Montag, November 12, 2018

Kurzreviews Oktober/2018

Weil ich wieder mal vom Studium her voll ausgleastet war, bin ich mit der Reviewliste für die erste Oktoberhälfte nicht rechtzeitig fertig geworden. Daher präsentiere ich hiermit verspätet die 24 Filme und 3 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat Oktober gesehen habe:


Serien-Staffeln
Narcos (Season 1) (2015) (7)
Fingersmith (2005) - (7-7,5+)
Spuk in Hill House [The Haunting of Hill House(Season 1) (2018) - (7,5-8,5+, das Ende: 5)

Filme
Hardcore [Hardcore Henry(2015)
Die wahrscheinlich akkurateste Wiedergabe eines Videospiels in Filmform. Das Gimmick der Egoperspektive ist beileibe kein Novum, was Ilya Niashuller Herangehensweise hervorstechen lässt, ist, wie stringent und flüssig er es zum Einsatz bringt. Sofern man sich darauf einlassen möchte, evoziert Niashuller, der bereits für Musikvideos Gebrauch von dem Stilmittel machte, ein atemberaubendes Immersions-Gefühl, legt ein Höllentempo in den Actionszenen hin, das einen regelrecht schwindeln und nach Luft schnappen lässt. Überraschenderweise geht diese immersive Rasanz nie auf Kosten der Übersichtlichkeit, das Geschehen bleibt nachvollziehbar, verschafft dem Zuschauer dennoch einen dröhnenden Adrenalin-Kick nach dem nächsten. Mehr noch: trotz des Affentempos und dem Fokus auf halsbrecherische Stunts, knallige Schießereien, schmerzhafte Prügeleien und brachiale Verfolgungsjagden, schafft es Niashuller, seine straighte Geschichte nie aus den Augen zu verlieren, seine Charaktere nie im Stich zu lassen, garniert darüber hinaus diese wahnwitzige Tour de Force mit genügend trockenem Humor, um die Chose nie albern ernsthaft ausarten zu lassen. Ich bin begeistert! (7,5)

Die Insel der Ungeheuer [The Food of the Gods(1976)
Ätzend öder B-Monsterfilm, übersät mit schlecht reinkopierten Riesentierchen und unsympathischen Arschgeigen von Charakteren, die in jeder Situation unfassbar dümmlich und realitätsfern agieren. Hinzu kommt, dass die armen Ratten offenkundig mit echten Farbpatronen beschossen wurden und das finde ich absolut unverzeihlich - dass der Film hundsmiserabel ist, setzt dem bloß noch die Krone auf. (2)

Wir sind keine Engel [We're No Angels(1955)
Kurios: Fundstück aus einem dieser öffentlichen Bücher-Regale, wo eine fleißige Leserschaft ihre ausgelesenen Schmöker (und manchmal DVDs... ab und an sogar VHS-Kassetten) abladen, an denen man sich hernach fröhlich bedienen darf. Dass die Kombination Michael Curtiz, Humphrey Bogart, Peter Ustinov, Basil Rathbone, Leo G. Carroll et al. mich erfolgreich ködern musste, ist selbsterklärend. Tatsächlich ist "We're No Angels" ein kleine Perle, ein warmherziger Weihnachtsfilm allererster Güte vor der ungewöhnlichen Kulisse Französisch-Guayanas, mit einem nicht minder ungewöhnlichen "Engels"-Trio (bzw. qua der Schlange Adolf (!) Quartett): alle drei sind entflohene Sträflinge, die wegen Mordes und Betrugs im Gefängnis saßen und deren ursprüngliche Absichten demgemäß vorsahen, ihre Schützlinge auszurauben und abzumurksen - bis deren gütiges, rührseliges, über allen Maßen liebenswertes Wesen sie zutiefst rührt, folglich einen Sinneswandel durchleben lässt, auf Grund dessen sie kurzerhand beschließen, ihren "Opfern" unter die Arme zu greifen, schließlich sowohl in Liebesangelegenheiten, als auch gegen den niederträchtigen, gefühlskalten Vetter beizustehen. Ohne Frage kann die Geschichte einerseits eine unvermeidlichen, der Zeit geschuldeten Schein von Biederkeit nicht abschütteln, unterläuft diesen Eindruck andererseits fidel mittels der hingebungsvoll spitzbübischen Darstellung Bogarts, Ustinovs und Aldo Rays, ein willkommen schwarzhumoriger, ironischer und scharfzüngiger Gegenentwurf zur makellosen Unschuld. In jedem Fall gleichermaßen ein zu Herzen gehender, wie unterhaltsamer, durchweg unterschätzter Weihnachtsfilm. (7,5)

Immortal [Immortel (ad vitam)(2004)
Wenn es einem Comicautor vergönnt ist, sein eigenes Werk zu verfilmen... kommt er offenkundig nicht umhin, sich einer helfenden Hand zu bedienen (nicht wahr, Mr. Miller?), sollen die kreativen Energien in den richtigen Bahnen verlaufen, funktionell auf das andere Medium übertragen werden. Case and point: Enki Bilal, dem sich die Chance bot, den ersten Teil seiner Nikopol-Trilogie für die große Leinwand zu adaptieren. Um sein kapriziöses, an faszinierenden, anregenden Attraktion, Themen und Motiven nicht armes Sci-Fi-Fantasy-Cyberpunk-Noir-Amalgam überhaupt realisieren zu können, ohne alle Budgetgrenzen zu sprengen (zumindest im Rahmen dessen, was sich hinsichtlich der absehbaren Publikumsakzeptanz gerechnet hätte), fundierte er das gesamte Werk beinahe vollständig auf der Tricktechnik. Ein Minimum an Darstellern bildet den Kern, der Rest, Umgebung wie Akteure, stammt zur Gänze aus dem Rechner, was, das Problem der sichtlich veralteten Tricktechnik außer Acht gelassen, immerhin einer verlockenden, reizvollen Welt Raum zur Entfaltung gibt. Demgemäß verorten sich die Schwächen weniger an der Optik, stärker jedoch am Drehbuch, dass insbesondere nach Hinten raus zusehends verflacht, überstürzt die verschiedenen Handlungsstränge krampfhaft zu einem Ende bringen zu müssen meint, was unzählige Frage offenlässt, manche Teilgeschichten nie auflöst, sogar komplett verschwinden und rückblickend für den Verlauf der Geschehnisse reichlich irrelevant erscheinen lässt. Zufriedenstellen kann Bilal mit diesem Gewirr schlussendlich nicht. (6)

John Wick (2014)

Far Cry (2008)
Uwe Boll kann's noch schlechter, was seine Version von Cryteks wegweisendem Shooter fraglos nicht vorteilhafter dastehen lässt. Inspirationslose Actionszenen aneinanderzureihen musste jedenfalls unweigerlich schiefgehen, da der Mann sie nach wie vor nicht umsetzen kann... zumal er mit Til Schweiger in der Hauptrolle geschlagen ist. Bonus für Udo Kier. (3,5)

