Donnerstag, August 15, 2013

Kurzreviews August/I/2013

Nachdem mir eine Erkältung bereits anderthalb Wochen Österreichurlaub versaut, mich die meiste Zeit geplättet ans Bett gefesselt hat, war meine Blogmotivation verständlicherweise getrübt. Naja, zumindest konnte ich den ein oder anderen Film nachholen.
Somit präsentiere ich wiederrum die 13 Filme und 4 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat August gesehen habe:

Serien-Staffeln
Extras  (Season 1) (2005) - (9/10)
Extras  (Season 2) (2006) - (8,5/10)
Extras  (Special Series Finale) (2007) - (7/10)
Sons of Anarchy (Season 1) (2008) - (7,5/10) 

Filme
Geballte Ladung - Double Impact (1991)
Jean-Claude Van Damme im Doppelpack, was für manche blanken Terror darstellt, ist für Actionfans ein gelungener Spaß, schließlich schafft es Van Damme die disparaten Brüder für seine Möglichkeiten differenziert und ihre Aufeinandertreffen unterhaltsam darzustellen, während die Schießereien und kleineren Schlägereien für den Effekt sorgen. Gegen Ende wirkt der Film allerdings unglücklich geschnitten, sogar gekürzt. (7/10 auf einer B-Action-Skala)
Planet Terror (2007)
Robert Rodrigeuz' "Grindhouse"-Beitrag wirkt stets gewollt, ist trotzdem ein gelungen dreckiges, blutiges Trashfest ganz im Sinne der Hommage, hat darüberhinaus geschickt platzierte Gags und Seitenhiebe an jeder Ecke. Er hat den richtigen Flair, die richtige Stimmung, Kurzweil und Herzblut, aber gewollter Trash bleibt letzten Endes gewollt. (8,5/10)

X-Men 2 (2003)
Mit dem Vorgänger als Exposition kann Bryan Singer die Mutanten gänzlich von der Kette lassen und schickt sie in den spektakelreichen Kampf gegen einen effektiven Bösewicht - und das alles mit überzeugender Geschichte, die ihren Anti-Präokkupations-Charakter nie vergisst. (8/10)

Das Spiel ist aus (1947)
Mit Jean-Paul Sartre himself am dem Drehbuch, präsentiert Jean Delannoy ein Plädoyer für Exitenzialismus und gegen Determinismus, ein wenig politisch und klammheimlich verpackt in einer Romanze. Mal witzig, mal tragisch, an manchen Stellen durch ausgedehnte Liebesbekenntnisse der Protagonisten sich etwas ziehend, findet der Film einen gelungenen Ton, ohne durch exoterisch-philosophierende Schwafelei zu erdrücken. (7/10)

Last Samurai (2003)
Hyperromantisierte Hollywood-Version der Samurai-Dämmerung, die die Samurai nach westlichem Vorbild iedalisiert und verritterlicht. Gleichzeitig ist die Geschichte klassisch ohne Variation oder schmückendem Einfall, die Charakterentwicklung im schlimmsten Fall eher zweckdienlich denn organisch. Dafür ist der Film schön photografiert, es gibt den ein oder anderen cineastischen Moment, epische Schlachterei, die neben Pathos auch bittere Töne anschlägt, und einen angenehm zurückgenommenen Tom Cruise. Lieber noch mal "Shogun" gucken. (7/10)

Okami - Das Schwert der Rache (1972)
Der Namensvetter meines Blogs, der Zündfunke für meine Jidai-geki-Begeisterung: der kultige Manga hevorragend adaptiert, die Geschichten klever für die Exposition ausgewählt. Tomisaburô Wakayama, obwohl physiognomisch dem Vorbild nicht ganz entsprechend, bietet die perfekte Smybiose aus Stoa, Bushido, Entschlossenheit und Coolness und bleibt für mich bis heute das Kino-Gesicht von Okami Itto, Akihiro Tomikawa verblüfft als Darsteller trotz seines jungen Alters. Für alles weitere sorgen Kenji Misumi und die kongeniale Vorlage. (9/10)

Tokyo Sonata (2008)
Kiyoshi Kurosawa konfrontiert mit der existentiellen Abwärtsspirale, ist dabei sowohl tragisch, als auch japanisch Grotesk. Ein nüchterner Blick zwischen menschlichem Drama und surrealem Alptraum. (8,5/10)

ParaNorman (2012)
Die Außenseiterthematik ist nicht neu, freilich die Umsetzung ist fantastisch, die Charaktere liebenswert, die Geschichte gut erzählt und in vielen kleinen Details steckt liebevolle Horrorfilm-Hommage. Technisch ist der Film zudem über alle Maßen hervorragend, mit überraschend detaillierter, ausdruckreicher Mimik und alptraumhaft schönen Sets. Einfach wunderschön! (8,5/10)

Für immer Shrek (2010)
Ich bin nicht der größte Fan von "Shrek", dennoch hatte ich meinen Spaß an dieser "Was wäre wenn..."-Geschichte, die thematisch immanent gelungene Gags (insbesondere Antonio Banderas gestiefelten Kater) liefert und über einen herrlich fiesen Bösewicht verfügt - wogegen das ganze als großer Abschluss Reihe weniger überzeugt, eher eine Randnotiz im Franchise-Kosmos zu sein scheint, zumal der biedere, angestaubte Impetus der Geschichte den Gesamteindruck trübt. (6/10)

James Bond 007 - Der Hauch des Todes (1987)
Timotyh Dalton ist unweigerlich einer der unterschätztesten Bond-Darsteller, nur war sein Einstieg nicht der glücklichste, denn das Drehbuch und der Spektakularitätsfaktor schwächeln, ganz besonders schadet dem Film der blasse Bösewicht, samt lahmer finaler Konfrontation. Dessenungeachtet ist "The Living Daylights" ein von mir gern gesehenes, kurzweiliges Vergnügen, gut über die Schwächen weginszeniert mit engagierten Darstellern. (7/10)

Okami 2 - Am Totenfluss (1972)
Im zweiten Abenteuer ist die Zusammenstellung der im Manga als Episodengeschichten angelegten Einzelteile nicht zu hundert Prozent gelungen, der Bentenrai-Brüder-Part bereitet den größten Spaß, während Kayo Matsuos Rolle etwas unbefriedigt zurücklässt. Insgesamt wird hier mehr gekämpft, allein die gewählten Geschichten sind nicht die aussagekräftigsten. (8/10)

Rush Hour (1998)
Handelsübliche Buddy-Komödie, die Jackie Chan mit seinem Charisma zu retten hat, da Chris Tucker in voller Darstellung von Inkompetenz und pseudo-Coolnes in erster Linie nervt. Chans Akrobatik-Einlagen sind nach wie vor das Highlight, angesichts seiner Hong Kong-Produktionen natürlich ein Witz. Jegliches Fehlen eines finalen Duells mit einem angemessenen Kombatanten enttäuscht zudem, aber Brett Ratner ist nun mal kein Martial-Arts-Regisseur. (6,5/10)

Ghostbusters - Die Geisterjäger (1984)
Ganz großer Fantasy-Spaß mit originärer Idee und super Umsetzung. Bill Murray, Dan Aykroyd und Harold Ramis sind ein herrlich schräges, liebenswertes Trio und zusammen mit Ivan Reitman liefern sie dutzende von denkwürdigen Szenen. Zwar sind die Tricks hier und da mehr als überholt, gewinnen dadurch hingegen Retro-Charme. Gant toll! (9/10)














13 - 7,7 (100,0)

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