Freitag, Mai 01, 2015

Kurzreviews April/II/2015

Hiermit präsentiere ich wiederum die 22 Filme und 3 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat April seit der letzten Liste gesehen habe:


Serien-Staffeln
Buffy - Im Bann der Dämonen (Season 2) (1997-1998) (7-7,5)
Spartacus: Blood and Sand (Season 1) (2010) (7-8) 
Breaking Bad (Season 5) (2012-2013) (6,5-7,5)

Filme
Einmal Himmel und zurück (2001)
Will ich eine Komödie über ein Talent mit Stand-Up-Komplexen sehen, gucke ich "8 Mile". (3)

Das Empire Team (1995)
Hier schwanke ich. Stellenweise sympathisch, hin und wieder gelungene Szenen. Überwiegend nervte oder langweilte der Film mich jedoch. (4)

High Fidelity (2000)
Ebenfalls sympathisch, ein wenig geschwätzig, mit einnehmenden Charakteren und guten Darstellern. John Cusacks Protagonist ist zwar kein umwegloser Sympath, seine Fehler, Marotten und Unebenheiten machen ihn dagegen menschlich, greifbar, wovon die Identifikationsfähigkeit des Films, gemeinsam mit der gewählten Perspektive, immens profitiert. Hinzu kommt der gelungene Soundtrack. (7,5)

50 erste Dates (2004)
Noch ein Urlaubs-Film für Adam Sandler. Oftmals gefallen mir seine romantischen (aber kitschigen) Filme besser, seine Art des Humors trifft selten meinen Geschmack. Trotz Rob Schneider kommt die Vergnügt- und Lockerheit nicht zu kurz, der Fokus liegt hingegen auf der leicht tragischen Liebesgeschichte. Es gibt Witze, die daneben sind, genug Kitsch, trotz alledem ein anguckbarer Sandler. (6)

40 Tage und 40 Nächte (2002)
Musste ich abbrechen, langweilig, repetitiv, unwitzig und unspektakulär, obwohl ich Josh Hartnett gar nicht unsympathisch finde. (3)

Road Trip (2000)
Wahrscheinlich einer der besseren Ableger im "American Pie"-Fahrwasser, gleichwohl zu unlustig und die elementare Grundlage des Road Movies größtenteils ignorierend. (4,5)

Das Pendel des Todes (1961)
Der zweite Eintrag in der Reihe der Poe-Verfilmungen von Roger Corman. In gewohnt schummrigen Kulissen und eindrücklichen Farbkompositionen bereitet der Regisseur hier Vincent Prices Abstieg in den Wahnsinn. Wunderbar atmosphärisch, natürlich hypnotisch-gemächlich, gerade deswegen so einlullend. (7)
Dance! (2006)
Handelsübliches "Dangerous Minds"-Paradigma, diesmal mit Gesellschaftstanz. Die Dramaturgie ist absehbarer als abgelesen, leider reißen die bemüht, dennoch schwunglos inszeniert Tanzeinlagen und Antonio Banderas Präsenz das Ruder nicht rum. (2,5)

Street Style (2004)
Kurios-trashiges Konstrukt, alles abseits der Tanzeinlagen ist schlicht unbrauchbar bis unfreiwillig komisch, während das Gehoppel an sich von beeindruckender Körperbeherrschung zeugt, für mich nichtsdestotrotz eher rythmisches Gezappel darstellt. (Trash-Bonus: 3)

Elektra (2005)
In Unkenntnis von "Daredevil". Im Grunde solider Fantasy-Martial-Arts-B-Film, der in erster Linie an seiner Blutarmut krankt, zahlreichere und flottere Kämpfe verdient gehabt hätte. Zumal Jennifer Garner als Kampfamazone gar keine schlechte Figur macht. (B-Action-Skala: 5)

Reine Nervensache (1999)
Nicht unsympathisch, andererseits zu gefällig und zahm, traut sich nichts, leidet unter seiner Witzarmut. Die Darsteller bereiten den größten Spaß, natürlich vorwiegend Robert De Niro und Billy Crystal, mir gefiel insbesondere Joe Viterelli (R.I.P). (5,5)

Die 12 Geschworenen (1957)
Brilliantes Kammerstück, ein hochspannendes Dialoggeflecht, das immer wieder seine klar skizzierten Charaktere entlarvt. Meisterwerk! (9,5)

Kingsman: The Secret Service (2014)
Amüsanter Gegenentwurf zum Neo-Bond beim gleichzeitigem Tribut-Zoll dem 60er-Jahre-Agentenfilm gegenüber. Bleibt stets unverkennbar in seiner Comicwelt, ist witzig, wie drastisch, stilvoll sowieso. Colin Firth und Samuel L. Jackson sind herrlich in ihren überzeichneten Rollen, Taron Egerton sorgt für jugendliche Frische. Besonders bemerkenswert ferner die hyperstilisierten Actionszenen von nicht unbedenklicher, aber mehr diskutierwürdiger, denn abstoßender Gewaltzelebrierung, die trotz des enormen Tempos, der schnellen Kamerabewegung und des rasanten Schnittes nie ihre Übersichtlichkeit einbüßen. Netter Blogbuster-Spaß für (nicht ganz) Erwachsene. (7)
The Guest (2014)
Moderne Genre-Perle, die zwar nichts weltbewegend Neues bringt, Bewährtes, das "Unheimlicher Fremder"-Paradigma als Basis, jedoch gekonnt gemixt. Dan Stevens brilliert in der Rolle des charmanten Neuankömmlings, hinter dessen Lächeln sich unverkennbar Gefahr verbirgt, während Maika Monroe ein fantastisches Final Girl abgibt. Es hagelt Bonus-Punkte für den Synthie-Score. (7,5)

Nightcrawler (2014)
Und noch eine schauspielerische Glanzleistung: Jake Gyllenhaal spielt sich mit seinem abstoßenden Soziopathen Louis Bloom unweigerlich ins Gedächtnis, liefert eine unglaublich intensive, indes schwer verdauliche Performance eines Mannes, der im Grunde schlimmer ist als jeder Serienkiller. Dazu gesellt sich ganz leicht Kritik am Sensations-Journalisten und gnadenlosem, Opfer in Kauf nehmenden Kapitalismus, alles arrangiert vor der mitreißend gefilmten Kulisse Los Angeles. Kein leichter Film, nichtsdestoweniger herausragend. (7,5)

Reine Nervensache 2 (2002)
Die größte Leistung des Films ist mit der Wiedervereinigung des Großteils der Hauptdarsteller genannt, ansonsten gibt es zwar vermehrt Gags, nur löst sich die Handlung in total zerfranselten Strängen auf, findet keinen befriedigenden roten Faden. (4)

Keine halben Sachen (2000)
Bruce Willis macht wieder Komödie, mit leichtem Hang zu schwarzem Humor, der amerikanischen Produktion geschuldet selbstredend zahm, wenn auch nicht so zahm, wie zu erwarten gewesen wäre. Tatsächlich bereitet das Verwirrspiel und jedes Maleur, in das Matthew Perry immer aufs Neue stolpert, Vergnügen, insofern kann man sich den angucken. (5,5)

Honey (2003)
Tanzfilmschrott, den ich mir allein wegen Jessica Alba angetan habe. Alles zwischen den Tanzszenen, für sich bereits reizlose Zwischennummern, ist banal, absehbar und wird ebenso abgehandelt. Trotz alledem halber Bonuspunkt für JAlba. (2)

Step Up (2006)
Besonders nach "Honey" hatte ich Hassgefühle erwatet, unterm Strich kam peinlicherweise ein Guilty Pleasure bei rum. Liegt letztendlich vermutlich an Channing Tatum, der dem unerträglichen Proll durch seine Präsenz sowas wie Leben und Sympathie abzuverlangen vermochte, wobei ich dem Film zu Gute halten muss, dass er das Mindestmaß an Charakterentwicklung brav abarbeitet, ohne in größte Unglaubwürdigkeit auszuufern oder sie der Tanzerei unterzuordnen. Eine solide Supportingcast tut ihriges dazu, die ausgelutschten Klischees erträglich zu machen, sogar über das allzu schwächelnde Ende hinaus. (5,5)

Undercover Brother (2002)
Das unehelich Kind von "Black Dynamite" und "Austin Powers". Unsäglich dämlich, komischerweise kurzweilig. (4)

Shanghai Police - Die wüsteste Truppe der Welt (1986)
(Kinofassung) aka "The Millionaires' Express". Ein Glanzstück einer besoffenen Synchronabteilung über eine spaßige HK-Western-Komödie gelegt, mit einer Vielzahl bekannter Gesichter. (7)

Zickenterror - Der Teufel ist eine Frau (2001)
Fand ich ziemlich witzig, Steve Zahn und Jack Black sind herzlich liebenswerte Looser, die sich reichlich dümmlich um ihren Freund bemühen, während Amanda Peet innbrünstig die manipulierende Zicke gibt. Mit einer gesunden Prise Wahnsinn. (6)


















22 - 5,3 (116,5)

Mittwoch, April 22, 2015

Terminating the Trailer

Punkt No. 1: ich warne vor diesem Trailer! Er verrät praktisch den gesamten Film.

