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Montag, Juli 01, 2013

Kurzreviews Juni/2013

Hiermit präsentiere ich wiederum die 17 Filme und 2 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat Juni gesehen habe:

Serien-Staffeln
Parade's End - Der letzte Gentleman (2012) - (6/10, ich kam für Benedict Cumberbatch, ich blieb wegen Rebecca Hall)
Odysseus (2013) - (4/10)

Filme
Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin (1957)
Da wartet man die ganze Zeit auf die titelgebenden Schicksalsjahre und nichts passiert. Es wird nicht einmal oft genug nach "Sissi!" gerufen, dass sich selbst das Drinking-Game hier nicht lohnt. Öde. (4/10)

Lola (1981)
Rainer Werner Fassbinders Unrat-Version, nicht ganz Drama, nicht ganz Satire. Die beinahe comic-artigen Charaktere, wie die dazu passende bunte Farbegebung verhindern da eine dramatische Wirkung. Immerhin die Schauspieler machen einen guten Job. (6/10)

Sinister (2012)
Die treffende Beschreibung andernorts geklaut: Stephen King guckt sich im "Shining"-Hotel das Video von "The Ring" an. Das triffts. Es gibt gruselige Momente, insbesondere die schaurigen Super-8-Filme, trotzdem verliert die allzu überraschungsarme, künstliche in die Länge gezogene Geschichte rapide sein schauriges Potential und das Ende, was man genau so kommen sah, gruselt eigentlich kaum mehr. (5/10)

Shooter (2007)
Taffer Actionfilm mit einem perfekt besetztem Marky Mark, der nur ein Manko hat: seine Laufzeit. (7/10)

Robin Hood - König der Diebe (1991)
Spaßiges Hollywood-Abenteuer, das Alan Rickman in der Paradeform des unterhaltsamen Chargierens praktisch an sich reißt. So sieht harmloser Spaß aus. (7/10)

City Hunter (1993)
Kunterbunte, schräge und über weite Strecken absolut alberne Manga-Verfilmung, die ihre Herkunft nie verhehlen kann oder will, gerade deswegen einen Riesenspaß bereitet - Toleranz für diese Art asiatischen Humors vorrausgesetzt. Höhepunkt ist natürlich Jackie Chan als Chun Li. Selbstverständlich! (7/10)

Spawn (1997)
Total misslungene Comic-Verfilmung mit "The Crow"- und "Blade"-Anleihen, miesen Effekten und klischeehaften Drehbuch-Kniffen. Ein kleines Trash-Vergnügen. (2/10)

ParaNorman (2012)
Trotz der tausendfach durchexerzierten Geschichte des Außenseiters, der an seinen Herausforderungen wächst, ist dem Charme dieser wundervollen Horrorfilm-Hommage im Stop-Motion-Stil niemals zu wiederstehen, denn die Charaktere sind sympathisch, die Geschichte ist, wenn auch altbacken, gekonnt erzählt und die Tricktechnik bisweilen sogar atemberaubend, denn so detaillierte Gesichter, wunderschön atmosphärisch gestaltete und fotografierte Set-Pieces gab es selten zu sehen. Nicht zu vergessen die Musik. Wunderschön! (8,5/10)

Before Sunrise (1995)
Eine interessantes Experiment nimmt seinen Anfang: die elaborierten Dialoge werden von dem perfekt harmonierenden Hauptdarstellern getragen und vom minimalistischen filmischen Aspekt noch unterstützt. Wunderbar kitschfrei, realitätsnah und rührend. (8,5/10)

Before Sunset (2004)
Kompakter und auf begrenzterem Raum, was dem Empfinden der Charaktere zu entsprechen scheint, deren in die Ecke gedrängte Gefühlswelt sich im wichtigen Mittelteil der Trilogie besonders zu entladen scheint. Nicht minder großartig. (8,5/10)

