdruckreicher Mimik und alptraumhaft schönen Sets. Einfach wunderschön! (8,5/10)

Für immer Shrek (2010)
Ich bin nicht der größte Fan von "Shrek", dennoch hatte ich meinen Spaß an dieser "Was wäre wenn..."-Geschichte, die thematisch immanent gelungene Gags (insbesondere Antonio Banderas gestiefelten Kater) liefert und über einen herrlich fiesen Bösewicht verfügt - wogegen das ganze als großer Abschluss Reihe weniger überzeugt, eher eine Randnotiz im Franchise-Kosmos zu sein scheint, zumal der biedere, angestaubte Impetus der Geschichte den Gesamteindruck trübt. (6/10)

James Bond 007 - Der Hauch des Todes (1987)
Timotyh Dalton ist unweigerlich einer der unterschätztesten Bond-Darsteller, nur war sein Einstieg nicht der glücklichste, denn das Drehbuch und der Spektakularitätsfaktor schwächeln, ganz besonders schadet dem Film der blasse Bösewicht, samt lahmer finaler Konfrontation. Dessenungeachtet ist "The Living Daylights" ein von mir gern gesehenes, kurzweiliges Vergnügen, gut über die Schwächen weginszeniert mit engagierten Darstellern. (7/10)

Okami 2 - Am Totenfluss (1972)
Im zweiten Abenteuer ist die Zusammenstellung der im Manga als Episodengeschichten angelegten Einzelteile nicht zu hundert Prozent gelungen, der Bentenrai-Brüder-Part bereitet den größten Spaß, während Kayo Matsuos Rolle etwas unbefriedigt zurücklässt. Insgesamt wird hier mehr gekämpft, allein die gewählten Geschichten sind nicht die aussagekräftigsten. (8/10)

Rush Hour (1998)
Handelsübliche Buddy-Komödie, die Jackie Chan mit seinem Charisma zu retten hat, da Chris Tucker in voller Darstellung von Inkompetenz und pseudo-Coolnes in erster Linie nervt. Chans Akrobatik-Einlagen sind nach wie vor das Highlight, angesichts seiner Hong Kong-Produktionen natürlich ein Witz. Jegliches Fehlen eines finalen Duells mit einem angemessenen Kombatanten enttäuscht zudem, aber Brett Ratner ist nun mal kein Martial-Arts-Regisseur. (6,5/10)

Ghostbusters - Die Geisterjäger (1984)
Ganz großer Fantasy-Spaß mit originärer Idee und super Umsetzung. Bill Murray, Dan Aykroyd und Harold Ramis sind ein herrlich schräges, liebenswertes Trio und zusammen mit Ivan Reitman liefern sie dutzende von denkwürdigen Szenen. Zwar sind die Tricks hier und da mehr als überholt, gewinnen dadurch hingegen Retro-Charme. Gant toll! (9/10)














13 - 7,7 (100,0)

Sonntag, August 04, 2013

Nachschlag No. 26: Do you gravitate toward this trailer?

Vor einiger Zeit habe ich mich über den Stand des Science-Fiction-Kinos ausgelassen, mit der Erwähnung von Alfonso Cuarón neustem und vielversprechenden Projekt "Gravity", einem Science-Fiction-Kammerspiel über zwei Astronauten, die, von ihrer Raumkapsel getrennt, in die Einsamkeit des Weltalls hinaustreiben. Inzwischen hat Warner dazu sichtbares Material veröffentlicht, genaugenommen Teaser, Clips und bereits zwei Trailer. Glücklicherweise gibt es Youtube, wo sich jemand die Mühe gemacht hat, dieses Videomaterial hintereinandergereiht als ein Video zu veröffentlichen, was ich selbstredend hier zu posten habe. Dazu sage ich gleich, dass mir der Trailer nicht allzu gut gefällt, zumindest teilweise, was allerdings an dem Spektakel-Gestus liegt. Da wird mehr, ich nenne es mal Action vermittelt, als letztendlich in dem Projekt drin stecken dürfte. Aber, wie es für ein Buch gilt, es nicht augrund seines Einband zu verurteilen, so gilt es erst recht für den Film, ihn nicht nach seinem Trailer zu beurteilen. Nichtsdestotrotz, hier der Trailer und ich freue ich mich immer noch auf das höchst interessante Projekt:

Donnerstag, August 01, 2013

Kurzreviews Juli/II/2013

Hiermit präsentiere ich wiederum die 15 Filme und 2 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat Juli seit der letzten Liste gesehen habe:

Serien-Staffeln
The IT Crowd (Season 3-4) (2008/2010) - (9,5/10)
Grimm (Season 1) (2011) - (7/10)

Filme
Liebe 1962 (1962)
Seit langer Zeit mein erster Michelangelo Antionio, umso überwältigter bin ich, ob seiner meisterlichen Hand, seines szenischen Geschicks und der suggestiven Kraft seiner Bilder, mit denen er das Seelenleben seiner Protagonisten so viel eindrücklicher auszudrücken vermag. In der Rezeption zwar hermetisch, nichtsdestotrotz einnehmendes Glanzstück. Nicht zu vergessen: die großartige Monica Vitti. (9/10)
Decameron (1970)
In fröhlich-frivoler Nackheit zelebrierte Besinnungstour Pier Paolo Pasolinis, der sich den einfachen Freuden des Menschen hingibt und somit auf absonderliche Manier vorzüglich unterhält. (7/10)

Zwei stahlharte Profis - Lethal Weapon (1987)
Neben "48 Stunden" gewiss der prägenste Buddy-Cop-Actionfilm. Die Chemie zwischen Danny Glover und dem noch nicht ganz so unterträglichen Mel Gibson funktioniert und die Action liegt bei Richard Donner in sicheren Händen, wenn auch steigerungsfähig. Die Geschichte um einen Drogenring ist zwar subaltern zum Buddy-Element, hat dahingegen immerhin Gary Busey als Bösewicht. (8/10)

Das Leben der Frau Oharu (1952)
Kenji Mizoguchi zum ersten: eine Frau als Spielball der Männer, sicherlich eine tragische Abwärtsspirale - nur konnte ich nie mit der armen Oharu, so tragisch ihr Schicksal ist, mitfühlen, das Gefühl auswegloser Dramatik hat sich bei mir nie eingestellt. Vielmehr war es ein beinahe nüchternes Beobachten, es mag beabsichtigt sein, was für mich nicht hat funktionieren wollen. (6,5/10)

Sansho Dayu - Ein Leben ohne Freiheit (1954)
Kenji Mizoguchi zum zweiten: moralschweres Drama, das eben ganz auf dieser Scheine fährt, insbesondere am wohl etwas uminterpretierten Schluss. Die Charakterentwicklung wirkt hierbei sehr flüchtig angerissen und zu allegorisch, nichtsdestotrotz ist es ein kraftvolles Drama. (7,5/10)

Die Frau in den Dünen (1964)
Schwierig, schwierig. Ganz und gar fesselnde Odyssee eines Mannes in einer Extremsituation, wunderbar, bisweilen surreal gefilmt, ein ungewöhnliches psychologisches Drama mit philosophischem Ausklang. (8,5/10)

Ugetsu - Erzählungen unter dem Regenmond (1953)
Kenji Mizoguchi zum dritten: in wunderschönen Bildkompositionen erzählte Geschichte, ein nicht zu schwermütiges Historiendrama wie etwa "Sansho Dayu", dennoch ernst im Ton und mit Moral, ohne andauernd mahnend den Zeigefinger zu erheben. Ebenfalls eine tragische Frauengeschichte. Sehr, sehr schön. (8,5/10)

Das Verflixte 7. Jahr (1955)
Rachmaninows zweites Klavierkonzert werde ich nie wieder ernst nehmen können. Zwar nervt der Protagonist doch schnell durch seine überbrodelnde Geschwätzigkeit, aber seine unterhaltsamen Fantasien und jede Filmsekunde mit Marilyn Monroe in ihrer naiven Anzüglichkeit gefallen. Trotz aller Unterhaltsamkeit zieht sich der Film etwas, ist schlussendlich ganz nett. (6,5/10)

The King's Speech - Die Rede des Königs (2010)
Kokettieren mit der Behinderung, daneben eine allzu überraschungsarme Freundschaftsgeschichte. Immerhin versucht sich Tom Hooper an seinem eigenen Historienfilmstil, der eher ostentativ denn subtil ausfällt. Colin Firth ist dessen ungeachtet großartig. (6,5/10)

Paladin - Die Krone des Königs (2013)
Überschaubare Fantasygeschichte, die nicht einmal interessant genug ist, um vorhersehbar sein zu müssen, mit okayen Darstellern, miesen Effekten und einer putzigen Kampfchoreographie. Geht wirklich schlimmer. (3/10 auf einer B-Movie-Skala)