Punkt No. 2: Hier ist der Trailer zum Reboot-Sequel-Re-Imagination-Prequel-Cashcowing "Terminator Genisys". Ahnold kehrt tatsächlich als (reichlich gealterter) Terminator (den jüngeren, frischeren Body teil sich sein Kopf großzügig mit Aaron V. Williamson) zurück, um Sarah Connor (Drachenmutti Emilia Clarke) und Kyle Reese (Null-Lösung Jai Courtney ("Spartacus: Blood and Sand", "Jack Reacher", "A Good Day to Die Hard")) gegen den bösen... noch böseren Terminator zur verteidigen. Mit dabei der T-1000 (Lee Byung-hun ("The Good, the Bad, the Weird", "G.I. Joe: The Rise of Cobra", "Red 2"), John Connor (Jason Clarke ("Brotherhood", "Zero Dark Thirty", "Dawn of the Planet of the Apes")), No. 11 Matt Smith, sowie Oscar-Frischling J. K. Simmons ("Law & Order", "Spider-Man", "Whiplash"). Der HBO-versierte ("Six Feet Under", "The Sopranos", "Game of Thrones") Alan Taylor, zuletzt mit "Thor: The Dark World" im Kino gewesen, übernimmt die Regie. Macht einen möglicherweise spassigen Eindruck.

Montag, April 20, 2015

Nachschlag No. 30: Sorry, but the Force Awakens

Schon wieder "Star Wars", frisches Futter für den Hype. Starke Bilder scheint Jar Jar in Petto zu haben, auf Harrison Fords (und Chewies) Rückkehr freut man sich sowieso, toll finde ich übrigens, dass die beiden "The Raid"-Stars Iko Uwais und Yayan Ruhian neuerdings mit an Bord sind. Hoffen wir nur, dass das Drehbuch nicht so schwachbrüstig wie "Star Treason" ausfällt. Lustig übrigens George Lucas Entschuldigung dafür, dass man bei Disney seinen kreativen Input nicht hören wollte. Jepp, der Mann, dessen grandiose Einfälle zur Prequel-Trilogie beharrlich Ultra-Nerds in die Hass-Schwärmerei treiben, entschuldigt sich prophylaktisch für die Jar-Jar-Disney-Produktion - das ist entweder äußerst ermutigend oder extrem besorgniserregend.

Freitag, April 17, 2015

Batman vs. Superman: Dawn of the Trailer

EDIT: Inzwischen gibt es den Trailer auch in vernünftiger, anguckbarer Qualität. Viel Spaß!

Schnell, bevor er weg ist: hier der geleakte, leider abgefilmte, daher in schwacher Qualität vorhandene, erste richtige Trailer zu "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" von Zack Snyder ("300 ", "Watchmen", "Man of Steel") und Christopher Nolan ("The Dark Knight", "Inception", "Interstellar "), mit Ben Affleck ("Dogma", "Daredevil", "Gone Girl") als Flattermann, Henry Cavill ("The Tudors", "Immortals", "Man of Steel") als Superdödel, Amy Adams ("Night at the Museum: Battle of the Smithsonian", "The Muppets", "American Hustle") als Lois Lane, Jesse Eisenberg ("Zombieland", "The Social Network", "Rio") als Lex Luthor, Diane Lane ("A Little Romance", "Unfaithful", "Under the Tuscan Sun") als Superdödels Mami, Jeremy Irons ("The French Lieutenant's Woman", "Die Hard with a Vengeance", "Kingdom of Heaven") als Alfred und natürlich Gal Gadot ("Fast & Furious", "Date Night", "Knight and Day") als Wonder Woman.

Mittwoch, April 15, 2015

Kurzreviews April/I/2015

Hiermit präsentiere ich wiederum die 11 Filme und 4 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat April gesehen habe:


Serien-Staffeln
Babylon 5 (Season 5: Augen aus Feuer) (1998) (7,5-8,5)
Breaking Bad (Season 3-4) (2010-2011) (7-7,5)
Buffy - Im Bann der Dämonen (Season 1) (1997) (7-7,5)

Filme
Die Hochzeits-Crasher (2005)
Im Geiste der modernen Komödie reichlich zahm und zahnlos mit kraftarmen Zoten. Könnte dennoch unterhalten, wären die Protagonisten nicht derart unerträgliche, egozentrische Arschlöscher und das bis zum Schluss, ohne Einsicht oder Wandel, Owen Wilson noch ein bisschen mehr als Vince Vaughn. Christopher Walken läuft übrigens unbemerkt auf Autopilot. (5)

Stromberg - Der Film (2014)
Vergnüglicher und folgerichtiger Abschluss der Serie, zum Lachen, wie zum Fremdschämen geeignet, zwischendruch mit herzlichen Tönen. (7,5)

Klick (2006)
Die durchaus geistreiche Grundidee erschöpfen die Autoren gleich zu Beginn, der Rest ist ein langweiliges, spannungsloses Pseudo-Moralstück nach "Christmas Story"-Paradigma, absolut obsolet und einfallslos. (3,5)

Big Daddy (1999)
Einer der gelungensten Adam Sandler-Filme, niedlich-amüsant, nicht zu platt, mit einer besonnenen Botschaft. Potentielle Nervfaktoren sind der typisch amerikanische, triefende Kitsch und der etwas überschwänglich Einsatz von Pop-Songs. (6)

Eins, zwei, drei (1961)
Die Geschwindigkeit und die dabei an den Tag gelegte inszenatorische Präzision, die Details, die pointierten Dialoge, die tollen Darsteller - großartige Komödie. (8)
Ich, du und der Andere (2006)
Als "nerviger Kindheitsfreund"-Version anguckbar, Owen Wilson ist inbrünstig enervierend, stellt nicht nur die Geduld von Matt Dillon auf die Probe. Zwar niemals überschwänglich witzig, zumindest aber harmlos genug. (5)

You're Next (2011)
Variiert possierlich den nervigen "Home Inasion"-Trend und das "Final Girl"-Paradigma, nicht sonderlich originell oder gar wegweisend, doch vergnüglich. Den Anfang musste ich persönlich allerdings erdulden. (6)

James Bond 007 - Liebesgrüße aus Moskau (1963)
Mit der Zeit ist mir klar geworden, dass "From Russia With Love" mitunter der Bond-Film ist, der mir am ehesten in den Sinn kommt, wenn ich an den Kult-Agenten zurückdenke, simpel deshalb, weil es in meiner zarten Kindheit der allererste Bond war, den ich gesehen habe. Als einer der letzten "echten" Agentenfilme der Reihe verzichtet er weitestgehend auf abgedrehte Science-Fiction-Gadgets und erlaubt seinem Protagonisten Fehler, präsentiert außerdem ein schönes wechselseitiges Verwirrspiel mit mehreren Parteien und prägnanten Anatagonisten, wie Verbündeten. Größtes Manko: mit dem grandiosen Duell im Zug hat der Film seinen Zenit erreicht, an den die folgenden Szenen kaum anschließen können. (Kindheitnostalgie-Bonus: 8)

Shaolin - Kinder der Rache (1984)
Fröhlich-verspielt gestimmte Kung-Fu-Komödie mit einer einnehmenden Bande von agilen Gören. (7)

Mr. Deeds (2002)
Eine klassische AWESOM-O-Adam-Sandler-Komödie: abgeschmackte, ungenutzte Grundidee, angreichert um die üblichen Cameos, ebenso witz- wie charmelos. (4,5)

Die Klapperschlange (1981)
Gehört zu den atmosphärisch dichtesten Endzeitfilmen und obgleich John Carpenter durch seine im Zerfall begriffene Welt nur so rast, hinterlässt er dennoch einen viel bleibenderen Eindruck als es ein groß angelegtes Effektspektakel jemals vermocht hätte. Das nebenher vermittelte pessimistische Gesellschaftsbild und der zynische Badass, der Snake Plissken ist, sind dabei ergänzende Sahnehäubchen. (8,5)















11 - 6,3 (69,0)

Samstag, April 04, 2015

Nachschlag No. 29: Mädel Mäxchen

Neues Trailerfutter für das verrückte Mäxchen, diesmal mit ein bisschen mehr Bösewicht. Sind immer noch abgedreht und gut aus!

