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Samstag, November 07, 2015

Der größte Egal-Film des Jahres

Passt auch zum sensationell langweiligen Titel-Song. Lustig war allerding die Publikumsreaktion des gesamten Kinos auf die bereits vor dem Film abgenudelte penetrante Werbung für im Film vorkommende Markenprodukte. Großes Gelächter.

Donnerstag, Juli 23, 2015

Bond No. 24

Mein erster Gedanke zum vermutlich bekanntesten Filmposter von Bond No. 24 "Spectre" war:

Abgesehen davon: Sam Mendes ("American Beauty", "Road to Perdition", "Revolutionary Road") versucht den Schaden an der Reihe, insbesondere angerichtet durch "Quantum", jedoch hat "Casino Royale" ebenfalls seinen Teil dazu beigetragen, weiterhin zu korrigieren, tut dennoch sein Möglichstes, eine Synthese aus beiden Stilen herbeizuführen. Deswegen gibt es jede Menge alte Elemente in neuem Gewand. Denn abgesehen von Daniel Craig ("The Golden Compass", "The Adventures of Tintin", "The Girl with the Dragon Tattoo"-Remake) als Doppel-Null sind weiterhin Ralph Fiennes ("Harry Potter", "Coriolanus", "The Grand Budapest Hotel") als M, Ben Wishaw ("Perfume: The Story of a Murderer", "Cloud Atlas", "The Hour") als Q und Naomie Harris ("28 Days Later", "Pirates of the Caribbean", "Ninja Assassin") als Moneypenny, mit der Bond anscheinend in eine aktualisierte Version des Flirts der guten alten Tage treten darf, mit von der Partie. Der Titel nimmt ferner bereits vorweg, dass ein neuer alter Bekannter im modernen Mainstream-Spionage-Kino seine Auferstehung feiert, nämlich die kriminelle Organisation Spectre ("Das Phantom"), deren Vorsitz einst Bonds Erzfeind Blofeld inne hatte (wiki weist darauf hin, dass Spectre somit seinen ersten Auftritt seit "Diamonds Are Forever" 1971 absolviert).
Statt Blofeld sieht sich Bond allerdings mit Franz Oberhauser, gespielt von Hollywoods neuem Lieblingsdeutschen Christoph Waltz ("Du bist nicht allein – Die Roy Black Story", "Inglourious Basterds", "Big Eyes"), konfrontiert. Die persönliche Verbindung, die die beiden scheinbar teilen, sei es nun Brüderlichkeit oder verflogene Freundschaft, macht übrigens nicht den frischesten Eindruck, zumal Javier Bardem im Vorgänger schon über M wie ein entfernter Stiefbruder erschien. Gespannt ist man dennoch, was die bewährten Drehbuchautoren John Logan ("Gladiator", "The Aviator", "Hugo"), Neal Purvis ("The World Is Not Enough", "Casino Royale", "Quantum of Solace") und Robert Wade (zusammen mit Mr. Purvis dieselben Bondfilme dazu aus dem Hut zu zaubern vermögen. Allermindesten lässt sich sagen, dass Christoph Waltz das Zeug zu einem charismatischen Gegenspieler hat und es hoffentlich ausspielen kann. An seiner Seite finden wir übrigens Dave Bautista ("The Man with the Iron Fists", "Riddick ", "Guardians of the Galaxy") als Mr. Hinx. Zur Hoffnung erhebe ich zudem, dass Léa Seydoux ("Midnight in Paris", "Blue Is the Warmest Colour", "The Grand Budapest Hotel") und Monica Bellucci ("Irréversible", "Matrix", "The Passion of the Christ") ausdruckstärkere Bond-Girls als ihre Vorgängerinnen sein mögen.
Die Trailer, die bisher zum Film veröffentlicht wurden (und die zeigen, dass es endlich wieder ein Schnee-Level geben wird, Nostalgiker hoffen gar auf Ski-Action), sehen gut aus, wobei der neueste recht freizügig daherkommt, viel zu verraten scheint. Wer das gar nicht wissen will, der guckt sich lieber diesen hier an.

Für alle anderen gibt es hier den neusten Trailer zu "Spectre". Man ist gespannt.

Mittwoch, April 15, 2015

Kurzreviews April/I/2015

Hiermit präsentiere ich wiederum die 11 Filme und 4 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat April gesehen habe:


Serien-Staffeln
Babylon 5 (Season 5: Augen aus Feuer) (1998) (7,5-8,5)
Breaking Bad (Season 3-4) (2010-2011) (7-7,5)
Buffy - Im Bann der Dämonen (Season 1) (1997) (7-7,5)

Filme
Die Hochzeits-Crasher (2005)
Im Geiste der modernen Komödie reichlich zahm und zahnlos mit kraftarmen Zoten. Könnte dennoch unterhalten, wären die Protagonisten nicht derart unerträgliche, egozentrische Arschlöscher und das bis zum Schluss, ohne Einsicht oder Wandel, Owen Wilson noch ein bisschen mehr als Vince Vaughn. Christopher Walken läuft übrigens unbemerkt auf Autopilot. (5)

Stromberg - Der Film (2014)
Vergnüglicher und folgerichtiger Abschluss der Serie, zum Lachen, wie zum Fremdschämen geeignet, zwischendruch mit herzlichen Tönen. (7,5)

Klick (2006)
Die durchaus geistreiche Grundidee erschöpfen die Autoren gleich zu Beginn, der Rest ist ein langweiliges, spannungsloses Pseudo-Moralstück nach "Christmas Story"-Paradigma, absolut obsolet und einfallslos. (3,5)

Big Daddy (1999)
Einer der gelungensten Adam Sandler-Filme, niedlich-amüsant, nicht zu platt, mit einer besonnenen Botschaft. Potentielle Nervfaktoren sind der typisch amerikanische, triefende Kitsch und der etwas überschwänglich Einsatz von Pop-Songs. (6)

Eins, zwei, drei (1961)
Die Geschwindigkeit und die dabei an den Tag gelegte inszenatorische Präzision, die Details, die pointierten Dialoge, die tollen Darsteller - großartige Komödie. (8)
Ich, du und der Andere (2006)
Als "nerviger Kindheitsfreund"-Version anguckbar, Owen Wilson ist inbrünstig enervierend, stellt nicht nur die Geduld von Matt Dillon auf die Probe. Zwar niemals überschwänglich witzig, zumindest aber harmlos genug. (5)

You're Next (2011)
Variiert possierlich den nervigen "Home Inasion"-Trend und das "Final Girl"-Paradigma, nicht sonderlich originell oder gar wegweisend, doch vergnüglich. Den Anfang musste ich persönlich allerdings erdulden. (6)

James Bond 007 - Liebesgrüße aus Moskau (1963)
Mit der Zeit ist mir klar geworden, dass "From Russia With Love" mitunter der Bond-Film ist, der mir am ehesten in den Sinn kommt, wenn ich an den Kult-Agenten zurückdenke, simpel deshalb, weil es in meiner zarten Kindheit der allererste Bond war, den ich gesehen habe. Als einer der letzten "echten" Agentenfilme der Reihe verzichtet er weitestgehend auf abgedrehte Science-Fiction-Gadgets und erlaubt seinem Protagonisten Fehler, präsentiert außerdem ein schönes wechselseitiges Verwirrspiel mit mehreren Parteien und prägnanten Anatagonisten, wie Verbündeten. Größtes Manko: mit dem grandiosen Duell im Zug hat der Film seinen Zenit erreicht, an den die folgenden Szenen kaum anschließen können. (Kindheitnostalgie-Bonus: 8)

