Ich wünsche allen, die das hier noch lesen, eine frohe Weihnachtszeit mit diesem kuriosen Fundstück. ^^
Sonntag, Dezember 24, 2023
Fröhliche Weihnachten mit Arnold!
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Okami Itto
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Montag, Oktober 04, 2021
Letterboxd
Wie man merkt ist hier zurzeit nicht mehr viel los. Die Zeit wird knapper und mit den Reviews hänge ich hoffnungslos unaufholbar hinterher. Zwischenzeitlich habe ich mich allerdings auf Letterboxd versucht, wie vermutlich jeder Filmliebhaber inzwischen ebenfalls (wahrscheinlich bin ich einer der letzten Nachzügler ^^). Wenn es also jemanden noch interessieren sollte, was ich über diesen oder jenen Film denke, der findet mich hier:
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Okami Itto
Der Wahnsinn begann um
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Dienstag, Dezember 24, 2019
Frohe Weihnachten! Mit den New Retro Bells!
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Okami Itto
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Freitag, Dezember 21, 2018
Kurzreviews November/2018
Auch wenn mich der Tod meines Opas unbeschreiblich schwer getroffen , eine unermeßlich große Lücke in meinem Leben hinterlassen hat, das Leben geht weiter. Inzwischen hat sich der Alltag wieder einigermaßen eingestellt und ich richte meinen Blick auf die Zukunft. Somit habe ich es fertiggebracht, die Review-Liste für den November doch noch abzuschließen und deswegen präsentiere hiermit ich wiederum die 15 Filme und 1 Serienstaffel (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat November gesehen habe. Das wird zugleich die letzte im Jahr 2018 von mir veröffentlichte Review-Liste werden, die Dezember-Liste erscheint zur Gänze erst Januar 2019.
Serien-Staffeln
Father Ted (Series 1) (1995) - (7-8)
Filme
The Nun (2018)
Das "Insidious"/"Conjuring"-Spin-off-Rad dreht sich munter weiter und was auch immer ich ihrer Zeit an der Nonne aus "Conjuring 2" schön schaurig empfunden haben mag, weder die einfallslose Regie, noch das reizlose Drehbuch konnten es in ihren Solo-Spuk hinüberretten. Obschon das Setting der Corvinilor-Bug, das bedrohliche Kloster insgesamt einen stimmungsvollen Rahmen, sich überhaupt genügend gelungene Ansätze geboten hätten, wusste scheinbar niemand der Beteiligten dieses Potenzial nutzbringend umzusetzen. Für den ihr spendierten Build-up fällt die Präsenz der Nonne reichlich mager aus, sie erscheint als semi-bedrohliches, austauschbares Monster of the week, die pseudo-epische Vorgeschichte von Monster und Kloster werden an ungünstiger Stelle effektlos hingerotzt. Das war nichts. (4)
Katzenauge [Cat's Eye] (1985)
Ein schicker kompakter Episodenfilm nach Stephen King, jede der drei unterschiedlichen Geschichten unterhält auf ihre Weise vorzüglich, macht das beste aus ihrem jeweiligen Sujet. Zuweilen weisen sich die Tricks überdeutlich als solche aus, nichtsdestoweniger gefällt "Cat's Eye" als das, was er ist. (7)
Halloween III - Die Nacht der Entscheidung [Halloween III: Season of the Witch] (1982)
Das vielfach gescholtene Michael Myers-lose Sequel. Sobald man drüber hinweg ist, dass man hier nicht ein Franchise-Monster popkulturell zu Tode reiten wollte, erwartet einen offen und ehrlich gesagt ein nicht uneffektiver kleiner Schocker, dem zwar ein etwas alberner Twist zu Grunde liegt, der davon abgesehen eine dichte, paranoide Atmosphäre kreiert, die nicht selten an Alien-Invasion-Paranoia-Filme der 70er Jahre gemahnt, zudem gewürzt mit gepfefferten Gewaltspitzen. Unterschätzt! (7)
Halloween 4: The Return of Michael Myers (1988)
Dann reiten wir das Franchise halt zu Tode. Michael Myers kehrt zurück und meuchelt feucht-fröhlich weiter. Das resultiert in einem reichlich plakativen Slasher, der weniger auf Stimmung, mehr auf stumpfsinnig Schocks setzt, ohne daraus zusätzliche Spannung generieren zu können. (6)
Die 3 Tage des Condor [Three Days of the Condor] (1975)
Wirkungsvoller Agenten-Thriller, der spärlich und erst nach und nach Informationen preisgibt, während sich Robert Redford als geistiger Vorfahr Jason Bournes unaufhörlich auf der Flucht vor Killern und Agenten aus den eigenen Reihen befindet, auf scheinbar verlorenem Posten gegen eine undurchsichtige Schattenorganisation kämpft, was einmal mehr Verdrossenheit und berechtigten Zweifel an der Motivation und den Methoden von mit unverhältnismäßigen Befugnissen ausgesatteten Regierungsorganisationen zum Ausdruck bringt. Bonus für Max con Sydow. (7,5)
Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn [The Adventures of Tintin] (2011)
Suspiria (1977)
Ich mag nicht der größte Dario Argento-Fan auf dem Erdenrund sein, sein legendäres Horror-Märchen verzaubert mich nichtsdestominder jedes Mal aufs Neue, möglicherweise sogar bei jeder erneuten Sichtung stets ein bisschen mehr. Die einfach gehaltene Geschichte gibt Argento unabsehbar viel Raum für seine suggestiven Bilder, die prächtigen Farben, die experimentelle Kamera und die bizarre Musik Goblins erzeugen einen synergetischen surrealen Mahlstrom, der einen unwillkürlich mitreißt und immer tiefer in den Kaninchenbau lockt, dabei unversehens an unseren Urängsten rüttelt. (9)
Suspiria (2018)
Luca Guadagninos Remake geht da andere, eigene Wege, tauscht die märchenhafte Farbenpracht gegen graue Tristesse ein, widmet sich Themen wie innerer Zerissenheit, Transformationen, Traumata aus der Vergangenheit, rekontextualisiert die fantastischen Elemente des Vorgängers in einem scheinbar psychologisch angehauchtem Diskurs, ohne je klare Antworten zu geben. Um ehrlich zu sein, hat er mich ein wenig ratlos zurückgelassen, abgesehen von Sayombhu Mukdeeproms Kameraarbeit, dem eindrucksvollen Set-Design, der fabelhaften filmischen Symbiose von Tanz und Tod bzw. Schmerz, sowie den durch die Bank vortrefflichen Darstellerleistungen weiß ich nicht, was mir die Neuverfilmung kommunizieren will, ob und wie sie auf mich wirkte. Jedenfalls übte sie eine gewisse Faszination auf mich aus, die sich bestenfalls bei einer Zweitsichtung deutlicher manifestiert. Bis dahin bleibt eine vages Echo des Gesehenen. (7)
Deadpool (2016)
Seed (2007)
Im Grunde genommen war für mich bereits nach dem Opening Schluss, in das Uwe Boll Original-Aufnahmen der Tierschutzorganisation PETA von auf das Grausamste gequälten Tieren einbindet. Diese unerträglich anzusehenden, da realen Zeugnisse menschlicher Grausamkeit gegenüber Lebewesen schockieren weit mehr als alles, was Boll in der Folge auffahren könnte. Was ihn nicht davon abhält, abermals seinen Stammtischparolen eine Bühne zu verschaffen, er allen Ernstes der Meinung ist, seinen Film mit einem höheren Anspruch versehen, eine Aussage über das vermeintlich naturgegeben gewalttätige, abscheuliche Wesen des Menschen getroffen zu haben, kurz: etwas, das über blanken Voyeurismus und Befriedigung der Gelüste eines Horrorfilm-Publikums hinausgeht. Zugeben muss ich, dass er ab und an unangenehme, abstossende Bilder oder Szenen zu Stande bekommt, die ultrabrutale, abscheuerregende "Hammer-Szene" etwa. Von einem guten, inhaltlich bedeutsamen Film sind wir dessenungeachtet nach wie vor meilenweit entfernt. (2)