Mittwoch, April 01, 2015

Kurzreviews März/II/2015

Februar war ein schwerer Monat für alle Trekkies. Natürlich wiegt der Verlust von Leonard Nimoy besonders schwer, ganz ohne Frage. Aber der Tod eines der wichtigsten kreativen Köpfe hinter den "Star Trek"-Kinofilmen ist dabei nahezu gänzlich untergegangen: am 25. Februar 2015, zwei Tage vor Nimoy, verstarb Harve Bennett in Medford, Oregon, im Alter von 84 Jahren. Nach "Star Trek: The Motion Picture" war er bis "Star Trek V" maßgeblich an der Entstehung der Filme beteiligt, in erster Linie als Produzent und Drehbuchautor, manchmal sogar als Darsteller in kleineren Cameos. Er ist es, dem wir das legendäre Duell zwischen Kirk und Khan Noonien Singh, einer der ikonischsten "Star Trek"-Momente, zu verdanken haben. Seine Idee für einen sechsten Kinofilm, der die bekannten TOS-Charaktere an der Sternenakademie und ihre anfänglichen Begegnungen zeigen sollte, wurde damals leider nicht realisiert.

R.I.P.
Die deutsche Filmlandschaft hat ebenfalls einen herben Verlust zu verzeichnen, denn am 30. März 2015 erlag Helmut Dietl seinem Lungemkrebsleiden. Bekannt war der Regisseur insbesondere für Filme wie "Schtonk!" oder "Rossini".
R.I.P.

Nichtsdestotrotz präsentiere ich wiederum die 10 Filme und 5 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat März seit der letzten Liste gesehen habe:

Serien-Staffeln
Avatar - Der Herr der Elemente (Buch 3: Feuer) (2005) - (7,5-8,5)
Breaking Bad (Season 1) (2008) - (7-7,5)
Breaking Bad (Season 2) (2009) - (7-8)
Archer (Season 2-3) (2011-2012) - (6,5-7)

Filme
U-571 (2000)
Ist natürlich als historischer Film völliger Humbug, als reiner U-Boot-Suspense-Film hingegen anguckbar, wobei man sich durch fade Klischees arbeiten muss, bevor es einigermaßen spannend wird. Und wer "Das Boot" kennt, braucht den dreimal nicht. (5,5)

Stay (2005)
Gute Kameraarbeit und nett-verspielte Übergänge, doch die Geschichte an sich läuft auf einen absehbaren Twist hinaus, der mehr als genug Platz in einer "Twilight Zone"-Episode gehabt hätte, zumal Marc Forster reichlich schleppend inszeniert. (4,5)

Der Diamanten Cop (1999)
Peinlicherweise fand ich den lustig, obwohl ich kein Martin Lawrence-Fan bin. Vernüglich doof. (6)

21 Gramm (2003)
Auf der Suche nach Depressionen? Absolut schwermütiges Drama ohne Hoffnungsschimmer. Alejandro González Iñárritus stellenweise gnadenlose Regie, die desolaten, bald verwobenen Einzelschicksale, sowie die intensiven Darstellerleistungen erschweren es, den Film ohne Weiteres durchzustehen, sintemal die nicht chronologische Erzählstruktur Schwierigkeiten bereiten, indessen auf diese Weise die Erwartungshaltung an den Racheanteil im Keim erstickt wird. (7)

Precious - Das Leben ist kostbar (2009)
Eine im Grunde nicht minder depressive Geschichte, doch ertränkt Lee Daniels seine vom Fatum gleich vielfach gebeutelte Protagonistin nicht im Trübsinn, sondern lässt ihr, jedem neuerlichen Schicksalsschlag zum Trotz, immer das Fünkchen Hoffnung, die proaktive Kraft, um weiterzumachen - und übeträgt das auf den Zuschauer. Auf diese Weise, die grundsätzliche Hoffnungslosigkeit vermeidend, gleichzeitig an die eigene innere Kraft appellierend, sowie durch die schmucklose Inszenierung gelingt ein gefühlvolles, ermutigendes, dennoch nie herabblickendes Meisterstück. (8)

Ein Fremder ohne Namen (1973)
Bereits bei seiner zweiten Regiearbeit beweist Clint Eastwood ein Händchen für einen nüchternen, prunklosen Stil, erzählt ferner eine klassische Western-Rache-Geschichte mit einigen gewaltsamen Momenten, deren Ausmaß sich kurzerhand auf eine ganze Stadt ausdehnt. Bemerkenswert zudem die dezente Einbindung übernatürlicher Elemente. (7)

Das Ewige Leben (2015)
Von einer Buchkennerin habe ich mir sagen lassen, dass allerlei bedeutsames der Vorlage scheinbar dem Filmfluss zum Opfer fallen musste. Nichtsdestotrotz überzeugt ebenso der vierte Brenner-Film, der im direkten Vergleich mit seinen Vorgängern deutlich dramalastiger ausfällt, schließlich wird diesmal eine äußerst persönliche Geschichte erzählt. Das geht zu Lasten des Krimiteils, der nicht ganz zufriedenstellt, die Narration sogar ausbremst. Umso stärker ist der intime Aspekt, nachdrücklich in den skizzierten warmen, glücklichen, die graue, trostlose Gegenwart kontrastierenden Rückblenden akzentuiert. Wenn auch nicht so humorvoll wie zuvor, ein dennoch starker, da sich von den anderen abhebender Beitrag. (7,5)

Gesetz der Rache (2009)
Bis auf das Ende solider Selbstjustiz-Thriller, der reizvoll mit der Sympathisierung Gerad Butlers Charakter spielt, der alle raffiniert an der Nase herumführt, dahingegen mit besonders grausamen und eiskalten Exekutionen wieder abschreckt. (5)

Ein Mann für eine Saison (2005)
Qualvoll langweilige Baseball-Hymne, die es nicht schafft, wie etwa "Love & Basketball", das richtige Maß im Verhältnis Beziehung zu Sport zu finden, diesbezüglich wenig Reibungsfläche bietet. Obendrein ist hier überhaupt nichts witzig. (4)

Eine Hochzeit zum Verlieben (1998)
Der ist wiederum ganz nett. Zwar ist das 80er-Thema allerhöchstens kosmetischer Natur, die vielen liebevoll gestalteten Nebencharaktere, sowie die Chemie zwischen Adam Sandler und Drew Barrymore offerieren das bisschen romantischen Zauber, der den Film liebenswert macht. (5,5)
















10 - 6,0 (60,0)

Samstag, März 28, 2015

The Walking Bits

Das ich nicht der größte "Walking Dead"-Fan bin, sollte klar sein. Vielleicht wäre ich mehr zu begeistern gewesen, wäre die ganze Serie im Stile dieser 8-bit-Version von Cinefix und David Dutton gehalten gewesen. Wäre doch mal eine Idee für ein Reboot...

Donnerstag, März 26, 2015

No. 26

Happy Birthday... äh... to me?