Starship Troopers (1997)
Da steckt weit weniger Satire drin als beabsichtigt, mir gefällt  da mehr der Science-Fiction-Action-Spektakel-Anteil, der sicherlich in dieser Art gar nicht so viel Spaß bereiten sollte. Überdies sind Musik und Effekte superb. (7/10)

X-Men (2000)
Eine meiner Lieblingscomicverfilmungen aus dem Hause Marvel, eben weil Bryan Singer es versteht, nicht nur das Spektakel, sondern auch, hier sogar viel mehr seine Charaktere in den Mittelpunkt zu rücken. Das die "X-Men" immer schon eine Parabel auf Diskriminierung waren, hilft dabei immens und bleibt ein aktuelles Thema. Außerdem stellen die Comics durch ihre bunte Vielfalt an Mutanten ein breites Spektrum an coolen Helden, die mindestens einen Heroen für jeden Zuschauer bieten. Die einzige Schwäche: alles fühlt sich nach Exposition an. Aber es gibt da ja "X2". (8/10)

Drive (2011)
Jede Kritik, die dem Film vorgeworfen wird, ist wahr, denn er ist ein gewaltiger Blender, in seiner großspurigen Hommage, Liebeserklärung, oder was auch immer Nicolas Winding Refn damit zeigen wollte, er ist ein einziger großer Videoclip und er ist oder kann sehr, sehr langweilig sein. Die Bilder und der Soundtrack sind schön anzusehen/anzuhören und die Schauspielleistungen sind gut, keine Frage, selbst wenn einem Ryan Goslings Charakter mit seinen Waschlappenverhalten ziemlich auf die Nerven gehen kann. Aber jedem sollte klar sein: der Film ist sehr, sehr leer. Das steckt nichts drin und wenn Leute weiß Gott was in den Film reininterpretieren, liegt das nicht daran, dass es der Film darbietet, sondern weil er aufgrund seines Vakuums unter der obeflächen kein Hindernis bietet, um etwaige Projezierungen Paroli zu bieten. Mir hat er irgendwie Spaß bereitet, jedoch einzig aufgrund des optischen Genusses. (6,5/10)

Bloodsport (1988)
Jean-Claude Van Dammes kultiger Kampfsportturnierfilm, ein 80er-Jahre-Artefakt, das genau aus diesem Grund Spaß macht und sogar gute Choreographien bietet und trotz absehbarer Dramaturgie zu unterhalten weiß. (7,5/10 auf einer B-Action-Skala)

Silver Linings (2012)
Respekt für die Darsteller und Respekt für David O. Russells Versuch, daraus keinen bleischweren Problemfilm zu machen, dennoch sind die Charaktere ganz, ganz schlimme Nervensägen, da schwer gestört (das gilt für praktisch jeden im Film). Das ist über weite Strecken sehr, sehr anstrengend, bis es gegen Ende sozusagen fallengelassen wird und in einer konventionellen Romanze aufgeht. Daraus ergibt sich ein zunächst enervierender, mit zunehmender Zeit und Entwicklung des Protagonisten doch noch irgendwie angenehmer Liebesfilm, der wegen Bradley Cooper und Jennifer Lawrence bei der Stange hält. Aber das geht besser. (6,5/10)

















15 - 7,1 (106,5)

Samstag, Juli 27, 2013

The 47 Reeves

Was macht eigentlich REEVES? Also, Keanu Reeves. Hier wisst schon, der hier:

Seit seinem wohl größten Erfolg, siehe oben, hat der kanadische Darsteller, der bereits mit Größen wie Gus Van Sant und Bernardo Bertolucci gearbeitet hat, nur noch wenige nennenswerte Produktionen zu verzeichnen gehabt. Nichtsdestotrotz war er irgendwie immer präsent in der Kinolandschaft, zwar nicht in "Matrix"-Ausmaßen, aber mit Filmen wie "A Scanner Darkly", "Street Kings" oder dem "The Day the Earth Stood Still"-Remake blieb er zumindest im Gespräch - irgendwie. Sein letzter großer Kassenschlager, trotz mäßiger Kritiken, dürfte indes mit seinem Auftritt als Klaatu genannt sein, danach folgten eher kleinere, mäßig erfolgreichen Produktionen wie "The Private Lives of Pippa Lee", "Henry's Crime", "Generation Um..." und die Dokumentation "Side by Side". Aber was macht der Mann jetzt? Und wollen wir das wirklich wissen?

