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Mittwoch, August 01, 2018

Kurzreviews Juli/II/2018

Hiermit präsentiere ich wiederum die 14 Filme und 5 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat Juli seit der letzten Liste gesehen habe:


Serien-Staffeln
Mortal Kombat - Conquest [Mortal Kombat: Conquest(Season 1) (1998-1999) - (6-7)
Marvel's The Defenders [The Defenders(Season 1) (2017) - (6-6,5+)
Jekyll (2007) - (6,5-7,5)
Raven (Season 1) (1992) - (6,5-7)
Star Trek: Deep Space Nine (Season 3) (1994-1995) - (10)

Filme
Runaway Train - Express in die Hölle [Runaway Train(1985)
Der nächste Schritt auf den Spuren von "Panik im Tokio-Express". Nach einer Drehbuchidee von niemand geringerem als Kurosawa Akira inszeniert Andrei Konchalovsky ein Thriller-Drama, das die Grenzen des Action-Abenteuerfilms bewusst überschreitet und mehr liefert als ein simples testosterongesteuertes Vehikel. Obgleich die ersten 20 Minuten Knastklischees in Reinform aufbieten und die nachfolgende Flucht an Bord des eponymen Güterzuges hinreichend nervenaufreibende Spannung erzeugt, beweist Konchalovsky durchaus künstlerische Ambitionen, wenn er über die Geschichte und insbesondere qua Jon Voights ambivalenten Charakter existenzialistische Themen allerwenigstens anschneidet. Insofern hinterlässt der Film einen nachhaltigen Eindruck, einen bitteren Beigeschmack und steht fernab der Genre-Barrieren des Action- bzw. Katastrophenfilms. (8)

Die Bourne Verschwörung [The Bourne Supremacy(2004)
Der erste Teil widmete sich der Neubildung von Jason Bournes Identität, im zweiten Teil holt ihn die Vergangenheit ein. Und weil es schier unmöglich ist, sich seinem einstmaligen Agentendasein und Auftraggebern zu entziehen, befindet sich Matt Damon erneut auf der Flucht. Dahingegen versteht er es, sich gekonnt (daher der passendere Originaltitel) der Überlegenheit seiner Agenteninstinkte zu bedienen, seine Ausbildung effektiv gegen seine Verfolger einzusetzen, ihnen stets einen Schritt voraus zu sein und die verschwörerischen Umtriebe unter seinen Widersacher aufzudecken, um schlussendlich einen Moment der Katharsis zu erleben. Paul Greengrass setzt dabei inszenatorisch zur Gänze auf die intensified continuity, kreiert unfassbar schweißtreibende Verfolgungsjagden und Actionszenen, nutzt diesen Stil geschickt dazu, die Hektik, den Stress der Action verdichtet zu vermitteln und auf den Zuschauer zu übertragen. Ich glaube, das versteht Greengrass wie kaum ein zweiter. Unglücklicherweise wurde die allem zugrundeliegende Symbiose aus Handlung und Ausdrucksform oftmals unterschätzt und missverstanden, was zu einer Vielzahl an Epigonen führte, die hingegen nie die Intensität der "Bourne"-Trilogie erreichen sollten. (8,5)

Unstoppable - Außer Kontrolle [Unstoppable(2010)
Hier ist es, das adrenalingeladene Spektakel, dass Andrei Konchalovsky in "Runaway Train" (s.o.) bewusst vermieden hatte. Die thematischen Ähnlichkeiten, sowie die ein oder andere Szenen machen deutlich, dass Tony Scott sich mindestens von Konchalovsky hat inspirieren lassen. Der Unterschied liegt darin, wie die beiden Regisseure erzählen und da geht Scott, große Überraschung, den Weg des geringsten Widerstandes, zaubert einen straighten, plakativ in Szene gesetzten Katastrophen-Thriller aus dem Hut, dessen andauernden, Schwindel erzeugenden Kamerarotationen und Reißzooms auf die Dauer repetitiv und enervierend wirken, insbesondere angesichts der Tatsache, dass hier bisweilen für Doofe inszeniert wird. Interessanterweise überkommt der Film ab einer gewissen Stelle diese ostentativen Manierismen und erzeugt einen mitreißenden Strom, dem man sich nicht mehr entziehen kann, was ich vor allem an Denzel Washington und Chris Pine verorte, zwei außerordentlich sympathische und volksnahe Everyman-Charaktere, die man einfach triumphieren sehen möchte und mit denen man inbrünstig mitfiebert. Weswegen "Unstoppable" gerade aufgrund seiner Einfachheit und Direktheit großen Spaß bereitet. (6)

Happy Deathday [Happy Death Day(2017)
Ein klassischer Videotheken-Film, würde es noch eine Videothekenkultur geben. Christopher Landon spielt seine Slasher-Groundhog-Day-Version brav und straight von A bis Z durch, garniert mit Humor und dem Minimum an Charakterentwicklung der Protagonistin weg von der Bitch, die sie ist. Daran ist nichts neu, nichts wirklich aufsehenerregend oder sonderlich cleveres, es bleibt ein unterhaltsames One-Trick-Pony, einmal ausgeliehen, seinen Spaß damit gehabt und wieder vergessen. Mehr nicht. (5,5)

Devil's Candy [The Devil's Candy(2015)
Motivisch schöpft Sean Byrne aus vielen Quellen, da haben wir das Haus mit finsterer Vergangenheit, die sympathische Familie, deren Vater bald einer ungesunden Obsession verfällt, das gruselige, scheußliche Muttersöhnchen, natürlich ein Kindermörder, und... Satan (wen sonst). Was Byrne letztlich fehlt, ist die Entschlossenheit, aus diesen Quellen mehr zu machen, neues abzuleiten und tatsächlich unangenehm zu werden, Abbiegungen zu nehmen, aus denen es kein Zurück mehr gibt. Dafür belässt er die übernatürlichen Elemente nicht uneffektiv im Hintergrund walten, legt nie hundertprozentig offen, ob die satanische Anwesenheit eindeutig dem Wahn entspringt oder ob nicht vielleicht doch der Teufel in persona sein Finger im Spiel hat. Grausamkeiten gibt es hiergegen zu Genüge, selbst wenn Byrne willkommenerweise auf plakativen Splatter keinen zu großen Wert legt. (6,5)