Shaolin - Kinder der Rache (1984)
Fröhlich-verspielt gestimmte Kung-Fu-Komödie mit einer einnehmenden Bande von agilen Gören. (7)

Mr. Deeds (2002)
Eine klassische AWESOM-O-Adam-Sandler-Komödie: abgeschmackte, ungenutzte Grundidee, angreichert um die üblichen Cameos, ebenso witz- wie charmelos. (4,5)

Die Klapperschlange (1981)
Gehört zu den atmosphärisch dichtesten Endzeitfilmen und obgleich John Carpenter durch seine im Zerfall begriffene Welt nur so rast, hinterlässt er dennoch einen viel bleibenderen Eindruck als es ein groß angelegtes Effektspektakel jemals vermocht hätte. Das nebenher vermittelte pessimistische Gesellschaftsbild und der zynische Badass, der Snake Plissken ist, sind dabei ergänzende Sahnehäubchen. (8,5)















11 - 6,3 (69,0)

Montag, Januar 20, 2014

Kurzreviews Januar/I/2014

Natürlich präsentiere ich auch im Jahre 2014 wiederum die 11 Filme und 2 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat Januar gesehen habe:

Serien-Staffeln
Sex and the City (Season 4 & 5) (2001-2003) - (7,5/10)

Filme
Drei Männer im Schnee (1955)
Herzlich und sympathisch, ebenso wie unschuldig verschmitzt. Vermittelt ein kindliches Vergnügen, wie Paul Dahlkes Charakter es hat. (6,5/10)

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise (2012)
(Extended Version) Ich bleibe dabei: in die Fantasy-Welt von Peter Jacksons Hobbit kann man wundervoll eintauchen, sie fühlt sich genau so an, wie man es von einer fantastischen Welt erwartet. Nicht zu vergessen: Martin Freeman ist einfach perfekt, der Rest der Cast ist nicht minder gut gecastet. Die Extended Version macht das Erlebnis an manchen Ecken sogar noch runder, manche Szenen hätte es in der Tat nicht gebraucht. (9/10)

Drei (2010)
Tom Tykwer wagt sich an das sensible Thema einer Dreiecksbeziehung und inszeniert das Anfangs mit visuellem Pepp. Irgendwann fällt dem Film allerdings nichts mehr ein und ab da an zieht er sich. Hinzu kommt, dass die zwar hervorragend gespielten Charaktere nichtsdestotrotz beinahe allesamt unnahbar sind und eher funktional scheinen, was in so einem charakterorientierten Thema befremdlich wirkt. (5/10)

The Last Stand (2013)
Kim Ji-woons US-Einstand ist ein simpler straight-forward Actionfilm mit leichtem ironischen Anstrich. Und genau als solcher macht er Spaß, Arnold Schwarzenegger hat sich auch im Alter einen gewisses Bad-Ass-Charisma bewahrt und die Schießereien machen neben allen Klischees den kurzweiligen Unterhaltungswert dieses Neo-Westerns aus. (7/10)
Freddy's Finale - Nightmare on Elm Street 6 (1991)
Freddys Finale ist ein chaotischer Mix, das Drehbuch ist katastrophal, die Inszenierung über weite Strecken misslungen, der Body-Count denkbar niedrig. Einzig Robert Englunds Eskapaden wissen zu amüsieren, die Traumkills sind zwar logisch völlig abstrus, zumindest aber kunterbunt und irgendwie kreativ. Es gibt noch einen Plot-Twist und ein 3D-Gimmick in den letzten 15 Minuten, aber die sind kaum der Rede wert. (4/10)

James Bond 007 - Sag niemals nie (1983)
Anti-Bond und Quasi-"Feuerball"-Remake. Sean Connery ist zu alt für den Agenten, doch wenigstens spielt Irvin Kershner mit diesem Fakt. Es gibt jede Menge Action, augenzwinkernde Ironie, ein lustiges "World Domination"-Spiel mit einem passablen Klaus Maria Brandauer und Kim Basinger im Tiger-Badeanzug. Gut, das Finale ist vergleichsweise unspektakulär, die Kalauerinlagen mit Rowan Atkinson sind überflüssig, aber der Film erreicht, was er wollte: er ist eine anguckbare Alternative zu "Octopussy". (6,5/10)

James Bond 007 - Feuerball (1965)
Sommer, Sonne, Sonnenschein und dazwischen sucht James Bond nach dem Radioactive Bomberman. Die Serie war schon mal aufregender, aber der Urlaubsflair stimmt und die Unterwasserszenen inklusive finaler Taucherschlacht sind ein Kapitel für sich. Übrigens mochte ich schon immer Luciana Paluzzi in diesem Film. Das muss der Reiz des Bösen sein. (7/10)

James Bond 007 - Goldfinger (1964)
Gert Fröbe wird vermutlich immer Bond-Villain No. 1 bleiben, schließlich gehört ihm ganz allein die legendärste aller Bond-Szenen. Darüberhinaus ist "Goldfinger" einfach einer der besten der Reihe und ist trotz seines Alters ein aufregender Agentenfilm mit Esprit und wahnwitzigem Finale. (8,5/10)

Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger (2012)
Ich bin ein sehr anti-religiöser Mensch, aber "Life Of Pi" berührt mich immer wieder, denn Ang Lee versteht es diesen Film nicht zu einer Predigt und einem Konvertierungs-Werbefilm zu stilisieren, vermittelt gekonnt und eröffnet Perspektiven. Nebenbei taugt der Film als spannender Abenteuerfilm und hat mit Suraj Sharma den wohl eindrucksvollsten Laiendarsteller ever. Einfach ein super-sympathischer und schöner Film. (8/10)

Star Crash - Sterne im Duell (1978)
Euch hatte Lou Ferrignos Herkules schon immer zu wenig Science-Fiction-Elemente? In einer Welt, in der eine Mischung aus "Star Wars", "Barbarella", "Flash Gordon", "2001" und "Battlestar Galactica" fehlt, wollt ihr nicht leben? Dann ist Luigi Cozzis Hasselhoff-Epos genau euer Film! Übrigens: den Hasselhoff-Cameo verstehe ich ja noch, aber wie zum Henker haben sich Christopher Plummer und John Barry in dieses Projekt verirrt? (8,5/10 auf einer Trash-Skala)

James Bond 007 - Der Spion, der mich liebte (2012)
Wo wir gerade bei Caroline Munro und John Barry waren, gell? (7/10)
















11 - 7,0 (77,0)

Montag, September 09, 2013

Kurzreviews August/II/2013

Uni-Angelegenheiten, ein Umzug (wir haben einen neuen Mitbewohner), sowie Reisevorbereitungen haben mich mal wieder gefordert, daher ist mein Blog noch bis mindestens den 16. September sozusagen im Urlaubsmodus. Dann kümmere ich mich auch um Dinge wie die von mir sehr skeptisch aufgenommene Besetzung Ben Afflecks als Flattermann, sowie des grauseligen Trailers zum "Robocop"-Remake. Außerdem entschuldige ich mich, wenn ich in letzter Zeit kommentartechnisch eher stumm war. Man sollte meinen, ein schneller Kommentar sei kein Problem, aber zwischen dem ganzen hin und her... naja.

Wie dem auch sei, hiermit präsentiere ich wiederum die 9 Filme und 3 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat August seit der letzten Liste gesehen habe:

Serien-Staffeln
Sons of Anarchy (Season 2) (2009) - (8/10)
Sopranos (Season 2) (2000) - (8/10)
American Horror Story (Season 1) (2011) - (6/10, bin gerade bei Season 2, die ich persönlich super finde)

Filme
Spacecenter Babylon 5 - Die Zusammenkunft (1993)
Ein solider Einstieg, der die wesentlichen Elemente der Station und die wichtigsten Charaktere vorstellt, sogar bereits ein bisschen rätselhaftes enthält. Es sollte eine der großartigsten, epischsten Science-Fiction-Serie ever folgen. (7/10)

James Bond 007 - Lizenz zum Töten (1989)
Lernt aus den Fehlern des Vorgängers: Robert Davi ist ein charakteristischer, wie charismatischer Fiesling, Bond als Rache-Engel wirkt frisch, ohne die wichtigsten Reihen-Elemente dafür zu opfern, die Bond-Girls sind heiß und die Action kann sich vielleicht schon etwas zu sehr sehen lassen. Leider war danach für Timothy Dalton Schluss, zumindest endet seine Bond-Zeit mit einem Knall. (7,5/10)

Fellinis Casanova (1976)
Erinnert sich noch jemand an meine allererste Review-Liste?
Frivoles Barock-Kino, das den Zuschauer mit pittoresken Bildern überflutet. Sehr grotesk und ausufernd dekadent, dabei durchaus unterhaltsam, mit einem entsprechend schrägen Donald Sutherland besetzt. Nicht direkt eine Komödie, vielmehr Fellinis Interpretation einer gescheiterten Existenz. (7/10)

Scanners - Ihre Gedanken können töten (1981)
Effektives Frühwerk von David Cronenberg, das, Telekinese thematisch clever gewählt, mit wenig Aufwand und minimalen Mitteln fasziniert, sich sogar, ohne den Tiefgang späterer Werke zu erreichen und meist in Momenten abseits des Thrillers, als Vorläufer des Cronenberg-typischen Konflikts zwischen Geist und Körper herausstellt. (7/10)

Scream of the Banshee (2011)
Da habe ich tatsächlich schlimmeres erwartet, letzten Endes ist der Film "nur" langweilig. Es gibt Szenen, die gruselig hätten sein können, leider gibt es dazu keine korresponsive Inszenierung. Die Charaktere gehen in Ordnung und man ist sichtlich bemüht, sie nicht als reines Kanonenfutter darzustellen. Es bleibt ein vergessenswertes TV-Produkt. (3/10 auf einer B-Movie-Skala)

Ator II - Der Unbesiegbare (1984)
"Ator" war bereits reine Barbaren-Trash-Freude, Teil 2 setzt sogar noch einen drauf: allein der inopportune Prolog mit den Höhlenmenschen und dessen (fast) gänzlich fehlende Einbindung im Rest des Films macht was her. Es folgt eine der unterhaltsamsten Fantasy-Barbaren-Odysseen, zusammengeschustert aus den verschiedensten Ideen, die ohne Längen einfach großen Spaß bereitet. Zurecht Kult! (8,5/10 auf einer Trash-Skala)

El Gringo (2012)
Scott Adkins in einer Hauptrolle freut mich immer und Eduardo Rodriguez tut sein Bestes, dieses Neo-Western-Konstrukt mit deutlichem Einschlag zur Action-Groteske (nicht von ungefähr evoziert der Film Mariachi-Assoziationen) nicht allzu angestaubt erscheinen zu lassen, selbst wenn die günstigen Ost-Block-Produktionsverhältnisse stets durchscheinen. Immerhin verkaufen sie einem Bulgarien irgendwie glaubhaft als Mexiko und die Schießereien sind hinreichend knallig. Nichtsdestotrotz fehlt es an allen Ecken an handwerklichem Geschick. (5,5/10 auf einer B-Action-Skala)

Ohne Limit - Die Droge für Reichtum und Macht (2011)
Ein Film wie im Rausch, eine Reise nach ganz oben, die wir zusammen mit Bradley Coopers sympathischem Charakter moralfrei und mit satirischem Potential erfahren und die gerade deswegen die ein oder andere Überraschung für uns parat hält. Immer noch mein kleiner "Fight Club". (7,5/10)

Ran (1985)
Akira Kurosawas "King Lear"-Version ist eines seiner größten Meisterwerke unter all seinen bereits nicht höhepunktarmen Werken. In assoziativer Farbsymbolik inszeniert er die bittere Bilanz eines alternden Herrschers, ein tragischer, mit zunehmender Laufzeit fast resignierender Blick auf die Vergangenheit, mehr großes Drama als epochaler Kostümfilm. Zusammen mit Komponist Toru Takemitsu schuf Kurosawa unglaubliche, suggestive, surreal-alptraummhafte Sequenzen, die die Meisterschaft des Regisseurs fest untermauern. Meisterwerk! (10/10)

















9 - 7,8 (70,0)

Donnerstag, August 15, 2013

Kurzreviews August/I/2013

Nachdem mir eine Erkältung bereits anderthalb Wochen Österreichurlaub versaut, mich die meiste Zeit geplättet ans Bett gefesselt hat, war meine Blogmotivation verständlicherweise getrübt. Naja, zumindest konnte ich den ein oder anderen Film nachholen.
Somit präsentiere ich wiederum die 13 Filme und 4 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat August gesehen habe:

Serien-Staffeln
Extras  (Season 1) (2005) - (9/10)
Extras  (Season 2) (2006) - (8,5/10)
Extras  (Special Series Finale) (2007) - (7/10)
Sons of Anarchy (Season 1) (2008) - (7,5/10) 

Filme
Geballte Ladung - Double Impact (1991)
Jean-Claude Van Damme im Doppelpack, was für manche blanken Terror darstellt, ist für Actionfans ein gelungener Spaß, schließlich schafft es Van Damme die disparaten Brüder für seine Möglichkeiten differenziert und ihre Aufeinandertreffen unterhaltsam darzustellen, während die Schießereien und kleineren Schlägereien für den Effekt sorgen. Gegen Ende wirkt der Film allerdings unglücklich geschnitten, sogar gekürzt. (7/10 auf einer B-Action-Skala)
Planet Terror (2007)
Robert Rodrigeuz' "Grindhouse"-Beitrag wirkt stets gewollt, ist trotzdem ein gelungen dreckiges, blutiges Trashfest ganz im Sinne der Hommage, hat darüberhinaus geschickt platzierte Gags und Seitenhiebe an jeder Ecke. Er hat den richtigen Flair, die richtige Stimmung, Kurzweil und Herzblut, aber gewollter Trash bleibt letzten Endes gewollt. (8,5/10)

X-Men 2 (2003)
Mit dem Vorgänger als Exposition kann Bryan Singer die Mutanten gänzlich von der Kette lassen und schickt sie in den spektakelreichen Kampf gegen einen effektiven Bösewicht - und das alles mit überzeugender Geschichte, die ihren Anti-Präokkupations-Charakter nie vergisst. (8/10)

Das Spiel ist aus (1947)
Mit Jean-Paul Sartre himself am dem Drehbuch, präsentiert Jean Delannoy ein Plädoyer für Exitenzialismus und gegen Determinismus, ein wenig politisch und klammheimlich verpackt in einer Romanze. Mal witzig, mal tragisch, an manchen Stellen durch ausgedehnte Liebesbekenntnisse der Protagonisten sich etwas ziehend, findet der Film einen gelungenen Ton, ohne durch exoterisch-philosophierende Schwafelei zu erdrücken. (7/10)

Last Samurai (2003)
Hyperromantisierte Hollywood-Version der Samurai-Dämmerung, die die Samurai nach westlichem Vorbild iedalisiert und verritterlicht. Gleichzeitig ist die Geschichte klassisch ohne Variation oder schmückendem Einfall, die Charakterentwicklung im schlimmsten Fall eher zweckdienlich denn organisch. Dafür ist der Film schön photografiert, es gibt den ein oder anderen cineastischen Moment, epische Schlachterei, die neben Pathos auch bittere Töne anschlägt, und einen angenehm zurückgenommenen Tom Cruise. Lieber noch mal "Shogun" gucken. (7/10)

Okami - Das Schwert der Rache (1972)
Der Namensvetter meines Blogs, der Zündfunke für meine Jidai-geki-Begeisterung: der kultige Manga hevorragend adaptiert, die Geschichten klever für die Exposition ausgewählt. Tomisaburô Wakayama, obwohl physiognomisch dem Vorbild nicht ganz entsprechend, bietet die perfekte Smybiose aus Stoa, Bushido, Entschlossenheit und Coolness und bleibt für mich bis heute das Kino-Gesicht von Okami Itto, Akihiro Tomikawa verblüfft als Darsteller trotz seines jungen Alters. Für alles weitere sorgen Kenji Misumi und die kongeniale Vorlage. (9/10)

Tokyo Sonata (2008)
Kiyoshi Kurosawa konfrontiert mit der existentiellen Abwärtsspirale, ist dabei sowohl tragisch, als auch japanisch Grotesk. Ein nüchterner Blick zwischen menschlichem Drama und surrealem Alptraum. (8,5/10)

ParaNorman (2012)
Die Außenseiterthematik ist nicht neu, freilich die Umsetzung ist fantastisch, die Charaktere liebenswert, die Geschichte gut erzählt und in vielen kleinen Details steckt liebevolle Horrorfilm-Hommage. Technisch ist der Film zudem über alle Maßen hervorragend, mit überraschend detaillierter, ausdruckreicher Mimik und alptraumhaft schönen Sets. Einfach wunderschön! (8,5/10)

Für immer Shrek (2010)
Ich bin nicht der größte Fan von "Shrek", dennoch hatte ich meinen Spaß an dieser "Was wäre wenn..."-Geschichte, die thematisch immanent gelungene Gags (insbesondere Antonio Banderas gestiefelten Kater) liefert und über einen herrlich fiesen Bösewicht verfügt - wogegen das ganze als großer Abschluss Reihe weniger überzeugt, eher eine Randnotiz im Franchise-Kosmos zu sein scheint, zumal der biedere, angestaubte Impetus der Geschichte den Gesamteindruck trübt. (6/10)

James Bond 007 - Der Hauch des Todes (1987)
Timotyh Dalton ist unweigerlich einer der unterschätztesten Bond-Darsteller, nur war sein Einstieg nicht der glücklichste, denn das Drehbuch und der Spektakularitätsfaktor schwächeln, ganz besonders schadet dem Film der blasse Bösewicht, samt lahmer finaler Konfrontation. Dessenungeachtet ist "The Living Daylights" ein von mir gern gesehenes, kurzweiliges Vergnügen, gut über die Schwächen weginszeniert mit engagierten Darstellern. (7/10)

Okami 2 - Am Totenfluss (1972)
Im zweiten Abenteuer ist die Zusammenstellung der im Manga als Episodengeschichten angelegten Einzelteile nicht zu hundert Prozent gelungen, der Bentenrai-Brüder-Part bereitet den größten Spaß, während Kayo Matsuos Rolle etwas unbefriedigt zurücklässt. Insgesamt wird hier mehr gekämpft, allein die gewählten Geschichten sind nicht die aussagekräftigsten. (8/10)

Rush Hour (1998)
Handelsübliche Buddy-Komödie, die Jackie Chan mit seinem Charisma zu retten hat, da Chris Tucker in voller Darstellung von Inkompetenz und pseudo-Coolnes in erster Linie nervt. Chans Akrobatik-Einlagen sind nach wie vor das Highlight, angesichts seiner Hong Kong-Produktionen natürlich ein Witz. Jegliches Fehlen eines finalen Duells mit einem angemessenen Kombatanten enttäuscht zudem, aber Brett Ratner ist nun mal kein Martial-Arts-Regisseur. (6,5/10)

Ghostbusters - Die Geisterjäger (1984)
Ganz großer Fantasy-Spaß mit originärer Idee und super Umsetzung. Bill Murray, Dan Aykroyd und Harold Ramis sind ein herrlich schräges, liebenswertes Trio und zusammen mit Ivan Reitman liefern sie dutzende von denkwürdigen Szenen. Zwar sind die Tricks hier und da mehr als überholt, gewinnen dadurch hingegen Retro-Charme. Gant toll! (9/10)














13 - 7,7 (100,0)

Montag, Juli 15, 2013

Kurzreviews Juli/I/2013

Am 19. Juni 2013 verstarb James Gandolfini im Alter von nur 51 während einer Italien-Reise überraschend an einem Herzinfarkt. Der verfrühte Tod des legendären "Sopranos"-Stars traf die Filmwelt unerwartet und auch wenn er nicht der größte Leinwandstar war, bisweilen sogar für unsympathische Schläger-Charaktere abonniert war, seine berühmtesten Auftritte zumeist auf Nebenrollen wie in "True Romance" beschränkt blieben, wird die Welt ihren Tony Soprano vermissen.

R.I.P.
Das schreibe ich erst jetzt, einen Monat nach seinem Tod, weil ich in Gedenken an ihn über die nächsten Monate, im Juli begonnen mit Staffel No. 1, "Die Sopranos" und ihn als Darsteller feiern werde. Addio, Tony!

Daneben präsentiere ich wiederum die 5 Filme und 2 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat Juli gesehen habe:

Serien-Staffeln
The IT Crowd  (Season 1-2) (2006-2007) - (9,5/10)
Die Sopranos  (Season 1) (1999) - (8/10)

Filme
X-Men - Erste Entscheidung (2011)
Matthew Vaughn erschafft ein erfrischendes, charakterorientiertes Prequel, dass glücklicherweise nicht auf den eher mediokren Special Effects aufbaut. Insbesondere James McAvoy und Michael Fassbender machen einen hevorragenden Job und mit Kevin Bacon als Fiesling kann man nie etwas verkehrt machen. (7,5/10)
Mutant Chronicles (2008)
Die Green Screen-Technik erinnert an seelige FMV-Zeiten oder die trashigsten "Command & Conquer"-Zwischensequenzen, die Geschichte ist platt, wie vorhersehbar, die Action gerade mal annehmbar - es erstaunt, dass sich Darsteller wie John Malkovich oder Thomas Jane für diese Art B-Ware (mit Hang zum C) hergaben. (4/10 auf einer B-Movie-Skala)

James Bond 007 jagt Dr. No (1962)
Ist nicht sonderlich gut gealtert, Bond ist noch deutlich kaltschnäuziger, das Finale etwas unspektakulär, nichtsdestotrotz bietet Terence Young im kleinen Format bereits alle reihentypischen Elemente auf gutem Niveau. (7/10)

Scary Movie (2000)
Damals trafen die Wayans wohl zur richtigen Zeit den richtigen Humor-Nerv des Kinopublikums, wenn ihre "Scream"-Parodie funktioniert, liegt das indes mehr an der bereits augenzwingkernden Manier des Originals. Das Niveau ist deutlich unterhalb der Geschmacksgrenze und mit gutem Gewissen kann man das Ganze nur noch als guilty pleasure lustig finden, besonders hinsichtlich der sich selbst kopierenden Welle an beschissenen Spoof-Komödien, die noch folgen sollten. (6/10)

Kick-Ass (2010)
Für Geeks sicherlich ein stylishes Fest, das allerdings den etwas comic-kritischeren Ton der nicht gerade überragenden Vorlage zu Gunsten der Mainstream-Unterhaltung opfert - was sogar gut gelungen ist. (7/10)

















5 - 6,3 (31,5)

Sonntag, Februar 24, 2013

Und zum 85. mal gehen die Oscars an...

