Mittwoch, Januar 02, 2013

Kurzreviews Dezember/II/2012

Hiermit präsentiere ich wiederum die 18 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich im Monat Dezember seit der letzten Liste gesehen habe:

James Bond 007 - In tödlicher Mission (1981)
Nach dem abgespaceten "Star Wars"-Bond wieder ein bodenständiger und grundsolider Agentenfilm, zwar weniger spektakulär, dafür genretreu und für Moore-Verhältnisse ohne übermäßigen Klamauk. (7/10)

Shrek - Der tollkühne Held (2001)
Schon damals mochte ich weder den Film, noch empfand ich die Animationstechnik als spektakulär gut. Heute gefallen mir die satirischen Märchenhappen und die Umkehr der Heldenformel, aber der Einsatz von Popsongs ist absolut misslungen und stört in beinahe jeder Szene. Dafür gibt es einen Punkt abzug. (5,5/10)

Shrek 2 - Der tollkühne Held kehrt zurück (2004)
In allen Belangen verbessertes Sequel, mit bedrohlicherem Bösewicht, aufgestocktem Humor, großartigen Nebencharakteren und reduziertem, teilweise sogar gelungenem Einsatz von Popsongs. Manchmal wirkt der Film überladen, gefällt nichtdestotrotz als Familienunterhaltung mit satirischen Anleihen. (7/10)

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise (2012)
Ohne 3D, ohne HFR. Man draf keinen "Herr der Ringe" erwarten, aber Fans von Fantasy und Tolkien im speziellen unterhält der Film prächtig als das, was er ist: ein Fantasy-Abenteuerfilm. Trotzdem gelingt es Peter Jackson zwischenzeitlich, epische Töne anklingen zulassen, ohne den grundauf gelungenen, leichteren Ton des Films Schaden zuzufügen. Martin Freeman ist natürlich fantastisch in der Hauptrolle, die Effekte und Kamerafahrten sind hervorragend und Howard Shores Score lässt wunderschöne Erinnerungen an seine "Herr der Ringe"-Musik erklingen. Ganz klar Futter für Fantasy-Fans, für diese dann überwältigend - für alle anderen überlang, überfrachtet und ermüdend. (9/10 als Fantasyfilmfan)

Kinder des Olymp (1945)
Die faszinierenden, konsequent geschriebenen Charaktere, ihr spezielles Verhältnis eines jeden einzelnen zu Liebe und Schauspiel, die Darsteller und die künstlerische Inszenierung machen den Film auch heute noch trotz seiner ausgedehnten Laufzeit zu einem der größten Dramen der Filmgeschichte. (9/10)

Die Morde des Herrn ABC (1966)
Tony Randalls Poirot ist eher alberner Karikatur des zwar kapriziösen, nichtsdestotrotz genialen Detektivs. Somit ist der gesamte Film mehr Komödie als Krimi. Immerhin mit britischer Leichtfüßigkeit und Amusement. (6,5/10)

Dead End (2003)
Anti-Weihnachten! Im Grunde vergnügliche Familienstreiterei in schaurigem Setting, nur weder besonders raffiniert im Inhalt, noch in der Inszenierung. (5,5/10)

Rush Hour (1998)
Zugegeben: die Chemie zwischen Jackie Chan und Chris Tucker stimmt, aber letzterer ist eine gigantische Nervensäge. Chans Präszenz und seine akrobatischen Leistungen (die im Vergleich zu seinen Hong Kong-Filme jedoch lebsch ausfallen) retten den Film überwiegend, aber Brett Ratners Inszenierung fehlt zeitwelig der Schwung. (6/10)

Taxi Taxi (2000) 
Rasante 80 Minuten Action-Spaß mit sympathischen Charakteren. Und mehr erwarten man auch nicht. (6,5/10)
Europa (1991)
In eindringlichen Bildern erzählt Lars von Trier eine im Grunde recht einfache Geschichte, erschafft dafür eine alptraumhafte Atmosphäre und rahmt alles in einem hypnotischen Experiment ein. (6,5/10)

Abbitte (2007)
Joe Wright beweist abermals sein Talent für außergewöhnliche Regie und dennoch hängt die Geschichte ab dem zweiten Drittel etwas durch, bis sie nach dem Kriegsschauplatz wieder an Interesse gewinnt. Am Ende fragt man sich dennoch, was genau einem die Geschichte vermitteln sollte. Dessenungeachtet brilliant inszeniert und gespielt. (6,5/10)

Drei Männer im Schnee (1955)
Unschuldiger Spaß, der mit genau dem kindlichem Vergnügen daherkommt, wie ihn Paul Dahlkes Charakter vermittelt. (6,5/10)

Das Streichquartett (1962)
Ein rudimentäres Wissen von Musik vorrausgesetzt ein cleverer Spaß mit humorvollen Blick auf gesellschaftliche Empfänge. (7/10)

Sissi - Die junge Kaiserin (1956)
Joah, die Sissi! Heimatfilmschmonzette, die nur noch der Anhimmelung der Protagonistin dient und inhaltlich noch schwächer wirkt als der Erstling. Aber mit meinem Faible für Kostüme und einem Shot für jedes "Sissi!" hatte zumidnest ich meinen Spaß. (5/10)
Deadly Games (1989)
Anti-Weihnachten! Die böse "Kevin allein zu Haus"-Version oder die Version mit Eiern. Zur mancher Zeit macht es sich zwar bemerkbar, dass die Geschichte als mittellanger Kurzfilm oder "Tales From The Crypt"-Episode (die es in ähnlicher Form auch gibt) besser aufgehoben wäre, doch die spielerischen, suggestiven Kamerafahrten und der proaktive Protagonisten überzeugen. Sollte ein Weihnachtsdauerbrenner werden. (7/10)

Bildnis des Dorian Gray (2009)
Selbst als Horrorfilm gründlich fehlinterpretierte Oscar Wilde-Verfilmung mit einem optisch vertretbaren, mimisch jedoch unterzeugenden Hauptdarsteller und einigen fragwürdigen Veränderungen in der Geschichte. Schade um die ansonsten guten Darsteller und schönen Kostüme und Kulissen. (2,5/10)

James Bond 007 - Liebesgrüße aus Moskau (1963)
Noch grobe Agentengeschichte ohne viel Spielerei, aber schon vielen Reihenimmanenten Elementen, die sich später noch verfeinerten. Mitunter Sean Connerys rigoroseste Darstellung des Agenten. Besonderes Highlight: die Fahrt und der Kampf im Zug. (7/10)

Gremlins - Kleine Monster (1984)
Anti-Weihnachten! Und kein Weihnachten vergeht ohne die liebenswertesten Chaos-Monster mit Knuddelfaktor. (8,5/10)












18 - 6,6 (118,5)

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