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Sonntag, Mai 30, 2010

Das Lande der Funkstille

Herzlich willkommen! Willkommen im Lande der Funkstille!

Ich geben zu, dass es hier, bis auf einen Gruß an eine gewisse Großwildkatze, still war und ich mich auch andernorts rar gemacht habe. Dabei denke ich allerdings, nun, das Abitur hat einfach Vorrang. Und dieses habe ich jetzt so gut wie in der Tasche (ich müsste schon ordentlich versagt haben, wenn ich noch durchfallen will...) und baldigst ist es endlich mit der Schule vorbei.
Verständlicherweise stand mir vor den Prüfungen nicht der Sinn nach Betätigung im Blog oder dergleichen, ebenso wenig wie in der freien Zeit danach, in der ich einfach ausspannen wollte. Zwar habe ich bei den meisten Blogs immer mal wieder reingeschaut, aber ich war einfach, nun ja, zu faul was zu posten. Ihr möget es mir verzeihen!

Indes heißt das nicht, dass das Abitur sonderlich anstrengend war, nur auslaugend aufgrund einer gewisse Monotonie, Wiederholung von sämtlichen Büchern (1, 2, 3, 4, 5), insbesondere die ätzenden, Beschäftigung mit Themen, von denen man eigentlich gar nichts mehr wissen will. Insofern muss ich konstatieren, dass es einen erschreckenden Eindruck auf mich gemacht hat, wie unaufwändig sich das Abitur für mich gestaltet hat. In der Unterstufe war ich mehr beschäftigt, denn vor den eigentlichen Abitur-Prüfungen.

Eine Gymnasiums-Lehrerin im näheren Umfeld meiner Verwandtschaft bemerkte einmal, dass es ihr aufgefallen sei, wie sich infolge der Jahre, immerhin steht sie seit über 30 Jahren im Dienst, das Niveau am Gymnasium vermindert hat und man sich immer mehr den Schülern anpassen musste, die sich letztendlich für das Gymnasium entschieden haben. Und, wenn ich mich in meiner Stufe umblicke, ist das in der Tat auffällig, dass es kaum noch so etwas wie eine traditionelle Allgemeinbildung gibt. Im Gegenteil finden sich bei vielen immense Lücken vor, die ich allerdings auch bei mir stets bemerke und die das Gymnasium praktisch kaum zu schließen vermochte. Alles, was ich an Allgemeinbildung habe, verdanke ich wohl meinem Literaturinteressierten Vater bzw. meiner Patentante (hatte einst auch den Weg einer Lehrerin eingeschlagen).

Es erscheint larmoyant, ich weiß, aber ich fand es über die Jahre einfach erschreckend, wie tief sich das Niveau, auf einem Gymnasium immerhin, gestaltet. Darüber hinaus wirkte es einfach fürchterlich, dass ein gymnasialer Bildungsweg inzwischen weder es vermag eine ausgeprägte Allgemeinbildung zu fördern, noch etwas für das spätere Leben praktisches zu vermitteln, abgesehen von Fremdsprachen.

Hier wirken tatsächlich grundsätzlich zwei Kräfte ultimativ gegeneinander. Auf der einen Seite das fehlenden Interesse, die Gleichgültigkeit, die fehlenden Vorbereitung seitens der Eltern, was bei den Schülern allgegenwärtig scheint. Auf der anderen Seite die unglaubliche Unfähigkeit der Institution Schule etwas zu vermitteln. Wir werden alle zur Autodidaktik getrieben, wir finden kaum noch helfende Hände. Es scheint, als ob die allseits bekannte fehlende Zivilcourage, dass man einer Person in Not nicht zu helfen gedenkt, sich auf den schulisch und leider auch auf den familiären Bereich deutlich ausgeweitet hat.

Damit meine ich, dass wir schon sehr früh auf uns alleine gestellt sind. Das mag nicht einmal aus Böswilligkeit geschehen, bestimmt lieben die meisten Eltern ihre Kinder und wünschen sich nichts sehnlicher als ihnen helfen zu können. Ja, helfen zu können. Ich frage mich nur, können sie ihnen noch helfen?

So stecken wir schließlich schon in der defizitären Bildung fest, die sich natürlich von den Eltern auf die Kinder weitergibt, wenn diese es nicht schaffen, ihre eigenen Wege zu finden, die sie dann aber auch irgendwie finden müssen. Und dann haben die Eltern auch kaum die Möglichkeit, die Kinder zu erziehen, wenn sie selbst an eigenen Problemen nahezu ersticken, die omnipräsent auf einen niederprasseln, beruflich, politisch, gesellschaftlich.

Aber ich will das nicht weiter vertiefen. Dafür fehlt mir einfach die Professionalität. Schließlich bin ich weder Elternteil, noch bin gänzlich im Bilde. Daneben kann ich wohl kaum behaupten, dass ich auf meinem Lebensweg allein gelassen worden wäre. Ich hatte immer, zu jeder Zeit jemanden, an den ich mich wenden konnte und der mir geholfen hat, durch welche Situation und welchen Ausrutscher, derer ich mir viele geleistet habe, auch immer. Es ist eben nur, dass ich respektive einfach immer erschrecke, was das von mir besuchte Gymnasium betrifft.

Letztlich kann ich wohl froh sein, dass ich es hinter mir habe und muss jetzt einfach die Augen auf meine Zukunft richten, in der Hoffnung, dass sie nicht ganz so schwarz aussieht, wie es allerseits proklamiert wird und dass vieles einfach nur Pessimismus darstellt. Dagegen hoffe ich auch, dass ich nicht zu optimistisch bin.