 AKTUALISIERUNG:
Die Oscars sind vergeben! Und es gibt nicht allzu viele Überraschungen unter den Preisträgern. Anscheinend habe ich die Wirkkraft eines Präsidenten-Biopics (und dieses immerhin von Steven Spielberg) auf die Jury überschätzt, ebenso wie Hollywoods Musical-Vernarrtheit. Sowohl "Lincoln", als auch "Les Misérables" (dessen unerträgliches Gejaule mir immer noch Kummer bereitet) sind vergleichsweise moderat bedacht wurden, dabei "Lincoln" noch etwas schwachbrüstiger. Immerhin bekam "Les Misérables" Oscars für seine Masken, den Ton und zurecht für Anne Hathaway, wohingegen "Lincoln" bloß für das Szenenbild und Daniel Day-Lewis vergoldet wurde.
Ein wenig überrascht hat mich der Abräumer des Abends "Life of Pi", der mit 4 Goldjungs die meisten Honorierungen an diesem Abend eingeheimst hat, dicht gefolgt von "Argo" und "Les Misérables" mit jeweils 3. Die sonstigen Vergaben waren, wie schon gesagt, dann weitesgehend überraschungsfrei. Allein, dass die grandiosen Effekte des Hobbits nicht, dafür Adeles "Lullaby" (wäre ein durchaus passenderer Titel gewesen) ausgezeichnet wurden, wirkt grundfalsch. Zudem habe ich mir sagen lassen (da nicht gesehen), dass beim besten Dokumentarfilm mutlos der langweiligste, unbrisanteste Feel-Good-Beitrag bedacht wurde.

Ansonsten wäre mein Fazit: tatsächlich wenig ungerechtfertigte Vergaben, verdiente Gewinner und eine eher biedere, lahme Show.


Im Moment bin ich arg beschäftigt, daher begründet sich meine momentane Blogabstinenz. Deswegen gibt es auch zu den Oscars bloß einen Schnellpost, in dem ich mich abermals an einer Prognose (in rot) versuche. In kursiv stehen übrigens diejenigen, die ich als wünschenswert empfinde. Ob ich recht behalte, erfahren wir heute Abend, wenn die 85. Oscarverleihung ihren gewohnten allzu braven, selbstbeweihräuchernden und vermutlich öden Lauf nimmt. Also, hier die Nominierten und meine Tipps.

Bester Film

Amour
Argo
Beasts of the Southern Wild
Django Unchained
Les Misérables
Life of Pi
Lincoln
Silver Linings Playbook
Zero Dark Thirty

Beste Regie
Michael Haneke (Amour)
Ang Lee (Life of Pi)
David O. Russell (Silver Linings Playbook)
Steven Spielberg (Lincoln)
Benh Zeitlin (Beasts of the Southern Wild)

Bester Hauptdarsteller
Bradley Cooper (Silver Linings Playbook)
Daniel Day-Lewis (Lincoln)
Hugh Jackman (Les Misérables)
Joaquin Phoenix (The Master)
Denzel Washington (Flight)

Beste Hauptdarstellerin
Jessica Chastain (Zero Dark Thirty)
Jennifer Lawrence (Silver Linings Playbook)
Emmanuelle Riva (Amour)
Quvenzhané Wallis (Beasts of the Southern Wild)
Naomi Watts (The Impossible)

Bester Nebendarsteller
Alan Arkin (Argo)
Robert De Niro (Silver Linings Playbook)
Philip Seymour Hoffman (The Master)
Tommy Lee Jones (Lincoln)
Christoph Waltz (Django Unchained)

Beste Nebendarstellerin
Amy Adams (The Master)
Sally Field (Lincoln)
Anne Hathaway (Les Misérables)
Helen Hunt (The Sessions)
Jacki Weaver (Silver Linings Playbook)

Bestes Originaldrehbuch
Michael Haneke (Amour)
Quentin Tarantino (Django Unchained)
John Gatins (Flight)
Wes Anderson, Roman Coppola (Moonrise Kingdom)
Mark Boal (Zero Dark Thirty)

Bestes adaptiertes Drehbuch
Chris Terrio (Argo)
Lucy Alibar, Benh Zeitlin (Beasts of the Southern Wild)
David Magee (Life of Pi)
Tony Kushner (Lincoln)
David O. Russell (Silver Linings Playbook)

Bester Animationsfilm
Merida
Frankenweenie
ParaNorman
The Pirates! Band of Misfits
Wreck-It Ralph

Bester fremdsprachiger Film
En kongelig affære – Dänemark (Regie: Nikolaj Arcel)
Kon-Tiki – Norwegen (Regie: Joachim Rønning und Espen Sandberg)
Amour – Österreich (Regie: Michael Haneke)
No – Chile (Regie: Pablo Larraín)
War Witch – Kanada (Regie: Kim Nguyen)

Bester animierter Kurzfilm

Adam and Dog (Minkyu Lee)
Fresh Guacamole (PES)
Head Over Heels (Timothy Reckart, Fodhla Cronin O’Reilly)
The Longest Daycare (David Silverman)
Paperman (John Kahrs)

Bester Kurzfilm
Asad (Bryan Buckley, Mino Jarjoura)
Buzkashi Boys (Sam French, Ariel Nasr)
Curfew (Shawn Christensen)
Death of a Shadow (Tom Van Avermaet, Ellen De Waele)
Henry (Yan England)

Bestes Szenenbild
Anna Karenina (Sarah Greenwood, Katie Spencer)
The Hobbit: An Unexpected Journey (Dan Hennah, Ra Vincent, Simon Bright)
Les Misérables (Eve Stewart, Anna Lynch-Robinson)
Life of Pi  (David Gropman, Anna Pinnock)
Lincoln (Rick Carter, Jim Erickson)

Beste Kamera
Anna Karenina (Seamus McGarvey)
Django Unchained (Robert Richardson)
Life of Pi (Claudio Miranda)
Lincoln (Janusz Kamiński)
Skyfall (Roger Deakins)

Bestes Kostümdesign
Anna Karenina (Jacqueline Durran)
Les Misérables (Paco Delgado)
Lincoln (Joanna Johnston)
Mirror Mirror (Eiko Ishioka)
Snow White and the Huntsman (Colleen Atwood)

Bester Dokumentarfilm
5 Broken Cameras (Emad Burnat, Guy Davidi)
The Gatekeepers (Dror Moreh, Philippa Kowarsky, Estelle Fialon)
How to Survive a Plague (David France, Howard Gertler)
The Invisible War (Kirby Dick, Amy Ziering)
Searching for Sugar Man (Malik Bendjelloul, Simon Chinn)

Bester Dokumentar-Kurzfilm
Inocente (Sean Fine, Andrea Nix Fine)
Kings Point (Sari Gilman, Jedd Wider)
Mondays at Racine (Cynthia Wade, Robin Honan)
Open Heart (Kief Davidson, Cori Shepherd Stern)
Redemption (Jon Alpert, Matthew O'Neill)

Bester Schnitt
Argo (William Goldenberg)
Life of Pi (Tim Squyres)
Lincoln (Michael Kahn)
Silver Linings Playbook (Jay Cassidy, Crispin Struthers)
Zero Dark Thirty (Dylan Tichenor, William Goldenberg)

Bestes Make-Up
Hitchcock (Howard Berger, Peter Montagna, Martin Samuel)
The Hobbit: An Unexpected Journey (Peter Swords King, Rick Findlater, Tami Lane)
Les Misérables (Lisa Westcott, Julie Dartnell)