Assault on Wall Street [Bailout: The Age of Greed] (2013)
Wo wir gerade von den Stammtischparolen Uwe Bolls sprachen: "Assault on Wall Street" würde ich zu den gelungeneren Beispielen aus Bolls Schaffenswerk zählen, denn seiner demagogischen Hasstirade gegen die Reichen und Mächten dieser Welt, in diesem Falle speziell der selbstsüchtigen, rücksichtslos mit Menschenschicksalen spielenden Banker und Börsenspekulanten, fehlt es zumindest nicht an emotionaler Inbrunst, mit der Boll seine Anklage erhebt. Klar, das Geschehen bleibt flach und plakativ, wächst zu keiner Sekunde über seine oberflächliche Provokationen hinaus, einen differenzierten, cleveren Umgang mit dem Thema sucht man sich darum besser anderswo. Die allem innewohnende Wut hingegen wirkt zumindest authentisch, dem hocherhobenen Mittelfinger gegenüber der verdorbenen, arroganten Finanzwelt kann im tiefsten Innern nur zugestimmt werden. (6,5)
Tromeo & Julia [Tromeo and Juliet] (1996)
Tromas Gegenentwurf zu Baz Luhrmanns "Romeo + Julia" - wenn das nicht nach einem Fest der 1000 trashigen Lichter klingt. Überraschenderweise hält sich Llyod Kaufman einigermaßen dicht an die Original-Geschichte, arbeitet sich verhältnismäßig vorlagentreu an den Figuren, Schauplätzen und Ereignissen entlang, selbstverständlich angereichert um grelle Vögel, viel Sex, übertriebene Gewalt und inzestuöse Verhältnisse allerorts. Richtig übers Ziel hinaus schießt er hingegen erst im Finale. So oder so macht die absurd-trashige Ausgabe des Shakespeare-Klassikers ordentlich Laune. (Trash-Skala: 7)
Elfmeter für den Superbullen [Delitto a Porta Romana (Crime at Porta Romana)] (1980)
Ein weiterer Klamauk-Auftritt für Tony Marroni, in der Tomas Millian seine Umgebung ordentlich aufmischen darf, zuvörderst auf Konfrontationskurs mit der mailändischen High Society. Macht Spaß. (6)
Split (2016)
Nach "The Visit" der nächste geglückte Thriller des einstmals gefeierten Regie-Wunderkindes M. Night Shyamalan, ein kleines aber feines Psycho-Duell im Spannungsfeld der unsicheren, gefahrvollen Interaktion mit den verschiedenen, sich ständig wandelden Persönlichkeitsaspekte des Entführers einerseits, der dezent angedeuteten Hintergrundgeschichte Anya Taylor-Joys andererseits. James McAvoy erbringt natürlich eine herausragende Leistung, beweist eine ungeahnte Versatilität bei der Darstellung der einzelnen Gestalten, Taylor-Joy gibt ihm Konter in Form einer Art Seelenverwandten, die ihre eigenen Dämonen zu bekämpfen hat, derweil Shyamalan auf den üblichen Budenzauber verzichtet, sich an den Schicksalen seiner Charaktere interessiert zeigt, im Ganzen willkommen entschleunigt und wenig effektheischerisch inszeniert. (7)
Robin Hood, König der Vagabunden [The Adventures of Robin Hood] (1938)
aka "Die Abenteuer des Robin Hood". Das ist ein persönlicher. Der legendäre Errol Flynn-Robin Hood war einer meiner absoluten Lieblingsfilme in Kindestagen, während meinen all-freitäglichen Besuchen bei meinem Großeltern väterlicherseits in Leverkusen haben wir ihn zusammen oft, sehr oft rauf und runter geguckt, mit meinem Playmobil-Figuren oder anderen Spielsachen habe ich ihn allzu gerne nachgespielt und in der Karnevals-Zeit habe ich mich wiederholt begeistert in volle Robin Hood-Montur geworfen. Ich habe ihn zitiert, imitiert und die großartige Musik Erich Wolfgang Korngolds vor mich hingesummt. Nun wollte es das unergründliche, erbarmungslose Schicksal, dass dieser Film, der einer meiner ersten echten Lieblingsfilme war und bis heute geblieben ist, dem ich unzählige glückliche Stunden mit meinem Opa zu verdanken habe, dass dieser Film der letzte sein sollte, den ich gemeinsam mit meinem geliebten Opa sehen würde. Das intensiviert die emotionale Bindung zu ihm selbstredend um ein vielfaches, ins unermeßliche gar und macht jedwede kritische Distanz schlichtweg unmöglich. Freilich ist er ein ganz, ganz toller Abenteuerfilm, einen, wie es ihn kein zweites Mal gibt, in dem keine Szene zu lang und keine zu kurz geht, eine harmonische, lebendige, farbenprächtige Mischung aus Abenteuer, Komödie, Liebesfilm und Actionszenen. Letztere, behaupte ich gerade heraus, sind aufgrund ihrer Dynamik und ihres Tempos heute noch großartig anzusehen, derweil die tolle Darstellerriege, Flynn brilliert selbstredend in der Rolle des Robin Hood, bei den Bösewichten hinterlassen Basil Rathbone und Claude Rains einen nicht minder nachhaltigen Eindruck, ihren Figuren Leben einhauchen. Nicht umsonst die stilbildende Robin Hood-Verfilmung schlechthin. Und einer der Filme, die immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden... jetzt mehr denn je. (10)
15 - 6,6 (99,0)
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Okami Itto
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Freitag, November 30, 2018
Das Leben 2018
Mein über alles geliebter Opa ist gestern gestorben. Er hinterlässt eine unfassbar klaffende Wunde in meinem Leben und mehr noch in meinem Herzen. Das ist ein weiterer Schicksalsschlag, den mir das Jahr 2018 verpasst und ich blicke mehr denn je mit Zweifel in die Zukunft. In jeder Hinsicht. Meine Zukunft, die Zukunft unserer Gesellschaft, die Zukunft des Films. Allerdings hoffe ich, dass das alles eine ungeahnte Entschlossenheit in mir erwachsen lässt, die mich durch die schwierigen Zeiten, die vor mir liegen, bringen wird und, wer weiß, dass ich zuletzt den Silberstreifen am Horizont erlebe.
Unter diesen Umständen bin ich mir unsicher, ob ich die Reviewliste für November fertigkriege. Das wird sich in den nächsten Tagen entscheiden.
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Okami Itto
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Montag, Mai 07, 2018
R.I.P Käpt'n Blaubär
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Okami Itto
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Montag, März 26, 2018
No. 29
Zu diesem Lied tanze ich den in Geburtstag... wenn ich tanzen könnte. Manchmal muss man sich den Sommer halt selbst basteln!
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Okami Itto
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Sonntag, Februar 25, 2018
Lieblingssoundtracks #1
In looser Reihenfolge (sprich: kein Ranking). Wir fangen an mit: meterdicker Atmosphäre!
