Mittwoch, August 20, 2014

Urlaub!

Bis einschließlich den 27.8. bin ich im Urlaub und daher bloginaktiv. Bis bald! :-)

Freitag, August 15, 2014

Kurzreviews August/I/2014

Aufreger der Woche war natürlich der Suizid von Robin Williams am 11. August 2014. Damit ging ein einmaliger Komödiant von uns, selbst wenn er in letzter Zeit nicht mehr an seine Hochzeit anzuknüpfen konnte. Uns bleiben die Erinnerungen an "Good Morning, Vietnam", "Der Club der toten Dichter", "Good Will Hunting" oder sogar seine Motormouth-Darbietung in Disneys "Aladdin".

Daneben gingen die tragischen Todesmeldungen zu Make-Up-Pionier Dick Smith, Lauren Bacall und B-Actionfilm-Urgestein Menahem Golan fast gänzlich unter. Auch sie wollen wir nicht vergessen.
R.I.P.

Davon abgesehen, habe ich an der Angabe der Bewertungen in der Liste zwei kleinere Modifikationen unternommen, die hiernach für alle nachfolgenden Listen gelten. Die erste ist, dass ich zukünftig nicht mehr bei jeder Wertung darauf hinweise, dass ich eine Skala von 1-10 nutze, da das inzwischen offenkundig sein sollte und schlanker ausschaut. Die zweite Änderung findet sich bei den Bewertungen für Serienstaffeln, die ich demnächst mit einem Punktespielraum wiedergebe, um dem Umfang einer Staffel gerechter zu werden.
Damit präsentiere ich wiederum die 7 Filme und 6 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat August gesehen habe:

Serien-Staffeln
Stromberg (Staffel 1) (2004) - (6,5-7)
The Inbetweeners (Series 2) (2009) - (6,5-7)
Babylon 5 (Season 1) (1994) - (8-8,5)
Babylon 5 (Season 2) (1994/95) - (8,5-9)
The Inbetweeners (Series 3) (2010) - (6,5-7)
Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer (Season 4) (2014) - (9-9,5)

Filme
Merantau - Meister des Silat (2009)
Während die meisten Action-Fans "The Raid" in den siebten Action-Himmel loben, übersehen sie gerne Gareth Evans Vorgänger, der bereits über beeindruckende Kämpfe in deutlich abwechslungreicheren Settings gebietet und inhaltlich ein bisschen mehr zu bieten weiß, was sich indes in der zweiten Hälfte verliert, zumal er bisweilen sehr auf  forcierte Betroffenheit abzielt. Nichtsdestotrotz ein lohnender Martial-Arts-Film. (7)

The Raid 2 (2014)
Im Vorfeld mächtig gehypt, bei Release steigerte sich der Enthusiasmus. Das Sequel setzt an den richtigen Punkten an, verknüpft die ultrabrutalen, dessenungeachtet grandiosen Prügeleien über eine gelungene Begleit-Gangster-/Undercover-Story mit einigen memorablen Charakteren. Zudem gefallen die dynamische Kameraarbeit, der Schnitt, stylishe Einstellungen und der klare Szenenaufbau, der andererseits den Film zu einer simplen Aneinanderreihungen von in sich geschlossenen Sequenzen macht. Doch wenn Iko Uwais im Epilog erschöpft, verletzt und am Ende seiner Kräfte das Schlachtfeld verlässt (dabei die Tore für Teil 3 aufstösst), ergießt sich die Körperlichkeit, die Anstrengung und letztliche Erschöpfung aus der Leindwand heraus - und das ist eine bemerkenswerte Leistung. (8,5)
Die Drei Musketiere (1993)
Disney-Spaßpaket, laut, rasant und allgemein verträglich. Die moderne Version davon lieferte Paul W.S. Anderson, nur fehlte der Tim Curry. (6)

13 Assassins (2010)
Immer noch in Unkenntnis des Originals: den Charakteren, wenn auch nicht allen, dem wahrhaft widerlichen Bösewicht und subtiler Samuraikritik gewährt Takashi Miike zu Beginn viel Raum zur Entfaltung, geleitet sie derart vorbereitet in das überlange und unglamuröse Kampffinale, dessen Dramatik er gekonnt zu inszenieren weiß. Am Ende steht eine ähnliche Erschöpfung wie bei "The Raid 2", vergleichbar unheroisch und trotz getaner Arbeit mit bitterem Nachgeschmack. (8)

Snatch - Schweine und Diamanten (2000)
Die klar gesponnenen Geschichtsfäden, die Guy Ritchie immer mal wieder geschickt kreuzt, sorgen für einen nahtlosen Fluss, die Vielzahl skuriller Typen für durchgängig amüsant-absurde Situationen. Ritchie auf seinem Schaffenshöhepunkt. (8)

The Man with the Iron Fists (2012)
RZA, bekanntlich Shaw Brothers-Fan, hat sich mit dieser Huldigung mit Regie, Drehbuch, Musik (Kung-Fu-Rap, anyone?) und zu allem Überfluss Hauptdarstellerposten merklich überhoben, kann in keinem Moment den großen Vorbildern das Wasser reichen, verpasst konsequent deren Unterhaltungsfaktor. Stattdessen konzentriert er sich  auf chice Sets und Prügeleien, die hingegen wegen überzogenem Wire-Fu-Einsatz einerseits, wegen mangelndem inszenatorischen Verständnisses andererseits kaum ihre Schauwerte ausspielen können. (4,5)

Winners and Sinners (1983)
Niedlich-netter Einstieg in die Lucky-Stars-Reihe, mehr auf Humor als auf Action, die dennoch nicht zu kurz kommt, getrimmt. Auf den asiatischen Humor muss man stehen, dann wiederum gibt es dafür extremere Beispiele. (6,5)


