Warum nicht? Schließlich hat sich REEVES inzwischen als Regisseur versucht und mit seinem Martial-Arts-Film "Man of Tai Chi" immerhin Actionfilm-Legende John Woo ("A Better Tomorrow", "Mission: Impossible II", "Red Cliff") überzeugt. Viel interessanter... nein, das trifft es nicht... viel amüsanter finde ich dagegen sein nächstes großes Projekt "47 Ronin", ein Fantasy-Action-Film, der irgendwie, irgendwo auf der berühmten Geschichte der 47 Ronin basiert, die von besagten Ronin handelt, die, nachdem er zum Seppuku gezwungen wurde, ihren Daimyo (Lehnsherren/Fürsten) rächen - eine Geschichte, die sich im japanischen Kulturkreis als herausragendes Beispiel fundamentaler Samurai-Tugenden wie Loyalität, Ehre und Entschlossenheit großer Beliebtheit erfreut, das Kabuki- und Bunraku-Theater, die japanische Oper und nicht zuletzt die Filmwelt (abgesehen von Japans Regielegende Kenji Mizoguchi referiert unter anderem John Frankenheimers Action-Thriller "Ronin" die Geschichte) inspiriert hat.

Wie dem auch sei: jetzt nimmt sich Amerika, respektive die Universal Studios, der Geschichte an. Datt kann ja nur super werden...
Carl Erik Rinsch (sein erster Kinofilm) verfilmt die Geschichte also mit einem Budget von geschätzt 175 Millionen US-Dollar und weil eine Geschichte über 47 ehrenvolle Krieger, die aus purer Loyalität und kodextreue handeln, keinen Amerikaner ins Kino lockt, packt man ein paar aufgeblasene Fantasy-Elemente hinzu, wie Drachen, Magie, Monster im "300"-Style, "Pirates of the Caribbean" - und eben Keanu Reeves, der soetwas wie ein ausgestoßenes Halbblut (ja, klar...) spielt und somit den Identifikationscharakter für die Klientel, die sich nicht mit "Schlitzaugen" indentifizieren möchte, darbietet. Immerhin sehen wir tatsächlich ebenfalls Japaner an seiner Seite, wie Hiroyuki Sanada ("Ring""Rush Hour 3", "Sunshine") und Tadanobu Asano ("Ichi the Killer", "Thor", "Battleship"), beide dem westlichen Kinogänger nicht unbekannt, Kō Shibasaki ("Battle Royale", "Dororo", "Shaolin Girl"), die noch kürzlich in Guillermo del Toros Kaiju-Spektakel "Pacific Rim" in Erscheinung getretene Rinko Kikuchi ("Babel ", "The Brothers Bloom", "Norwegian Wood") und natürlich badass Cary-Hiroyuki Tagawa ("Star Trek: The Next Generation", "Mortal Kombat", "Tekken"), den ich immer wieder gerne sehe, selbst mit dieser Frisur.
Der Trailer offenbart uns, dass die Drehbuchautoren Chris Morgan ("Fast & Furious", "Fast Five", "Fast & Furious 6"... oh weh, oh weh, oh weh, oh weh... auch noch "Tokyo Drift"... oh weh, oh weh, oh weh, oh weh) und Hossein Amini ("Shanghai", "Drive", "Snow White and the Huntsman") den Fokus nicht mehr allzu sehr auf Ethik als viel mehr auf extravagantes Fantasy-Spektakel gelegt haben, mit hübschen Bildern, fetten Monstern und bierernst vorgetragen. Eine japanische Geschichte amerikanisch gefiltert eben. Aber wer weiß, vielleicht wird das ganze als Edel-Trash ja noch durchaus unterhaltsam.

Montag, Juli 22, 2013

Django Chained

Hat Quentin Tarantino mit "Django Unchained" etwa eine neue Welle des Anti-Sklavenfilms heraufbeschworen? Nun gut, bisher ist es nur Steve McQueen mit der Verfilmung Solomon Northups Autobiographie "12 Years a Slave", nomen est omen, jedoch nicht zuletzt angesichts Trayvon Martins tragischem Fall und der damit wieder entzündeten Diskussion latenten Rassismus betreffend, würde es mich doch sehr verwundern, wenn wir demnächst nicht end-, end-, endlich in den Genuss des seit "Scary Movie" versprochenen Sequels zu "Amistad" kommen - unter anderem.