Henker des Shogun [Shogun Assassin(1980)
Wie viele Jahre ist es her, dass ich den gesehen habe? Natürlich bedeutete "Shogun Assassin" seinerzeit für mich, wie für so viele andere, den ersten Kontakt mit der "Lone Wolf & Cub"-Reihe, die mich im Nachhinein für den Jidai-geki eiga und das Chambara-Genre regelrecht hat entflammen lassen, von Koike Kazuos kongenialen Mangas ganz abgesehen. Robert Houstons vorwitziger Zusammenschnitt, der aus den Actionszenen der ersten beiden "Lone Wolf"-Teile einen straffen actionlastigen 80-Minüter macht, kann man im Gegensatz dazu so und so finden: entweder, man ist entsetzt ob seiner Dreistigkeit, an der Handlung großzügig den Rotstift anzusetzen, durch freches Neu-Arrangieren und die (höchstens mittelmäßige) Synchronisation eine eigene, versimplifizierte Rache-Geschichte zu erzählen, dazu den stilsicheren Original-Score durch ulkiges Synth-Gedudel zu ersetzen. Oder man genießt dieselbe Dreistigkeit Houstons, ob seiner trashigen Anflüge und dem immerhin hohen Tempo, mit der er Fecht-Szene an Fecht-Szene reiht. Für meinen Teil genügen hingegen die nostalgischen Anwandlungen, sowie das Anliegen Houstons, die tolle Kozure Ōkami-Saga einem westlichen Publikum näherzubringen. Alles Weitere besorgen die Original-Filme. (Nostalgie-Bonus: 8)

Double Down (2005)
Sensationelles Trash-Delirium von Multi-Talent in geistiger Umnachtung Neil Breen (neben den Posten Regie, Chefautor, Hauptdarsteller, Produktion, Schnitt und Musik lässt sich der Mann in den Credits tatsächlich für das Catering (!) auflisten), derart qualvoll konfus, repetitiv und prätentiös erzählt und inszeniert, dass es einem wie eine avernalische, immerwährende, niemals enden wollende Endlosschleife im ödesten Film-Purgatorium der Existenz an sich vorkommt. Sagenhaft miserable Regie, Schauspielkünste und Autorenschaft, die selbst Tommy Wiseau wie Orson Welles, "The Room" wie "Citizen Kane" aussehen lassen. Auf der anderen Seite macht "Double Down" deutlich, wie wenig dazu gehört, kryptischen, hermetischen, vielfältig interpretierbaren Nonsense a la Terrence Malick oder David Lynch zu produzieren...immerhin kann ich jetzt mit Fug und Recht behaupten: das hat selbst Neil Breen geschafft! Er hatte nur das Pech, keinen Emmanuel Lubezki auf der Gehaltsliste stehen zu haben... ;) (Trash-Skala: 2)

The Human Centipede II (Full Sequence) (2011)
Nachdem mich der Erstling so semi geschockt hat (also... gar nicht), muss ich gestehen, dass Tom Six für das Sequel eine ordentliche Schippe Abartigkeiten draufgelegt hat. In pseudo-künstlerischem Schwarz-weiß und mit absolutem Verzicht auf jedwede Form von Narration holt er das Maximum an Degout aus seiner reichlich groteske Idee heraus, vermeidet nicht die geringste Widerlichkeit, kostet jede abstoßende, krankhafte Eingebung, die einem vermöge dieser reichlich bescheuerten Perversion kommen mag, genüsslich aus. Body-Horror-Kunst oder skandalträchtige Grenzüberschreitung? Ich weiß es nicht. Laurence R. Harveys Martin bleibt schlechterdings auf jeden Fall im Gedächtnis hängen. (5)

Blood Feast (1963)

Born to Be Wild - Saumäßig unterwegs [Wild Hogs(2007)
Brave und biedere Suburbia-Upper-Class-Midlife-Crisis-Komödie mit gut aufgelegten Darstellern und einer schwungvollen Inszenierung, witzig und kurzweilig. Ich fühlte mich, trotz etwaiger Anstoßpunkte, gut unterhalten. (6,5)

Easy Rider (1969)
Wieder eine Lücke geschlossen. Natürlich einerseits das kultige Abbild der Gegenkultur, ein Nachhall des Freiheitsgedankens und der Hippie-Kultur, ein musikalisch ikonisch unterlegte Roadtrip durch die USA, aber zugleich ein zutiefst bitterer Abgesang, ein Eingestehen des Scheiterns im Angesicht schlichtweg feindselig-gewalttätiger konservativer, reaktionärer Kräfte. Steht nahtlos Seite an Seite mit Filme wie "Vanishing Point" und "Two-Lane Blacktop". (7)

Black Panther (2018)
Dann holen wir mal die Marvel-Checkliste raus. Zugegeben: "Black Panther" verfügt über einen nötigen Schuss Exotik, der ihn geringfügig herausstechen lässt, kann optisch einiges für sich verbuchen und funktioniert im Großen und Ganzen dankbarerweise sogar als eigenständiges Werk. Leider erstickt er gleichermaßen unter seinem CGI-Overkill, kann seinem durch und durch blassen Titelhelden keine einnehmenden Charakteristiken abringen, dazu müssen erneut die Nebencharaktere herhalten, ebenso wenig hinterlassen die Antagonisten einen nachhaltigen Eindruck, da abermals der eine der beiden, nachdem man ihn eingeführt und aufgebaut hat, handstreichartig ersetzt wird, um an Stelle dessen ein Familiendrama und einen Putsch zu forcieren, was indessen aufgrund der anberaumten Kurzfristigkeit zu keinem Zeitpunkt Dramatik oder große Emotionen zu erzeugen im Stande ist, nie im Stande sein konnte. Zumal das geheiligte Land Wakanda als Ort, als Raum nie wirklich greifbar wird, in generische Einzelversatzstücke aus dem Rechner zerfällt, die nie den Eindruck eines organischen Ganzen erzeugen. Im effektelastigen Hauruck-Finale, dass irgendwie an das Pendant aus "The Phantom Menace" erinnert (nur schlechter), gibt es somit einmal mehr bunte Farben und Gerangel zu sehen, zufriedenstellend oder gar erfüllend ist jedoch auch dieser Beitrag zum MCU zu keiner Sekunde. (5,5)