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Okami Itto
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Montag, Januar 22, 2018
Fuck 2017
2017 war ein echtes Scheißjahr. Nur Todesfälle, Krankenhausbesuche und Trennungen. Heute ist meine geliebte Oma gestorben. Damit hat 2017 noch ins Jahr 2018 nach mir gespuckt. Ich hoffe, das Jahr des Hundes wird besser als das schreckliche Jahr des Hahnes.
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Okami Itto
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Sonntag, Dezember 24, 2017
Frohe Weihnachten! Wünschen Picard und die TNG-Crew...
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Okami Itto
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Mittwoch, Februar 01, 2017
Kurzreviews Dezember/2016
Oh weh, das nenne ich eine üble Verspätung. Weihnachten war stressig, alles, was mich nebenbei noch beschäftigte nicht minder, weswegen ich erst heute dazu gekommen bin, die Reviewliste für Dezember fertigzustellen - im Februar. Ja, ja, ja, ich weiß was sie jetzt denken: so lange, wie ich für diese Liste gebraucht habe, lassen die meisten Leute ihren Weihnachtsbaum nicht stehen (außer meiner Patentante und das ist kein schlechter Witz, sondern die Wahrheit), immerhin ist die letzte Liste von wann, November? Und bereits diese war kam am 7. Dezember mit einer Woche Verspätung. Nichtsdestotrotz habe ich es endlich fertiggebracht, die Dezemberausgabe zu Ende zu bringen und möchte sie gerne veröffentlichen, um das wahrhaft schreckliche Jahr 2016 end-, end-, endlich hinter mich zu bringen und abzuschießen, meine -zuschließen.
Da ich mich wenig um meinen Blog gekümmert habe, werde ich dieses Jahr zudem wahrscheinlich kein Wort zu den Oscars verlieren. Jedoch ein Blick auf die Nominierungen dieses Jahres genügt, um festzustellen, dass sie dem nichtssagenden Filmjahr 2016 entsprechend langweilig ausgefallen sind. Weitere Kommentare sind im Grunde genommen überflüssig.
Bevor ich somit zur eigentlichen Liste komme, möchte ich noch ein, zwei kleine formale Änderungen erwähnen, die ich künftig ab 2017 anwenden werde:
Nummer 1 betrifft den bereits in der Oktober/II/2016-Liste eingeführten Umgang mit Verlinkungen zu Reviews aus älteren Reviewlisten Filme betreffend, zu denen mir nichts neues zu sagen mehr einfallen will oder kann (in dieser Liste: "Der Mann mit dem goldenen Colt"). Bei "Coraline" habe ich es noch gehandhabt, dass eine Veränderung der Wertungen mit dem Vermerk "Neuer Wertung" unter dem Link selbst notiert ist. Künftig wird die neue Wertung beim alten Review zu finden sein, mit der alten Wertung als kleine Zahl danebenstehend (Beispiel "Coraline": (98,5)).
Nummer 2 betrifft die Titel von Filmen und Serien, genauer deren Original-Titel, die ich ab dieser Liste in eckigen Klammern hinter dem deutschen Titeln hinzufügen werde (ich hadere noch mit mir selber, ob ich das rückwirkend für ältere Listen durchsetze). Das grundlegende Schema bleibt bestehen: deutsche Titel entnehme ich der OFDB, Original-Titel der IMDB. Ein Spezialfall fällt bei asiatischen Filmen an: den Original-Titel entnehme ich bei diesen ebenso der IMDB, ergänze indes die entsprechende Schriftweise des Originallandes (etwa Kanji bei japanischen, Hanzi bei chinesischen Produktionen) und in runden Klammern den geläufigen englischen Titel (Beispiele finden sich in dieser Liste). Deutsche Alternativtitel nenne ich nach wie vor mit einem aka "xy" vor dem regulären Review.
Weil die Dezemberlist sich so schlimm verspätet hat, kommen übrigens die gesamte Januar-Liste erst am 15.2. 25.2. und die gesamte Februar-Liste am 1.3 3.3.
Und somit präsentiere ich endlich wiederum die 23 Filme und 5 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen
Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B.
nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete
Serienstaffeln), die ich im Monat Dezember gesehen habe:
Serien-Staffeln
Seinfeld (Season 9) (1997-1998) - (6-7)
Children of Dune (2003) - (7-7,5)
Black Books (Series 1-3) (2000, 2002, 2004) (6,5-7,5)
Filme
Hellboy - Die goldene Armee [Hellboy II: The Golden Army] (2008)
Wie bereits erwähnt: nochmal eine Steigerung gegenüber dem bereits tollen Vorgänger. Wir kennen Hellboy und seinen Freundeskreis inzwischen gut genug (ein John Meyers, der uns an die Hand nimmt, ist nicht mehr von Nöten), ihre Marotten, Vorzüge und Makel. Folglich kann Guillermo del Toro den Teufel befreit von der Leine lassen, taucht genüsslich in dessen Welt ein, schildert ihn und seine Mitstreiter als liebenswerte Außenseiter, die mit ihrem Schicksal und ihrer Rolle in der Welt merklich hadern. Stimmungstechnisch geht er einen etwas anderen Weg als der Vorgänger oder die Comics, platziert Ron Perlman (erwähnte ich schon, dass man nicht besser casten konnte?) & Co. in einer stimmungsvollen, reich bevölkerten Fantasywelt, die parallel zur der der Menschen existiert, verleiht ihr darüber hinaus einen melancholischen Glanz von vergangener Schönheit und Ehrfurcht. Es ist eine glaubhafte Bühne auf der die Charaktere miteinander agieren, teils eine tragische Dimension bekommen, sogar der Antagonist Prinz Nuada besitzt mehr Facetten anstatt ausschließlich die des bösen Widersachers. Und gerade das ist es, was den Film, auch jenseits des massiven Aufwands, der hinter den sagenhaften, detaillierten, fantastischen Kostümen, Kulissen und Kreaturen steckt, so wunder-, wunderschön macht, weil er seine Charaktere und ihre Probleme ernst nimmt, ihnen Tiefe (im Rahmen des Möglichen) verleiht, sie sich entwickeln lässt und dies zum dominierenden Element macht, ohne den Fantasy-Abenteuer-Teil darunter leiden zu lassen.