Donnerstag, März 19, 2015

Kurzreviews März/I/2015

Hiermit präsentiere ich wiederum die 11 Filme und abermals keine Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat März gesehen habe:


Filme
Strike! - Mädchen an die Macht! (1998)
Niedlich-freche Komödie mit Emanzipationsanliegen, gut gespielt und mit realistisch anmutender Darstellung von jungen Mädchen, die weder als süße Mäuschen, noch als Jungen-Kopie ausgegeben werden. (6)

So weit die Füße tragen (2001)
Zu meiner Schande in Unkenntnis des Originals. Akzeptabler Abenteuerfilm aus deutschen Landen, meistens solide inszeniert, in netten Landschaften gefilmt, ein bisschen langweilig, sowieso reichlich unrelevant. (5)

Payback - Zahltag (1999)
(Kinofassung) Brian Helgelands Verbeugung vor dem Hard-Boiled-Krimigenre ist zu Beginn schön grob und rau, ab der Hälfte wird die Produktionsstudio-Intervenierung durch Hang zu schwarzem Humor deutlich, nicht zu erwähnen der Wandel von Mel Gibsons schwer verdaulichen, brutalem Charakter hin zum spitzbübischen Held. Nichtsdestotrotz gefällt der Film selbst in dieser Fassung, durch den ausgewogenen Mix aus beidem, knallhartem Gangstertum fernab einer Tarantinoeske und leichter Komödie. (8)

Ist ja irre - Der dreiste Cowboy (1966)
Einen Ticken geringere Witzdichte als "Cleopatra", das übliche Ensemble macht Spaß. (5)

Duell der Degen (1997)
Trotz einiger graphischerer Todesszenen possierlicher moderner Mantel und Degen-Film, mit bestechenden (ha ha ha) Degenkampfchoreographien. Nach einem besonders flotten Beginn schleichen sich ein, zwei Längen ein, das Finale misst ein spektakuläres Duell, und trotzdem guckt man ihn gerne. Bonus für Fabrice Luchini. (7)

Spy Game - Der finale Countdown (2001)
Ich habe eine Schwäche für Robert Redford, ein paar taktische Winkelzüge seinerseits innerhalb der Agentur im Wettlauf gegen die Zeit gefallen. Leider konzentriert sich der Film mehr und mehr auf die reichlich öden Rückblenden, schafft es nicht, seinen Charakteren ein ausgeprägtes Profil zu geben, zumal die ganze Erzählperspektive zweifelhaft erscheint, da Redford zu diesem Bericht genötigt wird. Tony Scotts nerviger Regie-Stil tut sein übriges. (4,5)

Kopfgeld (1996)
Hätte ein solider Entführungsthriller sein können, aber Ron Howard und Mel Gibson gefallen sich besser darin, die fragwürdige Handlungsweise des extrem unsympathischen Protagonisten zu glorifizieren und als den rechten Weg darzustellen, zumal die ganze Erzählperspektive an sich abstößt. (3)

Auftrag Rache (2010)
Martin Campbell remaked seine eigene Mini-Serie, natürlich stark komprimiert. Jedem sollte bewusst sein, dass das keine Rache-Action ist, sondern ein gelungener politischer Thriller, mit wenigen, dafür deutlichen und gerade deswegen wirksamen Gewaltspitzen, der vom Zuschauer durchaus Aufmerksamkeit abverlangt. Gefällt sogar darstellerisch. (6,5)

Die Letzte Festung (2001)
Passt zu "Kopfgeld": was ein solider Gefängnisfilm, dessen Klischees er nichtsdestotrotz brav und nichtssagend ruminiert, hätte sein können, mit Robert Redford zudem passend besetzt und routiniert inszeniert, missfällt statt dessen durch seinen penetranten Militarismus und die reichlich unglaubwürdige Umwandlung einer gesamten Gefängnismannschaft in eine Mini-Armee. (3)

Im Fadenkreuz - Allein gegen alle (2001)
Ein Amerikaner im Kosovo. Das konnte nur peinlich werden und ist es auch. Wem "The Killing Fields" schon immer zu wenig amerika-patriotisch und pro-militaristisch war, wird hier gut bedient. (2,5)

Ronin (1998)
Regelrecht ein Action-Klassiker, bietet fetzige handgemachte Autoverfolgungsjagden und knallige Schießereien, trotzdem gefällt der vorangehende Spannungsaufbau meistens sogar besser. Etwas schade finde ich höchstens, dass der Teamaspekt zu kurz kommt, schnell klar wird, dass Robert De Niro und Jean Reno die erste Geige spielen. (7,5)



















11 - 5,3 (58,0)

Mittwoch, März 11, 2015

Oh, oh... To Never Forget Again!

Ich bin des Todes! Ich bin verloren! Gestern feierte Chuck Norris seinen 75. Geburtstag! Und ich habe ihn in keiner Silbe in meinem Blog erwähnt! Oh weh, oh weh. Der nächste Roundhousekick wartet garantiert hinter jeder Ecke... und ich meine JEDE Ecke... selbst die runden...

(Zu diesem GIF bitte dieses Video abspielen...)

Dienstag, März 10, 2015

Zitate 17

"The only mystery in life is why the kamikaze pilots wore helmets."
Al McGuire

Montag, März 02, 2015

Kurzreviews Februar/II/2015

Hiermit präsentiere ich wiederum die 17 Filme und 2 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat Februar seit der letzten Liste gesehen habe:


Serien-Staffeln
Malcolm Mittendrin (Season 7) (2005-2006) (6,5-7)
Avatar - Der Herr der Elemente (Buch 2: Erde) (2006) - (7,5-8,5)

Filme
Hotel Transsilvanien (2012)
Selbt wenn mir die schnelleren Szenen bisweilen zu hektisch und hyperaktiv waren, beweist die kindgerechte Aufarbeitung der Gruselklassiker Witz und Charme, oft überdies Herz. Tempo und ruhigere Sequenzen wechseln sich wohl dosiert ab, die Animationstechnik ist niedlich und detailliert. Höchstens die Gesangseinlagen stören, sind immerhin kurz und schmerzlos. (6,5)

Drachenzähmen leicht gemacht (2010)
Erzählt keine innovative Geschichte, die Charaktere sind dafür archetypisch-prägnant genug, die Freundschaft zum Drachen geht zu Herzen ohne rührselig zu sein. Die Flugszenen sind geradezu ganz, ganz großartig, versprühen Kino-Magie und Sense of Wonder, wie ich es lange nicht mehr erlebt habe. (7)

An jedem verdammten Sonntag (1999)
Sogar als Nicht-Football-Fan muss ich Oliver Stones eigensinniger Inszenierung, seinen ungewöhnlichen Montagen und immersiven Spieldfeld-Szenen ein gewissen Reiz zugestehen. Weniger reizend sind die arroganten Unsympathen von Spielern, Trainern und sonstigen Beteiligten, die ausführlich, dennoch oberflächlich thematisiert werden, zumal eine kritischere Perspektive fehlt, der Sport viel mehr in abstrahierten Szenen unreflektiert zu einer körperlichen Erfahrung und zu sehr zum Kultobjekt stilisiert wird. Außerdem: was zum Henker sollte die Augen-Szene? (6,5)

Jerry Maguire - Spiel des Lebens (1996)
Fällt für mich in dieselbe Kategorie wie "Cocktail", ein reines Tom Cruise-Vehikel, dass mit der gesamten Sport-Agent-Thematik unsäglich langweilt. (4)

Love & Basketball (2000)
Vom Football zu Basketball und tatsächlich habe ich unberechtigterweise nichts von diesem Film erwartet. Der Titel ist dabei programmatisch, gleichermaßen verschreckend, wie absolut treffend. Das Leben der Protagonisten liegt im Fokus und nicht der Sport, der nichtsdestoweniger als deren Passion Entscheidungen, Höhen und Tiefen maßgeblich beeinflusst, nichtsdestotrotz lediglich einen Teil ihrer Beziehung ausmacht. Es ist ihre Geschichte, eine am Boden gebliebene, dankbar kitschfrei vorgetragene Liebe. Wirklich ein wunderschöner Film. (7)

