Damn, wo bleibt der Oscar für Tommy Wiseau?
Mittwoch, März 28, 2018
Why... so... Wiseaurious?!
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Okami Itto
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Mittwoch, November 23, 2016
Nachschlag No. 33: Die Antwoord auf die Joker/Harley Quinn-Frage
Anlässlich meiner Sichtung von "Suicide Squad" möchte ich feststellen, dass es in der Medienwelt ein Duo gibt, dass einer modernen Version des Jokers und Harley Quinn, in DCs katastrophalen Kino-Umsetzung eine nichtssagende, einfallslose, durchschaubar kalkulierte "rebellisches Girlie und ihr Schatzi"-Version, wesentlich näher kommt: Ninja und ¥O-LANDI VI$$ER von "Die Antwoord". Sicher, das Bestreben eine angemessen hassenwert-liebenswerte Bösewichttruppe zu versammeln, konnte an den eigenen Blogbuster-Ansprüchen nur scheitern, denn ihnen fehlt voll und ganz die anarchische Energie, um dem gerecht zu werden. "Die Antwoord" ist ihnen dabei Welten voraus.
(P.S.: Sogar Cara Delevingne haben sie besser einzusetzen gewusst als David Ayer & Co.)
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Okami Itto
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Montag, Mai 09, 2016
Zeit für apokalyptische X-Magie... und die Bestrafung!
Die Verfilmung von Scott Derrickson ("Hellraiser: Inferno", "The Day the Earth Stood Still"-Remake, "Sinister") markiert den Einzug von Vollblutmagier Stephen Fennel, meine Strange ins MCU, dargestellt von Benedict "Sherlock" Cumberbatch ("The Hobbit", "Star Trek Into Darkness", "12 Years a Slave"), der sich somit zum direkten Konkurrenten von Harry Potter und Balthazar Blake aufschwingt... der Fokus liegt also wenig überraschend auf Magie und Mystik, schließlich handelt es sich bei Strange um einen der mächtigsten Magier ever. Zu dem entwickelt sich der einstmalig gefeierte Chirurg nach einem Unfall, der ihn seine magischen (im übertragenen Sinne) Hände kostet, woraufhin er in eine tiefe Sinnkrise stürzt, die Welt bereist und schlussendlich bei "the Ancient One" (keine Verbindung zu Lovecraft... wobei, wer weiß?), dargestellt von Tilda Swinton ("Michael Clayton", "Snowpiercer", "Hail, Caesar!"), landet, die ihn sein magisches Potential (im wortwörtlichen Sinne) zu erkennen und nutzen lehrt.
Irgendwo in der Geschichte gibt es zudem natürlich wieder einmal einen schlimmen Finger, in diesem Fall Mads Mikkelsen ("Casino Royale", "The Hunt", "The Salvation"), der garantiert wieder einmal eine amerikanische Stadt, ein rumänisches Dorf, ein Luxus-Apartment oder eine ganze Welt bedroht, die der Titelcharakter wieder einmal heldenhaft vor dem Untergang bewahrt - wie üblich. Außerdem mischen noch Chiwetel Ejiofor ("Serenity", sein Messerchen durfte er gleich mitbringen, "Children of Men", "The Martian"), Rachel McAdams ("Sherlock Holmes: A Game of Shadows", die Frau, auf die die Sherlocks fliegen, "True Detective", "Spotlight") und Michael Stuhlbarg ("A Serious Man", "Boardwalk Empire", "Men in Black 3") mit, bis auf den Love Interest-Part von McAdams allesamt in Rollen, die mir wahrscheinlich viel sagen würden, hätte ich die Comics gelesen.
Der Trailer jedenfalls sieht aus wie eine Mischung aus "Batman Begins", "Inception" und "Ich fuchtele mit den Händen in der Luft rum, um irgendwas Magisches zu machen - Der Film". Wie gesagt: purste Innovation aus dem Hause Marvel. Aber immerhin: Marvel versteht sich nach wie vor darauf Trailer zu veröffentlichen, die zur Abwechslung nicht den ganzen Film spoilern und, ist man Fan, bestimmt Lust auf mehr machen.
Aber weil eine Comic-Verfilmung glattweg nie genug ist, kommt hier No. 2: "X-Men: Apocalypse".
Unsere alle Lieblingsmutanten gehen in die nächste Runde. Wie in den Post-Credits von "Future Past" bereits angedeutet, bekommen es Charles Xavier & Co. diesmal mit Apocalypse oder Ich Sabba Nur, pardon En Sabah Nur zu tun, dem ersten und mächtigsten Mutanten ever, der, was sonst, die Welt vernichten möchte... oder "ändern", was bei Marvel-Antagonisten eh aufs Gleiche rauskommt.