„Es kann doch nicht der Sinn von Bildung sein, daß jeder Einsteins Relativitäts-Theorie erklären, aber keiner mehr einen tropfenden Wasserhahn reparieren kann.”

Donnerstag, Dezember 24, 2009

Zuerst die Floskeln...

Also, zuerst die Floskeln:
Frohe Weihnachten und selige Feiertage! Auf das nicht nur die Geschenke, sondern auch die Stimmung stimmt!

Dann die bittere Erkenntnis:
Brittany Murphy tot mit nur 32 Jahren, Sehr traurig. Mochte sie eigentlich recht gern als Schauspielerin. Somit reiht sie sich in die lange Liste verstorbener Promis der letzten Zeit ein.
R.I.P. Brittany


Zudem eine Richtigstellung:
@ Madse:
Die Übersetzung aus diesem Post stammt nicht von mir! Das ist die tatsächliche deutsche Synchronisation! Ich war zu faul, eine eigene zu erstellen. ;-)
Das wollte ich mal gesagt haben...

Und nun:

Zum wievielten mal thematisiere ich jetzt hier meine Blog-Faulheit? Egal, auch wenn es keinen interessiert: diesmal hatte ich einen guten Grund! Einen WIRKLICHE guten Grund! Zunächst zwang mich eine Krankheit (nein, keine Schweinegrippe...), in Form von Emesis und Diarrhö (lecker), ans Bett. Meine Mutter hatte mich und meinen Bruder damit angesteckt und von mir sprang das ganze dann weiter auf den Vermieter (hier erwähntes patriarchalisches Oberhaupt) meiner Mutter.

Die gute Nachricht: er hat uns nicht gekündigt!



Die schlechte:
Wie lange muss man beim Arzt warten, wenn man nicht privat versichert ist? Nun... lange! Ich hasse es, ich hasse es einfach. Ich komme mir dabei immer wie ein Bürger zweiter Klasse vor - nein, ich denke, ich komme mir in diesem Fall nicht einfach nur so vor.
Aber wenn man über eine Stunde in einem Wartezimmer seiner Behandlung harrt, zwischendurch raus rennen und kotzen muss, weil das einzige Klo in der Praxis natürlich von einem Rentner besetzt ist (das hat die Damen am Empfang natürlich überhaupt nicht gekratzt), und darüber hinaus zwischen röchelnden, hustenden, rotzenden Patienten hockt, die einem wer weiß welche Krankheit noch freudig übertragen und zu den schon vorhandenen Leiden (ja, ja, ich weiß es gibt schlimmeres, aber es geht ums Prinzip) addieren, dann wird man ein bisserl wütend. Oder sagen wir, ich wäre wütend geworden, wenn ich nicht zu angeschlagen gewesen wäre.
Die Krönung war dann natürlich eine Patientin, die rein kam, weil sie "irgendwas am Bein gestochen hat" und dann noch süffisant am Ende ihre Ausführung "Privat" ergänzte (ich mache diesen Leuten keinen Vorwurf! Wenn sich einem dieser Vorteil bietet, warum sollten man ihn nicht ergreifen?). 5 Minute später war sie dran, 10 Minuten später war ich kotzen. Danke schön!

Wie es so häufig ist, kommt eben alles auf einmal und es summierten sich die missgünstigen Umstände, denn abgesehen von der grassierenden Krankheit (von denen manche in unserem doch recht großen Haushalt auf mysteriöse Weise verschont blieben – nicht das ich es ihnen wünschen würde…), musste ich meiner heiß geliebten Schule fernbleiben und verpasste dadurch eine Geschichts-Klausur (LK). OK, das betraf dann „nur“ mich... trotzdem war es doof! Denn sowas will ja nachgeschrieben sein – am folgenden Donnerstag von 15.00 Uhr bis 18.30 Uhr durfte ich also weiterhin in der Schule verweilen (von 8 Uhr an natürlich).
Danach hatte ich erst mal keinen Bock mehr auch nur ein Wort zu schreiben - was eventuell verständlich ist. Wie dem auch sei, zählt das einfach zu der Anzahl der Entschuldigungen für Blogger-Abstinenz meinerseits dazu.

Trotzdem: frohes Fest!

Montag, Januar 07, 2008

Dreispaltige Neujahrwünsche, was Hitman mit James Bond zu tun hat und mehr...

Ja, nachdem Frau Puma es nun vorgemacht hat, dachte ich, man könne es ja auch mal versuchen. Und siehe da: ich habs trotz meiner mangelhaften HTML-Kenntnisse geschafft, meinen Blog ebenfalls dreiteilig zu gestalten.
Zudem hab ich mal mein Banner geändert und die sinnlose japanische Schrift entfernt (die wahrscheinlich eh keinem aufgefallen ist oder wohl eher erst gar nicht angezeigt wurde... wer weiß?). Das sieht doch soweit schon mal ganz nett aus. Mal gucken, ob sich das noch ausbauen lässt.

Nun ja, soweit fängt das Jahr schon mal gut an... soll heißen, dass ich bei meinen Gestaltungs-Versuche in HTML nicht meinen ganzen Blog geschrottet habe. Leider gehts danach nur allzu schmerzhaft weiter (nämlich morgen): wie ich ja schon mal erwähnt habe, verstauchte ich mir vorheriges Jahr vor Weihnachten das Basisgelenk meines rechten Daumens. Als Rechtshänder hatt mans da schwer und prompt fielen für mich 3 Klausuren aus - die ich jetzt in den nächsten drei Tagen nachschreiben muss und zwar jeweils von 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr. Und das ist zum Kotzen...