Wie dem auch sei, zunächst liegt es an Steve McQueen die Passion und Suppression des Afroamerikaners durch den weißen Mann zu illustrieren. Zum dritten mal seit "Hunger" und "Shame" greift er dabei auf Michael Fassbender ("Fish Tank", "X-Men: First Class", "A Dangerous Method") zurück, der die Rolle des pösen, pösen Plantagenbesitzers übernimmt, derweil die Hauptrolle Chiwetel Ejiofor ("Children of Men", "American Gangster", "2012") innehat. Dazu sehen wir Benedict Cumberbatch ("Sherlock", "The Hobbit", "Star Trek Into Darkness"), Paul Dano ("Little Miss Sunshine", "There Will Be Blood", "Looper"), Paul Giamatti ("Sideways", "Cinderella Man", "John Dies at the End"), Brad Pitt ("Babel", "The Curious Case of Benjamin Button", "The Tree of Life") und Alfre Woodard ("Desperate Housewives", "Memphis Beat", "Steel Magnolias"). Das Drehbuch kommt von John Ridley ("U Turn", "Undercover Brother", "Red Tails") und als "Musik" hören wir sehr wahrscheinlich eine Hans Zimmer Resample-Compilation, wie es der Trailer bereits andeutet. Was bleibt noch dazu zu sagen? Da schielt jemand ganz gewaltig nach dem goldenen Jungen...

Donnerstag, Juli 18, 2013

Ein unverzeihliches Remake - aus Asien...

Ja, gibt es denn sowas? Der alles andere als gewöhnliche Fall, dass das asiatische Kino ein Remake eines amerikanischen Films produziert, verkehrte Welt also, ist eingetroffen. Oh ja, Zainichi (Japaner koreanischer Herkunft) und Regisseur Lee Sang-il ("Hula Girls", "Scrap Heaven", "Border Line") hat die schwere Aufgabe übernommen, Clint Eastwoods legendären Westernabgesang "Unforgiven"/"Erbarmungslos" als Jidaigeki "Yurusarezaru Mono" (unverziehene Person) zu adaptieren. Als Drehbuchautor belässt er, wie es bisher aussieht, die Geschichte im Kern, abgesehen von der Relokalisierung des Schauplatzes von Amerika nach Hokkaido - was letztendlich durchaus eine signifikante Änderung darstellt. Darüberhinaus erhält Jubei Kamata, das Pendant zu William Munny, eine deutlich elaborietere Provenienz-Geschichte. Dargestellt wird der Schwertkämpfer übrigens von Ken Watanabe ("The Last Samurai", "Letters from Iwo Jima", "Inception"), ein dem westlichen Kino alles andere als unbekannter Darsteller. Neben ihm sieht man japanische Größen wie Akira Emoto ("Dotonbori River", "Hearts and Flowers for Tora-san", "Dr. Akagi"), Kōichi Satō ("Sukiyaki Western Django", "Kamui Gaiden", "Heaven's Story"), Yūya Yagira ("Nobody Knows", "Sugar and Spice", "The Shock Labyrinth") und Eiko Koike ("2LDK", "The Kiss", "Penance").
Der Film scheint im Prinzip fertig und für 2013 auf dem Kinospielplan zu stehen. Dann wollen wir doch mal schauen, ob die Japaner es besser verstehen, die Amerikaner zu remaken, als umgekehrt - nur wäre das zunächst wahrlich keine große Leistung... übrigens: meine Entschuldigung dafür, dass niemand den Trailer verstehen dürfte, aber mit Untertiteln ist er mir bisher nicht unterkommen. Aber jeder Cineast, der was auf sich hält, müsste das gewaltige Original eigentlich kennen. Also, genießt einfach die Bilder!

Montag, Juli 15, 2013

Kurzreviews Juli/I/2013

Am 19. Juni 2013 verstarb James Gandolfini im Alter von nur 51 während einer Italien-Reise überraschend an einem Herzinfarkt. Der verfrühte Tod des legendären "Sopranos"-Stars traf die Filmwelt unerwartet und auch wenn er nicht der größte Leinwandstar war, bisweilen sogar für unsympathische Schläger-Charaktere abonniert war, seine berühmtesten Auftritte zumeist auf Nebenrollen wie in "True Romance" beschränkt blieben, wird die Welt ihren Tony Soprano vermissen.