Before Midnight (2013)
Der "Szenen einer Ehe"-Teil der Reihe, bisher der Höhepunkt der Trilogie. Mit zunehmender Laufzeit werden die unvermindert grandiosen Dialoge zwischen Julie Delpy und Ethan Hawke, dem vielleicht besten Filmpärchen aller Zeiten, bissiger und die immanente Problematik verzwickter. Gekonnt schwanken sie dabei zwischen (griechischer) Tragödie und einer besonderen Form des Witzes. Obgleich es der längste Film der Reihe ist, verging hier die Zeit besonders wie im Fluge. (9/10)
Lili Marleen (1981)
Sonderlich subtil ist Fassbinders Inszenierung hier nie, sicherlich aber gut. Nur wirkt nichts an dem Film, weder die Charaktere und das damit verbundene Drama, noch die Auseinandersetzung mit dem Zeitgeschehen, interesseerweckend, wodurch das Projekt sehr schnell sehr öde wird, in den schlimmsten Fällen sogar unfreillig komisch. Das mag natürlich meiner Perspektive auf unsere deutsche Nazi-Zeit-Bewältigungs-Übersättigungs-Filmgesellschaft geschuldet sein, deren Vertreter Fassbinder trotz allem locker in die Tasche steckt. (5/10)

Liebe ist kälter als der Tod (1969)
Fassbinders Hommage an den franzsösischen Gangsterfilm à la Melville ist sicherlich interessant, bleibt letztenendes jedoch ein künstlerisches Nacheifern großer Vorbilder mit einem inszenatorisch etwas schwammig formulierten Grundgedanken. (5,5/10)

From Paris with Love (2010)
Xenomisie, der Film. In einem unterträglich menschenverachtendem Gestus lassen Pierre Morel und Luc Besson John Travolta die pösen, pösen Gangster, allesamt mit Migrationshintergrund, zu hunderten niedermähen. Gleichzeitig scheitern sie an ihrem Versuch einer Buddy-Komödie, dem pseudo-coolen Gehabe ihres unzerstörbaren, wie unsympathischen
Helden und dem Versuch, einen zweiten "Taken" aus dem Hut zu zaubern. Immerhin: dafür kann man sich die Action anschauen. Das war's dann schon. (3/10)

Shoot 'Em Up (2007)
Der Titel ist Programm und doch wären die vielseitigen, nie ernst genommenen Schießereien (mit selten guter Musikuntermalung) nichts ohne Clive Owen und Paul Giamatti, die den Film selbst ohne Actionspektakel tragen könnten. (6,5/10)

Red Heat (1988)
Arnold Schwarzenegger ist als russischer Eisenbirne perfekt besetzt, James Belushi fand ich hingegen wenig sympathisch, weswegen sich das Buddy-Element für mich nie zufriedenstellend angefühlt hat. Zudem ist der Film überwiegend ein langes Warten auf die Konfrontation zwischen Schwarzenegger und Ed O'Ross, was am Ende nicht so richtig mit einem Knall enden will. OK. (6/10)


Scream - Schrei! (1996)
Ikonischer Kult-Teenie-Slasher, der mit bewusster Leichtmütigkeit die eigenen Genre-Regeln genüsslich und humorvoll zur Schau stellt, trotzdem als Horror(komödie) hervorragend funktioniert und denkwürdige Szenen im Minutentakt liefert. (9/10)

In meinem Himmel (2009)
Gänzlich überkitschte Romanverfilmung, deren eskapistische Fantasiewelten nur noch reinem Selbstzweck genügen, sogar das Thema schmerzhafter Bewältung von Verlust verharmlosen. Peter Jackson scheint bei seiner Inszenierung mehr an der suspenseartigen Killerjagd und bunten Farben interessiert, verfehlt somit das entscheidene der Geschichte. Einzig Stanley Tucci hinterlässt einen widerlichen Eindruck. (3,5/10)

Scream 2 (1997)
Nicht mehr ganz so clever wie das Original, nichtsdestotrotz ein riesiges Vergnügen. (7,5/10)

Scream 3 (2000)
Der Film im Film bietet genüssliche Meta-Konfrontationen mit Film und "Realität", Schauspielern und Figuren, ist dahingehend aber eben nur ein kleines Meta-Spässchen. (7/10)

Nur 48 Stunden (1982)
Ein Archetyp von Buddymovie, war mir jedoch schon immer zu sehr unflätiges Macho-Getue mit zu wenig pointierten Dialogen und unspektakulärer Action. Walter Hill, sowie Nick Nolte und Eddie Murphy reißen's aber raus. (6/10)