1968 Tunnel Rats [Tunnel Rats(2008)
Uwe Boll kann's auch besser! Sein Versuch eines Vietnamfilms kann sich durchaus sehen lassen, nimmt sich mit den Vietcong-Tunneln eines relativ unverbrauchten Szenarios an, dass er obendrein klaustrophobisch und bedrückend einzusetzen weiß. Woran "Tunnel Rats" letztlich ebenfalls scheitert, ist die polemische Stammtisch-Art Bolls, die egomanische Selbstüberschätzung, die Menschen, die Politik und die Welt unzweifelhaft entlarvt, folglich das Recht zur überambitionierten Kritik für sich gepachtet zu haben, die einer ausdruckstärkeren Inszenierung, welche in besonders gelungen Momenten demungeachtet immer mal wieder durchblitzt, obstruierend im Wege steht. (6,5)

Sicario (2015)
Bittere Bilanz des Kriegs gegen die Drogen, denn daran lässt Denis Villeneuve zum Schluss keine Zweifel: es ist ein Krieg, der um seiner selbst willen geführt wird, von Politikern und Bürohengsten durchkalkuliert, von kaltschnäuzigen Zynikern und erbarmungslosen, lebensverneinenden Soldaten umgesetzt, gesäumt von furchtbaren, katastrophalen Kollateralschäden an Mensch und Besitz links und rechts und allerorts, sich endlos im Kreis drehend, ohne Ziel, ohne bemerkbare Fortschritte oder Ergebnisse, einzig erfüllt von Tod und Verwüstung. Diese bittere Pille schlucken wir gemeinsam mit Emily Blunts Charakter, aus deren Perspektive wird den Großteil der Ereignisse miterleben und wie sie tappen wir die meiste Zeit im Dunkeln, bekommen einen Eindruck des Gesamtbildes, falls sich ein solches überhaupt zusammenstellen lässt, höchstens Häppchenweise gefüttert und an nicht einem Gramm lässt Villeneuve Positives haften. Am Schluss steht Fassungslosigkeit, gefolgt von Ernüchterung, zum Schluss die schmerzvolle Erkenntnis: das ist das Land der Wölfe. (8)

Boomerang (1992)
Ein merkwürdiges Zwitterwesen, ein äußerst schwach austarierter Mischmasch aus Liebesfilm und Komödie, ärgerlich sexistisch, speziell in Momenten, in denen Versöhnung oder Miteinander auf Augenhöhe zwischen den Geschlechtern vorgetäuscht werden soll, nur um letztlich doch den Herren der Schöpfung Recht zu geben. Zumal er auffällig ziel- und planlos, obendrein inhomogen vonstattengeht, Dinge aufgreift, sie wieder fallen lässt, zwischen Komödie und Schnulze munter hin und her pendelt, selbst in Momenten, in denen das jeweils andere gemeint gewesen sein könnte. Das macht ihn obendrein sehr tranig und lässt den Zuschauer des Öfteren ratlos zurück. (4)

Der Superbulle schlägt wieder zu [Squadra antitruffa(1977)
Tomas Milian zum dritten Mal in der langlebigen Rolle des raubauzigsten Ermittlers, den Rom aufzubieten weiß, betont plebejisch, zauselig, proletenhaft, nichtsdestoweniger der Star seiner Abteilung, gerade aufgrund seiner volksnähe der beste Mann für den Job und sein Ressort. In Kombination mit der schnodderigen Synchro, hier passender denn je eingesetzt, ein ulkiger Krimi, voll und ganz durch seinen Hauptdarsteller belebt, angefochten höchstens von Special Guest Star David Hemmings. (6,5)

Rogue One: A Star Wars Story [Rogue One(2016)
Der Anfang: eine dreiste Kopie von "Inglourious Basterds", Ben Mendelsohn tritt als magerer Hans Landa-Abklatsch auf, liefert einen idiotensicheren, wenigstens brauchbaren Impetus für Felicity Jones Jyn Erso. Aber Gareth Edwards ist nicht Quentin Tarantino, überhaupt wissen wir spätestens seit "Godzilla", dass Edwards kein sonderlich überragender Regisseur ist, zumindest nicht, was eine groß angelegte, spektakuläre Inszenierungen angeht, die in diesem Falle trotz allem bitter, bitter nötig gewesen wäre und an der er abermals fatal vorbeibrettert: wie bei "Godzilla" hat er das überwältigende, bewegende Spektakel zu keiner Sekunde im Griff oder eine Ahnung davon, wie man es zufriedenstellend, imposant präsentieren könnte. Dadurch fehlt es an fulminanten Attraktionen, ebenso an emotionaler Sogkraft. Vielleicht ist es ungerecht, das alles Edwards anzulasten, schließlich möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie es sich ausmacht, für Kathleen Kennedy & Co. zu arbeiten. Andererseits gibt "Godzilla" genügend Auskunft über Edwards fehlendes Gespür für mitreißende, ergreifende Kinomomente.
Hinzu kommt, dass keiner der Helden-wider-Willen diese Mängel auch nur im Geringsten auszugleichen wüsste, keiner kommt über die platteste Charakterskizzierung eines einseitigen DIN A4-Entwurfs hinaus, jedem einzelnen Mitglied dieser Bande von Misfits fehlen grundlegende Charakteristika, zwischenmenschliche Dynamik oder berichtenswertes, was sie als Menschen oder Figuren ergiebig machen, als Gruppe, Freunde oder eben launige Söldnerbande, die aus reiner Not zusammenhalten müssen, auszeichnen würde. Niemals stellt sich ein zwingendes Zusammengehörigkeitsgefühl ein, niemals fesseln sie als Charaktere, dass man mit ihrem Schicksal mitfiebern könnte. Sie sind reines pseudocooles, schrecklich gewolltes Charakterdesign, wie wählbare Klassen aus einem Videospiel. Im schlimmsten Fall hält unsere Heldin, eine weitere pseudo-starke Frauenfigur auf Anbiederungskurs bei PClern inklusive White Knights, insipide, pathetische Reden, um mal eben die Rebellen mir nichts dir nichts zum couragierten Aufbegehren zu überreden. Wenn sich dann vor der großen End-Schlacht die gesamte Meute plus unzähliger gesichtsloser Red Shirts versammelt, ganz nach dem Motto "Niemand hilft mir! - Na, dann dreh Dich mal um, da sind sie doch alle, obwohl sie gegen alle Befehle verstoßen", verpufft das schlichtweg im Nirgendwo. Das wärmende Gemeinschaftsgefühl stellt sich niemals ein.
Nostalgiker und Fans werden pflichtschuldig mit In-Jokes, bekannten, liebgewonnen, memefähigen Figuren aus der Original-Trilogie, sowie dem allgemeinen Flair der nicht erzählten Zwischenepisode geködert und bis zum Erbrechen gefüttert. Wohlfeilster, durchschaubarster Fan-Service, auf den die Mehrzahl der Fans nichtsdestotrotz schonungslos reinzufallen scheint. Kein Wunder: auf der Suche nach dem einen, erlösenden Sequel (das nach wie vor brennend auf sich warten lässt) wirkt "Rogue One" exakt wie Episode VII von vorne bis hinten wie gefällige, anbiedernde, schöntuende Fanficition - doch zu keiner Sekunde mehr als das. Positiv zu vermerken: das Production Design mag Spaß an der Sache gehabt haben und ich freue mich über Donnie Yen. Ansonsten weiß ich nicht, ob ich mich ärgern oder resignierend mit den Schultern zucken soll. (4,5)
Die Strickmütze [Squadra antiscippo (The Cop in Blue Jeans)] (1976)
aka "Der Superbulle mit der Strickmütze" aka "Die Bullen auf den heißen Feuerstühlen" (Gott segne wer auch immer in den 70ern Film-Titel übersetzt hat...). Tomas Milians erster Auftritt in der Rolle des Nico Giraldi (oder Tony Marroni, die Kastanie, wie ihn die Eindeutschung nennt...). Tendenziell klamaukig fällt bereits der Erstling aus, wobei ich den Krimiteil noch als dominanteren Aspekt wahrgenommen habe. Milians Gebaren bzw. seine äußere Erscheinung sind zwar die eines Mannes, der seine Verbindung zur Straße genüsslich provozierend zur Schau trägt, andererseits war seine Darstellung steigerungsfähig - so zottelig wie in "Squadra antitruffa" (s.o.) tritt er hier noch nicht auf. (7)