Nausicaä aus dem Tal der Winde [風の谷のナウシカ Kaze no tani no Naushika (Nausicaä of the Valley of the Wind)] (1984)
aka "Sternenkrieger - Warriors of the Wind". Miyazaki Hayaos Meilenstein der Anime-Geschichte, der den Grundstein für das unvergleichliche Studio Ghibli legte, erzählt vor dem Hintergrund einer originellen, glaubhaften apokalyptischen Welt die Geschichte seiner Erlöserfigur Nausicaä mit atemberaubender Schönheit, schreckt andererseits nicht vor Actionszenen, die die gezeigte Gewalt dahingegen stets reflektieren und verurteilen, und zutiefst nachdenklichen Passagen zurück, die dem Film eine profunde Ebene verleihen, die ihn weit jenseits von Zeichentrick-Bespaßung stehen lässt, eine höchstmöglich relevante Botschaft ansprechend vermittelt und immense emotionale Wallungen hervorzurufen imstande ist. Schlicht und ergreifend ein frühes Meisterwerk mit sagenhafter Musik von Joe Hisaishi. (9,5)

Train to Busan [부산행 Busanhaeng(2016)
Zombies im Zug sind natürlich bloß eine Variation der Zombies im... jedem anderen räumlich begrenzten Setting, nichtsdestotrotz wundert es mich, dass bisher kaum Filmemacher auf diesen Einfall gekommen sind. Yeon Sang-ho erreicht selbstredend nicht die Meisterschaft des Genrekönigs George R. Romero, dessen ungeachtet liefert er einen effektiven Horror-Thriller inklusive koreanischer Manierismen, der seinen Schauplatz geschickt und spannungsgeladen zu nutzen weiß, darüber hinaus Genre-typische Sozialkritik und Charakterentwicklung nicht vernachlässigt, denn, so knapp bemessen sie ausfallen mögen, letztlich fiebert man mit dem Schicksal Yoo Gongs und seiner Tochter aufrichtig mit. Gelungen. (7)































14 - 6,5 (91,5)

Mittwoch, März 28, 2018

Why... so... Wiseaurious?!

Damn, wo bleibt der Oscar für Tommy Wiseau?

Montag, Juni 16, 2014

Kurzreviews Mai/Juni/2014

Pause, Pause, Pause - manchmal macht ein Studium tatsächlich Arbeit und es will geschafft sein, sich aufzuraffen, um an etwas anderem, wie diesen Review-Listen oder generell einem Blog, zu arbeiten. Wobei ich mich besonders schwer mit einer Rezension zu Hiroshi Teshigaharas "Rikyu, der Teemeister" getan habe, was wiederum daran lag, dass ich ihm nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit schenkte. Deswegen fällt er überdies aus dieser Liste vorerst heraus. Natürlich hätte ich ihn überspringen können, nur funktioniere ich leider nicht so. Das Resultat: Verspätung. Und abermals eine Liste, die einen langen Zeitraum umfasst, daher die relativ hohe Anzahl von Serienstaffeln (inklusive "Game of Thrones"-Staffel Nummero 4... was für eine Staffel! Was für ein Finale!).
Doch bevor wir dazu kommen, ein kleiner Nachtrag zu meinem letzten Post, "Star Wars" betreffend.  Es mag der Eindruck entstanden sein, dass ich die Entscheidung, das EU generell als nicht-kanonisch zu deklarieren, deswegen kritisierte, weil ich das EU über alles schätze. De facto ist meine Kenntnis des EU äußerst begrenzt. Meine Kritik ist auf die Arroganz Disneys gerichtet, sich zu erdreisten, eine durchaus nicht arme Arbeit von Fans als nichtig zu erklären, nicht etwa, weil Disney selber großartige Geschichten zu erzählen hätte. Das man mit einer eigenen Vision an ein Projekt wie "Star Wars" gehen will, dass man eigene Ideen hat, wie sich die Geschichte fortsetzt, vielleicht nicht mal schlechte Ideen, kann ich verstehen. Nur traue ich das weder Jar Jar zu, der mit "Star Trek" bereits beweisen hat, dass platt-doofes, profitorientiertes Weltraumspektakel höher im Kurs steht als Werktreue oder Taktgefühl gegenüber den Fans oder dem Ursprungsmaterial, noch Disney, dessen Maskottchen inzwischen aus ein Dollarzeichen mit Mäuseohren bestehen dürfte. Hierbei wollte man simpel die volle Kontrolle über das Projekt gewinnen, nichts anderes als eine feindliche Übernahme erreichen, ein eiskaltes Ausschalten von Bestehendem, um sich alle Wege zu öffnen, das Franchise bis zur Schmerzgrenze und darüber hinaus auszuschlachten, ohne dabei auf irgendwelche bereits geleisteten Anstrengungen anderer Rücksicht nehmen zu müssen. Das ist das Ausschalten des "Expanded Universe".

Wie dem auch sei: hiermit präsentiere ich wiederum die 25 Filme und 9 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat Mai und Juni gesehen habe:


Serien-Staffeln
Doctor Who (Season 2-4) (2006-2008) - (9/10)
Doctor Who (Specials) (2008-2010) - (8/10)
Doctor Who (Season 5) (2010) - (7/10)
Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer (Season 3) (2013) - (9/10)
Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer (Season 4) (2014) - (9,5/10)
The IT Crowd (Season 1) (2006) - (9,5/10)
Black Sails (Season 1) (2014) - (7/10)

Filme
The Expendables 2 (2012)
Die Expendables kriegen Zuwachs, Simon West löst Sly Stallone vom Regie-Stuhl ab. Zwar knallt es mächtig von der ersten Sekunde an und Jean-Claude Van Damme überzeugt trotz geringen Spielraums, dahingegen schwächelt der Film inhaltlich noch deutlicher als der Erstling, der wenigstens ein klares Ziel vor Augen und einen konzentrierten Schauplatz hatte. Hier ballert man sich von einem Standort zum nächsten, während ein Großteil der Action-Ikonen sich mit kaum mehr als Cameo-Rollen oder als Stichwortgeber zufriedengeben muss. Das macht wegen des Actionoverkills und dem ein oder anderen gelungenen selbstironischen Auftritt Spaß, ermüdet nichtsdestoweniger. (6,5/10)

Zombie - Dawn of the Dead (1978)
(Extended Cut) Lieblingsalternativtitel: Zombies im Kaufhaus. Berühmt-berüchtiger Genrekönig, apart inszeniert, pessimistisch und dennoch mit eigenem Sinn für Humor, ferner überraschend schlüssig in seiner Konsum- und Gesellschaftskritik, die ihn jenseits seiner Horror-, Gore- und Schockeffekte stehen lässt. (8/10)