Die Leitung des Ganzen liegt in den bewährten Händen Bryan Singers ("The Usual Suspects", "Apt Pupil", "Superman Returns"), die üblichen Verdächtigen wie James McAvoy ("The Last King of Scotland", "Atonement", "Filth"), Michael Fassbender ("A Dangerous Method", "Shame", "Prometheus"), Jennifer Lawrence ("Winter's Bone", "Silver Linings Playbook", "The Hunger Games"), Nicholas Hoult ("About a Boy", "Jack the Giant Slayer", "Mad Max: Fury Road") oder Evan Peters ("Invasion", "American Horror Story", "Kick-Ass"), von dem man dieses Mal hoffentlich mehr zu sehen bekommt, sind wieder mit von der Partie, Neuzugänge sind Tye Sheridan ("The Tree of Life", "Mud", "The Stanford Prison Experiment") als Cyclops, Sopie "Sansa" Turner ("Game of Thrones", "The Thirteenth Tale", "Another Me") als Jean Grey, Olivia Munn ("Beyond the Break", "Attack of the Show!", "Iron Man 2") als Psylocke und Alexandra Shipp ("House of Anubis", "Aaliyah: The Princess of R&B", "Alvin and the Chipmunks: The Squeakquel") als Storm, neben vielen, vielen anderen. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Hugh Jackman ("Les Misérables", "The Wolverine", "Prisoners"). Nicht zu vergessen: Oscar Isaac ("Inside Llewyn Davis", "Ex Machina", "Star Wars: The Force Awakens") als Apocalypse.
Da ich die "X-Men"-Filme nach wie vor mag und auch von "Days of Future Past" angetan war (selbst wenn ich zugeben muss, dass ich mich von ihm einfach hab mitreißen lassen, mir dadurch erst im Nachhinein die Schwächen deutlicher bewusst wurden), bin ich mal gespannt. Das macht den Eindruck üblichen X-Men-Programms auf gewohntem Niveau, wirkt ein wenig wie die Alternative zum MCU "Civil War", wie die 20th Century Fox-Comic-Verfilmungen immer eine gesunde Alternativ-Veranstaltung zum MCU darstellen.
Und da die Flut an Comic-Verfilmungen inzwischen ebenfalls den Serienmarkt in Angriff genommen hat: Jon Bernthal ("The Walking Dead", "The Wolf of Wall Street", "Sicario") bekommt wenig überraschend seine eigene "The Punisher"-Serie, nachdem er in der hervorragenden zweiten Staffel von "Daredevil" bereits eine wirklich großartige Vorstellung geboten hat. Kann man sich drauf freuen.
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Okami Itto
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Dienstag, März 29, 2016
I'm the goddamn Sadman!
Ganz überraschend ist "Batman V Superman: Dawn of Justice" gar nicht mal so gut geworden, wird allen Orts verrissen und spaltet selbst Comic-Fans, die Stumpfsinn wie "Man of Steel" sonst in den Himmel loben - was den Erfolg an den Kinokassen letztlich natürlich nicht verhindern konnte. Ob es aber mit den negativen Rezensionen zusammenhängt, dass der amtierende Batman Ben Affleck in diesem Video in sich gekehrt und trübsinnig vor sich hinbrütet? Wer weiß...
Jedenfalls dürfte das dem "The LEGO Movie"-Spin-Off "The LEGO Batman Movie" von Chris McKay ("Robot Chicken", "Moral Orel", "The Lego Movie") und natürlich mit Will Arnett ("Arrested Development", "30 Rock", "Teenage Mutant Ninja Turtles") gleich in zweifacher Hinsicht zu Gute kommen: erstens als Parodie auf der Welle des Erfolgs mitschwimmen zu können; zweitens der bessere Batman-Film zu werden. Übrigens sind noch Ralph Fiennes ("Harry Potter", "The Grand Budapest Hotel", "Spectre") als Alfred, Michael Cera ("Superbad", "Juno", "Scott Pilgrim vs. the World") als Robin, Rosario Dawson ("Trance", "Gimme Shelter", "Sin City: A Dame to Kill For") als Batgirl (damit sowohl Marvel-, als auch DC-Darstellerin...), Zach Galifianakis ("The Hangover", "Due Date", "Birdman") als Joker (!), sowie Mariah Carey (!!) ("Glitter", "Precious", "A Christmas Melody") als Bürgermeisterin mit von der Partie.
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Okami Itto
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Montag, März 21, 2016
Punish the Daredevil
Dann wisst ihr ja, was ich demnächst bingen werde, denn die erste Staffel von "Marvel's Daredevil" fand ich ganz ausgezeichnet: dreckig, brutal und düsterer als die meisten anderen Marvel-Projekte, zudem mit genug inhaltlichem Material und Charakterdynamik, um eine ganze Staffel auszufüllen (im Gegensatz etwa zu einer anderen überhypten Serie aus dem Hause Marvel). Wenn sie die als gute Einleitung jetzt konsequent ausbauen, wird das ein Fest - zumal der Punisher nun mitwirkt.
