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Donnerstag, Dezember 13, 2012

Kick the Transformer in the Nuts!

Im Grunde sieht "Pacific Rim" wie eine Mischung aus "Transformers" und "G.I. Joe" im Kampf gegen die Giganto-Monster aus "Avengers" aus. Das sollte mich eigentlich skeptisch stimmen. Und das tut es nicht. Weshalb? Weil es von Guillermo del Toro kommt, einem der wohl hingebungsvollsten, leidenschaftlichsten und fantasiereichsten zeitgenössigen Regisseure, der mit "Hellboy" eine meiner absoluten Lieblinscomicverfilmungen geschaffen hat. Deswegen sehe ich seinem menschengesteuerter Roboter vs. Aliens aus dem Mariannengraben BP Dimensionstor-Spektakel zwar nicht euphorisch, wohl aber freudig entgegen (wobei ich das 3D wie immer außer Acht lasse). Obgleich er dafür seine H. P. Lovecraft-Verfilmung "At the Mountains of Madness" hat aufgeben müssen, da Universal nicht bereit war, ein 150 Millionen $-Projekt mit einem R-Rating zu riskieren, für das del Toro indes bis zum Schluss gekämpft hat. In diesem Sinne noch mal dank an die Arschlöcher von Universal, die eine der wahrscheinlich besten Lovecraft-Verfilmungen ever verhindert haben, nur weil sie wieder mal nicht ihren Daumen aus ihrem mit Geld zugestopften Arschloch gezogen bekommen haben. Wirklich, wirklich Danke!
Als kleinen Trost bietet uns del Toro also Charlie Hunnam ("Queer as Folk", "Green Street", "Sons of Anarchy") und Rinko Kikuchi ("Babel", "Norwegian Wood", "47 Ronin") als Piloten eines der besagten Kampfmaschinen, in der sie sich in bester "Godzilla"- und NGE-Marnier mit Kaijus rumkloppen. Tatkräftige Unterstützung erhalten sie dabei von Idris Elba ("Luther", "Thor", "Prometheus") und niemand geringerem als Ron "Hellboy" Perlman ("Beauty and the Beast", "Conan the Barbarian", "Sons of Anarchy"), für den del Toro als Freundschaftsdienst extra eine Rolle in den Film geschrieben hat. Das Drehbuch kommt von Travis Beacham ("Dog Days of Summer", "Clash of the Titans") und del Toro selbst, während die Musik Ramin Djawadi ("Prison Break", "Iron Man", "Game of Thrones") komponiert. Zudem hat del Toro seinen Stammkameramann Guillermo Navarro an Bord. Und wie sieht das Spektakel in Bewegung aus? Ich finde, super! 

Dienstag, August 10, 2010

Guillermo del Toro plant eine Expedition in die "Berge des Wahnsinns"

Die Ankündigung, Guillermo del Toro werde die Regie bei der Verfilmung von J.R.R. Tolkiens "The Hobbit" (das Buch vor "Der Herr der Ringe" und Vorgeschichte für dasselbige - für die Unkundigen) übernehmen, hat mich aufs äußerste entzückt - die spätere Verkündung, das er sich von dem Projekt zurückzieht, um sich anderen, eigenen Realisationen zu widmen, hat mich aufs äußerste enttäuscht. Dabei kann man ihm keinen Vorwurf machen, wenn man die langwierigen Probleme mit der Produktion mitbekommen hat.

Für mich war del Toro aber einfach DIE WAHL für die Regie nach Peter Jackson - er ist einer der derzeitig kreativsten und fantastischsten Regisseure im Bereich des Fantasy-Films, ein wahrer Quell an Ideen und ein Mann, der seine Filme mit viel Herz inszeniert. Das beste Beispiel hierfür sind seine Hellboy-Verfilmungen, die pures Gold in dem ansonsten erschreckend fantasielosen modernen Fantasy-Film sind. Ganz besonders der zweite, "Hellboy - Die goldene Armee", ist ein wunderschöner, wenn auch nicht sonderlich komplexer Film, der durch seine Ideenvielfalt, die sympathischen Charaktere und großartigen Darsteller überzeugt - und damit mitunter zu einem der mir liebsten Comic-Verfilmungen geworden ist. Und das meiste davon verdankt er eben Guillermo del Toro.

Doch, der Optimist, der ich bin, versuche ich auch in dem Übel, dass wir keinen del Toro-Hobbit sehen werden, etwas Gutes zu sehen... und, der fantastische Kopf, der er ist, hilft mir Guillermo del Toro dabei mit seinem nächsten Projekt:


Oh ja! Lovecraft und del Toro! DAS ist ein Gemisch, das mich den nicht realisierten del Toro-Hobbit mehr als nur verschmerzen lässt. Einer meiner Lieblings-Autoren und einer meiner Lieblings-Regisseure vereint in einem Film - meine Vorfreude lässt sich kaum in Worte fassen! Selbst jetzt noch liegt mir ein wahnsinniges Grinsen auf den Lippen, wenn ich an dieses Projekt denke. Für mich ist das ein noch größeres Ereigniss als "The Expendables", der allein schon den kleinen Action-Geek in mir zu den höchsten Freudensprüngen animiert. Toppen könnten dies allein noch "Hellboy 3" oder das "The Dark Knight"-Sequel...

Einziger Wehrmutstropfen, den ich in meiner Begeisterung zunächst nicht bedachte: James Cameron. Der Mann ist einfach ein zweischneidiges Schwert, denn auf der einen Seite bedeudet seine finanzielle Unterstützung bestimmt eine hochwertige Produktion, auf der anderen Seite jedoch fürchte ich seinen Einfluss auf das Projekt und hoffe, dass Guillermo del Toro sich und seinen Stil durchsetzten kann - nur leider bedeutet Cameron auch zu 99% 3D - aber selbst das wär es mir wert... und ich hasse 3D!
Trotzdem: Das wird groß, das wird genial, das wird fantastisch!