Wenn man will, mag man kritisieren, dass del Toro eine ganze Menge Material in den Film gestopft hat, an manchen Sachen vorbeizurasen scheint, oft an der Grenze schrammt, die Kontrolle über dieses sagenhafte Fantasy-Füllhorn zu verlieren. Gleichwohl (in meinen Augen) hat er die Kontrolle gewahrt, sich nicht hinreißen lassen und einen großartigen, großartigen Fantasyfilm mit tollen, bezaubernd-charmanten Charakteren, mit so viel Herz und Wärme, Tragik und Melancholie, charakterlicher Tiefe und Spektakel geschaffen, dass es unwahrscheinlich erscheint, dass das alles unter einen Hut zu bekommen gewesen war. Allerspätestens in der Szene, wenn Hellboy und Abe in der Bibliothek sitzen, über die Damen ihres Herzens lamentieren, dazu Bier trinken und "I can't smile without you" zum Besten geben, muss man einfach sein Herz an den Film verlieren - es sei denn, man hat keins. Schön, dass es sowas gibt. (9)
Okami - Die tätowierte Killerin [子連れ狼 親の心子の心 Kozure Ôkami: Oya no kokoro ko no kokoro (Lone Wolf and Cub: Baby Cart in Peril)] (1972)
Beim dritten Teil der Reihe wurde mir noch bewusst, wie sehr sich Geschmack mit der Zeit verändern kann. Der vierte hat mir nun vor Augen geführt, wie geringfügig sich Geschmack mit der Zeit verändern kann - manchmal lehrt sie einen bloß sich selbst besser zu verstehen. Ich finde ihn unvermindert misslungen, die Geschichte der tätowierten Killerin, in Koike Kazuos Manga eine der beklagenswertesten Figuren und tragischsten Erzählungen, vermögen Drehbuch und Regisseur Saito Buichi, der Misumi Kenji ablöst, nicht in adäquaten Worten und Bildern einzufangen, Azumia Michis Rachefeldzug entwickelt bei weitem nicht die Dramatik ihres Pendants im Manga. Ähnlich wie der Subplot um Yagyu Ganbei wirkt sie zu beiläufig, zu desinteressiert vorgebracht. Hinzu kommt, dass die obligatorische, frei hinzugedichtete finale Massenschlacht weiteren Schaden anrichtet, einen plumpen, viel zu actionbetonten Nachklapp liefert, der innopportun von der stillen, nachdenklichen Traurigkeit, die Oyukis Schicksal erzeugen sollte, ablenkt, ihn regelrecht negiert. Schade drum. (6)
Traitor (2008)
Mit Terrorismus-Thrillern kann man mich jagen, "Traitor" hat mir wider Erwarten ganz gut gefallen. In erster Linie dem Action-Thriller verhaftet, versucht Jeffrey Nachmanoff allerwenigstens, kein eindimensionales, simplifizierendes Bild des prekären Themas und der Beteiligten zu zeichnen. Ohne Frage liegen die Sympathien mehr auf der Seite der Behörden, es ist und bleibt schließlich ein amerikanischer Film. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings nicht, dass sie in einem durchgängig positiven Licht erscheinen, ebenso wenig wie die Terroristen apodiktisch wie verklärte Fanatiker und misanthropische Monster umrissen werden. Die Verfolger verdienen Kritik, den Verfolgten wird, bei aller Ablehnung und Verurteilung ihrer verabscheuenswürdigen Taten, als Menschen gerecht zu werden versucht: manche manipulieren ihre Soldaten, instrumentalisieren die Religion, andere glauben unverfälscht an die Rechtschaffenheit ihrer Taten, politisch, wie religiös, sind obendrein nicht unsympathische Zeitgenossen, wieder andere stellen sich als verzweifelte, desorientierte und hilflose Opfer heraus, die für eine Sache eingespannt werden, die sie nicht gänzlich verstehen. Don Cheadle in der Rolle des eponymen Verräter in mannigfaltiger Hinsicht steht zwischen allen Fronten, nimmt gleichermaßen eine Vermittlerposition zwischen den Parteien, sowie die Funktion eines emblematischen Punkts, an dem alle Konfliktherde psychisch und moralisch zerren, ein. Gewiss bleibt der Film seinem Genre-Naturell verpflichtet, eine tiefgehende, kontemplative Auseinandersetzung mit dem Thema findet nicht statt, es fehlt der Mut dahin zu gehen, wo es wirklich weh tut und auf political correctness zu verzichten. Nichtsdestotrotz ein guter Ansatz. (harsche Wertung: 6,5)
Sharknado 4: The 4th Awakens (2016)
Wie beim dritten Teil richtig erkannt, war das der vorläufige Höhepunkt des Asylum-Trash-Outputs, Nr. 4 kann trotz des temporeichen Las Vegas-Beginns nicht mehr bieten, wird schnell langweilig, beliebig, wirkt von seiner Idee selbst ermüdet. Ein, zwei Szenen amüsieren, ansonsten sollte das bitte endlich den Schlusspunkt darstellen. (Trash-Skala: 4)
Lost in Translation (2003)
Sah ich das erste Mal auf dem Höhepunkt meiner "The Lord of the Rings"-Manie und weil es sowas gänzlich anderes war, konnte mich Sofia Coppolas kleine, feine Charakterstudie seinerzeit gehörig umhauen. Die gleiche Begeisterung löst er heute bei mir nicht mehr aus, nach wie vor halte ich ihn für ein gelungenes Porträt zweier im Leben gestrandeter Seelen, zeitlich betrachtet an unterschiedlichen Punkten ihres Seins, ungeachtet dessen innerlich miteinander zutiefst vertraut und verwandt. Um diese Verlorenheit zu symbolisieren, konnte Coppola, zumindest für die "westliche" Perspektive, keinen besseren Handlungsort wie Tokio wählen, der selbst auf unvoreingenommene Zuschauer wie eine schräge, nicht allein sprachlich unmöglich zu verstehende Welt wirken muss, in der man sich ebenso fehl am Platze fühlt wie die beiden Protagonisten. Was den Film hingegen wirklich hervorstechen lässt sind die Schauspielleistungen von Bill Murray und Scarlett Johansson, wunderbar zurückhaltend und doch voller Aussagekraft, sie machen vor allem anderen den Film bis heute sehenswert. (8)
Wenn die tollen Tanten kommen (1970)
Unfassbar unlustige deutsche Chauvi-Komödiengrütze, prall gefüllt mit grässlichen Schlagernummern, um die bereits knappe, miserabel ausgefüllte Geschichte, wenn man es so nennen möchte, auf Filmlaufzeit zu strecken. War damals ein Kinohit? Passt. Armes Deutschland, die Filmwüste. (1)
Okami - Der weiße Pfad der Hölle [子連れ狼 冥府魔道 Kozure Ôkami: Meifumadô (Lone Wolf and Cub: Baby Cart in the Land of Demons)] (1973)
Für den vorletzten Teil kehrt Misumi Kenji, der maßgeblichen Anteil daran hatte, die Reihe groß zu machen, zum vierten und letzten Mal auf den Regiestuhl zurück, erzählt eine relativ verworrene, wenigstens aber das Interesse haltende und konzentrierte Geschichte, die Actionszenen versucht er durch ungewöhnliche Kadrierungen zu variieren, welche die Schwertkämpfe bisweilen an den Rand des Geschehens weichen lassen. Im Großen Finale führt er die vielfältigen, verschiedenste Interessen umfassenden Erzählstränge zufriedenstellend zusammen und bietet einen spektakulären, wie drastisch-konsequentem Endpunkt. (8)
Iron Tiger [方世玉續集 Fong sai yuk 2] (1993)
Im Unkenntnis des Erstlings: typischer Kung-Fu-Klamauk der 90er-Jahre, der seine Albernheiten hauptsächlich im Spannungsfeld der Geschlechter, Mann und Frau, Mutter und Sohn, Gatte und Gattin zuzüglich Nebenfrau, situiert findet, garniert mit Kung-Fu-Slapstick, patriotischem Pathos und hysterischen Frauchen, die samt und sonders Jet Lis Charme kaum widerstehen können, von Corey Yuen gewohnt rasant und mit viel Wire-Fu gestaltet. (6)
Total Risk [鼠膽龍威 Shu dan long wei (Meltdown)] (1995)
aka "High Risk". Wong Jing realisiert mit sicherer Hand einen "Die Hard"-Epigonen, den er auf HK-Art um einige explosive Action-Elemente erweitert, von denen John McClane bloß zu träumen vermag. Bevor es zur das Konzept determinierenden Geiselnahme und Einzelkämpferausgangslage kommt, insofern abweichend, dass sich Jet Li mitsamt Entourage inklusive kreischenden Weibchen der Terroristen zu erwehren hat, gönnt Wong den Figuren einen ausgedehnten Vorlauf, stellt die Protagonisten ausführlich vor, formuliert Jet Lis tragische Vorgeschichte mit Kelvin Wong aus. Besonderen Fokus legt er auf Jacky Cheungs hanswurstige Parodie des repräsentativen HK-Kung-Fu-Stars Marke Bruce Lee oder Jackie Chan mit Star-Allüren, was, neben des offensichtlichen platten Comic Relief, zunächst als flamboyante Kontrastfigur zum besonnen agierenden Helden seinen Zweck erfüllt, im Grunde genommen Lis Kit Li überhaupt erst definiert, später jedoch unüberlegterweise zu sehr in den Mittelpunkt rückt, Raum für unzählige affige Slapstickeinlagen macht (gefühlt hat er mehr Laufzeit als Li). Im Ganzen geizt der Film nicht mit HK-gewohnten Humoreinlagen, welche die Action laufend unterbrechen. Wie Wong die verschiedenen Teile mischt, Albernheiten, Action und Ernst wie selbstverständliche Teile des Ganzen nebeneinander stehen lässt, das ergibt einen prächtigen, temporeichen Cocktail, wie er so einzig in HK möglich erscheint. (7)
