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Montag, Januar 21, 2013

The Iceman

Zwischen 1948 und 1986 brachte Richard Kuklinski zwischen 100 und 250 Menschen im Auftrag der Mafia um, was ihn zu einem der berühmt-berüchtigsten Auftragsmörder der USA machte. Und auf solche Kerle steht die Filmwelt ganz besonders, denn moralisch fragwürdige Charaktere sind und bleiben hoch im Kurs stehend bei den Filmemacher und beim Publikum gleichermaßen. Warum? Vielleicht steckt in dieser Szene aus Oliver Stones und Brian De Palmas "Scarface" doch ein bisschen Wahrheit.
Wie dem auch sei: Richard Kuklinskis Leben kommt auf die Leinwand, entweder als mahnendes Beispiel oder als Mittel der Projektion für unser aller Hypokrisie. Vielleicht auch als Mischung von beidem. Die Aufgabe, uns den Charakter in "The Iceman" näherzubringen, übernimmt Michael Shannon, der spätestens in Filmen wie "Revolutionary Road", "Take Shelter" oder Martin Scorseses Serienhit "Boardwalk Empire" bewiesen hat, dass der ein hervorragender Schauspieler ist. Sein liebevolles Eheweib spielt Winona Ryder ("Beetlejuice", "Mermaids", "Star Trek") und in die Rolle des Brüderchens schlüpft Stephen Dorff ("Backbeat", "Blade", "Somewhere"). Ferner geben sich Chris Evans ("Scott Pilgrim vs. the World", "Captain America: The First Avenger", "The Avengers"), Ray Liotta ("Goodfellas", "Identity", "Killing Them Softly"), James Franco ("James Dean", "Spider-Man", "Rise of the Planet of the Apes") und David Schwimmer ("Friends", "The Pallbearer", "Band of Brothers") die Ehre. Regie führt Ariel Vromen, der gemeinsam mit Morgan Land zudem das Drehbuch verfasste. Ein Vorgeschmack liefert uns der bereits einen guten Eindruck hinterlassende Trailer.

Sonntag, Juni 05, 2011

Hollywoods goldenes Zeitalter der Ideen

Es sieht ganz so aus als wäre die Qualitative Flaute in Hollywood vorbei. Nach Remakes, Reboots, Reimaginations, Pre- und Sequälereien hat man endlich wieder den Weg zu eigenen, originären Ideen gefunden. Mit Filmen wie "Hangover II", "Cars 2", "Kung Fu Panda 2", "Alvin And The Chipmunks 3", "Transformers 3", "Sherlock Holmes 2", "Johnny English Reborn", "Piranhas 3D 2" und "Paranormal Activity 3" kehrt Hollywood endlich zu den glorreichen Zeiten der Kreativität zurück.Exemplarische für diese Phase lässt sich das Remake von Brian De Palmas Stephen King-Adaption "Carrie" herauspicken, dass vom Autor des Spider-Man-Musicals Roberto Aguirre-Sacasa in Szene gesetzt wird und näher an der Vorlage sein soll. Letztere Aussage deutet eine neues Trendsetting an, denn, wie jemand andernorts schon bemerkte, "näher an der Vorlage" verspricht das neue "grittier, darker and more realistic" zu werden. In diesem Projekt steckt soviel überraschendes!Ein orgastischer Ausbruch von Originalität stellt die Umsetzung von William Gibsons Cyberpunk-Standardwerk "Neuromancer" dar, die ab 2012 gedreht werden soll (die Arbeit an den Spezialeffekten hat wohl bereits begonnen... wird hier bereits der Schwerpunkt der Verfilmung deutlich?). Drehbuch und Regie in Personalunion übernimmt Vincenzo Natali ("Cube", "Cypher", "Splice").Und auch ein vernünftiges Biopic ist wieder dringend von Nöten. Seid unbesorgt, Hollywood hat unsere Rufe erhört! Niemand geringerem als Evel Knievel, dem legendärem Stuntman, wird die Ehre durch Ric Roman Waugh, selbst erfahrener Stuntman, erwiesen. Er beabsichtigt, die Biographie "The High-Flying Life of Evel Knievel: American Showman, Daredevil, and Legend" von Leigh Montville zu verfilmen und neben den berühmten Stunts das Leben eines verrückten Hunds auf die große Leinwand zu bringen.Große Erwartungen also, die Hollywood bei uns hervorruft. Man ist gespannt, ob man diese außerordentliche Kreativität auch die nächsten Jahre beibehalten kann...