Die Nackte Kanone 33 1/3 (1994)
Passt zur Oscar-Verleihung, denn nie waren die Academy Awards unterhaltsamer. ;-) (7)
Brotherhood (2004)
Ambitioniertes Großprojekt, das mitunter als koreanischer "Saving Private Ryan" angesehen werden darf. Kang Je-gyu tut sein Möglichstes, die Kriegsgräuel als solche darzustellen, kann gleichwohl nicht umhin, wie für koreanische Geschichtsbewältigung üblich, dick aufzutragen und höchst emotional zu inszenieren - vor allem am Ende. Das Verhältnis der Brüder steht stellenweise hinter den aufwändigen Schlachtszenen zurück, löblich ist das Bestreben, eine einseitige, Schuld zuweisende Darstellung zu vermeiden. (7)

Weiße Jungs bringen's nicht (1992)
Kurzweilige, lockere Basketball-Komödie, die hauptsächlich durch das Charisma von und die Chemie zwischen Wesley Snipes und Woody Harrelson lebt. Die privaten, sozialen Probleme der beiden ziehen sich hingegen ab und zu. (5,5)

Spike Lee's Spiel des Lebens (1998)
Spike Lees übertriebener Stil und der aufbeglähte Musikeinsatz nervten mich recht schnell, der Rest war reine Basketball-Hymne. (3)

Tin Cup (1996)
Niedlich, wie Ron Shelton sich abmüht, Golf einen leicht epischen Anstrich zu verpassen, womöglich nicht ganz ohne Wirkung. Kevin Costners Charakter ist demgegenüber nicht gerade sympathisch. (5)

Goal! - Lebe deinen Traum (2005)
Für Fußball-Freunde ganz nett, meistens (schauspielerisch) gut gespielt, mit (anscheinend) zahlreichen Anspielungen. Entwickelt sich natürlich nach bekanntem Muster reichlich überraschungsarm. (5,5)

FC Venus (2006)
Ich bin sicher kein Nora Tschirner-Fan, sympathisch und spaßig ist das Geschlechter-Geplänkel nichtsdestotrotz, lässt Raum für Komik, wie für ein wenig Drama. Zumal Ute Wieland mit Pepp zu inszenieren weiß. (5,5)

Girls United (2000)
Oh weh, hier wird ein ganz, ganz bedenkliches Frauen-Bild verherrlicht, schöne Menschen, die sich (irgendwie) schön bewegen, Cheerleadertum statt Studium. Kirsten Dunst und Eliza Dushku sind zwar knuffig, ungeachtet dessen ist das eine schlimme Botschaft. (2,5)

Stirb langsam - Jetzt erst recht (1995)
John McTiernan garantiert gelungene Actionszenen, Jeremy Irons ist ein cleverer Antagonist und Samuel L. Jackson ergänzt Bruce Willis formidabel. Was will man mehr? (8)

Fun Size (2012)
Ein, zwei amüsante Momente, insgesamte eine schnell vergessene Teenie-Komödie. (4)

Ist ja irre - Cäsar liebt Kleopatra (1964)
Wie für die Reihe üblich schön kindlich-absurde Komik ausgelöst durch die Ansammlung selten dämlicher Charaktere, diesmal eben im Monumentalfilm-Kostüm. Niedlich. (6)

Grand Budapest Hotel (2014)
Mit Wes Andersons überladenen Bildern tue ich mich nach wie vor schwer, weswegen ich diesen Film mehr mögen wollte als ihn tatsächlich genuin zu genießen. Denn Kostüme, Design und Kulissen sind über jeden Zweifel erhaben großartig, ebenso wie sein weitreichendes Spektrum an fähigen Darstellern, schließlich kann man mit Ralph Fiennes nie etwas verkehrt machen, die bis in die kleinsten Nebenrollen verheitzt werden. Und natürlich gefallen mir die stilistischen Verbeugungen vor Stummfilmen, wie allgemein die Liebeserklärung an vergangenen Stil, Grandezza und Niveau. Vielleicht ist es einfach die Art, wie Anderson erzählt, die mich kalt lässt. Ich lass ein bisschen Zeit vergehen und versuch's dann nochmal. (vorläufig: 7)

















17 - 5,7 (97,0)

Samstag, Februar 28, 2015

Leb wohl Spock!

Leonard Nimoy ist verstorben und das macht mich als Trekkie wahnsinnig traurig. Leb wohl, Spock! Du hast mir so, so, so viele unbeschreiblich fantasiereiche Abenteuer beschert, mir so viel Inspiration gegeben. Somit hast Du Dich letztlich zu Deforest Kelley und James Doohan gesellt. Ich werde Dich vermissen! LLAP!

  R.I.P.

Mittwoch, Februar 25, 2015

Zitate 16

"Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, dass man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird."
Henry Louis Mencken

Sonntag, Februar 22, 2015

Oscar 2015

So, haben wir das wieder geschafft. Leider war ich zu müde, um mir die Verleihung selbst anzuschauen, aber das bisschen Musical-Geplänkel, besoffene Polen und Neil Patrick Harris in Unterhosen kann ich verkraften. Die Prämierungen an sich sind relativ überraschungslos verteilt, mit der (verdienten) Vorliebe für "Birdman" hatte ich tatsächlich nicht gerechnet, allerdings hätte ich Michael Keaton den Goldjungen wirklich gegönnt. Stattdessen muss man Kate Winslet in "Extras" abermals Recht geben: Behinderung der Oscar-Garant (Eddie Redmayne, Julianne Moore). Emmanuel Lubezki gewinnt seinen zweiten Oscar in Folge, der "Citizenfour"-Sieg hat mich wirklich überrascht, das "Princess Kaguya" nicht gewinnt war letztendlich irgendwie klar - immerhin bekam Hayao Miyazaki seinen Ehrenoscar. Alexandre Desplat gönne ich den Oscar ebenfalls vom ganzen Herzen, selbst wenn ich "Grand Budapest Hotel" bisher nicht durchgehalten und die Musik nicht gerade in bester Erinnerung habe. Wie dem auch sei: aufs nächste mal!

Ach Gottchen, heute sind ja Oscars. Und das zum 87. mal. Die Rassismus-Vorwürfen mal Außen vorgelassen, finde ich eine Prognose dieses Jahr schwierig. Sowohl interessante, wie zu erwartende Nominierungen finden sich, eindeutige Prämierung (wie etwa "Gravity") sehe ich nicht unbedingt. Aber um es kurz zu machen, hier sind meine Tipps.

Meine Prognosen markiere ich mit (X), wenn ich mir unsicher bin, werden Alternativ-Kandidaten mit (?) gekennzeichnet, in kursiv wie immer diejenigen, denen ich es tatsächlich gönne. Gewinner später in Gold, Fehltipps in Rot. Morgen haben wir Gewissheit. Hier übrigens die Razzies 2015.



Best Motion Picture of the Year:

   American Sniper
   Birdman (or The Unexpected Virtue of Ignorance) 
(X)Boyhood
   The Grand Budapest Hotel
   The Imitation Game
   Selma
   The Theory of Everything
   Whiplash


Best Achievement in Directing:
   Wes Anderson (The Grand Budapest Hotel)
(?)Alejandro González Iñárritu (Birdman)
(X)Richard Linklater (Boyhood)
   Bennett Miller (Foxcatcher)
   Morten Tyldum (The Imitation Game)


Best Performance by an Actor in a Leading Role:
   Steve Carell (Foxcatcher)
   Bradley Cooper (American Sniper)
   Benedict Cumberbatch (The Imitation Game)
(X)Michael Keaton (Birdman)
(?)Eddie Redmayne (The Theory of Everything)


Best Performance by an Actress in a Leading Role:
   Marion Cotillard (Two Days, One Night)
   Felicity Jones (The Theory of Everything)
(X)Julianne Moore (Still Alice)
   Rosamunde Pike (Gone Girl)
   Reese Witherspoon (Wild)


Best Performance by an Actor in a Supporting Role:
   Robert Duvall (The Judge)
   Ethan Hawke (Boyhood)
   Edward Norton (Birdman)
   Mark Ruffalo (Foxcatcher)
(X)J.K. Simmons (Whiplash)


Best Performance by an Actress in a Supporting Role:
(X)Patricia Arquette (Boyhood)
   Laura Dern (Wild)
   Keira Knightley (The Imitation Game)
   Emma Stone (Birdman)
   Meryl Streep (Into the Woods)