7 - 6,9 (48,5)

Freitag, August 01, 2014

Kurzreviews Juli/II/2014

Hiermit präsentiere ich wiederum die 12 Filme und 3 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat Juli seit der letzten Liste gesehen habe:


Serien-Staffeln
The Musketeers (Series 1) (2014) - (7/10)
Spacecenter Babylon 5 - Die Zusammenkunft (1993) - (7/10)
The Inbetweeners (Series 1) (2008) - (7/10)

Filme
Big Mama's Haus (2000)
Für eine dieser "Ghetto-Komödien", dazu noch mit Martin Lawrence, fand ich den recht amüsant. (6/10)

The Black Gestapo (1975)
Einer der berüchtigsten Blaxploitation-Klassiker, tatsächlich ein interessanter Vertreter mit historischem Hintergrund und damit meine ich nicht die plumpe Nazi-Parabel. Stößt selbstredend schnell an seine professionellen und finanziellen Grenzen, ist innerhalb seines Genres hingegen durchaus einen Blick wert. (7/10 auf einer B-Movie-Skala)
Mafia vs. Ninja (1985)
Ganz herrlich unsinniger HK-Klopper, mit Prügeleien von der erste Sekunde an, die sich von Szene zu Szene steigern und wenn man glaubt, da könne kein hirnrissigerer Einfall mehr kommen, hält der Film stets eine WTF-Überaschung bereit. Bonus-Punkte für den Hawaian Nazi Sumo Samaurai und den messerwerfenden Scarface. (8/10 auf einer Trash-Skala)

The Final Patient (2005)
Der Vorspann gibt die Richtung vor: pure Langeweile, stundenlanges Gelaber über Nichts, dass sich nachfolgend inhaltsgleich wiederholt. In den letzten fünf Minuten geht ein wenig die Post ab, jedoch in einem einzigen, unerklärlichen Chaos. Wenigstens Bill Cobbs macht noch das Beste draus. (1,5/10)

Der Plan (2011)
Philip K. Dick muss wieder mal herhalten für einen im Ansatz gut gemeinten, im Endeffekt jedoch reichlich uninteressanten Film, der seiner Liebesgeschichte zuviel Bedeutung beimisst. Ganz nett sind die Bewegungen durch die "Abkürzungen", ansonsten fehlt es einfach an Spannung - oder Signifikanz. (5/10)

Die Roten Schuhe (1948)
Einer der ganz großen Klassiker des Duos Michael Powell und Emeric Pressburger, für viele der ultimative Ballettfilm, nicht zuletzt wegen einer der großartigsten Tanz-Sequenzen der Filmgeschichte, eine faszinierende Inszenierungs-Symbiose aus Bühnen- und Film-Elementen. Das diese und das überzeugend vermittelte Bühnenleben im Fokus stehen, ist selbsterklärend, und doch ist das Drama der beteiligten Protagonisten ganz und gar nicht trivial, zumal die Darstellerleistungen über jeden Zweifel erhaben sind, ganz besonders der anbetungswürdige Anton Walbrook. Ein ganz, ganz wundervolles Stück Filmgeschichte. (8,5/10)

Coraline (2009)
Schöner, märchenhafter Film mit alptraumhaften Elementen, überzeugt besonders durch seine starke Protagonistin und die hingebungsvollen Claymation-Kreationen. (8,5/10)

Demolition Man (1993)
Mit niedlich selbstironischen Anspielungen, im Kern nichtsdestotrotz eine geradlinige Action-Komödie, solide inszeniert und kurzweilig. (6/10)

Zwei Banditen - Butch Cassidy and the Sundance Kid (1969)
Aufgelockerter Westernabgesang, äußerst episodisch, doch sympathisch, gerade wegen der hervorragenden Chemie zwischen Paul Newman und Robert Redford. Und doch ist das ein unschlüssiger Film, der sich mehr für die eindrucksvollen Landschaften als für seine Helden zu interessieren scheint. Trotzdem gut inszeniert und gespielt. (6/10)

Monty Python's - Der Sinn des Lebens (1983)
In unzusammenhängenden Collagen sinnieren die legendären Briten über den Sinn des Lebens und machen sich beiläufig über allerlei gesellschaftliches lustig, unübersehbar im Geiste ihres "Flying Circus" mit absurden Gags, surrealen Sequenzen, ergänzt um Szenen, die ein bisschen zu sehr empören wollen. Dafür sollte man schon Fan sein. (7/10)

Augen der Angst (1960)
Erstaunlich avantgarder Film, seiner Zeit weit voraus - offensichtlich zu weit. Ganz im Sinne des Mediums fängt Michael Powell die doppelbödige Auseinandersetzung mit Tod und Voyeurismus brilliant ein, setzt den Zuschauer einer unangenehm reflexiven Ambivalenz aus, in dem er konsequent den Mörder zum Protagonisten macht, ihm ein nachvollziehbares psychologisches Profil gibt und somit ein simples Gut-Böse-Schema vermeidet, darüberhinaus die manische Faszination zum Spiegel des Zuschauers werden lässt. Karlheinz Böhm brilliert als soziopathischer, monomanischer Killer, kämpft verzweifelt gegen sein Sissi-Image an. (8,5/10)
Dragon Bruce Lee 2 (1976)
aka "The Big Boss: Part 2". Ist man erst mal über die Bande von Hitler-Schnauz-Trägern hinweg, verliert man rasch den Überblick über die konfus erzählte Geschichte, zumal Dragon Lee höchstens einen passablen Bruce-Lee-Verschnitt abgibt. Das man deutlich sieht, wie Schläge ihre Ziel verfehlen, macht die Kämpfe zudem unfreiwillig komisch. (4/10 auf einer Trash-Skala)
















12 - 6,3 (76,0)