Aber was nerve ich euch mit meinen kleinen Problemen. Hier kommen jetzt die wirklich wichtigen Neuigkeiten:

Uns steht ja ein großartiges Kino-Jahr bevor (so hoffe ich zumindest), denke man da an solche Filme wie oder
Und noch einige mehr, die sich lohnen (z.B. diese hier).
Im Gegensatz zum deutschen Fernsehn, aber das ist ja sowieso der Dreck unter den Sandalen des Herrn...
Was ich aber eigentlich anreißen wollte:
Wir sahen ja Herrn Craig bereits in der letzten "James Bond"-Verfilmung "Casino Royale" und es gab einige, die waren begeistert (andere wiederum nicht), aber seit der letzten Brosnan-Pleite schöpfen die Produzenten wohl wieder Hoffnung für den toughen Secret Service Agenten. Bond Nr. 22 ist auf jedenfall unvermeidlich und es wird wohl vorerst bei Daniel Craig bleiben, was ich ehrlich gesagt nicht sonderlich begrüße.
Regie führt diesmal Marc Forster, welcher immerhin Halle Berry die ersten Oscar-Auszeichnung für eine afro-amerikanische Filmschauspielerin verschaffte (für "Monster's Ball"... boshaft könnte man hier fragen, ob das an Berrys Leistungen lag oder an der recht freizügigen Sexszene zwischen ihr und Billy Bob Thornton, wo sie manchen männlichen Fans den ein oder anderen Traum erfüllt haben dürfte). Halle Berry durfte ja auch den Brosnan-Bond schon lieb... knuddeln.
Wie dem auch sei, Forster entspricht zumindest nicht dem Hollywood-Standardtypus eines Regiesseurs. Ist ja schon mal schön, dass man sich hier auf "neues Terrain" wagt und einem Independent-Regiesseur diese Chance gibt.
Nur was Forsters Erfahrung im Bereich Thriller oder Action-Film betrifft, da muss er unsereins erst überzeugen, denn bisher waren seine Werke eher dramatischer Natur (z.B. "Monster's Ball" oder "Everything Put Together" oder "Stranger Than Ficition" (letztere ist eher eine Tragig-Komödie)). Was nicht heißt, dass ich es ihm nicht zutrauen würde, nur hat er noch nichts dergleichen präsentiert, was mich schon ein wenig stutzig macht.

Abgesehen von der Regie setzt man im Bereich der Darsteller dann doch wieder auf altbewährtes:
Neben Craig spielen auch wieder Oscarpreisträgerin Judi Dench als "M", Jeffrey Wright als Felix Leiter und Giancarlo Giannini als Rene Mathis mit (zudem gibts ein Wiedersehen mit "Mr. White", dem Bösewicht, der am Ende von "Casino Royale" von Mr. Bond einen Hausbesuch bekam).
Die Rolle des Bösewichts Dominic Greene wird wohl von dem französischen Regiesseur und Schauspieler Mathieu Amalric übernommen. Greene ist einer der führenden Persönlichkeiten der Organisation, mit der Bond schon in "Casino Royale" aneinander geraten ist. Demnach schaut es so aus, dass der neue Bond an das Ende des vorherigen anknüpft und uns ein weiterer Bond-Rachefeldzug bevorsteht (wir erinnern uns an "Diamantenfieber" und "Lizenz zum Töten", wobei letzterer nicht sonderlich positiv aufgenommen wurde - zu unrecht in meinen Augen).
Vielleicht kriegen wir hier ja mal wieder einen überzeugenden Gegenspieler für Bond, wobei Amalric wohl kaum an Gert Fröbe alias Goldfinger heranreichen dürfte...



Aber da fehlt doch noch ein gaaaaaanz wichtiger Charakter, der in keinem James Bond-Film fehlen darf: das Bond-Girl! Eva Green wird nicht mehr mit dabei sein (wäre ja auch nicht mit der Logik vereinbar), außer auf einem Bild. Angeblich war wohl Carice van Houten (Black Book) mal im Gespräch, aber anscheinend fällt die Wahl nun auf Olga Kurylenko, die ja schon dem blassen Timothy Olyphant in "Hitman" den Kopf verdrehen durfte. Zudem dürfte die Dame denjenigen bekannt vorkommen, die "Paris, je t'aime" gesehen haben.



Daneben spielt die Newcomerin Gemma Arterton die MI6-Agentin Fields. Leider wird auch diesmal keine Miss Moneypenny mit von der Partie sein - aber ganz ehrlich: ohne die leider inzwischen verstorbene Lois Maxwell wäre die Rolle nicht dasselbe.













Was könnte man sonst noch erwähnen?
Nun, der Arbeitstitel lautet weiterhin "Bond 22", der Anflauf-Termin wird auf den 7. November2008 datiert, die Musik kommt wieder von David Arnold und die amerikanische und britische Koproduktion wird wieder in den Pinewood Studios gedreht, wo auch zum Beispiel der venezianische Haus-Untergang aus "Casino Royale" gedreht wurde.

Was man davon halten soll? Das ist definitiv kein Film auf den ich mich freue, dessen Entwicklung ich aber trotzdem mit Interesse verfolge. Vielleicht wird man ja überrascht und der Film stellt sich als richtig guter Bond heraus - das hat der Vorgänger in meinen Augen nicht geschafft. Dieser funktionierte als Agenten-Film, aber nicht als Bond-Film. Aber das ist ein anderes Thema.

Nun, das dürfte wohl denn auch erst mal reichen. Was ich aber noch loswerden wollte:
Ein frohes neues Jahr nachträglich euch allen!