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Samstag, August 22, 2015
Deadpool vs. the Evil Dead
Alle Welt hat scheinbar laut aufgelacht, als zu der kommenden "Deadpool"-Verfilmung (als Teil der "X-Men"-Franchise btw) von Tim Miller (bisher Visual Effects Artist, etwa für das Opening von David Finchers "The Girl with the Dragon Tattoo"-Remake) mit Ryan Reynolds (nicht unerfahren im Bereich der Comic-Verfilmungen beider Lager, siehe "Blade: Trinity", "Green Lantern" und nicht zu vergessen "X-Men Origins: Wolverine", in dem er bereits denselben Charakter spielte; allerdings waren diese Projekte allerhöchsten mittelmäßig zu nennen) zuerst der Teaser:
Dann der Trailer (ebenfalls in der jungendfreien Version verfügbar) folgte:
Auf mich, der noch nie einen "Deadpool"-Comic in der Hand gehalten, geschweige denn gelesen hat, macht das den Eindruck eines Films für 13 bis 17 Jährige - was nicht mal grundsätzlich negativ gemeint ist (ein bisschen vielleicht), schließlich kann hin und wieder dieses Bisschen total kindischen Nonsense nicht schaden - andernfalls hätte ich vermutlich auch keinen Spaß an Filmen wie "Kingsman".
Dennoch: wenn ich cool will, nehme ich lieber die kommende Starz-Serie ("Spartacus", "Black Sails", "Da Vinci's Demons") "Ash vs. Evil Dead" von Sam Raimi, denn niemand ist cooler als Ash himself Bruce Fucking Campbell.
In dem Sinne:
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Samstag, August 08, 2015
Kurzreviews Juli/II/2015
Gestern bei rottentomatoes.com gewesen, das Tomatometer für "Fantastic Four" gesehen - und:
Sagte ich nicht, es könne kaum schlimmer werden als die JAlba-Filme?
Wie dem auch sei: hiermit präsentiere ich wiederum die 18 Filme und 3 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat Juni seit der letzten Liste gesehen habe:
Serien-Staffeln
Veronica Mars (Season 1) (2004-2005) (7-7,5)
Rom (Season 1) (2005) (8-8,5)
Buffy - Im Bann der Dämonen (Season 2) (1997-1998) (7-7,5)
Filme
Evolution (2001)
Spaß bereitet der Film, wenn er seiner Idee und der bunten Vielfalt an Kreaturen Raum lässt. Das macht er leider zu selten, fokussiert anstelle dessen die lustig gemeinten Eskapaden von David Duchovny und den unerträglich verkrampft auf witziger Sidekick getrimmten Orlando Jones. Trotzdem, nur Gott weiß weshalb, mag ich den, läuft gut im Samstagnachmittagprogramm nebenher. Guilty Pleasure. (5)
Mystery Men (1999)
Noch ein Guilty Pleasure: eine sein Potential sicherlich kaum ausschöpfende Superheldenparodie und Außenseitergeschichte, die mit guten Darsteller und witzigen Ideen punkten kann. Mir gefallen speziell das Setting, das tief 90er-Atmosphäre atmet, sowie Geoffrey Rush und Greg Kinnear. (6)
Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug (1980)
Treffende Parodie auf den Flugzeug-Katastrophenfilm mit Gags in Sekundentakt, allen Orts versteckt in Bild und Ton. (7)
Hook (1991)
Ultra-schwülstiges Fantasy-Kostüm-Kitschfest von Steven Spielberg, dessen anschaulichen Kulissen und kreative Geschichte derart in Familiensülze ertränkt werden, dass man es kaum ertragen möchte. Wäre als das Musical, als das er ursprünglich gedacht war, vielleicht besser aufgehoben gewesen. (5)
Entity - Es gibt kein Entrinnen vor dem Unsichtbaren das uns verfolgt (1982)
Zu Beginn gewöhnungsbedürftiger Suspensefilm (nach einer wahren Geschichte, bla, bla) mit einem unsichtbaren, absolut bösartigen Eindringling. Die lange Laufzeit teilt sich in intensiv bedrohliche, äußerst bedrückende Momente der Hilflosigkeit einerseits, dramalastige andererseits, die Barbara Hershey Raum zur Portraitierung ihres Charakters geben. Ron Silver steuert ferner eine ernstzunehmende, weil glaubhafte wissenschaftliche, psychologische Perspektive bei. Definitiv interessant. (7)
Tränen der Sonne (2003)
Antoine Fuqua tut sein Bestes, einen Spagat zwischen spannender Verfolgungsjagd vor schöner Kulisse, Kriegsaction und Genozid-Zeigefinger zu realisieren, kommt dennoch nicht ohne aufrechte G.I.s, die schlussendlich das Richtige tun, stets auf ihre Vorgesetzten zählen können, und ambivalenzlos böse maximalpikmentierte Verfolger aus. Besonders mutlos: das Happy End. (4,5)
Minority Report (2002)
Steven Spielberg mogelt sich mit seiner sicherlich gelungen Hetzjagd mit hitchcock'schem Flair leider um den spannenden Grundgedanken und den ethischen Diskurs drum rum, liefert dafür solide Sci-Fi-Kost mit chic designter Zukunftsvision. (7)