Zombie 2 - Day of the Dead (1985)
Es ist nicht ganz George A. Romeros beabsichtigtes Magnum Opus geworden, geblieben sind Tendenzen. Nach einem starken, wenn auch sehr geschwätzigen Teil, verliert sich Romeros Idee eines sich gegenseitig zerfleischenden menschlichen Mikrokosmos gegen Ende in oberflächlichem Zombiehorror. Immer noch gut, gleichwohl hätte es mehr sein können. (7/10)
Maverick (1994)
Episodenhafte Western-Komödie für alle, denen das übliche Kevin Costner-Programm zu harte Kost ist. Spaßig, mit gut aufgelegten Darstellern. (6/10)

Land of the Dead (2005)
George A. Romero erreicht nicht ganz die Qualität seiner stilbildenden Original-Trilogie, behauptet sich demungeachtet als Genre-König, entwirft nicht allzu subtil ein fast satirisches Gesellschaftsbild samt Uper- und Underclass-Konflikt, während die wichtigste Errungenschaft die Evolution der Zombies darstellt. (7/10)

Ninja Samurai - Das Schwert der Rache (1982)
Ein grandios-konfuses Martial Arts-Produkt, das, inhaltlich unmöglich nachvollziehbar, mit einer Vielzahl von Charakteren in inkohärenten Schauplätzen jongliert und alles in einem chaotischen Strom miteinander agieren lässt. Herrlich undurchsichtiger Kung-Fu-Trash. Bonuspunkt für den Schreibfehler im Titel: Ninja Samaurai. (8/10 auf einer Trash-Skala)

Thunder Ninja Kids: The Golden Adventure (1990)
Klassischer Godfrey Ho-Mischmasch, mit einer zum Ausgangmaterial gänzlich sinnlos dazugedichteten Rahmengeschichte im Billig-Ninja-Kostüm. Das agile Kinder-Trio macht noch am ehesten Spaß, trotz reichlich platten Humors. (4/10 auf einer Trash-Skala)

Die Piraten! - Ein Haufen merkwürdiger Typen (2012)
Nach wie vor in seiner Fülle an Ideen und wahnsinnig detaillierten Schauplätze, Szenen und Figuren ein Heidenspaß, bei dem es immer neues zu entdecken gibt. Die an sich innovationslose Geschichte überzeugt dennoch durch seine Herzlichkeiten und die liebenserten Charaktere. (8/10)

Manborg (2011)
Gewollter Trash leidet immer daran, dass er eben dies ist: gewollt. Zugegeben: Steven Kostanski beweist Herz für das Genre, fabriziert einen bemerkenswert kruden Mix aus Science Fiction, Fantasy und Action, bedient mit überdeutlich billigen (nicht zu verwechseln mit misslungenen) Spezialeffekten, unzulänglichen Darstellerleistungen, sowie übertriebenen Splatter- und Gore-Einlagen die grundsätzliche Erwartungshaltung. Leider ist es stets überdeutlich, dass hier bewusst bloßes Trash-Mimikry betrieben wurde, wenn auch mit Leidenschaft dargebracht, und somit verpasst der Film dementgegen das Element der hingebungsvollen Unfähigkeit, die seinen großen Vorbilder zu Eigen ist. (6/10 auf einer Trash-Skala)

Top Dog (1995)
Selbst Chuck Norris versuchte sich an familienfreundlicher Komödie, hier unter der Ägide seines Brüderleins Aaron Norris und mit Tierfreund-Knuddelbonus. Doch selbst bei The Chuck will der Spagat zwischen halbgarem Actionanteil und anbiederndem Familienteil keine homogene Mischung ergeben, trotz grandios bescheuertem Setting, in dem es gegen Neo-Nazis zu bestehen gilt. Immerhin sehen sich Hund und Hauptdarsteller ähnlich... so verzweifelt bin ich auf der Suche nach einem positivem Aspekt. (2,5/10)

Das Todesschwert der Ninja (1988)
Und noch einmal Martial Arts-Trash, diesmal im Heimvideo-Look und chinesischen neon-grellen 80er-Jahre-Styling. Allein die Mode ist eine Klasse für sich, die konfuse Story tut ihr übriges. (7/10 auf einer Trash-Skala)

Verdammt, die Zombies kommen (1985)
aka "The Return of the Living Dead". Ebenfalls ein Fall für 80-Jahre-Nostalgie, zudem einer der bekanntesten Verteter der Zombie-Komödie, weniger Parodie oder gar Satire, dennoch nicht minder ein zynischer Spiegel seiner Zeit. (7/10)

Shaun of the Dead (2004)
Gleich im Anschluss wären wir damit bei der kultigen Zombie-Hommage des Triumvirats Edgar Wright, Simon Pegg und Nick Frost, ein Musterbeispiel britischen Humors und eine Liebeserklärung an sein Genre sondergleichen, gespickt mit Anspielungen in jedem Detail, zugleich eine sympathische Charakterodyssee. Großartig! (8,5/10)

The Wolf of Wall Street (2013)
Der Vergleich zu Martin Scorseses Mafiaepen kommt nicht von ungefähr, in seinen besten Momenten erinnert die zügellose Brokerparty an eine Mischung aus "GoodFellas" und "Casino" im humorvollem Gewand, gleichwohl ohne parodistischen oder satirischen Anstrich, stellenweise in Gefahr, seine eigentlich zu kritisierenden Protagonisten zu sympathisieren. Vielleicht ist diese Bebilderung der Exzesse wahrhaftig, hingegen zu auschweifend, nicht zwangsläufig langweilig, jedoch langwierig, zumal selten eine erkennbare dramaturgische Struktur durchscheint, stattdessen hedonistische Drogen- und Sexorgien hintereinander gereiht stehen. Schauspielerisch und inszenatorisch dessenungeachtet top. Zwiespältig. (6/10)
Sherlock - Der leere Sarg (2014)
Mit dem Start in die dritte Staffel erscheint die lange Wartezeit auf die folgende regelrecht erforderlich, denn die Geschichte um Holmes Rückkehr nach seinem vermeintlichem Tod zieht sich, ist chaotisch geschrieben und unausgewogen. Positiv zu vermerken sind die erweiterten Beziehungsgeflechte zu Watson, Mycroft und Mary Morstan, insbesondere Watsons Reaktionen auf Sherlocks Auferstehung sind es wert. Als Puffer für Holmes Resurrektion lässt sich die Qualität noch entschuldigen, Benedict Cumberbatch und Martin Freeman sind nach wie vor top. (6/10)