R.I.P.
Das schreibe ich erst jetzt, einen Monat nach seinem Tod, weil ich in Gedenken an ihn über die nächsten Monate, im Juli begonnen mit Staffel No. 1, "Die Sopranos" und ihn als Darsteller feiern werde. Addio, Tony!

Daneben präsentiere ich wiederum die 5 Filme und 2 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat Juli gesehen habe:

Serien-Staffeln
The IT Crowd  (Season 1-2) (2006-2007) - (9,5/10)
Die Sopranos  (Season 1) (1999) - (8/10)

Filme
X-Men - Erste Entscheidung (2011)
Matthew Vaughn erschafft ein erfrischendes, charakterorientiertes Prequel, dass glücklicherweise nicht auf den eher mediokren Special Effects aufbaut. Insbesondere James McAvoy und Michael Fassbender machen einen hevorragenden Job und mit Kevin Bacon als Fiesling kann man nie etwas verkehrt machen. (7,5/10)
Mutant Chronicles (2008)
Die Green Screen-Technik erinnert an seelige FMV-Zeiten oder die trashigsten "Command & Conquer"-Zwischensequenzen, die Geschichte ist platt, wie vorhersehbar, die Action gerade mal annehmbar - es erstaunt, dass sich Darsteller wie John Malkovich oder Thomas Jane für diese Art B-Ware (mit Hang zum C) hergaben. (4/10 auf einer B-Movie-Skala)

James Bond 007 jagt Dr. No (1962)
Ist nicht sonderlich gut gealtert, Bond ist noch deutlich kaltschnäuziger, das Finale etwas unspektakulär, nichtsdestotrotz bietet Terence Young im kleinen Format bereits alle reihentypischen Elemente auf gutem Niveau. (7/10)

Scary Movie (2000)
Damals trafen die Wayans wohl zur richtigen Zeit den richtigen Humor-Nerv des Kinopublikums, wenn ihre "Scream"-Parodie funktioniert, liegt das indes mehr an der bereits augenzwingkernden Manier des Originals. Das Niveau ist deutlich unterhalb der Geschmacksgrenze und mit gutem Gewissen kann man das Ganze nur noch als guilty pleasure lustig finden, besonders hinsichtlich der sich selbst kopierenden Welle an beschissenen Spoof-Komödien, die noch folgen sollten. (6/10)

Kick-Ass (2010)
Für Geeks sicherlich ein stylishes Fest, das allerdings den etwas comic-kritischeren Ton der nicht gerade überragenden Vorlage zu Gunsten der Mainstream-Unterhaltung opfert - was sogar gut gelungen ist. (7/10)

















5 - 6,3 (31,5)

Samstag, Juli 13, 2013

Armer alter Junge

Also, das Warten hat ein Ende. Nach ewigem hin und her, her und hin scheint das "Oldboy"-Remake einen vorzeigbaren Status erreicht zu haben. Zumindest gibt es inzwischen einen Trailer und ein wirklich hässliches Poster zu bestaunen. Zugegeben: ich finde Josh Brolin ("No Country for Old Men", "Milk", "Men in Black 3") ist eine wirklich fabelhafte Neubesetzung, den Rest der Darsteller wie Elizabeth Olsen ("Martha Marcy May Marlene", "Liberal Arts", "Very Good Girls"), Michael Imperioli ("The Sopranos", "Law & Order", "Life on Mars"-US-Remake) oder Sharlto Copley ("District 9", "The A-Team", "Europa Report") muss ich in Aktion erleben, Samuel L. Jackson empfinde ich allerdings als nichts mehr als Koketterie. Letztendlich bin ich neugierig, wie genau Spike Lee ("Malcolm X", "Inside Man", "Red Hook Summer") und Drehbuchautor Mark Protosevich ("The Cell", "I Am Legend", "Thor") das großartige koreanische Original verwässert haben, nur um wieder verkünden zu dürfen, wie überflüssig das ganze eigentlich war. Dann doch lieber "Stoker".

Freitag, Juli 12, 2013

SHARKNADO - muss ich mehr sagen?


Ich bin gerade sprachlos.