Air Force One (1997)
So sagenhaft dumm-patriotisch, dass man ihn gar nicht ernst nehmen kann. Destillierter Pro-Amerika-Edel-Action-Trash. (Trash-Skala: 5)
Jurassic Park (1993)
Was soll ich sagen? Ich habe damals mit Dinos gespielt! Steven Spielbergs fantastische Saurier-Tour überzeugt heute noch, ist fantastisch inszeniert und in seiner Wirkung schlicht nicht reproduzierbar. (8,5)
Die Mädchen der Ginza (1960)
Mein erster Mikio Naruse. Steht Kenji Mizoguchis Werken hinsichtlich des pessimistischen Frauenbilds in nichts nach. Tatsächlich ist die Regie regelrecht zurückhaltend, unaufdringlich, verweigert die eine, alles bestimmende Katastrophe, die Keiko stürzen lässt, betont unverblümt die allgegenwärtige Unausweichlichkeit des gesellschaftlichen Käfigs, die allenenthalben selbst oder vor allem im Kleinen auftretenden Barrieren, die ein Entkommen unmöglich machen. Erschreckender Fatalismus ist die Konsequenz. Ganz starke Leistung von Hideko Takamine. (8,5)
Loriots Ödipussi (1988)
Typischer Loriot-Humor, Einzelsketche die mehr lose denn stimmig durch die Handlung beisammen gehalten werden. Loriot und Evelyn Hamann machen das natürlich toll, aber gegen mehr Katharina Brauren hätte ich nichts einzuwenden gehabt. (7)
Die Letzte Nacht der Titanic (1958)
Der Titanic den ihr gebührenden Rang der heimlichen Hauptdarstellerin zuzugestehen, lag James Cameron besser, er verlieh ihr die entsprechende cineastische Gravitas. Roy Ward Bakers Perspektive ist merklich nüchterner, beinahe dokumentarisch, das Schiff dient eher als Kulisse für die Vielzahl von Charakteren, aus denen höchstens Kenneth More hervorsticht. Was sich in den ersten 30 Minuten als zäh erweisen kann, trägt später, schließlich nimmt der Untergang der Titanic den Großteil der Laufzeit ein, bittere Früchte, wenn der schmerzliche, überzogene Melodramatik vermeidende Realismus in Verbindung mit dem nicht unkritischen Querschnitt durch alle gesellschaftlichen Klassen die tragische Katastrophe auf traurige, greifbare Weise Nahe bringt. (8)
Blau ist eine warme Farbe (2013)
Schwierig den Film losgelöst von den die Entstehung umkreisenden Debatten und Kontroversen zu betrachten. Zumal die Kritik an den recht expliziten Sexszenen nicht von der Hand zu weisen ist, sie bis zu einem gewissen Grad pornographischen Charakter aufweisen. Überhaupt schwankt der Regiestil oftmals zwischen sensibler Authentizität einerseits und aufdringlich erscheinendem Voyeurismus andererseits. Über jeden Zweifel erhaben sind die scheinbar unter extremem Bedingung erbrachten darstellerischen Leistungen von Adèle Exarchopoulos und Léa Seydoux, für die allein es sich lohnt, diese drei Stunden intensiven Dramas zu erleben. (7)
Naked Lunch (1991)
Hier muss ich passen, ich habe nichts gerafft, konnte allenfalls oberflächlich interpretieren oder vielleicht projizieren - jedoch diesen ultra-schrägen, wirren, hermetischen Drogen-Trip kann ich unmöglich einordnen - allerdings habe ich das Buch auch nicht gelesen. Liegt's vielleicht daran? (keine Bewertung)
Chihiros Reise ins Zauberland (2001)
Magisches, an Fantasie überbordendes Anime-Märchen, besinnlich, witzig und vielschichtig. Einfach wunderschön! (8,5)
Die Unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff (1982)
Natürlich nicht so gut wie der Vorgänger, witzig aber allemal, insbesondere der William Shatner-Cameo ist pures Gold wert. (6,5)
Die Falschspielerin (1941)
Vergnügliche Screwball-Komödie, die gekonnt mit Schein und Sein spielt. Und Barbara Stanwyck ist einfach unwiderstehlich-hinreißend. (7)
Sonicman (1979)
Trash-Gold, ein fleißig zusammengeklauter Superheldenmumpitz aus Spanien, voller urkomischer Szenen, variationsreicher Superheldenfähigkeiten und bahnbrechender Special Effects. Cameron Mitchell schießt als pseudo-philosophischer Bösewicht den Vogel ab. (Trash-Skala: 8)
18 - 6,4 (115,5)
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Okami Itto
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Samstag, Juli 18, 2015
Triple-Comic: 4 vs. 2 vs. Suicide
Da wir Comic-Verfilmungen anscheinend noch lange nicht satt haben, DC zudem mehr und mehr daran arbeitet, Marvel mit einem MCU-Pendant nachzueifern, gibt's drei Trailer zu den "großen" Comicfilmen der nächsten Zeit.