Jack Frost - Der eiskalte Killer [Jack Frost] (1997)
Anti-Weihnachten! Absurder, billig runtergekurbelter Horror-Mumpitz mit schlecht getrickstem, vermutlich witzig-gemeintem Killer, selbst für Trash-Fans langweilig. (Trash-Skala: 2)
Die Truman Show [The Truman Show] (1998)
Die Prämisse birgt Potenzial für Missverständnisse und falsche Erwartungen, derjenige, der dachte eine ätzende Abrechnung mit dem Konzept des Reality-TV zu sehen bekommen, muss sich auf eine Enttäuschung gefasst machen. Peter Weir präsentiert uns keine ausgemachte Medien-Satire, obzwar er an Seitenhieben nicht spart, sondern eine tragikomische Auseinandersetzung mit Existenzialismus, Determinismus, freiem Willen, Gesellschaft und Individuum, sowie religiösen Implikationen, arrangiert um Jim Carreys Everyman und Ed Harris Künstler mit Gott-Komplex. Mehr entkrampft nachdenklich denn amüsant. (8)
Gremlins - Kleine Monster [Gremlins] (1984)
Anti-Weihnachten! Alle Jahre wieder sind Gizmo und seine teuflisch-chaotische, trotzdem liebenswerte Brut, ihr anarchischer Unsinn, mit dem sie diesen Mikrokosmos amerikanischen Vorstadttums heimsuchen und auf den Kopf stellen, dessen urigen Einwohner und natürlich Joe Dantes stimmiger, detailtiefer Regie-Stil ein höllischer Spaß. Einer meiner Lieblinge. (9)
Okami - Blutiger Schnee [子連れ狼 地獄へ行くぞ!大五郎 Kozure Okami: Jigoku e ikuzo! Daigorô (Lone Wolf and Cub: White Heaven in Hell)] (1974)
Der sechste Teil bildet den Abschluss der Kinofilmreihe, bedauerlicherweise ohne sie tatsächlich abzuschließen. Unter Kuroda Yoshiyukis Regie schlägt der Beitrag zudem eine absonderliche Richtung ein, entfernt sich vom Gefühl her am weitesten vom Manga, der plötzliche Hang zum Fantasy-Horror kommt einem deutlichem Bruch zum Samurai-Tropus gleich, zumal die Fünf-Räder-Technik der Yagyu gänzlich aus dem Kontext gerissen bis auf den blanken Effekt seinen Sinn verliert. Wie insgesamt der ausgeprägte Hang zum etwas trashigen, actionlastigen B-Movie schwer ignorierbar ist. Es bleiben allerwenigstens der gelungene Teil mit Yagyu Kaori (der Ersatz für Sayaka) und das aberwitzige Finale im Schnee, in dem sich Wakayama Tomisaburo im mit Skiern und MG bewehrten Kinderwagen und Katana in der Hand einer Ninja-Streitmacht erwehrt, die ihn ihrerseits auf Skiern akrobatisch attackiert, während Ôki Minoru Artillerie-Sperrfeuer aus seinem Kanonenschlitten bereitstellt. Einen irrsinnigeren und bombastischeren Schluss hätten man sich nicht wünschen können. (7)
Tatis Schützenfest [Jour de fête] (1948)
Ja, es ist ein Klassiker der französischen Komödie und das spielerische, unerschöpfliche Ideenreichtum, das Tati mit seinem Fahrrad zur Ausführung seiner komödiantischen Eskapaden an den Tag legt, ist schon ziemlich toll. Weswegen es mir umso schwerer fällt auszudrücken, warum mich sein "Schützenfest" höchstens leidlich amüsiert hat. Möglicherweise fehlt mir das Faible für das beschauliche Leben dieser Art einer französischen Dorfgemeinschaft. Hängt nicht mein Herz dran. (6,5)
Stirb langsam [Die Hard] (1988)
Anti-Weihnachten! Kann man nicht viel zu sagen, ist und bleibt einer der besten Actionfilme, die je gemacht wurden. (10)
We Are Still Here - Haus des Grauens [We Are Still Here] (2015)
Die Ausgangslage ist vielversprechend: ein trauerndes Paar, ein unheimliches Haus einschließlich dunkler Vergangenheit, die sich insbesondere im lichtscheuen Keller geisterhaft manifestiert, eine verschworene Dorfgemeinde, alles vor einer 70er-Jahre-Kulisse - Ted Geoghegan hat einen beträchtlichen, in alle Richtungen austeilenden Mischmasch fabriziert, dem er zu allem Überfluss um eine Wahrsagerin und Seancen bereichert. Mit all diesen Elementen ist er freilich merklich über das Ziel hinausgeschossen, was sich am auffälligsten in der cheesigen sektengleichen örtlichen Bevölkerung niederschlägt, sowie im blutigen Finale, das in seinem chaotischen Gemetzel nur noch ulkig ist. Sollte das eigentlich eine Komödie/Parodie sein? (6)
Ein Held auf Rollerblades [Search for the Jewel of Polaris: Mysterious Museum] (1999)
aka "Mysterious Museum - Rollerblade Knights". Für einen günstig produzierten, kindgerechten TV-Fantasyfilm mit Trash-Neigung fand ich den ganz in Ordnung und sympathisch. Blöd, ja, aber ich kann und will ihm nicht böse sein. (5)
Herkules [Hercules] (1983)
Ach, an den habe ich seinerzeit mein Trash-Herz verloren, ihm bedenkenlos die Trash-Königswürde erteilt. Er ist und bleibt toll, ein würdiger Souverän, im Grunde genommen nicht allein als Trash-Film, sondern als Fantasyfilm an sich. Wie könnte man diese wilde, kunterbunte, traumgleiche Verarbeitung griechischer Sagen nicht lieben? (Trash-Skala: 10)
Ein Königreich vor unserer Zeit I [Wizards of the Lost Kingdom] (1985)
Und nun zum kompletten Gegenteil: nichts anderes als inkohärenter, zum Schießen komischer Fantasy-Trash ohne Budget. Ich sage nur: KUSCHELCHEWBACCA. (Trash-Skala: 7)
James Bond 007 - Der Mann mit dem goldenen Colt [The Man with the Golden Gun] (1974)
Die Tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten [Those Magnificent Men in Their Flying Machines or How I Flew from London to Paris in 25 hours 11 minutes] (1965)
Die verschiedensten Klischeegeburten der jeweiligen Länder und ihre Darsteller miteinander interagieren, konkurrieren und sich untereinander frotzeln zu sehen, das ist herrlich. Dass das eigentliche Flugrennen der geschürten Erwartung nicht ganz standhalten kann, ist angesichts der fabelhaften Flugmaschinen und staunenswerten Kameraarbeit mehr als verschmerzbar. (7,5)
Die Rache des Ungeheuers [Revenge of the Creature] (1955)
Der Gil-Man wird seiner natürliche Umgebung entrissen und im Zoo eingesperrt. Leider schweift die Handlung davon zu sehr ab in Richtung John Agar und (zweifachen) Love Interest Lori Nelson, zu weit weg von der Interaktion mit dem "Monster", wodurch sich bis zum großen Ausbruch und der anschließenden Jagd Längen einstellen und selbst dann will keine richtige Fahrt aufkommen. Sicher, es ist ein B-Monster-Movie, das war das Original allerdings auch und verstand es deutlich mehr in seiner knappen Prämisse unterbringen können. (6)
Santa Claus (1959)
Kann man das einen Anti-Weihnachtsfilm nennen? OK, Santa Claus spielt die Hauptrolle - wie genau seine Horde von Kinderarbeitern (deren Darsteller zu grauenhaft miserablen Gesangseinlagen und von ihren Eltern offensichtlich unter Androhung von Prügelstrafen auf das Set gezwungen wurden), sein High-Tech-Fairy-NSA-Labor, Merlin als magischer Q, sowie zu allem Überfluss der Teufel, der seinen unfähigsten Handlanger entsendet, Santas Weihnachtstour gründlich zu sabotieren (nebenbei ein arbiträr ausgewähltes Mädchen zum Diebstahl, ein ebenso zufällig erwähltes Rowdy-Trio zu allerlei Schabernack zu nötigen) sich in dieses unfassbare Gesamttrashwerk fügen... nun, diesen Wahnsinn sollte jeder für sich selber erfahren. Unter Vorwarnungen! (Trash-Skala: 7)
23 - 6,7 (153,5)
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Samstag, Dezember 24, 2016
New Retro Gremlins wünschen FROHE WEIHNACHTEN!
