Montag, September 09, 2013

Kurzreviews August/II/2013

Uni-Angelegenheiten, ein Umzug (wir haben einen neuen Mitbewohner), sowie Reisevorbereitungen haben mich mal wieder gefordert, daher ist mein Blog noch bis mindestens den 16. September sozusagen im Urlaubsmodus. Dann kümmere ich mich auch um Dinge wie die von mir sehr skeptisch aufgenommene Besetzung Ben Afflecks als Flattermann, sowie des grauseligen Trailers zum "Robocop"-Remake. Außerdem entschuldige ich mich, wenn ich in letzter Zeit kommentartechnisch eher stumm war. Man sollte meinen, ein schneller Kommentar sei kein Problem, aber zwischen dem ganzen hin und her... naja.

Wie dem auch sei, hiermit präsentiere ich wiederum die 9 Filme und 3 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat August seit der letzten Liste gesehen habe:

Serien-Staffeln
Sons of Anarchy (Season 2) (2009) - (8/10)
Sopranos (Season 2) (2000) - (8/10)
American Horror Story (Season 1) (2011) - (6/10, bin gerade bei Season 2, die ich persönlich super finde)

Filme
Spacecenter Babylon 5 - Die Zusammenkunft (1993)
Ein solider Einstieg, der die wesentlichen Elemente der Station und die wichtigsten Charaktere vorstellt, sogar bereits ein bisschen rätselhaftes enthält. Es sollte eine der großartigsten, epischsten Science-Fiction-Serie ever folgen. (7/10)

James Bond 007 - Lizenz zum Töten (1989)
Lernt aus den Fehlern des Vorgängers: Robert Davi ist ein charakteristischer, wie charismatischer Fiesling, Bond als Rache-Engel wirkt frisch, ohne die wichtigsten Reihen-Elemente dafür zu opfern, die Bond-Girls sind heiß und die Action kann sich vielleicht schon etwas zu sehr sehen lassen. Leider war danach für Timothy Dalton Schluss, zumindest endet seine Bond-Zeit mit einem Knall. (7,5/10)

Fellinis Casanova (1976)
Erinnert sich noch jemand an meine allererste Review-Liste?
Frivoles Barock-Kino, das den Zuschauer mit pittoresken Bildern überflutet. Sehr grotesk und ausufernd dekadent, dabei durchaus unterhaltsam, mit einem entsprechend schrägen Donald Sutherland besetzt. Nicht direkt eine Komödie, vielmehr Fellinis Interpretation einer gescheiterten Existenz. (7/10)

Scanners - Ihre Gedanken können töten (1981)
Effektives Frühwerk von David Cronenberg, das, Telekinese thematisch clever gewählt, mit wenig Aufwand und minimalen Mitteln fasziniert, sich sogar, ohne den Tiefgang späterer Werke zu erreichen und meist in Momenten abseits des Thrillers, als Vorläufer des Cronenberg-typischen Konflikts zwischen Geist und Körper herausstellt. (7/10)

Scream of the Banshee (2011)
Da habe ich tatsächlich schlimmeres erwartet, letzten Endes ist der Film "nur" langweilig. Es gibt Szenen, die gruselig hätten sein können, leider gibt es dazu keine korresponsive Inszenierung. Die Charaktere gehen in Ordnung und man ist sichtlich bemüht, sie nicht als reines Kanonenfutter darzustellen. Es bleibt ein vergessenswertes TV-Produkt. (3/10 auf einer B-Movie-Skala)

Ator II - Der Unbesiegbare (1984)
"Ator" war bereits reine Barbaren-Trash-Freude, Teil 2 setzt sogar noch einen drauf: allein der inopportune Prolog mit den Höhlenmenschen und dessen (fast) gänzlich fehlende Einbindung im Rest des Films macht was her. Es folgt eine der unterhaltsamsten Fantasy-Barbaren-Odysseen, zusammengeschustert aus den verschiedensten Ideen, die ohne Längen einfach großen Spaß bereitet. Zurecht Kult! (8,5/10 auf einer Trash-Skala)

El Gringo (2012)
Scott Adkins in einer Hauptrolle freut mich immer und Eduardo Rodriguez tut sein Bestes, dieses Neo-Western-Konstrukt mit deutlichem Einschlag zur Action-Groteske (nicht von ungefähr evoziert der Film Mariachi-Assoziationen) nicht allzu angestaubt erscheinen zu lassen, selbst wenn die günstigen Ost-Block-Produktionsverhältnisse stets durchscheinen. Immerhin verkaufen sie einem Bulgarien irgendwie glaubhaft als Mexiko und die Schießereien sind hinreichend knallig. Nichtsdestotrotz fehlt es an allen Ecken an handwerklichem Geschick. (5,5/10 auf einer B-Action-Skala)

Ohne Limit - Die Droge für Reichtum und Macht (2011)
Ein Film wie im Rausch, eine Reise nach ganz oben, die wir zusammen mit Bradley Coopers sympathischem Charakter moralfrei und mit satirischem Potential erfahren und die gerade deswegen die ein oder andere Überraschung für uns parat hält. Immer noch mein kleiner "Fight Club". (7,5/10)

Ran (1985)
Akira Kurosawas "King Lear"-Version ist eines seiner größten Meisterwerke unter all seinen bereits nicht höhepunktarmen Werken. In assoziativer Farbsymbolik inszeniert er die bittere Bilanz eines alternden Herrschers, ein tragischer, mit zunehmender Laufzeit fast resignierender Blick auf die Vergangenheit, mehr großes Drama als epochaler Kostümfilm. Zusammen mit Komponist Toru Takemitsu schuf Kurosawa unglaubliche, suggestive, surreal-alptraummhafte Sequenzen, die die Meisterschaft des Regisseurs fest untermauern. Meisterwerk! (10/10)

















9 - 7,8 (70,0)

1 Kommentar:

prophet hat gesagt…

RAN? Das war doch Fußball auf SAT.1!