Zum ersten hätten wir das "Fantastic Four"-Reboot. Da die Rechte am Franchise noch bei 20th Century Fox liegen, kommt der nicht von Marvel, ist dem entsprechend nicht Teil des MCU, sondern eine eigenständige, von Matthew Vaughn produzierte Verfilmung. "Chronicle"-Regisseur Josh Trank übernimmt die Regie, er, Simon Kinberg ("Fantastic Four", "Sherlock Holmes", "X-Men: Days of Future Past") und Jeremy Slater ("The Lazarus Effect", die kommende "Death Note"-Verfilmung) verfassen das Drehbuch. In die Rollen der Fantastischen Vier schlüpfen Miles Teller ("Footloose"-Remake, "Project X", "Whiplash") als Reed Richards/Mr. Fantastic, Michael B. Jordan ("The Sopranos", "The Wire", "Chronicle") als Johnny Storm/Human Torch, Kate Mara ("American Horror Story: Murder House", "House of Cards", "Transcendence") als Susan Storm/Invisible Woman, sowie Jamie Bells ("Billy Elliot", "The Adventures of Tintin", "Nymphomaniac") digitalisiertes ich als Ben Grimm/The Thing. Den Erzfeind des Quartetts Dr. Doom spielt Toby Kebbell ("Prince of Persia: The Sands of Time", "Wrath of the Titans", "Dawn of the Planet of the Apes"). Die Musik stammt übrigens von einer Marco Beltrami/Philip Glass-Kombo. Naja, viel schlechter als die Filme mit der JAlba kann's hoffentlich nicht werden.
Damit zu DC: die schicken erst mal ihre Aushängeschilder Batman und Superman ins Rennen und zwar mit "Batman v Superman: Dawn of Justice" von Zack Snyder. Ich denke, dazu wurde bereits alles gesagt. Im Trailer erhaschen wir erstmals einen Blick auf Jesse Eisenberg als Lex Luthor und Gal Gadot als Wonder Woman. Ansonsten scheinen Zack Snyder dem pathetischen, überernsten Superheldengeschwurbel Christopher Nolans treu zu blieben. Man ist gespannt.
Wir bleiben bei DC, aber mit einem Film, auf den ich zumindest ein bisschen neugierig bin und der deutlich mehr Spaß verspricht, nämlich "Suicide Squad" von David Ayer ("End of Watch", "Sabotage", "Fury"). Als eher sporadischer Comicleser wusste ich nichts von der Existenz John Ostranders Comic-Reihe, jedoch klingt die Prämisse, die größten und gefährlichsten, deswegen entbehrlichen Superschurken zu einem explosiven Team für die aussichtlosen Schlachten zu rekrutieren, unterhaltsam. Schließlich sind es schon immer die Antagonisten gewesen, über die sich die Superhelden definieren und die sie erst interessant machten. Batman kann ein fröhliches Liedchen davon singen.
Für die Verfilmung versammeln sich also (*tief Luft hol*) Will Smith als Deadshot, Margot Robbie ("Neighbours", "Pan Am", "The Wolf of Wall Street") als Harley Quinn (perfektes Casting!), Joel Kinnaman ("Easy Money", "The Killing", "RoboCop"-Remake) als Rick Flag (ursprünglich sollte Bane-Tom Hardy diese Rolle spielen), Jai Courtney ("A Good Day to Die Hard", "I, Frankenstein", "Terminator Genisys") als Captain Boomerang (wer gibt dem noch tragende Rollen?), Clara Delevingne ("Anna Karenina", "Paper Towns", "Pan") als Enchantress, Adewale Akinnuoye-Agbaje ("The Mummy Returns", "Oz", "Game of Thrones") als Killer Croc, Karen Fukuhara als Katana, Jay Hernandez ("Hostel", "Carlito's Way: Rise to Power", "Quarantine") als El Diablo, sowie Adam Beach ("Walker, Texas Ranger", "Windtalkers", "Flags of Our Fathers") als Slipknot.
Unnötig zu erwähnen, dass ich mehr als Hälfte dieser Comicfiguren nicht kenne. Wie dem auch sei: klingt spaßig, Trailer macht Lust auf mehr. Ich hoffe nur, dass sie sich nicht zu sehr auf Will Smith konzentrieren. Außerdem: Jared Leto als Farin Urlaub-Joker! Yeah!