Edge of Tomorrow (2014)
Überraschung aus dem Blogbustersektor, Doug Liman beschert uns einen unterhaltsamen Science-Fiction-"Groundhog Day", der sich an den richtigen Stellen bei Genre-Vorbildern bedient, gekonnt zwischen Action, Humor und Drama balanciert, Volksverblödung vermeidet ohne tiefgründig zu werden und durchaus spannend sein kann. Tom Cruise ist ein sympathischer Protagonist, der sogar eine Wandlung durchläuft, Emily Blunt erweist sich als vorzüglicher weiblicher Gegenpart auf Augenhöhe. Blogbusterkino, wie es sein sollte. (7,5/10)

Sherlock - Im Zeichen der Drei (2014)
Nach dem durchwachsenen Staffelstart setzt sich die negative Tendenz leider fort, "Sherlock" auf der Hochzeit wird zur Witznummer, die gelegentlich vergnüglich, andererseits des Öfteren ebenso peinlich ausfällt, insgesamt den chaotischen Drehbuchaufbau der Vorgängerfolge erbt. Der Krimianteil ist interessant, wird bezüglich des Hochzeitsthemas jedoch stiefmütterlich behandelt. (6/10)

Boyhood (2014)
Nach seiner Sunrise-Sunset-Midnight-Trilogie präsentiert Richard Linklater das nächste interessante filmische Experiment, distilliert aus 12 Jahren Dreharbeiten die ultimative Coming-of-Age-Geschichte. Bei einem solchen Konzept konnte fiel schief gehen, indes ist Linklater dafür ein zu geschickter Regisseur. Er schafft mit seinen starken Darstellern, seinem zurückhaltenem Regiestil und einer klugen Szenenauswahl einen beinahe naturalistischen Film, eine besinnliche, unmanipulative Beobachtung. Zugegeben ist mir der Protagonist letztlich zu sehr die von seiner Schwester erklärte Schlaftablette, gerade im späteren Verlauf des Films, das ändert dahingegen nichts an der gelungenen Umsetzung. Und übrigens am Rande: friss das Terrence Malik! So erzählt man eine Geschichte vom Leben, unprätentiös und ohne ständig in religiösen Fundamentalismus und Dogmatimus abzurutschen. (8,5/10)

Sherlock - Sein letzter Schwur (2014)
Im letzten Moment rettet sich die dritte Staffel mit einem spannenden Bösewicht und einem nicht erwarteten Twist. Das Ende ist gar ein radikaler Schritt, der Cliffhanger nicht ungeschickt. Jetzt nutzt die lange Wartezeit bitte für eine superbe vierte Staffel. (7/10)

Chillerama (2011)
Schräger Anthologiefilm, eine Liebesbekundung zum Trashfilm und Grindhousekino. Herrlich bescheuert, wenn auch mit Humoreinschlag deutlich unter der Gürtelline, um nicht zu sagen infantil. Macht Spaß im richtigen Umfeld. (6,5/10 auf einer B-Movie-Skala)

Die 9 Leben der Ninja (1985)
9x9 unsinniger Ninja-Trash, total bescheuert-schöner Abenteur-Action-Unsinn, mit denkwürdig absurden Szenen (inklusive der Bond-liken Eröffnung) und unglaublich miesen und gerade deswegen tollen Schauspielleistungen. Trash-Spaß deluxe. (8/10 auf einer Trash-Skala)

Die Drei Musketiere (1993)
Die Disney-Ausgabe, harmloser Abenteuer-Action-Blogbuster, flach, aber temporeich, auf den Spaßteil der Vorlage beschränkt. Der Coup de Grâce ist allerdings der chargierende Tim Curry als Bösewicht. Besser geht nimmer. (6/10)

5ive Girls (2006)
Fetisch-Ausgabe eines TV-Mystery-Horrors: für jeden Geschmack ein Mädel dabei, nur stilecht im japanischen Miniröckchen. Alternativ bieten wir variationsreiche Nachthemdchen an - oder auch mal gar nichts. Inhaltlich schön bescheuert, mit einem Quantum an Atmosphäre, letztendlich spaßig. (3/10 auf einer B-Movie Skala mit Fetisch-Bonus)

Django Unchained (2012)
Quentin Tarantino bedient seine großen Vorbilder, den trockenen Humor, den Zynismus, die Gewalt, aber auch oder ganz besonders den politischen Subtext. Nur steht sein eigener Stil dahinter nicht zurück und obwohl der Film insgesamt zu lang ist, will man keine Szene missen, die Dialoge sind raffiniert, wie spannungsgeladen, viele Szenen prägnant. Jamie Foxx muss ich darstellerisch allerdings Christoph Waltz, später Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson geschlagen geben. (8,5/10)

Hot Fuzz (2007)
Schwungvolle Hommage an den Actionfilm, nur eben im beschaulichen englischen Dorf-Ambiente - oder eben nicht so beschaulich. Irre Gagdichte, genüssliche Auskostung aller Genreklischees, Referenzen in allen Details, einschließlich Kameraführung und Schnitt. Ganz, ganz toll. (8,5/10)

















 25 - 6,7 (167,0)

Dienstag, April 29, 2014

Trash only trashier... and with hair

Es gibt diese Momente im Studium, da hat man etwas Zeit übrig... diese Momente kommen manchmal öfter, aber die Frage nach dem, was man in diesen Lehrpausen unternimmt, führt einen bisweilen auf seltsame Wege. So bin ich zum Beispiel auf der Suche nach nährreichem Filmmaterial auf dieses Filmchen gestoßen: "Wolfcop". An dieser Stelle würde ich euch eigentlich mit den Darstellern, Regisseur etc. nerven, aber mir reicht ein Blick auf die Tagline "Dirty Harry... only hairier" - und es ist klar, das wäre zuviel Aufwand. In dem Sinne: Trailer ab.