Best Writing, Screenplay Written Directly for the Screen:
(?)Birdman (Alejandro González Iñárritu, Nicolás Giacobone, Alexander Dinelaris, Jr., Armando Bo)
(X)Boyhood (Richard Linklater)
   Foxcatcher (E. Max Frye, Dan Futterman)
   The Grand Budapest Hotel (Wes Anderson, Hugo Guinness)
   Nightcrawler (Dan Gilroy)


Best Writing, Screenplay Based on Material Previously Produced or Published:
   American Sniper (Jason Hall from "American Sniper" by Chris Kyle, Scott McEwen and Jim DeFelice)
(X)The Imitation Game (Graham Moore from "Alan Turing: The Enigma" by Andrew Hodges)
   Inherent Vice (Paul Thomas Anderson from "Inherent Vice" by Thomas Pynchon)
   The Theory of Everything (Anthony McCarten from "Travelling to Infinity: My Life with Stephen" by Jane Wilde Hawking)
(?)Whiplash (Damien Chazelle from his short film of the same name)


Best Animated Feature Film of the Year:
   Big Hero 6
   The Boxtrolls
   How to Train Your Dragon 2
   Song of the Sea
(X)The Tale of the Princess Kaguya


Best Short Film, Animated:
   The Bigger Picture
   The Dam Keeper
   Feast
   Me and My Moulton
   A Single Life


Best Foreign Language Film of the Year:
   Ida (Paweł Pawlikowski) - Poland
(X)Leviathan (Andrey Zvyagintsev) - Russia
   Tangerines (Zaza Urushadze) - Estonia
   Timbuktu (Abderrahmane Sissako) - Mauritania
   Wild Tales (Damián Szifrón) - Argentinia


Best Short Film, Live Action:
   Aya
   Boogaloo and Graham
   Butter Lamp
   Parvaneh
   The Phone Call


Best Documentary, Feature:
   Citizenfour
   Finding Vivian Maier
   Last Days in Vietnam
   The Salt of the Earth
   Virunga


Best Documentary, Short Subject:
   Crisis Hotline: Veterans Press 1
   Joanna
   Our Curse
   The Reaper
   White Earth


Best Achievement in Cinematography:
(X)Birdman (Emmanuel Lubezki)
(?)The Grand Budapest Hotel (Robert Yeoman)
   Ida (Łukasz Żal, Ryszard Lenczewski)
   Mr. Turner (Dick Pope)
   Unbroken (Roger Deakins)


Best Achievement in Editing:
   American Sniper (Joel Cox, Gary D. Roach)
(X)Boyhood (Sandra Adair)
   The Grand Budapest Hotel (Barney Pilling)
   The Imitation Game (William Goldenberg)
   Whiplash (Tom Cross)


Best Achievement in Production Design:


(X)The Grand Budapest Hotel (Adam Stockhausen, Anna Pinnock)
   The Imitation Game (Maria Djurkovic, Tatiana Macdonald)
   Interstellar (Nathan Crowley, Gary Fettis)
   Into the Woods (Dennis Gassner, Anna Pinnock)
   Mr. Turner (Suzie Davies, Charlotte Watts)


Best Achievement in Costume Design:
 
(X)The Grand Budapest Hotel (Milena Canonero)
   Inherent Vice (Mark Bridges)
   Into the Woods (Colleen Atwood)
   Maleficent (Anna B. Sheppard)
   Mr. Turner (Jacqueline Durran)


Best Achievement in Makeup and Hairstyling:
   Foxcatcher (Bill Corso, Dennis Liddiard)
(X)The Grand Budapest Hotel (Frances Hannon, Mark Coulier)
   Guardians of the Galaxy (Elizabeth Yianni-Georgiou, David White)


Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Score:

   The Grand Budapest Hotel (Alexandre Desplat)
   The Imitation Game (Alexandre Desplat)
   Interstellar (Hans Zimmer)
   Mr. Turner (Gary Yershon)
(X)The Theory of Everything (Jóhann Jóhannsson)


Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Song:

   Shawn Patterson - "Everything Is Awesome" (The Lego Movie)
(X)John Legend, Common - "Glory" (Selma)
   Diane Warren - "Grateful" (Beyond the Lights)
(?)Glen Campbell, Julian Raymond - "I'm Not Gonna Miss You" (Glen Campbell: I'll Be Me)
   Gregg Alexander, Danielle Brisebois - "Lost Stars" (Begin Again)


Best Achievement in Sound Mixing:
(X)American Sniper (John Reitz, Gregg Rudloff, Walt Martin)
   Birdman (Jon Taylor, Frank A. Montaño, Thomas Varga)
   Interstellar (Skip Lievsay, Greg Orloff, Peter F. Kurland)
   Unbroken (Jon Taylor, Frank A. Montaño, David Lee)
(?)Whiplash (Craig Mann, Ben Wilkins, Thomas Curley)


Best Achievement in Sound Editing:
(X)American Sniper (Alan Robert Murray, Bub Asman)
   Birdman (Martin Hernández, Aaron Glascock)
   The Hobbit: The Battle of the Five Armies (Brent Burge, Jason Canovas)
   Interstellar (Richard King)
   Unbroken (Becky Sullivan, Andrew DeCristofaro)


Best Achievement in Visual Effects:
   Captain America: The Winter Soldier (Dan DeLeeuw, Russell Earl, Bryan Grill, Dan Sudick)
   Dawn of the Planet of the Apes (Joe Letteri, Dan Lemmon, Daniel Barrett, Erik Winquist)
   Guardians of the Galaxy (Stephane Ceretti, Nicolas Aithadi, Jonathan Fawkner, Paul Corbould)
(X)Interstellar (Paul Franklin, Andrew Lockley, Ian Hunter, Scott Fisher)
   X-Men: Days of Future Past (Richard Stammers, Lou Pecora, Tim Crosbie, Cameron Waldbauer)

Montag, Februar 16, 2015

Kurzreviews Februar/I/2015

Hiermit präsentiere ich wiederum die 16 Filme und 2 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat Februar gesehen habe:


Serien-Staffeln
Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer (Season 4) (2014) - (9-9,5)
Malcolm Mittendrin (Season 6) (2004-2005) (6,5-7)

Filme
R.I.P.D. (2013)
Noch einmal wollte ich mir selbst ein Bild machen: verfehlt knapp das Niveau von "I, Frankenstein", Versagen ist dennoch vorprogrammiert bei dieser schamlosen, schlecht getricksten, humorfremden "Men In Black"-Leichenfledderei, die sich einzig wegen dem Geister-Surrogat nicht als Reboot verkaufen lies. Zumal Ryan Reynolds und Jeff Bridges keine Sympathien für sich verbuchen können. (3)

Lucy (2014)
Luc Besson hat "Limitless" gesehen und dachte sich: da fehlt noch meine habituelle Kampfamazone und überhaupt sollte es zu mehr Schießereien mit Triaden kommen. Prompt hat er Scarlett Joahnsson gecastet und einen irren metaphysischen Action-Trip fabriziert, ein schräger Drogenrausch, abstrus unterhaltsam. (6)

Die Nackte Kanone 2 1/2 (1991)
Folgt im Wesentlichen dem Erstling, insofern nicht minder witzig. (7)

Rat mal, wer zum Essen kommt (1967)
Geht sein Thema feinfühlig an, reduziert sich nicht auf ein reines Anti-Rassismusplädoyer, sondern behandelt jeden Standpunkt seiner Protagonisten mit äußerster Vorsicht, Respekt und dem höchsten Maß an  Einsicht und Nachvollziehbarkeit. Höchstens unmotivierten, institutionalisierten Rassismus weist er von vornherein ab. Weil er jedoch denselben Aspekt in jeder Dialogkonstellation durcharbeitet, ergeben sich hin und wieder Längen. (7)
Guess Who - Meine Tochter kriegst Du nicht! (2005)
Das Remake hingegen beschränkt sich darauf, die Hautfarbe zu invertieren und sich größtenteils darüber zu amüsieren, geht ingesamt in Richtung "Meet The Parents"-Epigone. Wegen Bernie Mac und Ashton Kutcher anguckbar. (5,5)

Kiss of the Dragon (2001)
Ist für eine Exo-HK Jet-Li-Produktion nach "Auf der Flucht"-Formel ordentlich, andererseits ist Chris Nahon kein gekonnter Action-Regisseur und Bridget Fonda (oder ihre Rolle) nervt und bremst den Film gehörig. (6)