Dienstag, Mai 26, 2015
Disney und das Elite-Kino
Die Reviewliste für Mai kommt diesen Monat an einem Stück am 1.6. Mit dabei sind Reviews zum "Babadook" und zum (most awesome movie of the year) "Mad Max: Fury Road". Nicht drin sein wird "Age Of Ultron", aus mehreren Gründen. Zum Einen bin ich nicht der größte Marvel-Fan, von derem längst übersättigtem Output weitesgehend genervt und dementsprechend meistens von mir übergangen. Tatsächlich war bis auf "Guardians Of The Galaxy" der letzte Marvelfilm, den ich im Kino gesehen habe, der erste "Avengers"-Assemble-Film, den ich zwar gut fand, aber sicher nicht überragend. Ansonsten habe ich die Comic-Adaptionen, seit "Iron Man 2" nicht mehr auf der Leinwand bewundert, trotz des guten "Captain America: The Winter Soldier", der sich zumindest ein bisschen was getraut hat, hinsichtlich der Verwebungen von simpler Comic-Action mit Polit-Thriller-Motiven.
Allerdings hatte ich zunächst gedacht, zumindest den zweiten Auftritt der gesammelten "Avengers" im Kino zu erleben, in der Hoffnung auf ein ähnlich flott inszeniertes Abenteuer, wie der Vorgänger es war. Dieser Hoffnung hat Disney indes höchselbst das Genick gebrochen. Vorweg: ich bin kein sonderlich politischer oder sich engagierender Mensch. Das hat viel mit einer Einstellung zu Gott und der Welt selbst zu tun und tut hier nichts weiter zu Sache, nur will ich betonen, dass es mit Sicherheit wichtigere Dinge zu betonen gilt, etwa Menschen, die auf schwimmenden Särgen elendlich verrecken oder ausgehebelte Volksentscheide. Trotzdem kann ich nicht umhin Disneys Preis-Politik, mit denen der Konzern kleineren Kinos genüsslich vor die Haustür geschissen hat (will Disney vielleicht ein Elite-Kino einführen?), kategorisch abzulehnen, ihren Kinofeindlichen Gestus zu verurteilen und das wichtigste Protestmittel, über das ich als Konsument angesichts eines kunstfeindlichen Ultra-Kapitalisten-Konzerns wie Disney und solcher Verkaufsstrategien verfüge, zu nutzen: ich schaue mir das nicht an. Von mir kriegt ihr kein Geld dafür. Wenn ihr euch künftig nicht auf Film als Kunstform statt als reine Geldmaschinerie besinnt, dann braucht ihr mich nicht als Kunden. Robert Downey Jrs. Gehabe hat dem noch den letzten Sargnagel verpasst. Also: kein "Age Of Ultron". Und vorerst kein Marvel mehr.
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Okami Itto
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Freitag, April 17, 2015
Batman vs. Superman: Dawn of the Trailer
EDIT: Inzwischen gibt es den Trailer auch in vernünftiger, anguckbarer Qualität. Viel Spaß!
Schnell, bevor er weg ist: hier der geleakte, leider abgefilmte, daher in schwacher Qualität vorhandene, erste richtige Trailer zu "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" von Zack Snyder ("300 ", "Watchmen", "Man of Steel") und Christopher Nolan ("The Dark Knight", "Inception", "Interstellar "), mit Ben Affleck ("Dogma", "Daredevil", "Gone Girl") als Flattermann, Henry Cavill ("The Tudors", "Immortals", "Man of Steel") als Superdödel, Amy Adams ("Night at the Museum: Battle of the Smithsonian", "The Muppets", "American Hustle") als Lois Lane, Jesse Eisenberg ("Zombieland", "The Social Network", "Rio") als Lex Luthor, Diane Lane ("A Little Romance", "Unfaithful", "Under the Tuscan Sun") als Superdödels Mami, Jeremy Irons ("The French Lieutenant's Woman", "Die Hard with a Vengeance", "Kingdom of Heaven") als Alfred und natürlich Gal Gadot ("Fast & Furious", "Date Night", "Knight and Day") als Wonder Woman.
Dienstag, Februar 03, 2015
Kurzreviews Januar/2015
Hiermit präsentiere ich wiederum die 21 Filme und 6 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten,
weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat Januar gesehen habe:
Serien-Staffeln
Dark Angel (Pilot) (2000) (6,5)
Dark Angel (Season 1) (2000-2001) (7-7,5)
Shogun (1980) (9-10)
Malcolm Mittendrin (Season 4-5) (2002-2004) (6,5-7)
True Detective (Season 1) (2014) (8-9)
Filme
G.I. Joe - Die Abrechnung (2013)
Hat seine unterhaltsamen Actionmomente, entfremdet jedoch durch das im Kern komplett ersetzte Helden-Team und forcierte Soldaten-Coolness an Stelle des naiven Comic-Charmes des Vorgängers, nimmt sich viel zu ernst. Unterstützt allgemein den Eindruck, dass man einen Nebenschauplatz betrachtet. 5 Minuten lustloser Bruce Willis-Cameo tragen nicht zu Bereicherung bei. (5,5)
Der Hobbit: Smaugs Einöde (2013)
(Extended Version) Viele wichtige Szenen-Erweiterungen, insbesondere Beorn betreffend, manche alberne Szenen wie die Fassreiter-Sequenz wirken wegen ihre relativen Position innerhalb der längeren Laufzeit besser intergriert. Trotzdem ist das ein sehr langer Film, der manchmal durchgestanden werden muss, Bilbo ist immer noch zu sehr Nebenfigur, die Fassreiterszene bleibt albern, das Smaug-Finale kann nicht verhehlen, dass es eigentlich gar nicht existieren dürfte. Nichtsdestotrotz: ein schöner überlanger Abenteuertrip nach Mittelerde, durch die zusätzlichen Minuten noch schöner. (8,5)
Kagemusha - Der Schatten des Kriegers (1980)
(Internationale Fassung) Mit der Zeit ändern sich Meinungen bisweilen. Als ich "Kagemusha" das erste mal Rücken an Rücken mit "Ran" gesehen hatte, gefiel er mir deutlich besser. Das hat sich mittlerweile ins Gegenteil verkehrt, denn, so hervorragend der Film ist, er besteht größtenteils aus Menschen in detaillierten Kostümen durchkomponiert positioniert in chichen Kulissen, ein Eindruck, der der Aussage entspricht, das "Kagemusha" im Grunde die Kostümprobe für den späteren "Ran" darstellt. Nichtsdestotrotz gelingen Akira Kurosawa eindrucksreiche Bilder, die er als Maler vorwegnahm, und obgleich die Geschichte um den Kagemusha seinen Protagonisten stellenweise zu oberflächlich behandelt, gelingen einige starke Charakter-Momente. (8)
The Raid 2 (2014)
Vollendete Kampf-Choreographien, schnell, athletisch, grandios choreographiert, dynamisch, gleichwohl übersichtlich gefilmt. Von der Kameraführung in den Kämpfen bin ich immer wieder fasziniert, auch hinsichtlich der Zurschaustellung von Brutalität, die in gehobenem Maße den Konfrontationen zu Eigen ist, indes durch Perspektive und gewähltem Ausschnitt nie zum unmittelbaren Fokus wird, sondern durch heftige Spitzen akzentuiert. Angenehm zudem die alles einrahmende Undercovergeschichte, die keine innovativen Bahnen einschlägt, als narratives Gerüst dessenungeachtet mehr als tauglich ausfällt. Eine Action-Offenbarung. (8,5)
Die Farbe (2010)
Eine kleine deutsche (schon deswegen einen Blick wert) Genre-Produktion nimmt sich Lovecraft an, gegen Widerstände, mit wenig Geld und unbekannten Darstellern realisiert. Oblgeich es sich bemerkbar macht, dass dies keine durch Fördergelder großzügig finanzierte Produktion ist, wird Trash- oder Heim- und Fanvideoqualität vermieden, ganz im Gegenteil die Vorlage atmosphärisch eingefangen. Als sehr gelungen empfand ich die Evokation einer kaum greifbaren Bedrohung, ein Verzicht auf platten Horror nach Jump-Scare-Paradigma zu Gunsten schleichender ungewisser Furchtbarkeit, was im Gegenzug ein gemächliches Tempo miteinschließt. Gut gefilmt, größtenteils solide bis gut gespielt, einfach einen Blick wert. (Mit Wohlwollen: 7)
Der Blade Runner (1982)
Ästehtisches, visuelles und atmosphärisches Wunderwerk, unbeschreiblich in Design und Umsetzung einer futuristischen Vision, ein Bilderrausch der erlebt sein will, ferner eine ergreifende Reflexion über das Menschsein oder Sein überhaupt. Meisterwerk! (10)
Sin City 2: A Dame to Kill For (2014)
Viel zu spätes, einzig von beinharten Hardcore-Fans gefordertes Sequel, das eben wie ein solches wirkt: von atavistisch-euphorischen Anhänger des Erstling in amateurhafter Eigenregie auf Youtube-Nachstell-Niveau. Das Novum des Looks und Stils kann die Verfilmung nicht mehr für sich beanspruchen, wirkt tatsächlich billiger und absolut uninspiriert inszeniert. Die Dichte des Vorgängers erreichen Robert Rodriguez und Frank Miller zu keinem Zeitpunkt, jede Geschichte, von der die mit Joseph Gordon-Levitt irgendwie noch am besten gefällt, steht isoliert, ist allerhöchstens pflichtgemäß runtergekurbelt. Pure Langeweile. (4)