Donnerstag, Juli 11, 2013

Auch diese Steine, können sie filmen

Für alle coolen Kinder, die früher mit Lego gespielt haben, gibbet demnächst das cineastische Pendant "The Lego Movie", denn, wie wir alle wissen, erst Lego macht aus Kino-Giganten wie "Star Wars" oder "Der Herr der Ringe" wahre epische Meisterwerke. So oder so kommt die animierter Herausforderung unserer künstlerischen Perspektive 2014, ob wir wollen oder nicht. Verklotzt werden unter anderem Chris Pratt ("Everwood", "The O.C.", "Zero Dark Thirty"), Will Arnett ("Arrested Development", "30 Rock", "Up All Night"), Elizabeth Banks ("The 40-Year-Old Virgin", "Zack and Miri Make a Porno", "The Hunger Games"), Morgan Freeman, Liam Neeson und Will Ferrell, derweil die Bauaufsicht Phil Lord und Chris Miller ("Clone High", "Cloudy with a Chance of Meatballs", "21 Jump Street") obliegt. Na dann.

Dienstag, Juli 09, 2013

Der Thor, der Lügner und der dunkle Schrank im Universum

Um nach den "X-Men" bei Comics (und Marvel) zu bleiben:
nach dem gigantischen Erfolg von "Iron Man 3" setzt sich die Phase zwei der Avengers mit Thor, dem wackeren nordischen Heroen, fort. In "The Dark World" sieht sich Thor (Chris Hemsworth, "The Cabin in the Woods", "Snow White and the Huntsman", "Red Dawn"-Remake) mit dem übermächtigen Malekith (Christopher Eccleston, Doctor #9, "28 Days Later", "G.I. Joe: The Rise of Cobra"), dem nach Rache dürstenden Anführer der Dark Elves, konfrontiert. Aus purer Verzweiflung sieht sich Thor zur einer Zweck-Allianz mit Loki (Tom Hiddleston, "War Horse", "The Deep Blue Sea", "Midnight in Paris") genötigt, um den übermächtigen Feind entgegen zu stehen.
Natürlich sind Natalie Portman ("Star Wars", "V for Vendetta", "Black Swan"), Stellan Skarsgård ("Ronin", "Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest", "The Girl with the Dragon Tattoo"), Kat Dennings ("Sex and the City", "The 40-Year-Old Virgin", "2 Broke Girls"), sowie Idris Elba ("The Wire", "Luther", "Prometheus"), Jaimie Alexander ("Rest Stop", "The Last Stand", "Intersections") und Ray Stevenson ("King Arthur", "Punisher: War Zone", "Dexter") mit von der Partie. Nicht zu vergessen Anthony Hopkins und Rene Russo als Odin und Frigga. Neu dabei sind unter anderem Adewale Akinnuoye-Agbaje ("The Mummy Returns", "The Bourne Identity", "Lost"), Zachary Levi ("Chuck", "Alvin and the Chipmunks: The Squeakquel", "Tangled") und Tadanobu Asano ("Electric Dragon 80.000 V", "Ichi the Killer", "Zatōichi"). Für alle "IT-Crowd"-Fans (oh, yes!) dürfte interessant sein, dass Chris O'Dowd ("Gulliver's Travels", "Family Tree", "Girls") in einer bisher unbekannten Rolle auftritt.
Nach Kenneth Branagh ("Hamlet", "Harry Potter and the Chamber of Secrets", "Wallander") übernimmt übrigens Alan Taylor ("Palookaville", "The Emperor's New Clothes", "Kill the Poor") die Regie, nach einem Drehbuch von Christopher Yost ("X-Men: Evolution", "The Batman", "The Avengers: Earth's Mightiest Heroes"), Christopher Markus und Stephen McFeely ("The Life and Death of Peter Sellers", "The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe", "Captain America: The First Avenger"). Hier der Trailer, der mich persönlich noch nicht überzeugt, obgleich ich den ersten Teil zwischen Comic und Shakespeare durchaus ansprechend fand.

Samstag, Juli 06, 2013

The scotsman of the british future past progressive XXX-reunion wizardly mutationized stumble girl power