Montag, Januar 20, 2014

Kurzreviews Januar/I/2014

Natürlich präsentiere ich auch im Jahre 2014 wiederum die 11 Filme und 2 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat Januar gesehen habe:

Serien-Staffeln
Sex and the City (Season 4 & 5) (2001-2003) - (7,5/10)

Filme
Drei Männer im Schnee (1955)
Herzlich und sympathisch, ebenso wie unschuldig verschmitzt. Vermittelt ein kindliches Vergnügen, wie Paul Dahlkes Charakter es hat. (6,5/10)

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise (2012)
(Extended Version) Ich bleibe dabei: in die Fantasy-Welt von Peter Jacksons Hobbit kann man wundervoll eintauchen, sie fühlt sich genau so an, wie man es von einer fantastischen Welt erwartet. Nicht zu vergessen: Martin Freeman ist einfach perfekt, der Rest der Cast ist nicht minder gut gecastet. Die Extended Version macht das Erlebnis an manchen Ecken sogar noch runder, manche Szenen hätte es in der Tat nicht gebraucht. (9/10)

Drei (2010)
Tom Tykwer wagt sich an das sensible Thema einer Dreiecksbeziehung und inszeniert das Anfangs mit visuellem Pepp. Irgendwann fällt dem Film allerdings nichts mehr ein und ab da an zieht er sich. Hinzu kommt, dass die zwar hervorragend gespielten Charaktere nichtsdestotrotz beinahe allesamt unnahbar sind und eher funktional scheinen, was in so einem charakterorientierten Thema befremdlich wirkt. (5/10)

The Last Stand (2013)
Kim Ji-woons US-Einstand ist ein simpler straight-forward Actionfilm mit leichtem ironischen Anstrich. Und genau als solcher macht er Spaß, Arnold Schwarzenegger hat sich auch im Alter einen gewisses Bad-Ass-Charisma bewahrt und die Schießereien machen neben allen Klischees den kurzweiligen Unterhaltungswert dieses Neo-Westerns aus. (7/10)
Freddy's Finale - Nightmare on Elm Street 6 (1991)
Freddys Finale ist ein chaotischer Mix, das Drehbuch ist katastrophal, die Inszenierung über weite Strecken misslungen, der Body-Count denkbar niedrig. Einzig Robert Englunds Eskapaden wissen zu amüsieren, die Traumkills sind zwar logisch völlig abstrus, zumindest aber kunterbunt und irgendwie kreativ. Es gibt noch einen Plot-Twist und ein 3D-Gimmick in den letzten 15 Minuten, aber die sind kaum der Rede wert. (4/10)

James Bond 007 - Sag niemals nie (1983)
Anti-Bond und Quasi-"Feuerball"-Remake. Sean Connery ist zu alt für den Agenten, doch wenigstens spielt Irvin Kershner mit diesem Fakt. Es gibt jede Menge Action, augenzwinkernde Ironie, ein lustiges "World Domination"-Spiel mit einem passablen Klaus Maria Brandauer und Kim Basinger im Tiger-Badeanzug. Gut, das Finale ist vergleichsweise unspektakulär, die Kalauerinlagen mit Rowan Atkinson sind überflüssig, aber der Film erreicht, was er wollte: er ist eine anguckbare Alternative zu "Octopussy". (6,5/10)

James Bond 007 - Feuerball (1965)
Sommer, Sonne, Sonnenschein und dazwischen sucht James Bond nach dem Radioactive Bomberman. Die Serie war schon mal aufregender, aber der Urlaubsflair stimmt und die Unterwasserszenen inklusive finaler Taucherschlacht sind ein Kapitel für sich. Übrigens mochte ich schon immer Luciana Paluzzi in diesem Film. Das muss der Reiz des Bösen sein. (7/10)

James Bond 007 - Goldfinger (1964)
Gert Fröbe wird vermutlich immer Bond-Villain No. 1 bleiben, schließlich gehört ihm ganz allein die legendärste aller Bond-Szenen. Darüberhinaus ist "Goldfinger" einfach einer der besten der Reihe und ist trotz seines Alters ein aufregender Agentenfilm mit Esprit und wahnwitzigem Finale. (8,5/10)

Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger (2012)
Ich bin ein sehr anti-religiöser Mensch, aber "Life Of Pi" berührt mich immer wieder, denn Ang Lee versteht es diesen Film nicht zu einer Predigt und einem Konvertierungs-Werbefilm zu stilisieren, vermittelt gekonnt und eröffnet Perspektiven. Nebenbei taugt der Film als spannender Abenteuerfilm und hat mit Suraj Sharma den wohl eindrucksvollsten Laiendarsteller ever. Einfach ein super-sympathischer und schöner Film. (8/10)

Star Crash - Sterne im Duell (1978)
Euch hatte Lou Ferrignos Herkules schon immer zu wenig Science-Fiction-Elemente? In einer Welt, in der eine Mischung aus "Star Wars", "Barbarella", "Flash Gordon", "2001" und "Battlestar Galactica" fehlt, wollt ihr nicht leben? Dann ist Luigi Cozzis Hasselhoff-Epos genau euer Film! Übrigens: den Hasselhoff-Cameo verstehe ich ja noch, aber wie zum Henker haben sich Christopher Plummer und John Barry in dieses Projekt verirrt? (8,5/10 auf einer Trash-Skala)

James Bond 007 - Der Spion, der mich liebte (2012)
Wo wir gerade bei Caroline Munro und John Barry waren, gell? (7/10)
















11 - 7,0 (77,0)

Samstag, Juli 27, 2013

The 47 Reeves

Was macht eigentlich REEVES? Also, Keanu Reeves. Hier wisst schon, der hier:

Seit seinem wohl größten Erfolg, siehe oben, hat der kanadische Darsteller, der bereits mit Größen wie Gus Van Sant und Bernardo Bertolucci gearbeitet hat, nur noch wenige nennenswerte Produktionen zu verzeichnen gehabt. Nichtsdestotrotz war er irgendwie immer präsent in der Kinolandschaft, zwar nicht in "Matrix"-Ausmaßen, aber mit Filmen wie "A Scanner Darkly", "Street Kings" oder dem "The Day the Earth Stood Still"-Remake blieb er zumindest im Gespräch - irgendwie. Sein letzter großer Kassenschlager, trotz mäßiger Kritiken, dürfte indes mit seinem Auftritt als Klaatu genannt sein, danach folgten eher kleinere, mäßig erfolgreichen Produktionen wie "The Private Lives of Pippa Lee", "Henry's Crime", "Generation Um..." und die Dokumentation "Side by Side". Aber was macht der Mann jetzt? Und wollen wir das wirklich wissen?

