Dienstag, April 17, 2018

Kurzreviews April/I/2018

Hiermit präsentiere ich wiederrum die 5 Filme und 4 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat April gesehen habe:

Serien-Staffeln
Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer (Season 6) (2016) (8-8,5+)
Bob's Burgers (Season 7) (2016-2017) (6,5-8)
Gomorrha [Gomorra: La serie(Season 3) (2017) - (7-8,5)
Marvel's Luke Cage [Luke Cage(Season 1) (2016) - (5-6,5)

Filme
Unter Piratenflagge [Captain Blood] (1935)
Breit und episch angelegter Piraten-Abenteuerfilm, der das Schicksal seines Helden in extenso ausbreitet, prall gefüllt mit Schauwerten, vom Aufbegehren des zu Unrecht verurteilen aufrechten Rebellen gegen seine Peiniger, über fetziges Säbelrassel beim Kampf Mann gegen Mann bis hin zu dramatischen Seeschlachten und Entermanövern - hier steckt alles drin, was das Herz begehrt! Da scheint es nicht verwunderlich, dass "Captain Blood" seinerzeit den Piratenfilm, sowie das Triumvirat Errol Flynn, Olivia de Havilland und Michael Curtiz zum Erfolgsrezept erhob. (8)

I, Tonya (2017)
Im Grunde genommen habe ich mit Eiskunstlauf nichts am Hut, doch Craig Gillespies Portrait des handfesten Skandals rund um Tonya Harding und Nancy Kerrigan, das mich, ich gebe es unverblümt zu, in erster Linie wegen Margot Robbies Darbietung reizte, entpuppt sich als kurzweilige Unterhaltung mit ostentativem, ironiebetontem Stil und einer sehr guten Darstellerriege, wagt sich abseits davon jedoch zu wenig an eine ernstliche Auseinandersetzung mit den Charakteren, die zu oft auf ironische Distanz gehalten werden, oder eventuell mit dem Spiel, das die Medien mit der Angelegenheit getrieben haben. Die eigentlichen Eiskunstlaufszenen jedenfalls sind wundervoll graziös geraten. (6,5)

The Girl Next Door (2004)
In Unkenntnis von "Risky Business". Deutlich weniger zotig als erwartet, denn begrüßenswerterweise bemüht sich Luke Greenfield um einen John Hughes-artigen coming of age-Flair. Dahingegen geht ihm dessen Unbekümmertheit und Unbeschwertheit im Wesentlichen ab. Das Gimmick des Pornostars schwankt zwischen mangelnder Risikobereitschaft und zahmer, wenn nicht biederer Komödie, zumal angesichts der Prämisse, dem Pornostarlet Charakter und menschliche Regungen zuzuerkennen, Elisha Cuthberts Charakter letztlich doch wieder nur auf ihr hübsches Gesicht reduziert und sie in den Hintergrund gedrängt wird. Auf der Plus-Seite: Timothy Olyphant schießt als lässiger Arschloch-Produzent den Vogel ab, reißt locker jede Szene an sich und provoziert mit seiner direkten, unverhohlenen Art die Umgebung Emile Hirschs aufs vergnüglichste. Drum: Bonus für Olyphant, ansonsten kaum erinnerungswürdig. (5)

Freitag der 13. [Friday the 13th] (1980)
Eigentlich war ich nie ein großer Fan der "Freitag der 13."-Reihe. Wobei ich vorausschicken muss, dass ich die Bekanntschaft mit den Filmen nicht unbedingt in ihren Hochzeiten gemacht habe, sie mit meinen an sie gestellten Erwartungen arg zu ringen hatten. Inzwischen habe ich meinen Frieden mit der Reihe gemacht: der ökonomische erste Teil legte den nicht zu verachtenden Grundstein für das grundsätzliche Slasher-Paradigma, wiederkehrende Muster in Epigonen und auch Grundlagen vieler Parodien sind in ihrer wunderbaren Einfachheit hier bereits angelegt. Dabei ist der ersten "Freitag"-Film nicht einmal sonderlich gruselig oder spannend, dementgegen sogar relativ entspannt und höchstens dezent blutig. Aber ich mag Sean S. Cunninghams Regie und die verbreitete Atmosphäre inzwischen doch ganz gerne - und am Status im Bereich des Horrorfilms gibt es an ihm eh nichts zu rütteln. (7)

Freitag der 13. Teil 2 [Friday the 13th Part 2] (1981)
Enter Jason Voorhess. Fand ich damals tatsächlich besser, heute schätze ich an ihm seine etwas angezogene Tempo- und Spannungsschraube, hier geht es tatsächlich einen My flotter zur Sache. Letzten Endes empfinde ich Cunninghams Regie besser als Steve Miners, nichtsdestoweniger hat das Sequel seinen Reiz, selbst wenn Jason seinen unbezwingbaren Killerstatus erst in den folgenden Werken erlangen sollte - hier wirkt er stellenweise doch etwas Ghostface-artig tollpatschig. (7)



























5 - 6,7 (33,5)

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