(Besser spät als gar nicht. ^^)

Quelle: Comingsoon.net

Donnerstag, September 21, 2006

Köhli wir liebe Dich, Dich und Dein...

Wow!!! Er hast gemerkt!!! GEBT DEM MANN EINEN KEKS!!!

Köhler fordert größere Anstrengungen für Bildung

Bundespräsident Horst Köhler hat größere Anstrengungen für die Bildung in Deutschland gefordert.

Köhler
Köhler
© DDP/AFP

"Gerade in Sachen Bildung müssen wir im Interesse aller viel ehrgeiziger sein", sagte Köhler in einer "Berliner Rede" zu diesem Thema, die er in der Kepler-Oberschule in Berlin-Neukölln hielt. Bildungschancen seien Lebenschancen, die nicht von der Herkunft abhängen dürften. Es müsse auf das Ziel "Bildung für alle" hingearbeitet werden. Köhler betonte, der globale Wettbewerb sei längst "ein Wettbewerb der Bildungssysteme".

Der Bundespräsident erinnerte auch an das schlechte Abschneiden Deutschlands bei der internationalen Schulstudie PISA. Diese habe genügend Anhaltspunkte dafür gegeben, "dass unser Bildungssystem sich nicht auf der Höhe der Zeit befindet." Die Verantwortlichen in den Ländern und im Bund hätten versprochen, die Defizite abzubauen. Für ihn sei es ein "zentraler Prüfstein für die Zukunftsfähigkeit unserer bundesstaatlichen Ordnung, ob ihr die Verbesserung unseres Bildungswesens gelingt."

Köhler sprach sich zudem für eine bessere frühkindliche Bildung aus. Es sei gut, dass die frühen Jahre der Kindheit als "Lernzeit" entdeckt würden. Eine bessere frühkindliche Bildung sei auch ein "Gebot der Chancengerechtigkeit". Gerade benachteiligte Kinder profitierten davon, wenn sie möglichst frühzeitig in den Kindertagesstätten gefördert würden. Dies gelte vor allem für den Umgang mit der deutschen Sprache. Das Staatsoberhaupt sprach sich in diesem Zusammenhang für "ein verpflichtendes und möglichst kostenfreies letztes Kindergartenjahr" sowie für Sprachprüfungen vor der Schule aus.

Der Bundespräsident forderte auch eine Erhöhung der Bildungsausgaben. "Wir müssen den Mut und die politische Kraft haben, anderes zugunsten der Bildung zurückzustellen", sagte Köhler. Diese sei die wichtigste Investition, die die Gesellschaft und jeder Einzelne tätigen könne.

Er warnte zugleich vor einer bloßen Umverteilung innerhalb der Bildungsausgaben. "So richtig es ist, dass wir mehr Geld für die frühkindliche Bildung und Erziehung ausgeben müssen, so falsch wäre es, dafür beispielsweise die Hochschulausgaben zu kürzen", mahnte der Bundespräsident. Es würden angemessene Finanzmittel für alle Bereiche des Bildungssystems gebraucht, "denn unsere Bildungsausgaben sind insgesamt zu niedrig."

Quelle: www.gmx.net


π, Wurzel aus π, π² und 2π

Ja, noch einmal Schule. Aber keine Sorge! Diesmal ist es kurz!


Heute hab ich sogar mal was Erfreuliches zu berichten. ICH HAB WAS GELERNT!!! Und zwar im SoWi-Unterricht. Ob es mir wohl später mal was im Leben bringen wird? Mal schauen.
Jedenfalls habe ich für diese Erkenntnis die erste Hälfte der ersten Stunde der heutigen Doppelstunde gebraucht – ich hab nämlich 4 Zahlen auswendig gelernt:


1. π (Pi, für die, die es nicht wissen)
2. die Wurzel aus π
3. π²
4. 2π


Ja und was hat π mit dem SoWi-Unterricht zu tun??? Genau soviel, wie der SoWi-Unterricht mit einer Maniküre zu tun hat. Aber immerhin hab ich doch endlich mal was in der Schule gelernt.


*thumps up*

Mittwoch, September 20, 2006

So ein herrliches Schulfest

Ja, ja ich weiß. Ich nerve euch alle langsam mit meinen Schulgeschichten. Aber die sind nun mal so aberwitzig.

Tja also, was war jetzt letztens wieder los?

Am Samstag dem 16.9.2006 stand ein Schulfest an – fragt mich nicht warum oder wofür, vielleicht waren sie wieder mal auf ihre „Connections“ zu den Spaniern stolz.

Ich habe sowie so kein Grund diese Schule zu feiern, denn seit nun mehr 11 Jahren werde ich in der Schule ausgebildet, mich im späteren Leben von A bis Z verarschen zu lassen.

Dazu sind die Lehrer auch noch inkompetent, unfähig oder sie nutzen ihre Position einfach nur aus, dass sie ihren großen Traum von einem hohen Posten im Betriebsrat nicht erfüllen konnten.

Man kann die Schule aber leider auch nicht sein lassen, weil man dann später mit einer Flasche Ouzo auf der Schildergasse um finanzielle Unterstützung bettelt, die man dann höchsten durch besonders großzügige und reiche Passanten erhält (bestimmt nicht nur die Politiker, die sich mit dem Geld für Arbeitslosenhilfe lieber den Arsch abwischen und uns dann mit den Scheinchen noch fröhlich zuwinken).