Nicht zu vergessen: da bei meinem letzten James McAvoy-Posting das "X-Men"-Prequel erwähnt habe, sei daran erinnert, dass 2014 das Sequel zu "X-Men: First Class" auf dem Stundenplan steht: "X-Men: Days of Future Past". Abermals schlüpft McAvoy in die Rolle von Professor X. Der Clou an der Sache jedoch ist, dass er sich die Rolle mit Patrick Stewart himself teilt - gleiches gilt zudem für Michael Fassbender ("Fish Tank", "Inglourious Basterds", "Shame") und Ian McKellen hinsichtlich Magneto. Wie das zusammenpasst? Es geht ums Zeitreisen! Und darum, Continuity-Fehler zwischen dem Prequel und der Trilogie zu korregieren.
Daneben gibt es ein Rundum-Wiedersehen mit Jennifer Lawrence/Mystique ("Winter's Bone", "The Hunger Games", "Silver Linings Playbook"), Nicholas Hoult/Beast ("About a Boy", "Skins", "A Single Man"), Halle Berry/Storm ("Swordfish", "Monster's Ball", "Die Another Day"), Anna Paquin/Rogue ("The Piano", "Almost Famous", "True Blood"), Ellen Page/Shadowcat ("Juno", "Inception", "Super") und natürlich Hugh "Wolverine" Jackman ("The Prestige", "Australia", "Les Misérables"). Neuer Zuwachs: Peter Dinklage, den meisten bekannt wegen seiner göttlichen Darstellen Tyrion Lannisters. Er wird den Part des Antagonisten übernehmen. Doch die Krönung des Ganzen: endlich übernimmt Bryan Singer ("The Usual Suspects", "Valkyrie", "Jack the Giant Slayer") wieder die Regie. Quintessenz: kann nur noch super werden!


Freitag, Juli 05, 2013

Die Trance-Drecksau im Doppelpack

Scotsman time! Ich mochte James McAvoy ("The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe", "The Last King of Scotland", "Atonement") bereits in "Wanted" und im erst kürzlich von mir gesichtetem (und für super befundenen) "X-Men: First Class" überzeugte er mich vollends als junge Charles Xavier-Version. Grund genug für mich die Trailer zu seinen nächsten großen Produktionen unter die Lupe zu nehmen - und allen "Drive"-Hipstern ins Gesicht zu sagen: fuck Ryan Gosling! James McAvoy is the man!
Beim ersten Film "Trance", der Titel ist Programm, von Danny Boyle ("Trainspotting", "28 Days Later", "Slumdog Millionaire") spielt McAvoy die Rolle des Bildauktionators Simon, der sich nach einem mit kriminellen Kollegen begangenem Gemäldediebstahl aufgrund eines mittelschweren Schädeltraumas nicht daran erinnern kann, wo das Bild eigentlich hingekommen ist. Als selbst Folter als Zungenlöserwerkzeug versagt, heuert der Kopf der Bande Franck, gespielt von Vincent Cassel ("Brotherhood of the Wolf", "Mesrine", "Black Swan"), die Hypnose-Spezialistin Elizabeth Lamb (Rosario Dawson, "Sin City", "Clerks II", "Death Proof") an, um in Simons tiefstes Unterbewusstsein einzudringen und auf diese Art das Bild ausfindig zu machen. Ein Plan mit folgenschweren Konsequenzen.
Das Thema Hypnose gehört einfach ins Kino, damit kann man inszenatorisch wundervoll spielen und ich habe Vertrauen in die Fähigkeiten Danny Boyles, daraus ein Mindfuckfest zu fabrizieren.

Aber, ach, da gibt es noch diesen anderen Film namens "Filth" (oder "Drecksau" auf Deutsch). Und hier gilt ebenfalls: nomen est omen, denn McAvoy schlüpft in die Rolle des egoistischen, machiavellistischen, misanthrophischen, Drogen nehmenden, alkoholkranken, cholerischen, sexuell handgreiflichen (unter anderem...) Cops Bruce Robertson. Und diese Rolle darf er mit Genuss und Widerlichkeit bis zur schmerzgrenzen auskosten, um einen wahrhaft liderlichen Charakter zu erschaffen. Mit dabei sind Jamie Bell ("Billy Elliot", "Hallam Foe", "The Adventures of Tintin"), Imogen Poots ("28 Weeks Later", "Centurion", "Fright Night") und "that British guy who always seems to be in everything but you never bother to take the time to figure out what his name is", auch bekannt als Jim Broadbent ("Moulin Rouge!", "Hot Fuzz", "Cloud Atlas"). Basieren tut das übrigens auf dem gleichnamigen Buch von "Trainspotting"-Autor Irvine Welsh, das Regisseur Jon S. Baird selbst adaptiert hat.
Wenn das mal kein zweifelhaftes, provokatives Vergnügen der Extraklasse wird - meinen kranken Sinn für Humor dürfte das treffen und ich freu mich drauf!