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Montag, November 21, 2016
Russland wird fetter, die USA drumper.
Wegen eines Trips nach Wien musste ich die Reviewliste auf Anfang Dezember verschieben, ich hatte einfach kaum Zeit für Filme, geschweige denn Einträge dazu zu verfassen. Als Ersatzleistung krame ich statt dessen diese an Internet-Zeit gemessen uralte Meldung hervor: Steven Seagal wird Russe und zwar auf Anordnung und mit Segen der obersten politischen Landesinstanz, Zar Wladimir Wladimirowitsch Putin I. - womit sich noch einmal mehrere hundert Kilo purstes Schauspielgewicht zusätzlich der Russischen Föderation anschließen. Dabei muss sich selbstverständlich und unausweichlich die Frage stellen, ob Putin diesen Clip kennt.
Auf Russisch fluchen und verkloppen kann Speckie-Seagal demnach schon mal (sogar mit Messern), unter Umständen diente es ihm gar als Bewerbungsvideo, wer weiß? Ich fänd's amüsant, schließlich erinnert mich Mikhail (Igor Jijikine, manchen gegebenenfalls bekannt als Oberst Dovchenko aus "Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull") in diesem Clip bisweilen an Putin höchstselbst. Ulkig.
Und weil es an dieser Stelle gerade gut passt: zu Donald Trump habe ich kein einziges Wort verloren (oder zählt das?)), wie könnte ich, die politische Niete schlechthin, dies auch tun? Jedoch finde ich, die aktuelle "South Park"-Episode "Members Only" hat es zielsicher wie immer auf den Punkt gebracht.
Nur eins möchte ich loswerden: an die Damen und Herren der europäischen Politik und all ihre treuen Anhänger, tut bitte nicht so schockiert! Mit besorgter Überraschung oder Panik auf den Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA zu reagieren wirkt halbseitig Blind und weltfremd. Wir leben in einem Staatenverbund, dessen politisches Klima sich erschreckenderweise einer Realität nähert, in der rechtspopulistische Grütze wie die AFD die Oberhand zu gewinnen und in die Regierung einzuziehen droht, von den ganzen Front Nationals, Viktor Orbáns, PiS und wie sie alle heißen ganz zu schweigen. Es wäre vielleicht an der Zeit, sich die Frage zu stellen: läuft nicht doch irgendwas in der Art der etablierten Eliten zu regieren gewaltig schief, dass die Leute reihenweise in die Arme jener Wahnsinnigen getrieben werden? Sollte man, nur vielleicht, nicht endlich dahin zurückkehren, dass die Politik das Volk vertritt, anstatt es mit Füßen zu treten? Auf lange Sicht, selbst auf kurze Sicht kann es nicht gut gehen, die Probleme der Bevölkerung stiefmütterlich zu behandeln und nach dem Prinzip des eigenen Vorteils zu handeln. Freilich gehört dazu ebenfalls der Bürger, der endlich erwachen muss, statt sich in einer Welt von falschen Versprechungen oder glitzernden materialistischen Ablenkungen wiegen zu lassen. Leider, leider, es ist wahr: wir stagnieren. Und jetzt wisst hier, warum ich Politik versuche fernzubleiben.
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Samstag, Mai 28, 2016
Ein Tränchen für ein Lied von Eis und Feuer
Am Mittwoch habe ich die Halbzeitsfolge von "Game of Thrones" nachgeholt und beim diesmaligen Serientod einer Figur... ja, da habe ich beinahe ein Tränchen vergossen. Was für mich vergleichsweise ungewöhnlich ist, zumindest bei dieser Serie. Dabei bin ich was Filme und Serien angeht unter den richtigen Umständen fraglos nah am Wasser gebaut, bekomme bei besonders emotionalen Szenen gerne mal feuchte Augen. Mein Lieblingsbeispiel ist dies betreffend etwa Tim Burtons "Frankenweenie", bei dem ich lange Zeit nicht mal über das BluRay-Menü hinweg gekommen bin, ohne Rotz und Wasser zu heulen. Trotzdem sind die Gelegenheiten, dass ich mich von einem fiktionalen Werk zu Tränen rühren lasse, dünngesät, dafür müssen die Macher und Autoren bei mir wirklich die richtigen Hebel in Bewegung setzen. "Game of Thrones" schaffte das bisher nur ein einziges Mal mit dem Tod von Sansa Starks Schattenwolf Lady, den ihr Vater zu töten gezwungen wurde, eine tieftraurige Szene, die, obgleich ebenso dort vorkommend, mich derartig zu bewegen nicht die Serie für sich beanspruchen kann, denn das geht auf Kosten George R. R. Martins Romanvorlage, beziehungsweise des Hörbuchs dazu. Die Art und Weise, wie der Autor diesen zutiefst ungerechten Mord an dem unschuldigen Tier beschreibt, verbunden mit den geschilderten leidvollen Gedanken von Eddard Stark über den Wolf und dessen Namensgebung, ließen mich den Vorgang schwerlich durchstehen.