Superbulle gegen Amerika [Squadra antigangsters (The Gang That Sold America)] (1979)
Der hingegen ist purer Klamauk. Der Schauplatzwechsel und der lustige Sidekick stoßen den sechsten Beitrag der Reihe in Richtung einer albernen Parodie, insbesondere im ersten Viertel ist er ausgeprägt dialoglastig, wirkt dadurch ein wenig zäh. Hernach lockert er das Geschehen durch einige Kloppereien und Verfolgungsjagden wieder etwas auf, die schnoddrige Synchro tut ihr übriges. (6)

Running Man [The Running Man(1987)
Der gute Ahnold. Klar: der sozialkritische Aspekt ist allerhöchstens kosmetischer Natur, kaum mehr als Koketterie. Paul Michael Glasers Darbietung lebt hingegen vollends von den ein Maximum an 80er-Jahre-Glamour atmenden Show-Sequenzen und den visuell höchst reizvollen Actionszenen, wozu die kapriziösen, schillernden Gladiatorenjäger ihren nicht zu vernachlässigenden Beitrag leisten. Herrlichster 80er-Schwarzenegger-Camp. (B-Movie-Skala: 7)

Resident Evil (2002)
Auftakt zum "Resident Evil"-Marathon (erster Teil). Oft genug erwähnt: kann ich, aus mir unerklärlichen Gründen, rauf und runter gucken, ohne, dass er mir langweilig wird. Vermutlich Paul W.S. Andersons Schuld, auf seine unnachahmliche Art und Weise. Ich fühle mich von der Videospielverfilmung (das dazugehörige Spiel habe ich seinerzeit bestenfalls angespielt) seit jeher gut unterhalten und will gar nicht so tun, als ob mich die streckenweise Dummheit des Gesehenen abschrecken würde. Guilty pleasure. (7)
 
Horror Aliens - Eaten by Aliens [Alien Incursion(2006)

Premutos - Der gefallene Engel (1997)
Walter rulez! (Trash-Skala: 7,5)

Resident Evil: Apocalypse (2004)

Resident Evil: Extinction (2007)
Russell Mulcahy bringt frischen Wind in die Reihe, zitiert fleißig aus bewährten Klassikern (u.a. "Mad Max" und "Day of the Dead"), liefert einen temporeichen Beitrag ab, der ordentlich zur Sache geht. Was will man mehr. (7)

Resident Evil: Afterlife (2010)
Bei dem bin ich zwiegespalten. Einerseits garantiert Paul W.S. Andersons Rückkehr auf den Regie-Stuhl stilsichere Action, andererseits fühlte ich mich seltsam unterwältigt, sogar eine Spur gelangweilt vom Gezeigten. Ich kann nicht in Worte fassen, woran das lag. Vielleicht nach einer Zweitsichtung. (6)

Resident Evil: Retribution (2012)

Resident Evil: The Final Chapter (2016)
Es hätte so schön enden können. Beim Versuch, die unsinnige Story bzw. die einzelnen Storyfäden der "Saga" zu einem befriedigenden Abschluss zu bringen, verpasst Paul W.S. Anderson den immens hoch angelegten Unterhaltungsfaktor der Vorgänger, die immer am besten damit gefahren sind, sich auf die aberwitzigen Actionszenen zu konzentrieren und diese abzufeiern. Ärgerlicherweise sabotiert Anderson (oder Cutter Doobie White, je nachdem) eben diesen Aspekt durch einen unsäglichen Stakkato-Schnitt, der besagte Action grausamst zerschneidet, jedwede Übersichtlichkeit oder optischen Genuss gnadenlos untergräbt, indem er 50+ Schnitte in zwei Sekunden packt, was es unmöglich macht nachzuvollziehen, wem gerade was wiederfahren ist (im Endkampf wird eine Kombattantin regelrecht zu Boden geschnitten) oder die stylishe Choreografie zu genießen. Schade drum, Ideen hatte selbst dieser Teil. (5)

Halloween (2018)
Michael Myers Rückkehr auf die Leinwand fühlt sich altmodisch an. Damit meine ich, dass er wie ein müde runtergekurbeltes Teenie-Slasher-Sequel im Stile der End-90er-, Anfang-2000er-Jahre anmutet, zwar angereichert um vielfältige Nostalgie-Koketterie und mit einer tollen Jamie Lee Curtis, abgesehen davon wenig ergiebig, null gruselig oder gar abgründig, dafür voller tumber Figuren. David Gordon Green hinterlässt in der Funktion eines Horror-Regisseur keinen guten Eindruck, erzeugt wenig bis keine Spannung, seltene Geistesblitze ausgeschlossen. (5)

Summer of 84 (2018)
Reitet fleißig die 80er-Nostalgie-Welle im Fahrwasser von "Stranger Things". Weil er sich seinen Protagonisten ausgiebiger widmet als der Jagd auf den Serienkiller, fernerhin nicht auf 400 Minuten gestreckt und durch ein Episoden-Format in Kleckerteile zerfasert wird, reißt er merklich mehr mit als der überhypte große Bruder, zumal die Hauptdarsteller durch die Bank einen ausgezeichneten Job machen. Man muss sich allerdings mit der langsamen Erzählweise arrangieren können. Das bitterböse, düstere Ende bietet obendrauf eine bedrückende Alternative zum ansonsten wohligen Nostalgiegefühl, auf dass sich wesensverwandte Produktion allzu gerne verlegen. (6,5)