Beste Filmmusik

Anna Karenina (Dario Marianelli)
Argo (Alexandre Desplat)
Life of Pi (Mychael Danna)
Lincoln (John Williams)
Skyfall (Thomas Newman)

Bester Filmsong

Before My Time – Joshua Ralph (Chasing Ice)
Everybody Needs A Best Friend – Walter Murphy, Seth MacFarlane (Ted)
Pi’s Lullaby – Mychael Danna, Bombay Jayashri (Life of Pi)
Skyfall – Adele Adkins, Paul Epworth (Skyfall)
Suddenly – Claude-Michel Schönberg, Herbert Kretzmer, Alain Boublil (Les Misérables)

Bester Ton
Argo (John Reitz, Gregg Rudloff, Jose Antonio Garcia)
Les Misérables (Lon Bender, Andy Nelson, Mark Paterson, Simon Hayes)
Life of Pi (Ron Bartlett, D.M. Hemphill, Drew Kunin)
Lincoln (Andy Nelson, Gary Rydstrom, Ronald Judkins)
Skyfall (Scott Millan, Greg P. Russell, Stuart Wilson)

Bester Tonschnitt
Argo (Erik Aadahl, Ethan Van der Ryn)
Django Unchained (Wylie Stateman)
Life of Pi (Eugene Gearty, Philip Stockton)
Skyfall (Per Hallberg, Karen Baker Landers)
Zero Dark Thirty (Paul N.J. Ottosson)

Beste visuelle Effekte
The Hobbit: An Unexpected Journey (Joe Letteri, Eric Saindon, David Clayton, R. Christopher White)
Life of Pi (Bill Westenhofer, Guillaume Rocheron, Erik-Jan De Boer, Donald R. Elliott)
The Avengers (Janek Sirrs, Jeff White, Guy Williams, Dan Sudick)
Prometheus (Richard Stammers, Trevor Wood, Charley Henley, Martin Hill)
Snow White and the Huntsman (Cedric Nicolas-Troyan, Philip Brennan, Neil Corbould, Michael Dawson)

Freitag, Februar 15, 2013

Kurzreviews Februar/I/2013

Hiermit präsentiere ich wiederum die 7 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich bisher im Monat Februar gesehen habe, allerdings inklusive 2 Filme, die eigentlich in die Januar-Liste gehören, ich dort indes vergaß:

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise (2012)
Auch beim zweiten Mal ohne 3D und HFR und immer noch ein Riesenspaß für Fantasyfreunde. Und damit meine ich wirkliche Fantasy-Geeks, die gerne D&D & Co. spielen oder anderweitig, aber im entsprechenden Maß Fantasy "leben". Denn für die hat Peter Jackson diesen Film gedreht und ich danke diesem Herrn, dass er all den Kritikern, die Pseudo-Kunst erwartet haben und jetzt meckern, das wäre nicht "Der Herr der Ringe", die kalte Schulter gezeigt und den besagten Fantasy-Fans IHREN "Hobbit" als hochwertige, teils Spektakelreiche und kreative Reise durch Tolkiens Welt gegeben hat. Dass das auf viele geschwätzig und langweilig wirkt, verstehe ich vollkommen. Doch damit verweise ich wieder auf den Anfang: das ist kein Film für euch! Und wenn ihr sagt, Peter Jackson hat den Hobbit verhauen, dann lasst euch gesagt sein: weder der Hobbit, noch Tolkiens Fantasy sind eure Welt. (9/10)

Sherlock Holmes - Spiel im Schatten (2011)
Sherlock Blogbuster und Dr. Crowdpleasing gabeln eine Zeigeunerin auf, die zwar Teil des Plots, jedoch kein Charakter in diesem ist, und treten gegen einen guten Moriarty an. Natürlich ist das kaum noch "Sherlock Holmes", vielmehr eine actionreiche Schnitzeljagd mit Buddy-Elementen zwischen dem Protagonistenpärchen. Ermittlungen gibt es keine, nur Konfrontationen mit dem Nemesis über verschiedene Stationen hinweg. Macht Spaß, schaut gut aus und die Darsteller machen ihren Job gut - soweit das Drehbuch sie lässt. Jetzt muss sich Guy Ritchie bloß noch etwas neues für seinen Regie-Stil einfallen lassen. (7/10)

Ist ja irre - 'ne abgetakelte Fregatte (1963)
Als Fan von stolzen Fregatten macht mir diese Parodie auf das Historienschinken-Seefahrt-Genre meistens Spaß, ohne in sagenhaften "unter dem Tisch"-Gelächter-Momenten zu landen. (6/10)

Dark Skies - Die Rächer schlagen zurück (2010)
Uhhhh, ein Juwel aus der Grabbelkiste. Mit Null-Budget und ohne filmgerechtes Equipment fabrizierter Versuch eines Superheldenquarks mit ordentlich freizügiger Bedien-Moral bei großen Vorbildern. Somit präsentiert sich das Projekt als Ansammlung von zum Brüllen komisch  dilettantischen Szenen voller bemerkenswert untalentierten Darstellern, lächerlichen Kostümen, katastrophalen Actionszenen, sowie sagenhaft miesen Effekten. Eben ein wahres Trash-Juwel aus der Grabbelkiste, wie man es nur einmal findet. (7/10 auf einer Trash-Skala)

Predators (2010)
Robert Rodriguez und Nimród Antal geben ihr Bestes, um die "AvP"-Schande zu tilgen. Das ist ihnen zumindest über weite Strecken gelungen: atmosphärisch wesentlich näher am Original von 1987, mit gelungenen, wenn auch nicht allzu spektakulären Action-Szenen, bietet das späte Sequel (ausnahmsweise mal kein Reboot) genug Schauwerte und Nostalgie, um kurzweilig zu unterhalten. Einzig Laurence Fishburnes Auftritt wirkte deutlich deplaziert. (6,5/10)

My Bloody Valentine 3D (2009)
Okayes Remake, okayer Slasher. Da steckt wenig Überraschendes, ebenso wenig Aufregendes drin. Abgesehen von einem nackten Opfer bleibt von diesem Film einzig das 3D im Kopf und dieser Effekt geht im Fernsehen selbstredend flöten, was sich insbesondere in speziell für den 3D-Effekt gefilmten Szenen negativ bemerkbar macht, gleichzeitig die Jahrmarktsqualitäten dieser Technik offenbart. (5/10)

Ein Quantum Trost (2008)
Da isser, der wohl schlechteste Bond: grauenhaftes Titellied, katastrophaler Schnitt in den Actionszenen, manchmal sogar über diese hinaus, ein höhepunktloses Drehbuch, Abstinenz von jedwedem Reihenimmanenten Markenzeichen (oder einer Alternative zu diesen), ein blasser Bösewicht und ganz, ganz schwache Charaktere, leider angeführt von Bond höchstselbst, der gerademal zur besseren Haudrauf-Nebenfigur in diesem mediokren Spionage-Actionfilm taugt. Das allein auf Marc Foster zurückzuführen ist vielleicht unfair, nur hat er sich hier eben verschätzt und für das Genre als unzurechnungsfähig erwiesen. Deswegen gilt: schnell vergessen, am besten überspringen und nach "Casino Royale" direkt mit "Skyfall" weitermachen. Man verpasst absolut nichts. (4/10)
















7 - 6,4 (44,5)

Dienstag, Januar 15, 2013

Kurzreviews Januar/I/2013

Auch im Jahre 2013 präsentiere ich wiederum die 13 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich bisher im Monat Januar gesehen habe:

Schöne Bescherung (1989)
In der Dezemberliste vergessen: bei Chavy Chase Weihnachtsfest geht natürlich alles schief, zum Glück ohne unsinnige Übertreibungen. Viele typisch-weihnachtliche Situationen erzeugen zudem ein wohliges Feiertagsflair. (6,5/10)

James Bond 007 - Moonraker - Streng geheim (1979)
Und wo wir gerade bei unsinnigen Übertreibungen waren: gerade im Finale ein nicht untrashiger Bond, stellte doch der Trip in den Weltraum eine lange Zeit den Gipfel der Reihe dar und das nicht unbedingt wohlwollend ausgesprochen. Dazu passt der nah an der Karikatur befindliche Bösewicht mit seinem Übermensch/Arche-Plan, der so unfassbar bescheuert, wahnsinnig und unglaubwürdig ist, das man den Film allein wegen Michael Lonsdale lieben muss. (6/10)

Karate Kid (2010)
Der Film wird natürlich grundlegend ad absurdum geführt, wenn schon der Titel sein Thema verfehlt, schließlich praktiziert man hier Kung Fu und kein Karate. Aber der Durchschnittsamerikaner begreift diesen Unterschied wahrscheinlich eh nicht. Tatsächlich ist das Remake gelungen, der Umzug nach Asien bringt die Verlorenheit des Protagonisten sogar besser zur Geltung und Regisseur Harald Zwart macht allgemein einen hervorragenden Job, auch hinsichtlich der Kaschierung eventueller mimischer Unfähigkeiten Jaden Smiths, sodass der Sprössling nicht mal gut schauspielern muss. Massiv störend fällt hingegen das Herabsetzen der Altersgrenzen aus, was nicht selten in absurd-unglaubwürdigen Szenen gipfelt. Und Jackie Chan: gut, wie immer, dennoch grundsätzlich in diesem Film verschenkt. (6,5/10)

Shaft - Noch Fragen? (2000)
Samuel L. Jackson ist eine Idealbesetzung und John Singleton bemüht sich erfolgreich um einen altmodischen Flair, was gleichzeitig die Krux an der Sache ist: selten fühlt sich der Film nach mehr als einem 70er-Jahre-Cop-Serien-Beitrag an. Nichtsdestrotz unterhält der Film insbesondere dank seines Hauptdarstellers prächtig. (6/10)

Ausgelöscht (1987)
Walter Hill frönt dem Peckinpah'schen Western und liefert astreines Männerkino deluxe ab, mit jeder Menge kantiger Kerle mit großen Egos und großen Wummen, die gerne in kompromisslosen Schießereien ihre Spannungen entladen. Herrlich! (7/10 auf einer B-Action-Skala)

In 80 Tagen um die Welt (1956)
Schwelgerisches Abenteuerkino, dass seine Etappen genußvoll in (Über)Länge zelebriert. Nur wirkliche Spannung kommt selten auf und so begnügt sich der Film mit mächtig Sight-Seeing und David Niven-typischen Humor. (7/10)

Big Fish (2003)
Wie ein kleines Kind, das eine fantastische Geschichte erzählt bekommt, möchten man immer mehr von Ed Blooms fantasieüberbrodelnder Geschichte hören und wenn das Ende kommt, ist man ebenfalls wie ein kleines Kind enttäuscht und wünscht sich, dass sich die Geschichte ewig fortsetzen würde. So ist Tim Burtons wundervolle, humorvolle, weise, lehrreiche und am Ende zu Tränen rührende Liebeserklärung an die Macht der Imagination und der Erzählung. (9/10)

Phenomena (1985)
Schon hier neigt Dario Argento mit Überhang in trashige Gefilde, kombiniert immerhin reizvolle fantastische mit typischen Giallo-Elemente. Womit er dem Film letztendlich den atmosphärischen Todesstoß versetzt, ist die unsagbar misslungene Musikauswahl in manchen Szenen, die wirklich niemals passen will. (4/10 auf einer B-Movie-Skala)

Twin Dragons - Das Powerduo (1992)
Voller Witz, Elan und vielseitiger Akrobatik- und Kung-Fu-Einlagen liefert uns Jackie Chan eine der unterhaltsamsten Doppelgängerkomödien ever - nur eben mit Jackie Chan in der Doppelrolle, weswegen das ganze nochmal einen Schlag unterhaltsamer wird. (7,5/10)

Mr. Nice Guy (1997)
Auch als Koch teilt Jackie Chan großzügig an die Bösewichte aus, hier mit deutlich mehr Slapstick in den Actionszenen, in denen kreativ die komplette Umgebung zum Einsatz kommt. Einzig das Fehlen eines guten finalen Zweikampfs enttäuscht. Schließlich hätte Jackie Richard Norton als Kontrahenten gehabt. (6,5/10)


Syriana (2005)
Ein Film, dem ich bloß geteilte Aufmerksamkeit gewidmet habe, denn er wirkte auf mich eher naiv, unnötig verkompliziert und höchstens scheinbar komplex. Nie durchbricht er das Gefühl der Fiktion, weswegen nichts in der Handlung wirklich relevant erscheint. Und letztendlich lässt er sich auf eine Weisheit herunterkürzen: alle Konzerne sind böse und einzig am Profit interessiert. Gewiss nicht ganz abwegig, aber zu Genüge durchgekaut und aufregender erzählt. (5/10)

Explosiv - Blown Away (1994)
Reißerischer Thriller mit hohem Explosionsgehalt und exzessivem Zeitlupeneinsatz. Guckt sich locker im Vorbeigehen weg. (5/10)

Green Hornet (2011)
Fühlt sich zumindest nach Superheldenfilm an, hat seine nicht zu flachen Witzchen, die ein oder andere stylishe Action-Sequenz und natürlich Christoph Waltz als eher amüsanten Bösewicht. Späßchen für Zwischendurch. (6/10)














13 - 6,3 (82)

Mittwoch, Januar 02, 2013

Kurzreviews Dezember/II/2012

Hiermit präsentiere ich wiederum die 18 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich im Monat Dezember seit der letzten Liste gesehen habe:

James Bond 007 - In tödlicher Mission (1981)
Nach dem abgespaceten "Star Wars"-Bond wieder ein bodenständiger und grundsolider Agentenfilm, zwar weniger spektakulär, dafür genretreu und für Roger Moore-Verhältnisse ohne übermäßigen Klamauk. (7/10)

Shrek - Der tollkühne Held (2001)
Schon damals mochte ich weder den Film, noch empfand ich die Animationstechnik als spektakulär gut. Heute gefallen mir die satirischen Märchenhappen und die Umkehr der Heldenformel, aber der Einsatz von Popsongs ist absolut misslungen und stört in beinahe jeder Szene. Dafür gibt es einen Punkt abzug. (5,5/10)

Shrek 2 - Der tollkühne Held kehrt zurück (2004)
In allen Belangen verbessertes Sequel, mit bedrohlicherem Bösewicht, aufgestocktem Humor, großartigen Nebencharakteren und reduziertem, teilweise sogar gelungenem Einsatz von Popsongs. Manchmal wirkt der Film überladen, gefällt nichtdestotrotz als Familienunterhaltung mit satirischen Anleihen. (7/10)