Aber man muss diese Schule ja irgendwie feiern, nicht? Ich mein sie ist doch echt schnuckelig und ein Paradebeispiel für das deutsche Bildungssystem. Da kommt bei mir doch echt der Schmusefaktor 15 auf und mein Spaßanzeiger hüpft von der Skala, bei den Gedanken an jeden weiteren Tag, den ich noch in dieser wahnsinnig schnuffeligen und lehrreichen Institution absitzen muss, ohne dabei was wertvolles zu lernen.

Verzeiht mir bitte dieses Off-Topic.

Naja wie dem auch sei, das Schulfest rückte jedenfalls immer näher und alles war in schrecklich aufgeregt. Das sorgte mal wieder für einige Verwirrung.

Es fing schon Dienstag an:

„Heute findet eine Besprechung statt.“ „Und wann?“ „Ab der sechsten Stunde.“ „Haben wir dann frei?“ „Weiß nicht, glaub die sechste Stunde ist verkürzt und danach ja.“

Das ist die eine Variante. Die andere ist, dass der Dienstag nicht frei war. Was denn nun genau richtig war: ich weiß es nicht. Ich bin natürlich nach der fünften nach Hause gedackelt und dafür bisher auch nicht belangt.

Aber wieder einmal hat es die Schule nicht geschafft, eine klare Ansage zu machen. Ich musste das ganze sogar durch Mitschüler erfahren. Kein Lehrer und auch nicht die Stufensprecher haben es allgemein verkündet – so perfekt organisiert ist unsere Schule.

Weiter ging es am Donnerstag:

Mein Stunden Plan sah wie folgt aus.

1. Stunde

Kunst

2. Stunde

Kunst

3. Stunde

Englisch

4. Stunde

Englisch

5. Stunde

SoWi (Sozialwissenschaften)

6. Stunde

SoWi

7. Stunde

Sport

8. Stunde

Sport

ABER unsere Schule hatte beschlossen, dass wir an diesem Tag mit für das Schulfest aufbauen sollen. Gut, also in der ersten Stunde ging es in die Aula… äh pardon, es heißt ja jetzt PZ (Pädagogisches Zentrum), und da wurden dann die Aufgaben verteilt, ein paar Tische aufgestellt – und das war’s.

Danach konnten wir dann von der zweiten bis zur vierten Stunde uns in den Oberstufenraum setzen. Wir standen da selbstverständlich in „Bereitschaftsdienst“, für den Fall, dass wir noch mal irgendwo helfen müssten.

Ja und diese „Bereitschaftsdienst“ sah dann wie folgt aus:

  1. Kartenspiele („Arschloch“, Poker (mit Papierschnipseln als Einsatz) oder Black Jack)
  2. Am Computer ein Linux-Spiel zu zweit zocken

Und das war dann er Donnerstag.

Am nächsten Tag fand eine Meisterschaft bei uns für „Mental Behinderte“ statt und wegen der hätten wir an sich freibekommen. Aber da wir ja am Donnerstag keinen Unterricht hatten, fiel das natürlich weg.

Guter Tausch, nicht wahr?

Samstag, September 09, 2006

Keine Lust...

Genau das hab ich im Moment auf Schule...

Freitag, August 25, 2006

Herzlich willkommen in der Oberstufe!!!

Ja, ja. Nach einem mehr oder weniger glorreichen Abschluss der 10, bin ich nun endlich in der Oberstufe. „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens!!!“ „Zentralabitur!!!“ etc.

Tja, mit solchen schönen Reden wurde man schon die ganze Zeit vorher auf die viel bedeutende Oberstufe vorbereitet und auch heute noch wird einem die ganze Leier vorgetragen.
Nicht, das ich das nicht ernst nehmen würde, aber gewisse Ereignisse, lassen mich doch an der Ernsthaftigkeit meiner Schule zweifeln.

Was aber erwartete einen nun in den ersten Wochen der Oberstufe?

Es fing alles schön an mit dem geordneten Chaos. Schulbeginn, Treffen in der Aula. Die Regeln bei Abwesenheit der Schüler wurden geklärt und die Stundenpläne verteilt. Letzteres hatte allerdings seine Macken. Danach ging es direkt rein in die ersten Schulstunden der Oberstufe.

Man bekam seine Kurse genannt und musste dann seine Kurse, mit Hilfe einer Liste, in dem alle Kurse eingetragen waren, in einen Stundenplan eintragen. Klingt einfach, wär’s auch gewesen, hätten sie es simpel gemacht und nicht so kompliziert. Genauere Details erspare ich euch jetzt, aber jedenfalls endete das in einem Chaos, weil niemand genau wusste, wann er was hat und wann nicht und wann wo.

Ohne eine einzige Erklärung mussten wir uns durch diesen Stundenplan arbeiten, was bei diesem System wirklich zu blöd war. Der Autor des Plans muss entweder ein Genie gewesen sein, dass er dabei den Überlick behalten hat, oder er hat gemerkt wie unübersichtlich das ganze ist, hatte aber keinen Bock... äh ich meine natürlich keine Zeit mehr es zu ändern und beschloss es unverändert den Schülern vorzusetzen (schließlich ist man ja Gymnasium, also wird man das schön können) und sich bloß im dunkelsten Loch zu verstecken, um bloß nichts von dem Chaos erklären zu müssen (besagter Lehrer ist übrigens z.Zt. krank).

Eines der größten Probleme ist anscheinend die Raumeinteilung. Denn manchmal ist ein Kurs in einem Raum im zweiten Stock und manchmal im Raum im Erdgeschoss – nur wann wo… das scheint nicht einmal das Genie zu wissen, das den Stundenplan entworfen hat. Selbst jetzt noch, ist es häufig nicht eindeutig, wo der Unterricht denn genau stattfindet. Und mal abwechelnd von ganz oben nach ganz unten zu rennen oder auch umgekehrt, um am Ende nur festzustellen, dass die Stunde ausfällt oder ein ganz anderer Raum benutzt werden muss, ist nun mal nicht besonder spassig.