Warum nicht? Schließlich hat sich REEVES inzwischen als Regisseur versucht und mit seinem Martial-Arts-Film "Man of Tai Chi" immerhin Actionfilm-Legende John Woo ("A Better Tomorrow", "Mission: Impossible II", "Red Cliff") überzeugt. Viel interessanter... nein, das trifft es nicht... viel amüsanter finde ich dagegen sein nächstes großes Projekt "47 Ronin", ein Fantasy-Action-Film, der irgendwie, irgendwo auf der berühmten Geschichte der 47 Ronin basiert, die von besagten Ronin handelt, die, nachdem er zum Seppuku gezwungen wurde, ihren Daimyo (Lehnsherren/Fürsten) rächen - eine Geschichte, die sich im japanischen Kulturkreis als herausragendes Beispiel fundamentaler Samurai-Tugenden wie Loyalität, Ehre und Entschlossenheit großer Beliebtheit erfreut, das Kabuki- und Bunraku-Theater, die japanische Oper und nicht zuletzt die Filmwelt (abgesehen von Japans Regielegende Kenji Mizoguchi referiert unter anderem John Frankenheimers Action-Thriller "Ronin" die Geschichte) inspiriert hat.

Wie dem auch sei: jetzt nimmt sich Amerika, respektive die Universal Studios, der Geschichte an. Datt kann ja nur super werden...
Carl Erik Rinsch (sein erster Kinofilm) verfilmt die Geschichte also mit einem Budget von geschätzt 175 Millionen US-Dollar und weil eine Geschichte über 47 ehrenvolle Krieger, die aus purer Loyalität und kodextreue handeln, keinen Amerikaner ins Kino lockt, packt man ein paar aufgeblasene Fantasy-Elemente hinzu, wie Drachen, Magie, Monster im "300"-Style, "Pirates of the Caribbean" - und eben Keanu Reeves, der soetwas wie ein ausgestoßenes Halbblut (ja, klar...) spielt und somit den Identifikationscharakter für die Klientel, die sich nicht mit "Schlitzaugen" indentifizieren möchte, darbietet. Immerhin sehen wir tatsächlich ebenfalls Japaner an seiner Seite, wie Hiroyuki Sanada ("Ring""Rush Hour 3", "Sunshine") und Tadanobu Asano ("Ichi the Killer", "Thor", "Battleship"), beide dem westlichen Kinogänger nicht unbekannt, Kō Shibasaki ("Battle Royale", "Dororo", "Shaolin Girl"), die noch kürzlich in Guillermo del Toros Kaiju-Spektakel "Pacific Rim" in Erscheinung getretene Rinko Kikuchi ("Babel ", "The Brothers Bloom", "Norwegian Wood") und natürlich badass Cary-Hiroyuki Tagawa ("Star Trek: The Next Generation", "Mortal Kombat", "Tekken"), den ich immer wieder gerne sehe, selbst mit dieser Frisur.
Der Trailer offenbart uns, dass die Drehbuchautoren Chris Morgan ("Fast & Furious", "Fast Five", "Fast & Furious 6"... oh weh, oh weh, oh weh, oh weh... auch noch "Tokyo Drift"... oh weh, oh weh, oh weh, oh weh) und Hossein Amini ("Shanghai", "Drive", "Snow White and the Huntsman") den Fokus nicht mehr allzu sehr auf Ethik als viel mehr auf extravagantes Fantasy-Spektakel gelegt haben, mit hübschen Bildern, fetten Monstern und bierernst vorgetragen. Eine japanische Geschichte amerikanisch gefiltert eben. Aber wer weiß, vielleicht wird das ganze als Edel-Trash ja noch durchaus unterhaltsam.

Freitag, Juli 12, 2013

SHARKNADO - muss ich mehr sagen?


Ich bin gerade sprachlos.

Samstag, Januar 19, 2013

2013 - Das Jahr der Spinne

Laut dem chinesischen Kalender beginnt am 10. Februar 2013 das Jahr der Schlange (genaugenommen der fiesen Wasser-Schlange - ich selbst bin eine nette kleine Erd-Schlange) - was ganz klar ein Irrtum ist! 2013 ist defintiv das Jahr der Spinne! Oder wie erklärt ihr euch, das gerade in diesem Jahr der 3D-Blogbuster schlechthin erscheint, ein Actionfeuerwerk, das jeden "Transformers"-Teil in seine Schranken verweist, sowohl was die spektakuläre Action als auch die bahnbrechenden Special Effects betrifft? Vorhang auf für "Spiders 3D"!

Und wer immer noch bezweifelt, dass 2013 im Zeichen der Spinne steht, der wird endgültig durch Meisterregisseur Mike Mendez' neustem Meisterwerk kuriert werden: "Mega Spider"! Ein Film von solchem Genie, das man bisher nur Bilder zu veröffentlichen wagte. Doch diese Bilder sprechen eine eindeutige Sprache: Meisterwerk!



Dienstag, November 06, 2012

Hilfe!

Ich bin süchtig, aber... wieso?

Samstag, Mai 26, 2012

50 % Piranha, 50 % Anaconda... wait

Juhu! Nach dem Tierhorrorjahrhundertfilm "Sharktopus" liefert uns Roger Corman die nächste potentielle Trash-Granate. Diesmal mit Michael Madsen - und einem Piranha-Anaconda-Monster. Bühne frei für "Piranhaconda"! Einfach nur... OMFG.

Freitag, Mai 04, 2012

Real Avengers

Wer braucht schon die neuen, hippen, pseudocoolen massentauglichen "Avengers", wenn er echte Männer in WIRKLICH guten Filmen haben kann? Was sind Robert Downey Jr. und Chris Hemsworth schon gegen Reb Brown und Lou Ferrigno?

Dienstag, April 10, 2012

Korgoth of Barbaria

Zu schade, dass dieser Schwachsinn niemals in Serie ging!

Mittwoch, März 28, 2012

Nachschlag No. 14: Abraham Lincoln Vampire Hunter

Ich konnte mich einfach nicht dazu durchringen, den Trailer in einem Zug mit "Dark Shadows" und "Frankenweenie" zu posten. Aber schließlich ist Tim Burton in diesem speziellen Fall bloß Produzent. Regie führt "Wanted"-Regisseur Timur Bekmambetov. Und das sieht einfach sehr, sehr obskur aus.