Fletcher's Visionen (1997)
Konnte ich mir früher bereits keine Meinung drüber bilden. Richard Donners Inszenierung macht das konsumierbar und täuscht vielleicht deswegen über den lahmen Thriller und den enervierenden Mel Gibson hinweg. Unschlüssig. (5)

Haus über Kopf (2003)
Gehört zu der Sorte Film, die ich zu hassen erwartet hatte, um dann positiv überrascht zu werden. Zu Beginn nervt Queen Latifah mit ihrem Gehabe und die Geschichte gewinnt keinen Blumentopf, aber mit der Zeit überwindet der Film seine Rassenklischees, während insbesondere das Zusammenspiel der Darsteller, allen voran Latifah und Steve Martin, Spaß macht, für humorvolle Szenen sorgt. Sympathisch. (6)

White Chicks (2004)
Oh weh. Exakt was man von den Wayans erwartet: Humor der plattesten Art - und irgendwie ist das, zumindest in der ersten Hälfte, in seiner verdrehten Minstrel-Show-Art und den Girlie-Szenen ein Guilty Pleasure. Bonuspunkt für Terry Crews als zotige Joe E. Brown-Version. (4,5)
Ungeküsst (1999)
Solide, die Darsteller sind OK, David Arquette ein bisschen mehr, die süßliche Verklärung der Schulzeit jedoch nicht. Als Liebesgeschichte zudem schwach und spannungslos, als Komödie zu witzarm. (4,5)

Die Maske (1994)
Immer wieder ein kurzweiliger Fantasy-Spaß, so dermaßen in den 90ern hängengeblieben und Jim Carrey ist einfach perfekt für die Rolle der lebenden Comicfigur. (6)

Jungfrau (40), männlich, sucht... (2005)
Irgendwo sind die Charaktere sympathisch, Steve Carell macht seine Sache gut, nur so richtig lachen konnte ich nicht. Ist mir alles zu lahm, zahm und ohne wirkliche Witzdichte. Nicht meins. (5)

Die Bankdrücker (2006)
Happy Madison, Baseball und Rob Schneider. Dann weckt mich, wenn es etwas zu sehen gibt. (4)

Hara-Kiri - Tod eines Samurai (2011)
Wunderschön gefilmtes Remake, ein ruhiger, teils fast schleppender Anti-Samuraifilm, ein düsteres, schwermütiges Drama. Ganz groß. (8)
Stirb langsam 2 (1990)
Airport mit Terroristen, Schießereien, Explosionen und John McClane. Was gibt's daran nicht zu mögen? (8,5)

Fifty Shades of Grey (2015)
Hach ja, ich und meine Freundin wollten was zu lachen haben (bei mir hat's funktioniert). Durchgestyltes, doch langweilig inszeniertes Softcore-Geplänkel, ohne Witz, Tempo oder romantische Kino-Magie, SM-Szenen, bei denen man sich immer fragte, wann Jamie Dornan denn endlich richtig zuschlägt. Einzig die niedliche Dakota Johnson macht noch das beste draus. Zudem wieder mal grauenhafter Musikeinsatz. (4)

















16 - 5,6 (90,0)

Donnerstag, Februar 12, 2015

Kiddies Karneval

Passend zu Karneval! In dem Sinne: Alaaf!

Dienstag, Februar 03, 2015

Kurzreviews Januar/2015

Hiermit präsentiere ich wiederum die 21 Filme und 6 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat Januar gesehen habe:


Serien-Staffeln
Dark Angel (Pilot) (2000) (6,5)
Dark Angel (Season 1) (2000-2001) (7-7,5)
Shogun (1980) (9-10)
Malcolm Mittendrin (Season 4-5) (2002-2004) (6,5-7)
True Detective (Season 1) (2014) (8-9)

Filme
G.I. Joe - Die Abrechnung (2013)
Hat seine unterhaltsamen Actionmomente, entfremdet jedoch durch das im Kern komplett ersetzte Helden-Team und forcierte Soldaten-Coolness an Stelle des naiven Comic-Charmes des Vorgängers, nimmt sich viel zu ernst. Unterstützt allgemein den Eindruck, dass man einen Nebenschauplatz betrachtet. 5 Minuten lustloser Bruce Willis-Cameo tragen nicht zu Bereicherung bei. (5,5)

Der Hobbit: Smaugs Einöde (2013)
(Extended Version) Viele wichtige Szenen-Erweiterungen, insbesondere Beorn betreffend, manche alberne Szenen wie die Fassreiter-Sequenz wirken wegen ihre relativen Position innerhalb der längeren Laufzeit besser intergriert. Trotzdem ist das ein sehr langer Film, der manchmal durchgestanden werden muss, Bilbo ist immer noch zu sehr Nebenfigur, die Fassreiterszene bleibt albern, das Smaug-Finale kann nicht verhehlen, dass es eigentlich gar nicht existieren dürfte. Nichtsdestotrotz: ein schöner überlanger Abenteuertrip nach Mittelerde, durch die zusätzlichen Minuten noch schöner. (8,5)

Kagemusha - Der Schatten des Kriegers (1980)
(Internationale Fassung) Mit der Zeit ändern sich Meinungen bisweilen. Als ich "Kagemusha" das erste mal Rücken an Rücken mit "Ran" gesehen hatte, gefiel er mir deutlich besser. Das hat sich mittlerweile ins Gegenteil verkehrt, denn, so hervorragend der Film ist, er besteht größtenteils aus Menschen in detaillierten Kostümen durchkomponiert positioniert in chichen Kulissen, ein Eindruck, der der Aussage entspricht, das "Kagemusha" im Grunde die Kostümprobe für den späteren "Ran" darstellt. Nichtsdestotrotz gelingen Akira Kurosawa eindrucksreiche Bilder, die er als Maler vorwegnahm, und obgleich die Geschichte um den Kagemusha seinen Protagonisten stellenweise zu oberflächlich behandelt, gelingen einige starke Charakter-Momente. (8)
The Raid 2 (2014)
Vollendete Kampf-Choreographien, schnell, athletisch, grandios choreographiert, dynamisch, gleichwohl übersichtlich gefilmt. Von der Kameraführung in den Kämpfen bin ich immer wieder fasziniert, auch hinsichtlich der Zurschaustellung von Brutalität, die in gehobenem Maße den Konfrontationen zu Eigen ist, indes durch Perspektive und gewähltem Ausschnitt nie zum unmittelbaren Fokus wird, sondern durch heftige Spitzen akzentuiert. Angenehm zudem die alles einrahmende Undercovergeschichte, die keine innovativen Bahnen einschlägt, als narratives Gerüst dessenungeachtet mehr als tauglich ausfällt. Eine Action-Offenbarung. (8,5)

Die Farbe (2010)
Eine kleine deutsche (schon deswegen einen Blick wert) Genre-Produktion nimmt sich Lovecraft an, gegen Widerstände, mit wenig Geld und unbekannten Darstellern realisiert. Oblgeich es sich bemerkbar macht, dass dies keine durch Fördergelder großzügig finanzierte Produktion ist, wird Trash- oder Heim- und Fanvideoqualität vermieden, ganz im Gegenteil die Vorlage atmosphärisch eingefangen. Als sehr gelungen empfand ich die Evokation einer kaum greifbaren Bedrohung, ein Verzicht auf platten Horror nach Jump-Scare-Paradigma zu Gunsten schleichender ungewisser Furchtbarkeit, was im Gegenzug ein gemächliches Tempo miteinschließt. Gut gefilmt, größtenteils solide bis gut gespielt, einfach einen Blick wert. (Mit Wohlwollen: 7)

Der Blade Runner (1982)
Ästehtisches, visuelles und atmosphärisches Wunderwerk, unbeschreiblich in Design und Umsetzung einer futuristischen Vision, ein Bilderrausch der erlebt sein will, ferner eine ergreifende Reflexion über das Menschsein oder Sein überhaupt. Meisterwerk! (10)