Und wieder 48 Stunden (1990)
Deutlich spaßiger, dämlichere und gerade deswegen unterhaltsamere Dialoge und vernünftig dosierte Action. Einzig die unnötig verkomplizierte, in den letzten Minuten aufgelöste Verrätergeschichte empfand ich als unpassend. (6,5/10)

Scre4m (2011)
Passt seine Meta-Ebene ein bisschen an den (post)modernen Horrorfilm an, ist erzählerisch hingegen beinahe klassisch. Ist immer noch spaßig, bringt leider nichts neues. (6,5/10)















17 - 6,2 (105)

Montag, April 01, 2013

Kurzreviews März/II/2013

Dank einer fiesen Erkältung präsentiere ich diesmal satte 16 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich im Monat Februar seit der letzten Liste gesehen habe:

The Raid (2011)
Bei einem Minimum an Story bearbeiten sich die Protagonisten im Martial-Arts-Hit mit gnadenloser Härte und ihr Ziel ist mindestens die Verkrüppelung. Dementsprechend fällt die Choreografie eher beeindruckend brutal, denn HK-Actionfilm-Ballet-artig aus. Bei aller körperlich-schmerzhaften Spektakularität rettet sich die Story hingegen nur knapp mit Kniffen ins Ziel, was für dieses mal ausreicht. (7/10)

Resident Evil: Apocalypse (2004)
Viel fällt mir zum Sequel nicht ein. Nicht minder hirnlos, trotzdem beachtlich unterhaltsam. Nicht arm an gigantisch dämlichen Momenten, ist es schlicht eher Paul W.S. Anderson als Alexander Witt gegeben, die spezielle Art von Trash-Coolness, welche die Serie ausmacht, auf diese kurzweilige, im Gedächtnis bleibende Art zu inszenieren. (5/10 auf einer Trash-Skala)

Drag Me to Hell (2009)
Mit Sam Raimi-typischen Augenzwinkern und makaberen Sinn für Humor präsentierter Spaß-Horror, voller schauriger, fieser und humorvoller Szenen. (7/10)

Der Minister (2013)
Für eine deutsche Produktion noch konsumierbar, selbstredend fern einer ernstzunehmender oder gar cleveren Satire, mehr daran interessiert, jedem Charakter einen Grad von Liebenswürdigkeit zuzugestehen. (4/10)

The Mother of Tears (2007)
Ein Monument von Dario Argentos Scheitern, ein vollkommen an die Wand gefahrener Billig-Horror im TV-Look, dilettantisch inszeniert und mit selten dämlich Einfällen gespickt. Im Bemühen, seine Mängel mit selbstzweckhaften Gore-Szenen auszugleichen, erreicht Argento einen Tiefpunkt nach dem anderen. (1,5/10)

Die Scharfschützen: 1. Das Banner des Blutes (1993)
Zweckdienliche Exposition, die das Aneinanderwachsen der Protagonisten zum Thema hat. Mit dankbarerweise nicht allzu dick aufgetragenem Soldaten-Pathos und kleineren Scharmützeln lässt der Film tatsächlich bisweilen seine TV-Herkunft vergessen. Und Sean Bean sehe ich sowieso immer gerne. (7/10)

Sie nannten ihn Knochenbrecher (1978)
Sticht zunächst kaum aus den klamaukigen HK-Klopperein heraus. Das ändert sich, sobald Siu Tien Yuen mit dem Drunken Boxing die Bildfläche betritt, denn mit diesem Stil darf Jackie Chan seiner Klamauk-Akrobatik freien Lauf lassen. (6,5/10)

Dead Snow (2009)
Nichts innovatives und der Unterhaltungsfaktor ergibt sich in erster Linie aus der absurden Thematik, die Tommy Wirkola zugegebnermaßen mit Humor und Klischeebewusstsein inszeniert. Das macht Spaß, ohne beleidigend dümmlich zu sein. (6,5/10)

Ichi the Killer (2001)
Es gibt für Takashi Miikes Ekelgrenzen-Auslotung sicherlich eine andere, Kultur abhängige Interpretationweise, die sich von der "Boah, geil und krank"-Klientel differenziert. Zwar übertritt er konsequent die Grenzen des guten Geschmacks, jedoch stets in comichafter, an Parodie gemahnender Übertreibung. Nichtsdestotrotz sollte man Japaner sein und die arg zähe Erzählweise des Films erdulden können. (5/10)