Ein anderer Grund ist der, dass der üblicherweise gewaltsame Exitus von Personen aus der Geschichte um den Eisernen Thron als reiner Schockeffekte in Szene gesetzt wird und in erster Linie darüber wirkt. Wenn beliebte Charaktere ein unerwartetes und in den meisten Fällen durch hinterlistige Intrigen und schwer verdaulichen Verrat besiegeltes Ende finden, ist das wie ein massiver Schlag in die Magengrube (vorausgesetzt, man hat sich noch nicht insofern damit arrangiert, dass einen diese wahrlich nicht seltenen Vorkommnisse nur noch kalt lassen, was jedoch eher von einer gewollten Abstumpfung oder einem verkrampften Selbstschutztrieb zeugt).
Darin unterscheidet sich die in ihrer Grundstimmung sehr nachdenkliche gestaltete Szene mit Lady und darin unterscheidet sich ebenfalls der Tod des Charakters in aktuellen Folge "The Door", denn gemessen an den oben beschriebenen Morden und Todesfällen, welche die traurige Norm in der mitunter äußerst grausamen Welt von Westeros und Essos darstellen, fällt das diesmalige Dahinscheiden auf seine Art heroisch und regelrecht romantisch-pathetisch aus, aber auch mit einem bitteren Sinn für Melancholie. Was außerdem deswegen bemerkenswert ist, weil es sich hierbei um einen unscheinbaren Nebencharakter handelt, den man überspitzt formuliert vielleicht als nette und sympathische Hintergrunddekoration, nicht jedoch als derart bedeutsame Figur wahrgenommen hat und dem dennoch in diesem entscheidenden Moment eine wichtige Rolle zuteilwird, in der sich gleichzeitig eine betrübliche schicksalhafte Ironie niederschlägt, die vermutlich bei manchen, in einer anderen Sicht der Dinge, eine ablehnende Haltung mit der Begründung der "Überkonstruktion" hervorrufen wird. Vielleicht bis zu einem Punkt, wo sie diesen Moment der Lächerlichkeit preisgeben möchten.
Ich für meinen Teil fand dieses dramatische Ende des betreffenden Charakters jedenfalls zu Tränen rührend, bitter-süß und wunderschön zugleich, eine willkommene und mitreißende Abwechslung zu den üblichen Niederträchtigkeiten innerhalb der Handlung, die gerade deswegen so sehr berührt, weil sie eben genau diesen Charakter trifft und ihm, vielleicht als ersten Charakter in der Serie überhaupt, einen dergestaltigen romantischen Tod gewährt.
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Freitag, Mai 13, 2016
Too long for this shit?
Habe ich grundsätzlich was gegen Serien-Umsetzungen von Filmen? Ich bin mir da selbst nicht so sicher. Erfahre ich von einer derart gestalteten Adaption, fällt meine Reaktion zunächst einmal verhalten, vielleicht sogar womöglich vorurteilhaftbehaftet ablehnend aus. Woran liegt das?
Es besteht kein Zweifel: Serien sind im Moment das Medien-Phänomen im Bereich der fiktiven Unterhaltung (und darüber hinaus) schlechthin und laufen zusehends dem Kinofilm den Rang ab. Kein Wunder, bieten sie chronometrisch betrachtet doch bedeutend mehr Raum zur künstlerischen Entfaltung und thematischen Komplexität (wie und ob dieses Potential genutzt wird, steht auf einem anderen Blatt), können umfangreichere Geschichten erzählen und intensiver auf ihre Leitgedanken eingehen, dabei durch das Episodenformat zugleich dem Anspruch nach Umfang, gleichermaßen wie dem in einer Gesellschaft, in der sich Zeit zu einem immer knapperen Gut entwickelt, geforderten Verlangen nach Kürze gerecht werden. Manche verstehen sich ganz hervorragend darauf, während andere die Materie bloß in die Breite auswalzen, ohne daraus einen Nutzen zu ziehen, sich in der Weitläufigkeit ihres Anliegens, sofern vorhanden, verlieren, das bisweilen in Kürze besser vermittelt werden könnte.
Freilich, das viele Produktionsstätten sich mehr und mehr auf die Schaffung von Serien umstellen, ist wirtschaftlich ohne Frage nachvollziehbar, darüber hinaus von ihrer Warte aus die logische Entscheidung. Die langfristige Bindung eines zahlenden Publikums, das inzwischen, da das Serien-Format im Mainstream breite Akzeptanz gefunden hat, als gesichert angesehen werden kann, an ein Serien-Programm, sichert auf diese Weise eine solide Basis auf lange Sicht, günstigstenfalls über Staffeln hinweg, obendrein ohne auf eine dem Medium Film vergleichbare Vermarktung, abgesehen von DVD- und BluRay-Verkäufen z.B. in Form von Soundtracks, Merchandise, Bücher zur Serie, Sekundärliteratur etc., verzichten zu müssen. Den beteiligten Schaffenden garantiert es eine dem dazugehörige langfristige Anstellung, geht eine Serie mit seinen Protagonisten nicht gerade ins Gericht, wie es etwa "Game of Thrones" zu pflegen tut, und bedeutet für sie, obwohl der Kinofilm für viele noch das oberste, erstrebenswerteste Erfolgsprinzip darzustellen scheint, eine renommierte Sparte der künstlerischen Entfaltung - was ja nicht immer der Fall war.
Die andere Seite des Aspekts der Langfristigkeit finden wir beim Publikum, dass im Serien-Format den sicheren Hafen ihrer Erwartungen findet: vertraute Charaktere, Schauplätze und Themen, nicht zu vergessen ein kontinuierlicher Stil bewegen den geneigten Zuschauer zur immer wiederholten Rückkehr in ein ihm bekanntes, lieb gewonnenes Konstrukt, das ihn auf die ein oder andere Weise anspricht und das ihn durch die auf längere Sicht angelegte Darstellung zu faszinieren vermag. Wie ich dazu schon mal anmerkte, dürfte dies für viele Zuschauer einer Art des "nach Hause-Kommens" gleichkommen.
Warum also nicht beide Formen kombinieren? Warum nicht einen beliebten (Kino)Film in Serienform verarbeiten? Im Günstigsten Fall können sich Themen, die zuvor aufgrund der begrenzten Laufzeit nur in limitierten Maße Ausdruck gefunden haben, und liebgewonnen Charaktere, von denen wir gerne mehr gesehen hätten, weitläufiger entfalten, besser noch: eine Adaption kann einem wohlbekannten Film neue Sichtweisen abringen und zuvor scheinbar feststehende Inhalte relativieren.
Was nun mein Problem mit dieser Art der Serienadaption angeht, liegt es für mich in der Ausweitung von Gegenständen, die nicht zwangsläufig besser funktionierten, weil man sie großflächig ausinszeniert und -diskutiert. Vielmals ist es doch so: in der Kürze liegt die Würze. Komprimierte Inhalte müssen aufgrund eines begrenzten Spielraums oft sehr viel deutlicher und prägnanter auf den Punkt gebracht werden, können gerade durch die Einschränkungen eine größere Densität demonstrieren und somit eindringlicher vermittelt werden. Wenn man unzähligen Episoden braucht, um auf den Punkt zu kommen, läuft man Gefahr am Wesentlichen vorbei zu argumentieren oder sich nichtssagend zu wiederholen. Aber wie es nun mal der Natur der Dinge entspricht, gibt es für beide Methoden einen Platz und eine berechtigte Durchführung. Im Grunde genommen ist es immer eine Frage des angesetzten Maßes, dem Verständnis und der Einsicht dafür, was ohne Elementares zu unterschlagen ausgelassen und was ausführlich, aber nicht redundanzbelastet behandelt werden kann.