Star Wars: Die letzten Jedi [Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi(2017)
Ich gebe zu: "The Force Awakens" im Hinterkopf bin ich gänzlich ohne Erwartungen an den Nachfolger rangegangen und habe mich gar nicht erst um oberflächliche Mängel geschert, habe versucht, ihn anhand der Charakterentwicklung und der emotionale Resonanz zu messen. Insofern waren mir die unzähligen klaffenden Logiklöcher, der überflüssige zweite dritte Akt, die fragwürdigen Designentscheidungen und die schlichtweg beleidigende, grobschlächtig demontierende Behandlung, die der "Star Wars"-Mythos und seine beliebtesten, inspirierenden Charaktere unter Vortäuschung von Innovation über sich ergehen lassen mussten, zunächst egal. Fakt ist, dass wir es abermals mit dilettantischer "Star Wars"-Fanfiction zu tun haben, diesmal "The Empire Strikes Back" und einen Hauch "Return Of The Jedi" betreffend. Denn Rian Johnson kopiert detto einfallslos die narrative Struktur des legendären "Star Wars"-Sequels, ohne auch nur ansatzweise einen vergleichbaren emotionalen Unterbau zu Verfügung zu haben oder zu erschaffen. Wenn er etwas Neues hinzufügt, sabotiert er sein eigenes Werk, den bereits schwachen Vorgängerfilm (den ich, im Nachhinein betrachtet, in vielerlei Hinsicht viel zu sanft angepackt habe), im schlimmsten Fall sogar die Originalfilme.  An allem scheitert Johnson phänomenal, die Charaktere bleiben schwach und profillos, dafür hat Jar Jar Abrams im Vorfeld genügend gesorgt, Rey ist und bleibt eine langweilige, lachhaft übermächtige Mary Sue, Finn ist egal, hat im Grunde gar keine Funktion in der Geschichte. Einzig Dameron Poe und der ihm zukommenden Rolle in der Filmhandlung kann man sowas wie Interesse entgegenbringen, selbst Kylo Ren halte ich nach wie vor für die geringste Schwäche der Sequels. Was Johnson und Kennedy indes mit Luke Skywalker anstellen, spottet jeder Beschreibung. Es ist wahrhaft schwer anzusehen und zu ertragen, schlichtweg bösartig, wie sie Luke ein Schlag nach dem anderen in die Fresse verpassen, die einstmalige strahlende, inspirierende Heldenfigur eiskalt mit dem Vorschlaghammer einreißen und auf die Trümmer spucken und pissen, als ob sie Mark Hamill eins auswischen, ihn für seine Leistung, seinen Einfluss, seine Rolle in der Popkultur beneiden und ihn gründlichst zu Grunde richten wollten. Das schmerzt unfassbar, das tut in der Seele weh.
Wie kaum ein anderer Film hat "The Last Jedi" die Fanbase gespalten. Während es unter den Hatern genügend gibt, die sich ausführlich mit den Schmähungen, Affronts und Erniedrigungen, die sich Johnson und Kennedy rausgenommen haben, auseinandersetzen, finde ich solche Fans, die Episode VIII verzweifelt verteidigen, wesentlich beachtenswerter, zugleich ernüchternd und wunderschön in ihrem Streben, dieser Abrissbirne, dieser unkontrollierten Gebäudesprengung von einem Film etwas sinnvolles, gelungenes abzuringen, in der Hoffnung, ein würdiges Sequel zu bekommen, Erklärungen und Deutungen zu forcieren, allem etwas positives abzugewinnen - was der Film selbst einfach nicht hergibt, jedoch für die Leidenschaft und Inspiration spricht, die George Lucas, entgegen aller Schelte, ehedem bei ihnen zu entfachen vermochte. Vieles davon klingt tausendfach interessanter, aufregender, innovativer als es diese Gurke von Film zu träumen wagen würde. Deswegen bitte ich euch, liebe Fans: macht so weiter! Haltet an dieser Kreativität, dieser Inspiration fest! Gebt sie an eine neue Generation weiter, in der Hoffnung, dass aus ihr vielleicht die Generation Filmemacher erwächst, die in einer weit, weit entfernten Zukunft das Sequel kreiert, das "Star Wars" und seine Fans verdient haben. Inspiriert von dieser Leidenschaft, von dieser Vorstellungskraft und Hingabe, die euch einst angezogen hat. Nur eins tut bitte nicht: missversteht eure eigene, in euch wohnende, auf diesen Schund projizierte Zuneigung und Schöpfungskraft nicht als Merkmale eines gelungenen Films. Denn das ist "The Last Jedi" zu keiner Sekunde. (3,5)


































24 - 6,0 (143,5)

Mittwoch, Oktober 31, 2018

Happy Halloween 2018

Tim Curry... still the best! In diesem Sinne:

Mittwoch, Oktober 03, 2018

Kurzreviews August/II/September/2018

Frohen und friedlichen Tag der deutschen Einheit!

Weil ich im Urlaub war, mich danach intensiv auf eine Prüfung vorzubereiten hatte, habe ich die Reviewliste bewusst auf Anfang Oktober verschoben. Und wie man sieht, bin ich in den letzten anderthalb Monaten in den Genuss nicht allzu vieler Filme gekommen. Darum präsentiere ich hiermit wiederum die kargen 15 Filme und 5 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat August seit der letzten Liste und im Monat September gesehen habe:

Serien-Staffeln
The IT Crowd (Series 1-4) (2006-2008, 2010) - (9-10)
Star Trek: Deep Space Nine (Season 4) (1995-1996) - (10)

Filme
Der Unglaubliche Hulk [The Incredible Hulk(2008)
Bevor das MCU Fahrt aufgenommen, praktisch das Kino für sich erobert hatte, scheiterte Louis Leterrier an dem bislang einzigen Solo-Auftritt des grünen Wutriesen. Dabei gefiel mir der Auftakt in den brasilianischen Favelas sogar, Leterrier brachte dergestalt die Verlorenheit des ins selbstauferlegte Exil getriebenen Bruce Banner optisch reizvoll zum Ausdruck. Sobald es zurück in die good old USA ging, lässt die Geschichte dahingegen rapide nach, verkommt zur schwachbrüstigen, halbherzigen, spannungslosen Verfolgungsjagd, die aus einem gänzlich anderen Drehbuchentwurf zu stammen scheint, darüber seine Charaktere größtenteils im Stich lässt. Zumal mir persönlich Edward Norton in der Titelrolle gar nicht zugesagt hat, die zugegeben schwierige Gradwanderung zwischen unsicherem Außenseiter und genialem Wissenschaftler vermochte ich dem Egomanen Norton leider zu keiner Sekunde abkaufen. Vom nachlässig getricksten CGI-Prügel-Finale sprechen wir gar nicht erst. (5)

Mein Nachbar Totoro [となりのトトロ Tonari no Totoro (My Neighbor Totoro)] (1988)
Der Film, der zum Emblem des Studio Ghiblis wurde, vermutlich die Inspiration für eine Vielzahl von Animes, die das Übernatürliche sinnstiftend mit dem Alltäglichen verbinden - obwohl der eponyme Totoro, wie die fantastischen Elemente insgesamt äußerst behutsam und wohl bemessen eingesetzt werden, niemals den Fokus auf die beiden kindlichen Protagonistinnen verstellen, im Gegenteil ihre Freuden und Ängste stets zur rechten Zeit manifestieren und akzentuieren. Miyazaki Hayao gibt demgemäß eine liebevolle Impression des Innenlebens seiner Figuren und ihrer Befindlichkeiten im Kontext ihrer Umgebung, sowie der unterschiedlichen Belastungen, die es für sie zu verkraften gilt, was sich in Folge der stellenweise an den Tag gelegten Einfachheit des Gezeigten erst recht wunderbar zum Mitfühlen eignet. Sowieso ist "Totoro" ein Film zum Fühlen, weniger zum unterkühlten Durchanalysieren, lässt sich höchstens unzulänglich in Worten wiedergeben oder beschreiben. Man muss, man sollte ihn erleben! Und wird, wie so oft bei Studio Ghibli, mit purer, reiner Schönheit belohnt. (9,5)