Freitag, Dezember 30, 2011

Nachschlag No. 13: Die etwas anderen Trailer

Nachdem ich zuvor die ganz und gar Preweihnachtlichen Mainstream-Trailer gepostet habe, hier noch die etwas kurioseren hinterher:

Ein bisschen Nicholas-Cage-Action-Trash darf in keinem Jahr fehlen!

Auch Sacha Baron Cohens neustes Werk, "The Dictator" ist einen Blick wert.

Und wenn Altmeister Dario Argento, sprich die guten oder gar meisterlichen Filme des Italieners sind eben recht alt, an einem 3D-"Dracula" werkelt, mit Thomas Kretschmann als Dracula, Rutger Hauer als Van Helsing und Asia Argento als Lucy Harker, dann ist ein kleines Schwelgen in Erinnerung an Ed Wood und diverse Asylum-Produktionen durchaus angebracht... Trash Deluxe!

Sonntag, Oktober 09, 2011

Sgt. Kabukiman N.Y.P.D. Music Video

Weil es nichts kränkeres, abgefahreneres, unterhaltsameres als Trash aus dem Hause Troma gibt!

Freitag, September 16, 2011

TV-Tipp: SHARKTOPUS

Erinnert ihr euch noch an "Sharktopus"? Den Film über ein genmanipuliertes Monster, dass halb Hai, halb Ocotpus ist? Wer in den Genuss dieses Trashstreifens kommen will, der muss morgen Abend, Samstag, 17. September, um 22.15 Uhr RTL II (was sonst... ok, TELE5 gebietet über eine Programm ähnlichen Kalibers...) einschalten! Wer diesen Termin verpassen sollte, hat noch in der Nacht von Montag auf Dienstag, um 0.10 Uhr ebenda die Chance, dieses Filmerlebnis nachzuholen. Viel Spaß! :-P

Montag, September 12, 2011

Ghost Rider 2

Die Regisseure von "Crank" treffen auf Nicolas Cage und den "Ghost Rider". Mehr als "Trailer ab" habe ich dazu nicht zu sagen...

Montag, Juli 18, 2011

Zombie-Dissidenten aus Kuba

Wie wär's zur Abwechslung mal mit einem kubanischen Zombiefilm? ;-)

Schaut amüsant aus! Und nach "The Walking Dead" brauch ich mal wieder eine vernünftige Zombiekomödie, um mit dem Genre wieder ins Reine zu kommen...

Donnerstag, Juni 09, 2011

Haie in 3D... und im Supermarkt

Demnächst steht ein schöner Filmarathon an. Wie könnte ich ein solches Sammelsorium des Trashs auch ignorieren?
Den Anfang macht David R. Ellis "Piranha 3D"-Epigone "Shark Night 3D", der eine Inhaltsbeschreibung nicht allein dank des Trailer wohl erübrigt...

Aus Australien unter der Regie von Russell Mulcahy kommt "Bait 3D", ein Filmchen, dem der Trash-Oscar für seine Geschichte gebührt: Haie in einem Supermarkt! Bedarf es überhaupt noch weiterer Worten?

Bait 3D trailer von FilmBoy-gr
Diesen Cocktail reichere ich dann noch am besten mit "Sharktopus", sowie "Mega Shark vs. Giant Octopus" und dessen Sequel (!) "Mega Shark vs Crocosaurus" an, dann fehlt es mir an nichts mehr für einen schönen Trashfilm-Abend...

Sonntag, April 24, 2011

Coverismus - Part Three

Lange ist es her, dass das hier mal als Reihe gedacht war. Was sich dann letztendlich als relativ kurzlebig heraustellte, dank meines fehlenden Fleiß und Ambition zur Kontinuität. Jedoch hin und wieder stolpere ich doch mal wieder über ein schönes, trashiges Cover, sowie dieses hier:Um die erste Frage zu beantworten: japp, diesen Film gibt es wirklich! Er existiert! Das musste ich (leider) feststellen, als ich noch zu seeligen Videothekszeiten durch die Regale wanderte und dieses Cover mich ekelhaft anlächelte. Das war noch zu Anfangszeiten, zum Morgengrauen, als meine Affinität zum Trashfilm langsam erwachte, geweckt durch den Troma-Kult-Trash-Klassiker "Toxic Avenger". Ich war noch anfällig. Ein solches Cover machte mich noch neugierig. Ich noch bereit für blinde Experimente.

Und so wanderte die DVD in den Player, bereit den geneigten Trash-Fan zu enttäuschen. Denn was wir hier haben ist eine kleine Z-Film-Produktion, mit miesen Darstellern, miesen Effekten und miesem Drehbuch - aus Deutschland. Ja, ein Trashfilm-Versuch aus Deutschland. Das schreit doch schon nach Misserfolg!
Irgendwo sollte das garantiert eine partyfähige Trash-Granate werden, die mit einer grenzdebilen Idee sein Publikum in die Falle locken sollte - und eben mit diesem Cover. Ein Blick allein auf dieses genügt, um einen leicht dem Irrglauben verfallen zu lassen, dieses Ziel sei auch gelungen...Seien wir ehrlich: Trash zu produzieren ist entweder total einfach oder unüberwindbar schwer. Immerhin herrscht ein himmelweiter Unterschied zwischen einem schlechten Film und einem unterhaltsamen Trash-Machwerk. Gewollt produzierter Trash wird meistens ersteres - oder noch belangloser. Und das haben wir hier. Wenn Deutsche gewollten Trash produzieren, kann das bloß in einer Katastrophe enden, so wie hier geschehen: trotz seiner Prämisse ist der Film nicht lustig, auf der anderen Seite ist er nicht ernsthaft genug, um unfreiwillig komisch zu sein (was viele Trash-Granaten ausmacht). Eine parodiehafter Charakter wird durchgängig verschenkt, um den langweiligen Protagonisten Raum zu schaffen und den titelgebenden Killerrucksäcke fehlt der Platz im Film, der ihnen eigentlich gebührt, während die eigentliche Darstellung derselbigen überdies meistens unspektakulär ausfällt.

Das ganze ist einfach unterträglich langweilig und, entsprechend der Erwartungen geschürt durch Cover und Idee, enttäuschend. Trash zu produzieren ist eben keine einfache Angelegenheit und da in Deutschland Trash eher ein Mainstreamprodukt ist, für die Deutschen umso mehr.