Besonders intelligent geregelt: die Sport-Kurse, derer vier an der Zahl. Mal abgesehen davon, dass es etwas ungünstig war, die Sport-Kurse in die siebte und achte Stunde zu verlegen, denn die Motivation der Schüler ist zu diesem Zeitpunkt gleich null, findet die Doppelstunde Sport am Donnerstag (die andere Doppelstunde ist Mittwochs) für die Kurse etwas kompliziert versetzt statt. Nämlich wechseln sich die Kurse alle 2 Wochen ab. In der ersten Woche hat Kurs 1 und 2 Sport, in der Woche darauf 3 und 4, der folgenden Woche wieder 1 und 2. Leider wusste zunächst keiner, wer in welchem Kurs ist und welcher Kurs in welcher Woche nun die Doppelstunde am Donnerstag hat.

Nächstes Problem: viele Kurse kriegen keine Bücher. Für die Geschichtskurse sind zu wenig da, die Spanischkurse kriegen erst gar keine, Mathe-, Deutsch- und Englischbücher musste man sich selber besorgen. Für einen Lehrer, der sich an den Lehrplant hält und dieser Arbeit mit den Büchern vorschreibt, nicht gerade praktisch.

Damit sind wir aber noch nicht am Ende der perfekt organisierten Oberstufe 11 2006/2007: ca. 6 Lehrer sind z.Zt. erkrankt, davon die Hälfte über einen längeren Zeitraum. D.h. das der Unterricht, den diese 6 Herren und Damen hätten geben sollen, ausfällt. Außer im Fall eines Englischkurses, war die Schule nicht in der Lage Vertretungen für diese Zeit zu organisieren. Das kann sich dann in einem völlig zerhackten Stundenplan äußern.

Bsp.:

1.Stunde

Deutsch

2.Stunde

Deutsch

3.Stunde

Frei (eigentlich Informatik)

4.Stunde

Frei (eigentlich Informatik)

5.Stunde

frei

6.Stunde

Mathe

7.Stunde

-

8.Stunde

-

Tja, so was kann dann häufiger vorkommen. In diesem speziellen Fall ist es heut sogar noch schöner. Das ist mein Freitag und obwohl ich alle 12 Kurse belegt habe, sind meine Schultage nicht nur am Freitag so bruchstückhaft.


Heute war allerdings die Krönung:

Man ist zu spät losgegangen, beeilt sich ein bisschen und kommt gerade rechzeitig zum Gongschlag (der übrigens verändert wurde und es jetzt bei jedem Gong klingt, als würde eine Durchsage am Kölner Hauptbahnhof gemacht) und wartete dann gemeinsam mit dem Rest des Kurses vor dem (möglicherweise richtigen) Raum, in dem der Deutsch-Unterricht hätte stattfinden sollen. 10 Minuten vergehen und kein Lehrer kommt. Ein Schüler regt sich schon auf: „Eh, wenn der jetzt krank, dieser Bastard! Ich hätte heut ausschlafen können!“.

Schließlich begeben sich 2 Schülerinnen zum Vertretungsplan (auf dem werden Stunden die ausfallen, sowie Vertretungen bekannt gegeben), um nachzuschauen, ob man nicht irgendwas verpasst hat. Doch was findet man? Das hier!

Der halbe Deutschkurs begibt sich deswegen in den Oberstufenraum und der Rest wartet weiter. Schließlich machen sich 2 Schüler auf den Weg ins Sekretariat, um herauszufinden, was denn mit dem Deutschlehrer los sei. Große Überraschung: der Deutschlehrer hat sich krank gemeldet!!! Allerdings habe er Aufgaben hinterlegt!

Wunderschön, 5 Freistunden, also ab nach Hause und über die Schule ärgern. Man sollte meinen als gequälter Schüler kann einem das ganz recht sein, aber ich würde schon gern einen halbwegs vernünfitgen Abschluss kriegen und bei so einer perfekt organisierten Institution fragt man sich ja denn doch, wozu man überhaupt morgens austeht.

Aber so ist nun mal der Ernst des Lebens in der Oberstufe.

Mittwoch, Mai 10, 2006

Sympathische Pädagogen!!!

Er ist ein Mythos an unserer Schule! Unser Englisch- und Ex-Lateinlehrer. Sei es um die Gerüchte um seinen Holzfuß, der ihn auf größere Entfernung erkennbar machen soll, wie wenn Kapitän Ahab auf dem Schiffsdeck spazieren geht, oder sein Ruf als Ex-Nazi-Offizier, oder seine berühmt gewordenen Kommentare, wie zum Beispiel "Ich bin doch nicht der Nigger, der für euch die Tafel putzt!" und "Am Montag steh ich mit der Axt vor Dir und schlage zu!" oder "Für Dich sollte man die Todesstrafe wieder einführen!".
Merkwürdigerweise ist er trotz dieser und weiter Kommentare von der Schulleitung unbehelligt geblieben.