Über dem Jenseits [...E tu vivrai nel terrore! L'aldilà (The Beyond)] (1973)
aka "Die Geisterstadt der Zombies". Lucio Fulci herrlich delirierender Geisterhorror (Zombies spielen keine sonderlich herausragende Rolle), in der er eine wunderbare Fusion von diesseitiger Realität und jenseitiger Alptraumwelt vorlegt, die peu à peu jedwede zuverlässige Erzählweise auflöst, um mehr und mehr in eine Welt "über dem Jenseits" einzutauchen. Dass das kaum mehr einer nachvollziehbaren Logik zu folgen scheint, die Grenze des rational fassbaren weit, weit hinter sich lässt, macht das Ganze umso eindrucksvoller. (8)

Nachtschicht [Graveyard Shift(1990)
Nicht der Höhepunkt in der langen, langen Reihe der Stephen King-Verfilmung, trotzdem mag ich Ralph S. Singletons Adaption ganz gern, was zuvörderst an dem stimmungsvollen Setting liegen muss: die ein wenig schäbige Fabrik, herrlich dreckig, runtergekommen, alles andere als auf Hochglanz poliert, verleiht der Geschichte, die sich nicht zuletzt dem Kampf des Arbeiters gegen den ausbeuterischen Unternehmer widmet, einen idealen räumlichen Kontext. Nicht zu vergessen: das schnieke getrickste Fledermausmonster. (6)

Brainscan (1994)
Gemeinhin als kleiner Geheimtipp gehandelt und sollte mittels des Tricksters mutmaßlich eine Art Cyber-Freddy Krueger aus der Taufe heben. Dafür hat es nicht gereicht und er geistert seitdem eher unscheinbar in den Hinterköpfen einiger Sammler kapriziöser Genre-Obskuritäten herum. Dabei ist John Flynns Thriller ein eigenwilliges Kleinod, das keck mit dem Aspekt der virtuellen Realität spielt, ohne sonderlich nachhaltige Höhepunkte zu erreichen. Die opportune Verquickung von Fantastik und Teenie-Nöten, das Gimmick der VR als Katalysator und natürlich T. Ryder Smith in der Rolle des flamboyanten Trickster bleiben nichtsdestominder im Gedächtnis. (6,5)
Avengers: Infinity War (2018)
Die große Zusammenkunft des MCUs, der größte aller großen Bösewichte namens Thanos, die Frage, ob sich das Warten, das halbgare Erzählen, die unaufhörlich wachsende Überzahl an Heroen gelohnt haben. Ist "Infinity War" all das Anteasern, all die mit Hinblick auf diese Konfrontation konzipierten Einzel-, Duo- und Gruppenauftritte wert gewesen?
Naja. Es mag Comic-Nerds einen Orgasmus nach dem nächsten bescheren, all die Helden endlich auf der großen Leinwand vereint gegen einen ihrer legendärsten und dem Vernehmen nach mächtigsten Widersacher aus den Heftchen antreten zu sehen. Und ich gebe es geradeheraus zu: Josh Brolins Thanos hinterlässt gar keinen üblen, eindimensionalen Eindruck wie manch anderer MCU-Antagonist, rüttelt nicht unerheblich am weitschweifigen Heldenstammbaum, reiht sich zumindest in die oberen Ränge der ganzen ERJBs ein. In der Tat würde ich nicht zuletzt wegen ihm "Infinity War" im Großen und Ganzen zu den besseren Marvelfilme zählen. Klar: er ist überwuchert von CGI-Actionszenen, so richtig will sich die epische Bedrohung nicht manifestieren und er ist ein buntes Kuddelmuddel wie all die anderen vor ihm (witzigerweise kam mir irgendwann der Gedanke, dass der Film enorm davon hätte profitieren können, konsequent und zur Gänze Thanos Perspektive einzunehmen).
Auf der Habenseite balancieren Anthony und Joe Russo die zahlreichen Action-Set Pieces und die wenigen zentralen Charaktermomente nicht ungeschickt aus, behalten bei der immer schwieriger zu überschauenden Menge an Figuren überraschend das Maß bei, die Mehrzahl von ihnen zufriedenstellend in der Geschichte zu integrieren, obschon viele Superhelden nicht über den Status von Cameo-Auftritten oder Stichwortgebern hinauskommen - was in der Natur der Sache liegt. Groß differenzieren tut sich "Infinity War" von dem üblichen Marvel-Einerlei letztlich nicht, es bleiben dasselbe Konzept, dieselben Probleme und dass Kevin Feige & Co. besonderen Nutzen daraus gezogen hätten, zuvor zigtausend Superheldenfilme zu produzieren, zeigt sich ebenso wenig, davon abgesehen, dass sie für 90 % ihrer Dramatis Personae nicht so zu tun brauchen, als ob sie eine Persönlichkeit hätten. Trotz alledem fühlte ich mich von "Infinity War" adäquat unterhalten, flotter Fantasy-Actionfilm mit überzeugenden Bösewicht, der er ist. (7)

Mission: Impossible - Fallout (2018)
Tom Cruise kann es immer noch, den superunterhaltsamen Starvehikel-Actionfilm auf die Beine stellen und schultern, ohne zu viele Kompromisse eingehen zu müssen. "Fallout" steht in der handwerklich bemerkenswert konsequent guten Tradition der Vorgänger, liefert astreine Hochglanz-Action und -Thrill, arrangiert rund um den letzten großen Hollywood-Star. Ich würde ihn zwar nicht zu dem absoluten Action-Thriller-Meisterwerk erheben, wie sich das die zeitgenössische Kritik oftmals getraut hat, zum herausragenden Vertreter seiner Zunft hingegen ganz ohne Frage, dessen klar und griffig konzipierten Actionsequenzen abermals fantastischen anzuschauen sind. Die Geschichte hat mir kraft seiner vorrangig in der ersten Hälfte zu Tage tretenden Neigung zum Spionagethriller sogar ganz ausgezeichnet gefallen, das Taktieren gegen den unbekannten Maulwurf gehört zweifelsohne zu den Highlights des Films. Christopher McQuarrie inszeniert darüber hinaus rasant und schafft es, selbst vorhersehbare Twists genussvoll und befriedigend aufzulösen. Bisweilen stilisiert er Ethan Hunt bzw. Cruise ein wenig zu sehr zum modernen altruistischen Weltretter-Messias unter den einsamen Agenten, aber das finde ich verzeihlich, schließlich gibt es diesen Typus des überlebensgroßen, megalomanischen Stars kaum noch, also kann man das ruhig ein wenig auskosten... in Maßen. (7,5)

