Ja, ich weiß. Ich poste nicht sehr viel. Und meine versprochene erweiterte Ausführung zum Thema "The Dark Knight" lässt, trotz langen Wochenendes, auch noch auf sich warten. Trotzdem muss ich nun leider mitteilen, dass ich demnächst erst recht nichts mehr posten werde (die nächsten 2 Wochen, um genau zu sein), da NetCologne unseren Internet-Zugang gesperrt hat - wegen angeblichen Virenbefalls, der scheinbar von uns ausgeht. Den Zugang könnten wir zwar mit der Benutzernummer und dem Benutzerkennwort wieder frei schalten, dass gestaltet sich aber leider insofern als schwierig, da die betreffende Person, welche über beides verfügt, zur Zeit im Urlaub ist.
Anrufen ist übrigens auch nicht, weil betreffende Person:
die Daten nicht im Kopf, sondern irgendwo notiert hat
diese Objekte unserer Begierde in seinem privaten Keller eingeschlossen sind, zu welchem betreffende Person den einzigen Schlüssel hat - und der ist mit ihm auf Reisen gegangen
"Wäre die Weltgeschichte so abgelaufen wie in "Inglourious Basterds", dann hätte es Bernd Eichingers "Untergang" nie gegeben. Und das ist ein kleiner Grund mehr, Tarantinos Film zu schätzen."
Die genaueren Ausführungen darüber, warum "The Dark Knight" wirklich kein Meisterwerk ist, sondern "nur" ein guter (Mainstream-Film", sowie eine Meinung zu "Star Trek" (der neue) folgen noch (selbst wenn es keinen interessierte... MUAHAHAHA!). Am kommenden langen Wochenende finde ich bestimmt die Zeit dafür.
Zu "The Dark Knight"gibt es nicht mehr viel zu sagen, den finden ja alle toll - ich nicht minder. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich ihn nicht als das Meisterwerk bezeichnen würde, zu welchem viele ihn gern stilisieren würden. Deswegen will ich hier klar herausstellen: "The Dark Knight" ist kein Meisterwerk! Er ist gewiss ein sehr guter Film, an dem fast alles stimmt. Er hat mit Sicherheit einen neuen Maßstab für Superhelden-Filme geschaffen, ist eine technische Offenbarung und vor allem ist er ein genialer "Batman"-Film. Nur das meisterliche sehe ich in diesem Film nicht. Dafür fehlt noch ein Fünkchen.
Das liegt in der Tat daran, dass der Film weniger ein guter Film ist, als vielmehr eine gute Geschichte, in wunderbaren Bildern erzählt. Trotzdem erscheint das ganze eher wie eine großangelegte Psychoanalyse, als ein Meisterwerk von Kubrick-Ausmaßen. Ich möchte hier nicht falsch verstanden werde: ich liebe "The Dark Knight"! Ich kann den Film 100-mal hintereinander angucken und er wird einfach nicht langweilig. Aber das ist kein filmisches Meisterwerk, sondern einfach nur ein wahnsinnig unterhaltsamer und spannender Film, bei jedem Sichtung wieder Spaß macht. Und solche Attribute treffen auch auf Filme zu, die qualitativ prinzipiell nur Mittelmaß darstellen. Ich für meinen Teil gucken wirklich gerne reaktionäres 80er-Jahre Action-Kino, wie "Rambo" oder "Commando", besonders Filme von John Woo, wie "Hard Boiled" oder "The Killer", haben es mir angetan. Und auch auf diese Filme kann ich die oben aufgeführte Beschreibung anwenden - naja, bis auf "spannend", das sind diese Filme nur bedingt, da sie meistens recht vorhersehbar sind. Aber sie unterhalten verdammt gut (mich zumindest...) und auch an diesen kann ich nach mehrfacher Sichtung immer noch meinen Spaß haben. Die Spannung kann aber nun wirklich nicht die schmale Grenze zwischen einem guten Film und einem Meisterwerk ausmachen - abgesehen davon hat "The Dark Knight" natürlich auch die bessre Story.
Wie ihr sehr wohl seht, habe ich durchaus meine Probleme auszudrücken, warum ich "The Dark Knight" zwar für einen wirklich guten Film halte, ihm aber das Prädikat "Meisterwerk" vorenthalte. Jedwedes Lob, was der Film erhalten hat, ist sehr wohl berechtigt und ich will gar nicht daran rütteln. Zudem bin ich froh, dass auch mal ein wirklich guter Mainstreamfilm, der obgleich seines Bestrebens die breite Masse anzusprechen, eine durchaus durchdachte und gut in Szene gesetzte Geschichte vorzuweisen weiß, solch ein Erfolg vergönnt war. Wenn ich mich jetzt auf die Suche nach den Fehlern bei "The Dark Knight" mache, gerate ich dadurch immer wieder ins Stocken, obwohl ich irgendwo in meinem Hirn durchaus in der Lage bin, zu artikulieren, warum ich dem Film seine 10 von 10 Punkten nicht zu vergeben vermag.
Zum Glück steht man in der heutigen Zeit via Internet nicht mehr so ganz allein da in der weiten Welt und so habe ich mir nun ein wenig Hilfe herangeholt: In diesem Video des "Nostalgia Critic" stellt Douglas Walker den Tim Burton (einer meiner Lieblingsregisseure) "Batman"Christopher Nolans"The Dark Knight" gegenüber und vergleicht die Filme gewohnt humorvoll in verschiedenen Kategorien. Und auch er kommt zu dem Schluss, das letztendlich der "Batman" von 1989 einen Tick besser ist, als "The Dark Knight". Mit den Punkten, die er angibt geh ich zu fast 100 % d'accord und glaube, dass er die Schwierigkeiten, die ich mit "The Dark Knight" habe, gut wiedergibt. Deswegen übergebe ich nun an "Nostalgia Critic" und lasse ihn erklären, was mir nicht gelingen will:
BTW:
Das Gespräch mit Christian Bale am Ende ist einfach nur grandios witzig. Deswegen wollte ich das hier auch nochmal hier veröffentlichen: