Freitag, Juli 18, 2014

Kurzreviews Juli/I/2014

Hiermit präsentiere ich wiederrum die 14 Filme und 3 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat Juli gesehen habe:


Serien-Staffeln
Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer (Season 3) (2013) (9/10)
Doctor Who (Season 7) (2012) (8,5-9/10)
Doctor Who: The Day of the Doctor (2012) (8/10)

Filme
Die Muppets (2011)
Die Eingangs- und Schlussnummer finde ich grauenhaft, ansonsten herzlich-nostalgische Kinoadaption der Muppets. Die menschlichen Protagonisten laufen den Muppets dankbarerweise nicht den Rang ab, die Musiknummern gehören einfach mit dazu, insgesamt schöne Wiederbelebung. Bonuspunkte für Jack Black. (7,5/10)
G-Force - Agenten mit Biss (2009)
Ein Agentenfilm mit Hamstern - schön schräg bescheuert, kindgerecht und actionreich, gut animiert, mit erstaunlich vielen namhaften Synchronsprechern im englischen Original. (5,5/10)

Batman (1989)
Geht es darum den Geist der Vorlage filmisch wiederzugeben, ist Tim Burton immer noch wesentlich näher dran als etwa Christopher Nolan. Natürlich liegt das mitunter an dem perfekten Batman Michael Keaton und selbst Jack Nicholsons Joker ist trotz überflüssiger Vorgeschichte ikonisch. Was nicht heißt, dass die Adaption keine Schwächen hat, aber die sollte Burton im Sequel gänzlich überkommen. (8,5/10)

Robin Hood (2010)
Ridley Scotts Neu-Interpretation bzw. Prequel zum wohl berühmtesten Vagabunden der Filmgeschichte weiß dem Mythos nichts neues abzugewinnen, macht als simples Ritterabenteuer hingegen durchaus Spaß, so man Russell Crowe denn ertragen kann. (7/10)

La Grande bellezza - Die große Schönheit (2013)
Zwischen Zurschaustellung von oberflächlicher Pracht, dem Mangel an Erfüllung abseits der zur Selbsthuldigung erhobenen Extravaganz und Sinnsuche führen uns Paolo Sorrentino und Toni Servillo mit fellininesken Anleihen durch Roms Welt der Schönen und Reichen, zeichnen dabei ein wenig erstrebenswertes Bild der High Society, huldigen auf der anderen Seite der Stadt und ihrer Reize. Ist in aller überlangen visuellen Pracht nicht ganz meins, zumal ich Rom nicht zu meinen Leidenschaften zähle. (7/10)

Rififi (1955)
Jules Dassins stilbildendes Film-Noir, Mutter aller Heist-Filme, mit einem legendären Einbruch in minimaler Soundkulisse, sowie einem packenden Finale. Brilliant inszeniert auf höchstem Spannungsniveau. (8,5/10)

The Raid (2011)
Die Minimal-Story ist kaum der Rede wert, Gareth Evans konzentriert sich auf Action und lässt seine agilen Darsteller, nachdem ihnen die Munition ausgegangen ist, in brutalen Nahkämpfen aufeinander treffen. Mit kleinen Tricks retter er den Film spannungstechnisch dabei bis ins Finale, bevor die Ermüdung Oberhand gewinnt. (7/10)

Die Ratte von Soho (1950)
Jules Dassin bebildert London als menschenzermürbenden Moloch in dessen Drainage sich der bedauernswerte Richard Widmark wiederfindet. Eine hoffnungsarme Verlierergeschichte, die keinem Beteiligten viel Gutes wiederfahren lässt. (8/10)

Die 12 Geschworenen (1957)
Eine der ganz großen Sternstunden des Kinos, obwohl sich die Geschichte auf einen Raum und kaum mehr als die eponymen zwölf Darsteller beschränkt. Aber mehr ist nicht nötig, denn mit klar gezeichneten Charakteren und brillianten Dialogen baut Sidney Lumet ein dichtes Spannungsgeflecht auf, hinterfragt mehr und mehr seine Protagonisten und entlarvt eines jeden Schwäche im Angesicht einer höchst prekären ethischen Frage, die kein einfaches Richtig oder Falsch zulässt. (9,5/10)
Der Unheimliche Gast (1944)
Klassischer Geisterhausfilm mit romantischem Einschlag. Gruselszenen sind spärlich gesät, die dramatische Vergangenheit steht im Mittelpunkt. Stellenweise ist das schaurig-schön inszeniert, während die Musik nicht immer gefällt. (7/10)

Shanghai Police - Die wüsteste Truppe der Welt (1986)
aka "Millionaires' Express". Natürlich nennt die Western-Action-Komödie Marke Sammo Hung neben Klamauk-Humor einige eindrucksvolle Stunts und Kloppereien ihr Eigen, aber den Vogel schießt die deutsche Synchronisation ab: so bescheuerte Dialoge bekommt man selten zu hören, doch es hätte ruhig mehr sein dürfen. Abgesehen davon sollte man immer schön die Augen offen halten: hier geben sich jede Menge Großen und Kleinen des Genres die Ehre. (7/10 mit deutscher Synchro)

Die Schwarze Narzisse (1947)
Wie üblich für die Filme von Michael Powell und Emeric Pressburger ein Traum in Farbe, ganz fantastisch elaborierte Studiokulissen, wunderbar gefilmt, für die allein es sich lohnt, den Film zu sehen. Inhaltlich gefallen besonders Anfang und Ende, während die Dramaturgie im Mittelteil etwas konfus erzählt ist. Davon abgesehen hervorragende Darstellerleistungen und eine willkommene Geschichte über das Aufeinandertreffen von Kulturen. (7,5/10)

Frankenweenie (2012)
Ich kam bisher nicht über das Menü hinaus, da hingen mir schon die Tränen in den Augen: Tim Burton remaked sich selbst, erweitert seine liebevolle Hommage an den Gruselfilm geschickt, bleibt in einem kindgerechten Rahmen, scheut gleichwohl düstere Bilder nicht. Die skurillen Charaktere, Außenseiter-Protagonisten im Aufbegehren gegen das Kleinstadttum, sind vielseitig und prägnant, das Design und die makellose Stop-Motion-Umsetzung bieten optischen Reichtum. (8/10)

Insomnia - Todesschlaf (1997)
Skandinavische Krimis sind anders, Erik Skjoldbjærg versucht die Geschichte im Angesicht des Verbrechens gar nicht unterhaltsam zu machen, evoziert in unterkühlten, fast unangenehmen Bildern eine trübsinnige Stimmung, macht aus Stellan Skarsgård keinen sympathischen Protagonisten. Düsterer Thriller. (7/10)
















14 - 7,5 (105,0)

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