Die Brut des Bösen (1979)
Ein Kuriosum, einer der wahrscheinlich ersten Martial Arts-Klopper aus deutschen Landen, zu allem Überfluss aus dem geistigen Schaffensnebel von Christian Anders hervorgetreten. Kopiert vorwitzig Kampfsportfilme aus Fernost, ohne jemals die Dynamik der Kampfchoreografien der Vorbilder auch nur ansatzweise zu erreichen. Anders gibt derweil höchstselbst den Bruce Lee-Klon (das rein optisch gar nicht mal schlecht - gilt das dann als Bruceploitation?) und fernöstliche Glückskeksweisheiten zum Besten, bevor er sich, seine Jünger/Schüler (inklusive Love Interest), sowie seine bescheidene Karateschule in Madrid (Warum Madrid? Tja, vielleicht wegen des exotischen Flairs?) gegen die pösen, pösen Drogenschmuggler verteidigen muss. Die werden übrigens von einem kleinwüchsigen Paten regiert, der gerne Mal auf die Schultern seines hünenhaften Handlangers springt, Kommandos in alle Richtung bellt, wenn er nicht seine unfähigen Schläger beschimpft oder seiner große Liebe Cora hinterherschmachtet... bevor er sie zwecks Kompromittierung in die Bettlaken von Anders schickt. Warum möchte er unbedingt die Schule in Besitz nehmen? Warum muss er sich unablässig mit Anders anlegen? Wer weiß das schon? Ulkiger, bisweilen wahnwitziger Trash. (Trash-Skala: 6,5)

Auschwitz (2011)
Ach du großer Gott. Ein grottenschlechter Regisseur ist die eine Sache. Ein grottenschlechter Regisseur mit übersteigerten Ambitionen und einem Anliegen, das umzusetzen er offenkundig nicht im Stande ist, nochmal eine gänzlich andere. Der dreiste Versuch Uwe Bolls, Holocaust-Bewältigung zu betreiben, indem er die Realität aufzeigen möchte (?), die Unwissenheit von Schülern bloßstellt (um dadurch Ignoranz zu unterstellen?), sowie Alain Resnais zu kopieren, legt das offen, wie kaum ein anderes Machwerk aus Bolls Schaffenswerk. Die geschmacklose, unterqualifizierte Bebilderung von entblößten Menschen in Gaskammern kommt zu keiner Sekunde über den Eindruck von Voyeurismus und Exploitation hinaus, dass Herr Dr. Boll höchstselbst in SS-Uniform auftritt, hilft dem Eindruck eines ernst gemeinten Anliegens ebenso wenig. (0)

Postal (2007)
Dann versucht er obendrein lustig zu sein. Inzwischen wissen wir: Uwe Boll schert sich einen Dreck um vorlagengetreue Videospiel-Verfilmungen (im Grunde scheint er sich um Videospiele im Allgemeinen einen Dreck zu scheren). Stattdessen gestaltet sich seine Version vom Skandal-Shooter wie die bizarre Wiedergabe seines eigenen Geisteszustand aus, bietet all den Dingen eine Bühne, die den Mann sei jeher empören und die seiner Ansicht nach in der Welt alle schieflaufen. Ein bisschen gleicht Uwe Bolls "Postal" einer pervertierten Nachbildung von Richard Fleischers "Fantastic Voyage" (Nachtrag: Tarsems "The Cell" wäre hier definitiv die akkuratere Analogie gewesen...): in "Postal" unternehmen wir eine groteske Reise in den Kopf des Regisseurs und durchleben unerträglich in die Länge gezogen hautnah seine gesamte Inkompetenz, seine defizitären Eigenschaften als Filmemacher, seine Weltsicht und seinen... "Humor". Was in den Händen eines fähigen Filmschaffenden oder auch nur passablen Routiniers durchaus Potenzial zur reflexiven, derben Satire voller Absurditäten, Geschmacklosigkeiten und Grenzüberschreitungen beweisen würde, gerät bei Boll zu einem einzigen Manifest seines Scheiterns, offenbart eklatante Defizite beim Schnitt, bei der Regie, beim Timing, bei der Inszenierung von Actionszenen, grundlegend bei allem, was er berührt. Nicht mal sich selbst karikieren kann der Mann. (0,5)
Volcano (1997)
Boah, ein sagenhaft dämliches Exemplar des bereits an Dämlichkeiten nicht armen 90er-Jahre-Katastrophenfilms. Tommy Lee Jones muss sich als bärbeißiger Actionheld wahrhaftig eines Vulkanausbruches und den daraus eruptierenden zerstörerischen, unaufhaltsamen, wenigstens außerordentlich beeindruckend getricksten Magmaströmen erwehren, nebenbei den gesamten Katastrophenschutz und die Evakuierung von Los Angeles organisieren, seine Tochter vor der Lava retten, für die Überwindung von Rassenvorurteilen sorgen, nicht zuletzt die ein Vierteljahrhundert jüngere Anne Heche bezirzen. Weil das alles wirklich ausnahmslos derart dämlich ist, drückt Mick Jackson durchgängig auf die Tube, wenn sie nicht jeden Gesetzen der Logik zuwiderlaufende Maßnahmen gegen die feurige Bedrohung durchführen, labern, quatschen und schnattern alle Beteiligten nur so vor sich hin, auf dass man das Geschehen nicht hinterfrage. Doof, aber... irgendwo spaßig. (4,5)

Stalag 17 (1953)

Contaminator [Terminator II(1989)
aka "Shocking Dark". Vermöge seines Rufes hatte ich übelsten Trash erwartet und ja, irgendwo habe ich ihn tatsächlich bekommen. Ich meine: Bruno Mattei verfügt höchstens über einen Bruchteil des Budgets, kopiert dessen ungeachtet tolldreist und schamlos James Camerons "Aliens", gewürzt mit einer Prise "Terminator", frei von jedwedem Hauch der geringfügigsten Anstrengung, diesen Abklatsch zu verhehlen. Und doch muss ich gestehen: als ungenierter Plagiator erhobenen Hauptes macht er gar keinen üblen Job, inszeniert vergleichsweise stimmig und temporeich. Klar: die Kulissen, Darsteller und das Drehbuch sind kaum auf B-Movie-Niveau und für unzählige Dümmlichkeiten, die schon ans Reich der Parodie grenzen, ist er sich ebenso wenig zu schade. Dennoch finde ich, dass Mattei eine superunterhaltsame Trash-/B-Movie-Version der großen Vorbilder hingezaubert, das Beste aus seinen Ressourcen gemacht hat. (B-Movie-Skala: 7)

Blubberella (2011)
Hier kann mich bestenfalls wiederholen (siehe "Postal"). Wobei ich gestehen muss, dass "Blubberella" aufgrund seiner überschaubaren Laufzeit und der grundlegenden Blödheit seiner Prämisse, die niemals mehr ist als das und nie versucht mehr zu sein, nicht ganz so fürchterlich ausfällt... furchtbar ist er nichtsdestoweniger. Außerdem: Uwe Boll als Hitler! (1,5)