Letztens hatt er sich, meine Meinung, eine seiner größten Unverschähmheiten geleistet:
Der Vater eines Mädchens aus meiner Klasse ist gestorben. Als sie dann wieder in die Schule kam (sie war wegen dieser traurigen Angelegenheit eine Zeit lang vom Unterricht befreit worden), hatte sie das Glück genau im Unterricht beim besagten Lehrer wieder zu beginnen.
Dieser fragte Englisch-Vokabeln und ihre Definitionen ab. 4 Vokabeln hießen funeral (Begräbnis), body (Leiche), desperate (verzweifelt) und to bury (begraben).
Das waren die einzigen 4 Vokabeln, zum diesem Themenbreich. Und bei ALLEN 4 Vokalben nahm er das Mädchen dran, dessen Vater erst kürzlich verstorben war!!!
Die erste Vokabel die er abfragte war "funeral", bei welcher er sie dran nahm. Danach fragte er sogar jemand anderen, die Vokbal die davor, ging also nochmal zurück, weil er extra für sie diese Vokabel übersprungen hatte. Da dachte man noch "OK, war ein Zufall!". Aber schon nach der zweiten kamen Zweifel auf und spätestens bei der dritten war ganz klar, dass es kein Zuffall mehr sein kann.
Und man kann nichts gegen dieses (verzeihung) Arschloch machen. Denn der Lehrer hat ja immer recht!

Dienstag, Mai 09, 2006

Fortsetzung: Wo ist was zum desinfizieren???

Am Ende der Sport-Stunde merkte ich schon, dass meinem Bein die kleine Sport-Verletzung nicht gefällt. Es schwächelte und es war recht schmerzhaft beim Auftreten. Also wollte ich zuerst zum Schul-Sanitätsdienst (zumindest existiert sowas). Doch leider war der Raum abgeschlossen und keiner war im Dienst.
Also musste ich ins Sekretäriat. Unterwegs wurde meine "Fleischwunde" angegafft, die mich kannten sagten immer zu: "Wie hast du denn das gemacht?" und "Voll heftig!" usw.
Im Sekretäriat wurde meine Wunde dann erst mal begutachtet ("Oh je und wird haben gerade die letzten Pflaster für den kleinen Onkel von Maxim verwendet!") und schließlich das gesamte Sekretäriat nach Desinfektionsmitteln oder Verband abgesucht. Nichts von beidem war vorhanden.
Also wurde erst mal den Universal-Schlüssel des Direktors "geklaut" und in den Sanitätsraum "eingedrungen" (von der Sekretärin versteht sich, also alles legal!). Die Suche zieht sich hin, ohne Erfolg. Verband war genug vorhanden, um mich mit 60-Fach-Lage zu mumifizieren, aber nichts zum Desinfizieren - und das war bei der Wunde bitter nötig.
Deshalb entschuldigte sich die Sekretärin (ich war zumindest dankbar für die Mühe des Suchens) und entließ mich nach Hause.

Sie mögen mich nicht!

Wer sind denn sie? Nein, es sind ausnahmsweise nicht die "Gelben Engel". Ich rede von den ganzen Göttern, den Weltgeistern oder von welchen übernatürlichen Wesen auch immer, die die Welt am laufen halten und sowohl für das Glück, als auch das Pech mancher Leute verantwortlich sind.
Genau diese "Sie" scheinen mich nicht zu mögen.

Warum?

Hier zwei Beispiele:
Letzten Freitag hatte ich die große Ehre, Nachmittags nochmal in die Schule zu kommen. Das wäre an sich nicht schlimm gewesen, wenn es nicht ein Freitagnachmittag gewesen wäre, den ich eigentlich schon verplant hatte. Nein, ich musste natürlich in der Schule seeeehr sinnvolle Aufgaben machen.

Und heute wars auch wieder sehr schön:
Sport-Unterricht. Wie selten bin ich doch aus ihm ohne Verletzung herausgekommen. Heute stand Baseball auf dem Plan. Auf dem Rasenplatz sogar. Alles schön und gut, Sport macht jetzt wieder mal seit langem Spaß, was auch daran lag, dass endlich mal alle mitmachen wollten.
Doch dann:
ich treffe den Ball, laufe schön los, doch der Ball ist fast sicher. Also rutsche ich zur nächsten Base - die natürlich ausgerechnet auf der einzige Stelle des Rasen positioniert war, an der ein Stück Asche-Platz den Rasen verdrängt hatte. Genau durch die Asche durch, Bein schön aufgekrazt.
Mit dieser "Verkrüppelung" durfte ich dann den Rest der Stunde umher humpeln.

Sonntag, Mai 07, 2006

Herzlich Willkommen im deutschen Schulsystem

"Wir wollen den Stundeausfall verringern und für ein höheres Bildungsniveau sorgen!!!"
Das sagen die Politiker nach den erschreckenden, aber im Grunde bedeutungslosen Ergebnissen der Pisa-Studie über den Bildungsstand deutscher Schüler. Und wie sieht das in der Realität aus? Natürlich wie immer, wie wenn Politiker etwas versprechen und ankündigen.

Nehmen wir ein Beispiel:
Dienstag erste Stunde. Auf dem Stundenplan stehen: Englisch, mit einen altgedienten Nazi als Lehrer, von dessen Meinung man sicht nicht differenzieren darf, daher sonst der Name des Widersprechers mit einem kleinen roten Kringel bzw. einem Schriftzug "Ungenügend" versiert wird.
Gefolgt von der wandelnde Sprachen-Leiche Latein, die es vermag Schüler eher zu schocken, als jeder Film von Romero, Fulci oder John Carpenter.
Danach die Doppel-Stunde Sport, in der man nur "wirklichen", schweißtreibenden Sport macht, wenn der Unterricht vertreten wird und man quasi selber die Stunden organisieren muss.
Danach Informatik, wo wir nicht in die Computer-Räume können, da in dem Gebäude-Komplex, in dem sich die Informatik-Räume befinden, die Abituprüfungen stattfinden. Oragnisatorische Glanzleistung.
Last but least Chemie. Wen's interessiert, der hat seinen Spaß. In der Tat ein Unterrichtsfach, dass man zumindest als solches definieren kann.