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise (2012)
Ohne 3D, ohne HFR. Man draf keinen "Herr der Ringe" erwarten, aber Fans von Fantasy und Tolkien im speziellen unterhält der Film prächtig als das, was er ist: ein Fantasy-Abenteuerfilm. Trotzdem gelingt es Peter Jackson zwischenzeitlich, epische Töne anklingen zulassen, ohne den grundauf gelungenen, leichteren Ton des Films Schaden zuzufügen. Martin Freeman ist natürlich fantastisch in der Hauptrolle, die Effekte und Kamerafahrten sind hervorragend und Howard Shores Score lässt wunderschöne Erinnerungen an seine "Herr der Ringe"-Musik erklingen. Ganz klar Futter für Fantasy-Fans, für diese dann überwältigend - für alle anderen überlang, überfrachtet und ermüdend. (9/10 als Fantasyfilmfan)

Kinder des Olymp (1945)
Die faszinierenden, konsequent geschriebenen Charaktere, ihr spezielles Verhältnis eines jeden einzelnen zu Liebe und Schauspiel, die Darsteller und die künstlerische Inszenierung machen den Film auch heute noch trotz seiner ausgedehnten Laufzeit zu einem der größten Dramen der Filmgeschichte. (9/10)

Die Morde des Herrn ABC (1966)
Tony Randalls Poirot ist eher alberner Karikatur des zwar kapriziösen, nichtsdestotrotz genialen Detektivs. Somit ist der gesamte Film mehr Komödie als Krimi. Immerhin mit britischer Leichtfüßigkeit und Amusement. (6,5/10)

Dead End (2003)
Anti-Weihnachten! Im Grunde vergnügliche Familienstreiterei in schaurigem Setting, nur weder besonders raffiniert im Inhalt, noch in der Inszenierung. (5,5/10)

Rush Hour (1998)
Zugegeben: die Chemie zwischen Jackie Chan und Chris Tucker stimmt, aber letzterer ist eine gigantische Nervensäge. Chans Präszenz und seine akrobatischen Leistungen (die im Vergleich zu seinen Hong Kong-Filme jedoch lebsch ausfallen) retten den Film überwiegend, aber Brett Ratners Inszenierung fehlt zeitwelig der Schwung. (6/10)

Taxi Taxi (2000) 
Rasante 80 Minuten Action-Spaß mit sympathischen Charakteren. Und mehr erwarten man auch nicht. (6,5/10)
Europa (1991)
In eindringlichen Bildern erzählt Lars von Trier eine im Grunde recht einfache Geschichte, erschafft dafür eine alptraumhafte Atmosphäre und rahmt alles in einem hypnotischen Experiment ein. (6,5/10)

Abbitte (2007)
Joe Wright beweist abermals sein Talent für außergewöhnliche Regie und dennoch hängt die Geschichte ab dem zweiten Drittel etwas durch, bis sie nach dem Kriegsschauplatz wieder an Interesse gewinnt. Am Ende fragt man sich dennoch, was genau einem die Geschichte vermitteln sollte. Dessenungeachtet brilliant inszeniert und gespielt. (6,5/10)

Drei Männer im Schnee (1955)
Unschuldiger Spaß, der mit genau dem kindlichem Vergnügen daherkommt, wie ihn Paul Dahlkes Charakter vermittelt. (6,5/10)

Das Streichquartett (1962)
Ein rudimentäres Wissen von Musik vorrausgesetzt ein cleverer Spaß mit humorvollen Blick auf gesellschaftliche Empfänge. (7/10)

Sissi - Die junge Kaiserin (1956)
Joah, die Sissi! Heimatfilmschmonzette, die nur noch der Anhimmelung der Protagonistin dient und inhaltlich noch schwächer wirkt als der Erstling. Aber mit meinem Faible für Kostüme und einem Shot für jedes "Sissi!" hatte zumidnest ich meinen Spaß. (5/10)
Deadly Games (1989)
Anti-Weihnachten! Die böse "Kevin allein zu Haus"-Version oder die Version mit Eiern. Zur mancher Zeit macht es sich zwar bemerkbar, dass die Geschichte als mittellanger Kurzfilm oder "Tales From The Crypt"-Episode (die es in ähnlicher Form auch gibt) besser aufgehoben wäre, doch die spielerischen, suggestiven Kamerafahrten und der proaktive Protagonisten überzeugen. Sollte ein Weihnachtsdauerbrenner werden. (7/10)

Bildnis des Dorian Gray (2009)
Selbst als Horrorfilm gründlich fehlinterpretierte Oscar Wilde-Verfilmung mit einem optisch vertretbaren, mimisch jedoch unterzeugenden Hauptdarsteller und einigen fragwürdigen Veränderungen in der Geschichte. Schade um die ansonsten guten Darsteller und schönen Kostüme und Kulissen. (2,5/10)

James Bond 007 - Liebesgrüße aus Moskau (1963)
Noch grobe Agentengeschichte ohne viel Spielerei, aber schon vielen Reihenimmanenten Elementen, die sich später noch verfeinerten. Mitunter Sean Connerys rigoroseste Darstellung des Agenten. Besonderes Highlight: die Fahrt und der Kampf im Zug. (7/10)

Gremlins - Kleine Monster (1984)
Anti-Weihnachten! Und kein Weihnachten vergeht ohne die liebenswertesten Chaos-Monster mit Knuddelfaktor. (8,5/10)












18 - 6,6 (118,5)

Freitag, Oktober 12, 2012

Skyfall by Adele

Inzwischen ist der Bond-Song von Adele ja raus. Heißt wie der Film "Skyfall". Er ist ein wenig einschläfernd, aber er klingt zumindest wieder mal nach Bond-Song. Insofern schmählert er nicht meine freudigen Erwartungen hinsichtlich des Jubiläums-Bond.

Samstag, August 04, 2012

Nachschlag No. 15: ein voller Skyfall

Endlich gibt es einen anständigen Trailer zum neuen Bond "Skyfall" mit Daniel Craig. Sieht super aus und ich freue mich darauf! Allein Javier Bardem als Bösewicht macht mich schon ganz jeckig.

Sonntag, Juli 29, 2012

Skyfall Olympia Trailer

Schluss mit Dark Knight. Das Thema ist für mich endgültig gegessen. Dafür gibt es neues (actionlastiges) Material von unserem einstmaligen Lieblingsspion James Bond, den Sam Mendes hoffentlich wieder zu neuem Glanze führt.

Dienstag, Mai 22, 2012

Skyfall - ein Quantum Hoffnung

Teaser und Poster zum neuen Bond (No. 23), abermals mit Daniel Craig, diesmal unter der Regie von Sam Mendes ("American Beauty", "Jarhead", "Revolutionary Road"). Daneben spielen Judi Dench ("Shakespeare in Love", "Tea with Mussolini", "The Best Exotic Marigold Hotel"), Ralph Fiennes ("Schindler's List", "The English Patient", "Harry Potter"), Javier Bardem ("The Sea Inside", "No Country for Old Men", "Vicky Cristina Barcelona"), Albert Finney ("Erin Brockovich", "Big Fish", "The Bourne Ultimatum"), Ben Whishaw (als Q!!! "Layer Cake", "Perfume: The Story of a Murderer", "I'm Not There"), Naomie Harris ("28 Days Later", "Pirates of the Caribbean", "Ninja Assassin") und Helen McCrory ("Doctor Who", "Harry Potter", "Hugo") mit. Die Musik von kommt Thomas Newman ("The Lost Boys", "American Beauty", "Road to Perdition") und das Drehbuch von John Logan ("Gladiator", "The Aviator", "Hugo"), Neal Purvis ("The World Is Not Enough", "Casino Royale", "Quantum of Solace") und Robert Wade (zusammen mit Mr. Purvis dieselben Bondfilme). Ich gestehe: ich habe wieder Hoffnung für Bond! Allerdings kann es nach der Katastrophe "Ein Quantum Trost" nur noch bergauf gehen.