Warum schreibe ich das alles? Weil meine Reaktion auf Ankündigung von Fox die "Lethal Weapon"-Film-Reihe, zudem die "Exorzist"-Film-Reihe als Serie zu veröffentlichen im Wesentlich so ausfiel:
Also: Vorhang auf für Clayne Crawford ("The Great Raid", "Jericho", "The Baytown Outlaws") als Martin Riggs, Damon Wayans ("The Last Boy Scout", "Major Payne", "My Wife and Kids") als Roger Murtaugh, sowie Jordana Brewster ("The Faculty", "The Fast and the Furious", "The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning") als Dr. Maureen Cahill in "Lethal Weapon", die Serie ("too old for this shit" zieht also nicht mehr), bzw. Geena Davis ("The Fly", "Thelma & Louise", "The Long Kiss Goodnight") als Angela Rance, Hannah Kasula ("The Fosters", "How to Get Away with Murder", "Filthy Preppy Teen$") als Casey Rance, Alfonso Herrera ("The Perfect Dictatorship", "Sense8", "El Dandy") und Ben Daniels ("The Virgin Queen", "Law & Order: UK", "House of Cards") als Pater Tomas Ortega und Pater Marcus Lang in "The Exorcist", die Serie...
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Samstag, April 23, 2016
Der Eiserne Thron, seine Gegenwart und seine Zukunft
Morgen ist es ja soweit: "Game of Thrones" geht in die sechste Staffel und wir erfahren endlich, wie sich die Geschichte von Westeros weiter entwickelt, wer stirbt, wer lebt, was die lebenden Toten so machen und... was die intrigante Bevölkerung dieses Jahr sonst noch für uns parat hält. Gleichzeitig ist es die erste Staffel, die vor dem dazugehörigen Roman-Band George R. R. Martins erscheint und damit den Buchlesern ihr geliebtes Privileg entzieht, die schockierenden Twists im Voraus zu wissen. Man ist gespannt - und leider werde ich die erste Folge "The Red Woman" direkt mal verpassen, da ich an einem heftigen, umfangreichen Referat arbeiten muss. Was soll man da sagen?
Übrigens ist die siebte Staffel von HBO bereits bestellt, derweil haben sich David Benioff und D.B. Weiss zu ihren Plänen für die beiden voraussichtlich finalen Staffeln, das sind die besagte siebte und außerdem die achte Staffel, geäußert, etwa, dass beide zusammen nur noch 13 Episoden umfassen sollen, die Geschichte um den Eisernen Thron und wer ihn letztlich besteigt damit aber zu einem Ende gebracht werden soll - übrigens, obwohl sie sich von der Buchvorlage bereits entscheidend in vielen Dingen und gewiss nicht bloß Details entfernt haben, angeblich in Kongruenz mit dem Ende der Roman-Reihe. Und was die Zukunft angeht: George R. R. Martin sinniert bereits über die Adaptierung seines Spin-Offs "Tales of Dunk and Egg" als Fernseh-Dreiteiler. Da kann man sich doch freuen!
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Montag, April 18, 2016
Ist die Liebe auch für die BPjM da?
Da die (absurd lächerliche) Geschichte um die Indizierung des
Rammstein-Albums "Liebe ist für alle da" bereits des Öfteren in
meinem Blog Erwähnung fand (wir erinnern uns), fühle ich mich verpflichtet, die
neuste Entwicklung in dieser Sache hier ebenfalls einfließen zu lassen.
Natürlich wollte die Band das nicht widerstandslos über sich ergehen lassen und legte Einspruch gegen die Entscheidung ein - mit Erfolg. Im Mai 2010 entschied das Verwaltungsgericht Köln, dass die Indizierung aufzuheben sei, argumentierte unter anderem damit, dass die BPjM die künstlerische Bedeutung des Mediums unzureichend berücksichtigt hätte.
Doch damit hat die Geschichte immer noch kein Ende gefunden, denn jetzt hat Rammstein (vergleichsweise spät) Klage beim Bonner Landgericht eingereicht und fordert von der Bundesrepublik 66.000 Euro Schadensersatz mit der Begründung, dass aufgrund der zeitweiligen Indizierung etwa 85.000 Tonträger vernichten werden mussten. Der Prozess soll im Sommer dieses Jahres beginnen.
Ungeachtet davon, was man von Rammstein als Künstlergruppe oder vom betreffenden Album halten mag, wirft diese fortdauernde Farce ein erhellendes Licht auf die Institution der BPjM in ihrer Funktion als absurde Zensur-Behörde, die mit ihren Teils willkürlich anmutenden Indizierungs-Beschlüssen ein Kunst- und Zensur-Diktat konstituiert, dass über sein Jugendschutz-Ressort weit hinausgeht. Letzten Endes wird durch sie schließlich ebenfalls der erwachsene Bürger ihrem Verständnis davon, was Kunst ist und was nicht, was gezeigt werden darf und was nicht, unterworfen. Und der Fall Rammstein, bzw. der Fall "Liebe ist für alle da" legt offen, dass man sich ganz und gar nicht ohne Weiteres auf die Kompetenz der BPjM-Gremien verlassen kann und ehrlich gesagt auch nicht sollte, denn dafür ist der Begriff "Kunst" viel zu weitläufig und individuell auslegbar, von dem Argument der "Verrohung", das nur zu gern als Indizierung-Grund angebracht wird, ganz zu Schweigen. Zumal sich die Fragen eröffnen, wenn sie eine offen gelegte Fehlentscheidung getroffen haben, wie steht es dann mit all den nicht angefochtenen, nicht publik gewordenen defizitären Einschätzungen? In wie viele Fällen wurde eine Entscheidung geduldet, nur weil man den (kostspieligen) juristischen Weg der Anfechtung nicht einschlagen wollte? Inwiefern findet eine indirekte Vorabzensur bereits im Entstehungsprozess statt?
Deutschland verfügt nach wie vor über eines der striktesten, apodiktischsten Zensur-Systeme der Welt, das dringendst einer unserer demokratischen Staatsform angemessenen Reformierung (eine Abschaffung halte ich nicht für die Lösung) bedarf und den Deckmantel des Jugendschutzes und den euphemistischen Titel einer Jugendschutzbehörde abzulegen hat, auf dass dem erwachsenen Bürger im Bereich der Kunstfreiheit endlich dieses Stückchen seiner Selbstbestimmung zugestanden wird und er nicht mehr der staatlichen Entmündigung unterliegt. Einen Vorgeschmack davon, wohin uns ein vom Staat definierter Kunst-Begriff, was Kunst darf und was nicht, führt, kriegen wird gerade im Fall Böhmermann: solang es der politischen Agenda dient, sind Kunst-, Rede- und Meinungsfreiheit Dinge, die nur zu leichtfertig auf den Pokertischen der Landes- oder Weltpolitik als Einsatz missbraucht werden. Und das ist beinahe noch die leichtverdauliche Vision. Man stelle sich vor, was eine demokratiefeindliche Partei wie die AfD, sollte sie unfassbarerweise an die Macht kommen, mit einem rigiden Zensur-System wie diesem anstellen könnte. Das möchte ich mir gar nicht erst ausmalen... neben vielen anderen Dingen, die ich mir in diesem Fall nicht vorstellen möchte.
"Die Zensur ist die schändlichere von zwei Schwestern. Die ältere heißt Inquisition. Die Zensur ist das lebendige Eingeständnis der Herrschenden, daß sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können."Johann Nepomuk Nestroy
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Samstag, März 26, 2016
No. 27
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Okami Itto
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Freitag, Januar 01, 2016
Frohes 2016
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Donnerstag, Dezember 24, 2015
Merry Christmas, Ms. Deagle!
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