Kikis kleiner Lieferservice [魔女の宅急便 Majo no takkyûbin (Kiki's Delivery Service)] (1989)
Der erzählerische Rahmen, bzw. der motivische Hintergrund folgt der Ausrichtung von "Totoro": dosierte fantastische Elemente geben alltäglichen Sorgen und Nöten ein attraktives Äußeres, zuzüglich zu Miyazaki Hayaos schwerelosen Träumen vom losgelösten Fliegen. Selbstredend steckt das höchstens das Grundgerüst der Geschichte ab, denn maßgeblich konzentriert sich Miyazaki abermals voll und ganz auf seine jugendliche Hauptfigur und ihren Reifeprozess. Hierin erscheint die eigentliche Handlung beinahe noch banaler und noch episodenhafter als bei "Totoro", weswegen manch einer meinen mag, den (haltlosen) Vorwurf der inhaltlichen Leere bekräftigen zu müssen: kein eindeutig auszumachender Bösewicht, keine Bedrohung von kataklystischen Ausmaßen, kein sagenhaftes Abenteuer erfüllt die etwaige Anforderung an eine "große Geschichte". Stattdessen beschwört Miyazaki eine schlichte Poesie und Schönheit des Alltäglichen, der Begegnungen, des Miteinanders, der Aufrichtigkeit. Wahrhaftig ist "Kikis kleiner Lieferservice" im wahrsten Sinne des Wortes der bislang malerischste Film des Studios, der selbst herkömmlichsten Dingen den Glanz einer zeitlosen, zauberhaften Schönheit verleiht. Darin eingebettet entfaltet die uns letztlich so nah befindliche Geschichte Kikis eine viel größere Wirkung, als es einer Erzählung von gottgleichen Heroen, die zum x-ten Mal die Welt retten, je möglich wäre. (9)




















15 - 5,7 (86,0)

Mittwoch, August 15, 2018

Kurzreviews August/I/2018

Hiermit präsentiere ich wiederrum die 11 Filme und 3 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat August gesehen habe:


Serien-Staffeln
Babylon 5: Schatten am Horizont [Babylon 5: The Coming of Shadows(Season 2) (1995-1996) (8,5-9,5)
Black Mirror (Series 4) (2017) - (5-7,5+)
Mortal Kombat: Legacy (Season 1) (2011) (5-6,5+)

Filme
The Human Centipede III (Final Sequence) (2015)
"Final Sequence" - na hoffentlich. Wer mit den Erwartungen an eine Steigerung im Grad der Geschmacklosigkeiten an das zweite Sequel ran gegangen ist, muss sich auf eine bittere Enttäuschung gefasst machen (zugegeben: eine Ausweitung der Abartigkeiten von Teil 2 möchte ich gar nicht erleben): was die Gewalt-Voyeure und Sicko-Gore-Enthusiasten befriedigende Zeigefreudigkeit anbelangt, kann man Teil 3 durchaus als zurückgenommenen Magerhappen bezeichnen, dessen wenigen deftigen Gewaltspitzen Blutdurst stillendes Anschauungsmaterial bloß punktuell bieten und das bei weitem nicht mit der abstoßenden Intensität des Vorgängers. Stattdessen fällt Tom Mix auf die Spielart einer bizarren Groteske zurück, versucht sich stellenweise an einer merkwürdigen, absurden Meta-Parodie auf die gesamte "Trilogie", was weder in Form eines gelungenen ironischen Witzes, noch als sinnreicher Kommentar auf das eigene Schaffen gelingt, für beides fehlt es allenthalben an Raffinesse. Stattdessen verlustiert sich Dieter Laser in transzendierender Overacting-Höchstform an ausnahmslos jeder Szene genüsslichst, schreit, grimassiert, glotzt, verform fratzenhaft sein Gesicht, verbiegt, verdreht und beugt seinen gesamten Körper in ungeahnter Weise, kurz: übertreibt dermaßen jeden denkbaren Aspekt der Anti-Schauspielkunst, dass es äußerste Mühe kostet, die zirkusreife Darbietung durchgängig zu ertragen, zumal er das Geschehen zu jeder Sekunde dominiert. Ironischerweise machen allerhöchstens Laurence R. Harvey und ausgerechnet Porno-Sternchen Bree Olson das Beste aus der Chose, darüber hinaus ist der Abschluss der "The Human Centipede"-Saga gründlich misslungen - und das im Angesicht der beiden Vorgänger. (1)

A Serbian Film [Српски филм Srpski film(2010)
Der etwa zeitgleich zu "The Human Centipede" reüssierende Skandal-Schocker aus Serbien und ähnlich wie bei Teil 3 besagter Reihe dürften geifernde Gewalt-Voyeure ihren Enthusiasmus rasch gedämpft finden. Im direkten Vergleich zu Tom Six erweist sich Srdjan Spasojevic fraglos als der talentiertere Filmemacher und dadurch, dass er größeren Wert auf den Teil legt, der das Projekt zum funktionablen Film macht, insgesamt ein besseres Verständnis für die Mechanismen des Mediums beweist, darüber hinaus seine alles andere als leicht zu schluckende Tour de Degout mit einem politischen Anliegen unterlegt, attackiert er durch die an den Tag gelegte konsequente Drastik und heftige Kompromisslosigkeit zwar effektiv den sich in Sicherheit wähnenden Zuschauer, bedient demgegenüber nicht gefällig ein Panoptikum an Gewalt-Exhibitionismus zur Stillung voyeuristischer Bedürfnisse. Dafür fällt die Darstellung von abstoßenden Anstößigkeiten und von den den Rahmen des Zeigbaren kontinuierliche sprengenden Verbrechen, Gewalt- und Untaten weit, weit jenseits irgendeiner Grenze egal ob guten oder schlechten Geschmacks zu schockierend, zu niederdrückend und nihilistisch aus, ungeachtet einer nicht zu verhehlenden Tendenz zum verstörenden Selbstzweck. Da steckt in der Tat etwas nicht zu verachtendes herausforderndes, provozierendes, glatt bilderstürmerisches drin, ein roher brutaler Schlag in die Magengrube. Demgemäß war "A Serbian Film" nie geschaffen, um zu gefallen. (7)

Two Thousand Maniacs! (1964)
Zu Herschell Gordon Lewis im Allgemeinen: siehe "Blood Feast". Selten war eine Gore-reiche Schlachtplatte derart heiter und frohgemut wie in diesem Fall. Es fällt schwer, sich dem Enthusiasmus und der Ausgelassenheit der feiernden, mörderischen Südstaatler zu entziehen, sich von ihrer Heiterkeit und dem Hochgefühl nicht anstecken zu lassen, mit der sie munter foltern, morden und vierteilen - stets spielerisch vergnügt, voller Inbrunst und sadistischer Freude. Ich würde behaupten: hier war sich jemand der leicht pervers-voyeuristischen Ader seines Publikums durch und durch bewusst. (8)

Das Schloß im Himmel [天空の城ラピュタ Tenkû no shiro Rapyuta (Laputa: Castle in the Sky)] (1986)
Der erste abendfüllende Anime-Spielfilm aus dem Hause Studio Ghibli unterscheidet sich, trotz vieler thematischer Ähnlichkeiten, zu dem noch etwas anders gelagerten, anspruchsvolleren "Nausicaä aus dem Tal der Winde", denn, obgleich ihm ein vergleichbares ernsthaftes Anliegen und eine eindringliche Botschaft zugrunde liegen, Miyazaki Hayaos temporeiches Fantasy-Abenteuer ist deutlich zugänglicher und freudiger, ein restlos harmonierender Kompromiss aus Enunziation und mitreißender Unterhaltung, der gekonnt aufregende, stürmische Actionszenen, liebenswerte Charakterentwicklung, nachdenkliche Momente und seine wichtige Aussage mit einer beneidenswerten Leichtigkeit austariert, zudem bereits betörend schön animiert ist. Anime auf höchstem Niveau! (9)

Lethal Weapon 4 - Zwei Profis räumen auf [Lethal Weapon 4(1998)
Folgt im Wesentlichen der Ausrichtung des Vorgängers, addiert weitere alberne Elemente, Chris Rock etwa, und Familien-Schmu hinzu, verfügt andererseits über Jet Li, der selbsterklärend zu keiner Sekunde voll aufdrehen darf und arg unter der Eindimensionalität des Charakters zu leiden hat, mir dennoch in der Rolle des Antagonisten ausgezeichnet gefallen hat. Das Macho-Gebaren und der unverhohlene Rassismus gegenüber den Chinesen seitens Riggs gefiel mir hingegen weniger. Mochte ich früher lieber, guckt sich insgesamt noch ganz gut weg. (7)

Atemlos [Breathless(1983)
"A Bout de Souffle Made In USA" - ein Sakrileg sondergleichen? Ich fand Jim McBrides Interpretation jedenfalls auf seine eigene Art und Weise bezaubernd, charmant und... atemberaubend, passend zum vor Energie strotzenden Richard Gere, der den Film lässig alleine schultert und von dem eine sinnentsprechende Wirkung auf seine gesamte Umgebung ausgeht, vornehmlich natürlich konzentriert auf Valérie Kaprisky. Jean-Luc Godards Original mag die filmhistorisch bedeutendere Version sein, es war nicht der Film "to end all movies". Daher: "Breathless" gefällt mir speziell aufgrund seiner Eigenheiten, seinem Verve und Gere. (8)

Evil Dead (2013)
Gefiel mir bei der zweiten Sichtung tatsächlich besser. Nach wie vor gilt, dass Fede Alvarez angesichts der undankbaren Aufgabe, einen Kult-Klassiker wie "The Evil Dead" neuaufzulegen, das best-mögliche Ergebnis geliefert hat (abgesehen vom reichlich sinnfreien Prolog), dem Genre zwar keine neuen Nuancen abzuringen vermochte, im Wesentlich das Original an Konventionen des kontemporären Horrorfilms angepasst hat, jedoch im Unterschied zur Gesamtheit der von dilettantischen Videoclip-Regisseuren zu Grunde gerichteten Remakes handwerkliches Geschick (ohne die triebhafte, energiegeladene Experimentierfreude Sam Raimis zu erreichen) und Respekt der Vorlage gegenüber bewies, was in einem atmosphärisch dichten, nicht zu sehr auf Klischees und selbstzweckhaften Gore-Szenen bauenden, spannenden Horrorfilm resultierte, der viel, viel der Musik von Roque Baños zu verdanken hat. (7)
Evil Dead from Aparato on Vimeo.

Nemesis 2 - Die Vergeltung [Nemesis 2: Nebula(1995)
Das Sequel zu Albert Pyuns "Nemesis" ist im Besten Sinne schnörkelloses B-Sci-Fi-Action-Futter, dessen ungewöhnlichen, beinahe androgyn zu nennenden Heldin Non-Stop vor ihrem Widersacher, einem unaufhaltsamen Androiden aus der Zukunft, fliehen muss, bevor sie sich ihm im finalen Duell stellt. Obgleich sich die Schauplätze auf eine Wüste und ein verlassenes Fabrikgelände beschränken, macht das für kurze 84 Minuten Feuerwerk durchaus was her. (B-Action-Skala: 7)

Winterbeast (1992)
Zufallsfund auf YouTube. Obskurer Low Budget-Horror inklusive putziger Stop-Motion-Effekte, der zwar stellenweise krude, ein bisschen trashig und unaufgeregt von Statten geht, hingegen ab und an in der Tat creepy sein kann. (B-Movie-Skala: 5)

Die Letzten Glühwürmchen [火垂るの墓 Hotaru no haka (Grave of the Fireflies)] (1988)
Es kostet mich jedes Mal Überwindung, mich überhaupt an den zu wagen (meinem ersten Studio Ghibli-Film übrigens), weil eine Sichtung grundsätzlich mit mir heulend und deprimiert in der Ecke endet. Nach dem rasanten "Das Schloß im Himmel" ist Takahata Isaos (R.I.P.) Drama über zwei Kriegswaisen, die, von der Gesellschaft ausgegrenzt, am Ende wie zwei Glühwürmchen viel zu früh verglühen, ein grundlegend anderes Filmerlebnis, sicherlich voller wunderschöner, rührender, zu Herzen gehender Momente, auf der Kehrseite hingegen nicht arm an niederschmetternder Tragik und traurigem, schrecklichem Realismus. Bei wenigen Filmen nimmt mich das Geschehen auch nach mehrmaligem Ansehen derartig mit, löst es in mir eine ähnliche Achterbahn der Gefühle aus. Es ist eine der schönstens, wenngleich betrüblichsten, wehmütigsten Erfahrungen für mich, jedes Mal aufs Neue. (10)
Ghostland [Incident in a Ghostland(2018)
Ich glaube, ich stehe Pascal Laugiers "Martyrs" unverändert zwiespältig gegenüber, will ihm eine weitreichende Wirkung hingegen nicht absprechen. "Ghostland" habe ich folglich nicht sehnlichst erwartet, war allerwenigstens neugierig. Was ich mag: der Twist, den ich tatsächlich nicht habe kommen sehen und der eine willkommene psychologische Ausrichtung offenbart, das elaborierte Set-Design, die Lovecraft-Affinität, sowie die ein oder andere Einstellung. Ansonsten kam mir das kaum ergiebiger vor als der handelsübliche, gut gemachte Slasher oder eine kreativere Episode einer Anthologie-Serie à la "Tales From the Crypt" oder "Black Mirror". Für mehr fehlte mir der letzte inszenatorische Kniff oder ein Konzept, dass mehr aus dieser Idee gemacht hätte. (6,5)





















11 - 7,6 (83,5)

Samstag, August 04, 2018

Nachschlag No. 36: Dokutaa desu!

Okay, wäre das "echt", würde mich das in einen schweren Konflikt geraten lassen: wer ist mir lieber? Jodie Whitaker? Oder Kotabe Akie, der "Japanese Doctor Who" aka Dokutaa Who? Ich weiß es nicht...