Sin City 2: A Dame to Kill For (2014)
Viel zu spätes, einzig von beinharten Hardcore-Fans gefordertes Sequel, das eben wie ein solches wirkt: von atavistisch-euphorischen Anhänger des Erstling in amateurhafter Eigenregie auf Youtube-Nachstell-Niveau. Das Novum des Looks und Stils kann die Verfilmung nicht mehr für sich beanspruchen, wirkt tatsächlich billiger und absolut uninspiriert inszeniert. Die Dichte des Vorgängers erreichen Robert Rodriguez und Frank Miller zu keinem Zeitpunkt, jede Geschichte, von der die mit Joseph Gordon-Levitt irgendwie noch am besten gefällt, steht isoliert, ist allerhöchstens pflichtgemäß runtergekurbelt. Pure Langeweile. (4)

American Sniper (2014)
Bedeutungsarme Aneinanderreihung von Schlachtszenen ohne tiefergehende Reflexion, damit ein Rückschritt in der Evolution des Kriegsfilms. Traumata des Protagonisten werden allzu oberflächlich behandelt, das Heldenlied auf seinen Soldaten, der im Grunde, seien wir ehrlich, nichts anderes ist als ein Massenmörder, der 160 Menschen eiskalt erschossen hat, erzeugt des Öfteren Magenschmerzen, da er ohne kritische Auseinandersetzung (wie ich es eigentlich nach dem Trailer erwartet hatte) sympathisiert und als Helden mystifiert wird (ganz Schlimm: der Abspann), effektiv den Hass gegen die "Feinde Amerikas" schürt. Clint Eastwoods nüchterne Regie vermeidet in Schlachtszenen zum Glück ausufernden Pathos, Szenen, in denen Chris Kyle seinem grausigen Handwerk nachgeht, wirken gerade auf diese Weise erschütternd, einige Actionsequenzen können für sich bestehen, Sienna Miller darf als Eheweib hingegen wenig beisteuern. Mich wundert es keine Sekunde, dass dieser Film in Amerika Besucherrekorde gebrochen hat. Schlimm. (4,5)

Gone Girl - Das perfekte Opfer (2014)
Ich bin gänzlich ohne Erwartungen an den Film rangegangen und fand mich bald fasziniert von der wendungsreichen, spannenden Geschichte, in einem Maße, das mich sehr überraschte. Es macht Spaß den Enthüllungen, Twists und dem allgemeinen Taktieren der Protagonisten zu folgen, insbesondere im Zusammenspiel mit der Medienwelt. Letzteres hätte trotzdem ausführlicher ausfallen dürfen, um mehr Satire Raum zu schaffen. Nichtsdestotrotz vergehen die 150 Minuten ohne Länge, David Finchers Inszenierung ist brilliant, Rosamund Pike erschafft eine unheimlich Präsenz. Zwar empfinde ich den Film in seiner Gesamtheit "nur" als vergnüglichen Thriller und bin der Meinung, er endet an der Stelle, wo es beinahe am interessantesten hätte werden können, dennoch ist das gutes Thriller-Futter. (7)

Sin City (2005)
Selbst 10 Jahre später besteht Robert Rodriguez Comichuldigung als Gesamtkunstwerk, Stil und Atmosphäre sind dicht, greifen zusammen mit Inszenierung, Musik und den ausgewählten Geschichten wie ein gut funktionierendes Zahnradgetriebe ineinander. Es ist in erster Linie ein visueller Rausch, der die recht flachen Geschichten und ihre teils fragwürdige Moral, wie ideologische Grundlage übertüncht, stilisierte Comic-Gewalt und düsterer Film-Noir. Aber die Rezprozität aller Elemente untereinander halten dieses künstlerische Gebilde nach wie vor zusammen. Ein großer Wurf. (8,5)

Im Dutzend billiger - Chaos hoch 12 (2003)
Exakt die Art widerlicher amerikanischer Familiensülzen-Kitsch (ich habe nicht grundsätzlich was gegen Familienfilme), die mir bereits durch ihre Musik Magenkrämpfe verursacht. (2)

Ninja - Pfad der Rache (2013)
Das Traum-Duo Isaac Florentine/Scott Adkins garantiert abermals fantastische Martial-Arts-Action, garniert mit ein wenig Ninja-Flair, verpackt in einer straighten Rache-Geschichte, die viel Raum für Konfrontationen lässt. Jetzt bringt bitte noch Kane Kosugi groß raus. (B-Action-Skala: 7)

Castle Freak (1995)
Mit überschüssigem Taschengeld erlaubte Full Moon Entertainment Stuart Gordon eine weitere irgendwie Adaption nach Lovecraft mit Jeffrey Combs. Trotz des kärglichen Budgets holte er dabei wieder das Maximum raus, kreiert ein bemitleidenswertes Monster, das in einem schaurigen Schloss umhergeht und der angereisten, dysfunktionalen Familie das Fürchten lehrt. Ein gelungener kleiner Genre-Beitrag, bedenkt man Produktionsfirma und Umstände. (B-Movie-Skala: 6)

City Slickers - Die Großstadt-Helden (1995)
Ausbruch aus der Midlife-Crisis, Männer dürfen lamentieren, die Ehefrau sitzt verständnisvoll daheim die Kinder hütend, während Männeke sich selber finden darf. Nun sind Billy Crystal und seine Kumpane, plus die erweiterte Belegschaft im Cowboy-Workshop knuffige Typen, die in einigen witzigen Szenen ihre Großstadtmentalität mit Cowboy-Romantik konfrontiert sehen. Ein harmloser Spaß. (6,5)

Dick und Jane (2005)
Eine Art komödiantischer Bonnie und Clyde in gewaltfrei. Dabei macht besonders der tiefe Sturz, den Jim Carrey und Téa Leoni durchleben, Spaß, immer tauchen neue Probleme auf, bis sich die beiden schlussendlich auf illegalem Territorium bewegen und für etwas Situationskomik sorgen. Ganz nett. (6)

Meine erfundene Frau (2011)
Adam Sandler und Happy Madison haben schon wesentlich schlimmeres fabriziert. Im Grunde drehen sie einen Film um ihren Sommerurlaub herum, gelungenen Klamauk gibt es trotzdem, und mit meiner Schwäche für die handelsüblichen Liebesfilme trifft sogar das Paar Sandler/Jennifer Aniston meinen Nerv. (5,5)

Firewall (2006)
Standard Enführungs/Erpresser-Thriller mit soliden spannenden Momenten und einem guten Paul Bettany als bedrohlichen Oberbösewicht. Mit Harrison Ford kann man nie viel falsch machen, allerdings ist er für die actionreicheren Momente merklich zu alt. Gesehen haben muss man das nicht. (5,5)

Der Gestiefelte Kater (2011)
Beweist, dass Antonio Banderas Kater alleine einen Film tragen kann, mit viel Western- und Fantasy-Charme, inklusive der kleinen Seitenhiebe auf das Latino-Lover/Zorro-Image und mit einigen Witzen für Katzenliebhaber und -kenner. Temporeiches Abenteuer nicht nur für Kinder. (6,5) 

Know1ng - Die Zukunft endet jetzt (2009)
Nach dem stimmungsvollem Anfang kann Alex Proyas, trotz brauchbarer Bilder und ein wenig mysteriösem Flair, die Spannung nicht halten, das Ende ist gar ärgerlich mit seiner sektenreifen religösen Auflösung. Nicht mal Nicolas Cage chargiert befriedigend. (4)

Ninja Assassin (2009)
Man merkt, das hier die Wachowskis ihre Finger im Spiel haben, denn das ganze wirkt wie eine Live-Action-Manga-Verfilmung, die statt auf ausgefeilte Martial-Arts-Kämpfe auf hibbelige, undurchsichtige, dafür überstilisierte Actionszenen setzt. Optisch ganz nett, kann dabei weder die Action, noch die labbrige Geschichte auf Dauer fesseln. (5)

Die Nackte Kanone (1988)
Total gaga wie alle Zucker/Abrams-Parodien, doch gerade die zahlreichen Absurditäten, die Details im Hintergrund, die bizarren Dialoge, alles abseits des Slapsticks, machten seit je her für mich den besonderen Reiz ihrer Filme aus und dies hier ist in diesem Sinne ein Prima inter pares. (7)



















21 - 6,3 (132,5)