Der Unsichtbare Dritte (1959)
Ein Paradebeispiel für Alfred Hitchcock, eine Assemblee klassischster Hitchcock-Elemten und -Einfälle. (8/10)

Road to Perdition (2002)
Elegisches Mafia-Drama in wundervollen Bildern. Zwar nutzen sich Conrad L. Halls (R.I.P.) dramatische "Kameraschwebefahrten" mit der Zeit etwas ab, verlieren dessenungeachtet nichts von ihrer eindringlichen Wirkung, finden in Sam Mendes sicherer Regie und Thomas Newmans melancholischem Score sogar lohnende Verbündete. (8,5/10)

Zurück in die Zukunft (1985)
Selbst 20 Jahre später immer wieder ein vergnüglicher Spaß, der sich kaum abnutzt. Ein zeitloser Klassiker. (8/10)

Stargate (1994)
Roland Emmerichs Sci-Fi-Unsinn grenzt an Modernisierungstheorie-Apologetik (fortschrittliche Amerikaner, rückschrittliche Orientalen), lässt lange Zeit kaum etwas bemerkenswertes passieren, nur um gegen Ende überstürzt einen schwächelnden Antagonisten auf- und wieder abtreten zu lassen. Als 90er-Jahre Popcorn-Kino kann man sich das noch antun (schließlich ist es kein Michael Bay) und irgendwie hat mich der Film süchtig nach SG-1 gemacht, Qualität sucht man dennoch lieber woanders. Die Musik mag ich. (5/10)

Meine Frau, unsere Kinder und ich (2010)
Ich mag die Vorgänger, der dritte Teil leidet dementgegen unter seinem miesen Drehbuch. Hin und wieder kann man lachen, insgesamt erweist sich der Film als fragmentarisch-chaotischer Mix, in dem den wenigsten Gags und Szenen ein ausreichender Aufbau vorrausgeht. Der Beweis, dass die Pointe ohne den Witz verpufft. (4/10)

Abenteuer in Rio (1964)
Bisweilen albern, was an der deutschen Synchronisations liegen mag, macht sich Jean-Paul Belmondo vor exotischer Kulisse mit viel Witz und Elan auf eine abenteuerliche Jagd nach Schatz und Frauchen. Macht Spaß! (6,5/10)

Dagon (2001)
Die Zahl gelungener Lovecraft-Verfilmung ist gering, die meisten stammen von Stuart Gordon, der ebenfalls bei seiner "Innsmouth"-Version, trotz überschaubaren Budgets, ein sicheres Händchen für den Horror-Autor beweist. Atmosphärisch, teils nihilistisch, wohlig gruselig - allein die Effekte reißen den Zuschauern des Öfteren aus dem Fluss. (7/10 auf einer B-Movie-Skala)















16 - 6,0 (96,5)

Dienstag, Januar 15, 2013

Kurzreviews Januar/I/2013

Auch im Jahre 2013 präsentiere ich wiederum die 13 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich bisher im Monat Januar gesehen habe:

Schöne Bescherung (1989)
In der Dezemberliste vergessen: bei Chavy Chase Weihnachtsfest geht natürlich alles schief, zum Glück ohne unsinnige Übertreibungen. Viele typisch-weihnachtliche Situationen erzeugen zudem ein wohliges Feiertagsflair. (6,5/10)

James Bond 007 - Moonraker - Streng geheim (1979)
Und wo wir gerade bei unsinnigen Übertreibungen waren: gerade im Finale ein nicht untrashiger Bond, stellte doch der Trip in den Weltraum eine lange Zeit den Gipfel der Reihe dar und das nicht unbedingt wohlwollend ausgesprochen. Dazu passt der nah an der Karikatur befindliche Bösewicht mit seinem Übermensch/Arche-Plan, der so unfassbar bescheuert, wahnsinnig und unglaubwürdig ist, das man den Film allein wegen Michael Lonsdale lieben muss. (6/10)