Allles in allem ein öder Stundenplan, doch trotzdem begibt man sich zur Schule, um sich der Illusion hinzugeben, was zu lernen.
Erste Stunde: man kommt in die Klasse, lauscht den Unterhaltungen und wartet auf den Lehrer. Letztgenannter erscheint aber einfach nicht. Man geht zur Schulleitung bzw. zum Sekretäriat, um sich zu informieren. Er (der Lehrer) sei da und würde bestimmt gleich kommen. Am Ende der 45 Minuten ist jedoch nicht einmal eine Vertretung aufgetaucht und die gesamte Klasse durfte die gesamte erste Stunden gammeln.

Auf zur zweiten Stunde!!!
Die Klasse trennt sich, der Lateinkurs kommt zusammen. Von Latein versteht unser Kurs ungefähr so viel, wie die Islamisten von Menschenrechten, was unter anderem auf einen regen Stundenausfall und andauernden Lehrerwechsel von der 7. Klasse an zurückzuführen ist. Zwei unserer Latein-Lehrer waren über längere Zeit erkrankt und während dieser Zeit fand kein Latein-Unterricht statt. Man hat nicht mal versucht uns Latein-Aufgaben zu geben.
Später bekamen wir eine Ersatz-Lehrerin, die als Pädagogin ungefähr soviel taugte, wie Aldi-Tüten zum Erdöltransport (was übrigens für viele Lehrer meiner... nennen wirs mal "Schule" zutrifft). Und somit lernten wir über zweieinhalb Jahre fast nichts über das Zombie Latein. Und da man 2 Jahre nicht einfach nachholen kann, geschweige denn bei einer toten Sprache, wo einem die Motivation mehr als nur fehlt, wirkt sich das dementsprechend auf den fortführenden Lateinkurs aus. Soviel zur Vergangenheit unseres Latein-Sprachkurses.
In der zehnten Klasse, also in der Gegenwart, in der diese Blog spielt, ist unser Latein-Lehrer wieder mal krank und wieder mal ist die Schule nicht in der Lage, eine Latein-Vertretung zu organisieren. Statt dessen wird fröhlich gequatscht, getratscht und Hausaufgaben der vorherigen Stunde (die nicht stattgefunden hatt, aber vielleicht ist der Lehrer ja schon allsbald wieder da) oder vergessene Hausaufgaben für folgende Stunden gemacht.

Kleine Erholung: die erste große Pause. In 20 Minuten Pause lernt man mehr durch Mitschüler als im Unterricht durch Lehrer. Zum Beispiel ob wenn ein Baum fällt und absolut keiner da ist (noch nicht mal ein Tier oder sonstiges), der oder das in der Lage wäre zu hören das er fällt, würde er dann ein Geräusch machen??? Das Gegenteil zu diese wahnsinnig intelligenten Frage... sollten wir dem Frage stellenden Mitschüker beweisen. Er hatte sicher seinen Spaß daran.

Dann gehts zum Sportunterricht. Siehe da: Vertretung!!! Wieso ist man dann nicht überrascht? Doch immerhin: als Vertretungs-Lehrer sind Sportlehrer eingesetzt!!! Was auch nicht immer der Fall ist. Doch eher in Sport, als in jedem anderen Fach, wo es eine absolute Seltenheit ist, wenn man mal eine Fachspezifische Vertretung bekommt.
Und tatsächlich wir machen Sport!!! Allerdings, wie schon gesagt, ist der Sport-Unterricht sowieso eher als solcher zu beschreiben, wenn er in einer Vertretungsstunde stattfindet, als wenn er regulär stattfindet.

2 Schulstunden und eine 5-Minuten Pause später gehts in die zweite große Pause. Das Bildungsniveau wird wieder erhöht, bevor es in der fünften Stunde wieder absackt, weil man wieder mal Vertretung hat und nichts macht. Inzwischen ist auch schon der ein oder andere Schüler nach Hause verschwunden, weil er nicht bereit war, einem Tag Rumsitzen beizuwohnen. Und dann wird ihm später auch noch vorgeworfen, er wäre dem "Unterricht" ferngeblieben. Hallo??? Welcher Unterricht denn bitte!!!

45 Minuten Sitzfleisch plattdrücken später sind wir an der wirklich einzigen, nicht vertretenden Schuldstunde angekommen: Chemie. Nachdem man 45-Minuten später zumindest eine kleine Probe davon kriegen konnte, wie Schule aussehen könnte, wird man nach Hause entlassen und fragt sich ernsthaft, warum geht man eigentlich dahin.

Die Antwort folgt: leider verlangt heutzutage die Arbeitswelt einen Wisch mit ein paar Symbolen bedructk, die man "Zahlen" oder "Schulnoten" nennt, oder gar einen wertlosen Dreck namens "Abitur". Diese Sachen sind von den obengenannten Bedingungen durchsiebt und die Schüler müssen sich von Tag zu Tag zur Schule regelrecht quälen, damit sie vielleicht später einmal eine Chance auf einen Job haben, mit dem man zumindest leben kann.

Fassen wir zusammen: von 6 Stunden waren 5 vertreten! Man ging also nur für Chemie in die Schule!!!
Es ist wirklich traurig, aber leider Realität und keine überspitzte Satire die ich hier abtippe. Man sollte sich an diesem Punkt wirklich fragen, was wir falsch machen. Denn so kann es defenitiv nicht weitergehen!