Karate Kid (2010)
Der Film wird natürlich grundlegend ad absurdum geführt, wenn schon der Titel sein Thema verfehlt, schließlich praktiziert man hier Kung Fu und kein Karate. Aber der Durchschnittsamerikaner begreift diesen Unterschied wahrscheinlich eh nicht. Tatsächlich ist das Remake gelungen, der Umzug nach Asien bringt die Verlorenheit des Protagonisten sogar besser zur Geltung und Regisseur Harald Zwart macht allgemein einen hervorragenden Job, auch hinsichtlich der Kaschierung eventueller mimischer Unfähigkeiten Jaden Smiths, sodass der Sprössling nicht mal gut schauspielern muss. Massiv störend fällt hingegen das Herabsetzen der Altersgrenzen aus, was nicht selten in absurd-unglaubwürdigen Szenen gipfelt. Und Jackie Chan: gut, wie immer, dennoch grundsätzlich in diesem Film verschenkt. (6,5/10)

Shaft - Noch Fragen? (2000)
Samuel L. Jackson ist eine Idealbesetzung und John Singleton bemüht sich erfolgreich um einen altmodischen Flair, was gleichzeitig die Krux an der Sache ist: selten fühlt sich der Film nach mehr als einem 70er-Jahre-Cop-Serien-Beitrag an. Nichtsdestrotz unterhält der Film insbesondere dank seines Hauptdarstellers prächtig. (6/10)

Ausgelöscht (1987)
Walter Hill frönt dem Peckinpah'schen Western und liefert astreines Männerkino deluxe ab, mit jeder Menge kantiger Kerle mit großen Egos und großen Wummen, die gerne in kompromisslosen Schießereien ihre Spannungen entladen. Herrlich! (7/10 auf einer B-Action-Skala)

In 80 Tagen um die Welt (1956)
Schwelgerisches Abenteuerkino, dass seine Etappen genußvoll in (Über)Länge zelebriert. Nur wirkliche Spannung kommt selten auf und so begnügt sich der Film mit mächtig Sight-Seeing und David Niven-typischen Humor. (7/10)

Big Fish (2003)
Wie ein kleines Kind, das eine fantastische Geschichte erzählt bekommt, möchten man immer mehr von Ed Blooms fantasieüberbrodelnder Geschichte hören und wenn das Ende kommt, ist man ebenfalls wie ein kleines Kind enttäuscht und wünscht sich, dass sich die Geschichte ewig fortsetzen würde. So ist Tim Burtons wundervolle, humorvolle, weise, lehrreiche und am Ende zu Tränen rührende Liebeserklärung an die Macht der Imagination und der Erzählung. (9/10)

Phenomena (1985)
Schon hier neigt Dario Argento mit Überhang in trashige Gefilde, kombiniert immerhin reizvolle fantastische mit typischen Giallo-Elemente. Womit er dem Film letztendlich den atmosphärischen Todesstoß versetzt, ist die unsagbar misslungene Musikauswahl in manchen Szenen, die wirklich niemals passen will. (4/10 auf einer B-Movie-Skala)

Twin Dragons - Das Powerduo (1992)
Voller Witz, Elan und vielseitiger Akrobatik- und Kung-Fu-Einlagen liefert uns Jackie Chan eine der unterhaltsamsten Doppelgängerkomödien ever - nur eben mit Jackie Chan in der Doppelrolle, weswegen das ganze nochmal einen Schlag unterhaltsamer wird. (7,5/10)

Mr. Nice Guy (1997)
Auch als Koch teilt Jackie Chan großzügig an die Bösewichte aus, hier mit deutlich mehr Slapstick in den Actionszenen, in denen kreativ die komplette Umgebung zum Einsatz kommt. Einzig das Fehlen eines guten finalen Zweikampfs enttäuscht. Schließlich hätte Jackie Richard Norton als Kontrahenten gehabt. (6,5/10)


Syriana (2005)
Ein Film, dem ich bloß geteilte Aufmerksamkeit gewidmet habe, denn er wirkte auf mich eher naiv, unnötig verkompliziert und höchstens scheinbar komplex. Nie durchbricht er das Gefühl der Fiktion, weswegen nichts in der Handlung wirklich relevant erscheint. Und letztendlich lässt er sich auf eine Weisheit herunterkürzen: alle Konzerne sind böse und einzig am Profit interessiert. Gewiss nicht ganz abwegig, aber zu Genüge durchgekaut und aufregender erzählt. (5/10)

Explosiv - Blown Away (1994)
Reißerischer Thriller mit hohem Explosionsgehalt und exzessivem Zeitlupeneinsatz. Guckt sich locker im Vorbeigehen weg. (5/10)

Green Hornet (2011)
Fühlt sich zumindest nach Superheldenfilm an, hat seine nicht zu flachen Witzchen, die ein oder andere stylishe Action-Sequenz und natürlich Christoph Waltz als eher amüsanten Bösewicht. Späßchen für Zwischendurch. (6/10)














13 - 6,3 (82)

Samstag, Dezember 15, 2012

Kurzreviews Dezember/I/2012

Hiermit präsentiere ich wiederum die 7 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe, übrigens ohne Hobbit, da ich mich aufgrund teilweise unterwältigender Kritiken nicht in die Premiere getraut habe. Aber am Montag ist es soweit, wer danach einen Kommentar haben will, braucht nur zu fragen), die ich bisher im Monat Dezember gesehen habe:

Duell der Magier (2010)
Die Szenerie hätte ruhig mehr Einfallsreichtum verdient gehabt. Somit bleibt eine schockierend unterhaltsame CGI-Effektorgie mit den üblichen Disneymarotten (Jungstars, Pop-Songs) und einem gute aufgelegent Nic Cage. (6/10)

Robinson Crusoe (1954)
Schöner Defoe-Abenteuerfilm von Luis Buñuel, der die Geschichte gut erzählt, aber zu sehr auf seinen Off-Kommentator vertraut, der zu Gunsten eines Einsamkeitsgefühl ruhig stumm hätte bleiben können. Dann wäre es allerdings über weite Strecken ein Stummfilm geworden. (6,5/10)

Abyss (1989)
Entweder man hasst den Film für seine naive "Habt euch lieb!"-Moral und die holprige Liebesgeschichte zwischen Ed Harris und Mary Elizabeth Mastrantonio, oder man verehrt James Camerons technisch grandioses Unterwasserspektakel. Denn technisch und handwerklich ist der Film selbst heute noch herrausragend. (7/10)

Midnight Meat Train (2008)
In der Charakterisierung ausgebreitete Verfilmung einer Kurzgeschichte von Clive Barker, die zwar die Faszination des Protagonisten nicht ganz gelungen vermittelt und manche blutigen Effekte eher selbstzweckhaft einsetzt, durch seine Atmosphäre, das düstere Ende, sowie Vinnie Jones aber durchaus fesselt. (7,5/10)

Die Tore der Welt (2012)
Futter für Voyeuristen mittelalterilcher Intrigen, somit Spaß für mich, dabei wankt die TV-Produktion zwischen zu hübschen und sauberen Menschen und bemühten Versuchen realistischer Darstellung hin und her. Als Intrigenspiel jedoch durchaus unterhaltsam. (6/10)

Stormriders (1998)
Katastrophal erzähltes, wirr inszeniertes Special-Effects-Fantasy-Abenteuer aus Hong Kong, das heute nur noch kurios, wie unfreiwillig komisch wirkt. (4/10)

Meister aller Klassen (1980)
Zu Beginn wirkt der Film einen Tick zu übertrieben melodramatisch, gefolgt von von Hong Kong gewohnten Slapstickalbernheiten, die Jackie Chan mit einigen einfallsreichen Akrobatikeinlagen aufwertet. Im Finale gibt's dann ordentlich und lange auf die Nuss. (7/10)














7 - 6,3 (44)

Freitag, Februar 24, 2012

Armour Of God 3: Chinese Zodiac

Juhu! Jackie Chan dreht "Amour Of God 3"! EPIC!

BTW: die Jahrerückblicklisten sind immer noch in Arbeit. Da engt mich das Real Life ein wenig ein. ;-)

Montag, Dezember 05, 2011

Zitate 12

"I hate violence, yes I do. It's kind of a dilemma, huh?"
By Jackie Chan.

Donnerstag, Juli 22, 2010

Jackie Chan vs. Karate Kids

Fasst ziemlich meine Einstellung dem "Karate Kid"-Remake (das Original kommt btw in den nächsten Kurz-Reviews) gegenüber gut zusammen:

Dienstag, März 31, 2009

Zitate 2

"Who fights with a ladder - well, Jackie Chan does!"