American Sniper (2014)
Bedeutungsarme Aneinanderreihung von Schlachtszenen ohne tiefergehende Reflexion, damit ein Rückschritt in der Evolution des Kriegsfilms. Traumata des Protagonisten werden allzu oberflächlich behandelt, das Heldenlied auf seinen Soldaten, der im Grunde, seien wir ehrlich, nichts anderes ist als ein Massenmörder, der 160 Menschen eiskalt erschossen hat, erzeugt des Öfteren Magenschmerzen, da er ohne kritische Auseinandersetzung (wie ich es eigentlich nach dem Trailer erwartet hatte) sympathisiert und als Helden mystifiert wird (ganz Schlimm: der Abspann), effektiv den Hass gegen die "Feinde Amerikas" schürt. Clint Eastwoods nüchterne Regie vermeidet in Schlachtszenen zum Glück ausufernden Pathos, Szenen, in denen Chris Kyle seinem grausigen Handwerk nachgeht, wirken gerade auf diese Weise erschütternd, einige Actionsequenzen können für sich bestehen, Sienna Miller darf als Eheweib hingegen wenig beisteuern. Mich wundert es keine Sekunde, dass dieser Film in Amerika Besucherrekorde gebrochen hat. Schlimm. (4,5)
Gone Girl - Das perfekte Opfer (2014)
Ich bin gänzlich ohne Erwartungen an den Film rangegangen und fand mich bald fasziniert von der wendungsreichen, spannenden Geschichte, in einem Maße, das mich sehr überraschte. Es macht Spaß den Enthüllungen, Twists und dem allgemeinen Taktieren der Protagonisten zu folgen, insbesondere im Zusammenspiel mit der Medienwelt. Letzteres hätte trotzdem ausführlicher ausfallen dürfen, um mehr Satire Raum zu schaffen. Nichtsdestotrotz vergehen die 150 Minuten ohne Länge, David Finchers Inszenierung ist brilliant, Rosamund Pike erschafft eine unheimlich Präsenz. Zwar empfinde ich den Film in seiner Gesamtheit "nur" als vergnüglichen Thriller und bin der Meinung, er endet an der Stelle, wo es beinahe am interessantesten hätte werden können, dennoch ist das gutes Thriller-Futter. (7)
Sin City (2005)
Selbst 10 Jahre später besteht Robert Rodriguez Comichuldigung als Gesamtkunstwerk, Stil und Atmosphäre sind dicht, greifen zusammen mit Inszenierung, Musik und den ausgewählten Geschichten wie ein gut funktionierendes Zahnradgetriebe ineinander. Es ist in erster Linie ein visueller Rausch, der die recht flachen Geschichten und ihre teils fragwürdige Moral, wie ideologische Grundlage übertüncht, stilisierte Comic-Gewalt und düsterer Film-Noir. Aber die Rezprozität aller Elemente untereinander halten dieses künstlerische Gebilde nach wie vor zusammen. Ein großer Wurf. (8,5)
Im Dutzend billiger - Chaos hoch 12 (2003)
Exakt die Art widerlicher amerikanischer Familiensülzen-Kitsch (ich habe nicht grundsätzlich was gegen Familienfilme), die mir bereits durch ihre Musik Magenkrämpfe verursacht. (2)
Ninja - Pfad der Rache (2013)
Das Traum-Duo Isaac Florentine/Scott Adkins garantiert abermals fantastische Martial-Arts-Action, garniert mit ein wenig Ninja-Flair, verpackt in einer straighten Rache-Geschichte, die viel Raum für Konfrontationen lässt. Jetzt bringt bitte noch Kane Kosugi groß raus. (B-Action-Skala: 7)
Castle Freak (1995)
Mit überschüssigem Taschengeld erlaubte Full Moon Entertainment Stuart Gordon eine weitere irgendwie Adaption nach Lovecraft mit Jeffrey Combs. Trotz des kärglichen Budgets holte er dabei wieder das Maximum raus, kreiert ein bemitleidenswertes Monster, das in einem schaurigen Schloss umhergeht und der angereisten, dysfunktionalen Familie das Fürchten lehrt. Ein gelungener kleiner Genre-Beitrag, bedenkt man Produktionsfirma und Umstände. (B-Movie-Skala: 6)
City Slickers - Die Großstadt-Helden (1995)
Ausbruch aus der Midlife-Crisis, Männer dürfen lamentieren, die Ehefrau sitzt verständnisvoll daheim die Kinder hütend, während Männeke sich selber finden darf. Nun sind Billy Crystal und seine Kumpane, plus die erweiterte Belegschaft im Cowboy-Workshop knuffige Typen, die in einigen witzigen Szenen ihre Großstadtmentalität mit Cowboy-Romantik konfrontiert sehen. Ein harmloser Spaß. (6,5)
Dick und Jane (2005)
Eine Art komödiantischer Bonnie und Clyde in gewaltfrei. Dabei macht besonders der tiefe Sturz, den Jim Carrey und Téa Leoni durchleben, Spaß, immer tauchen neue Probleme auf, bis sich die beiden schlussendlich auf illegalem Territorium bewegen und für etwas Situationskomik sorgen. Ganz nett. (6)
Meine erfundene Frau (2011)
Adam Sandler und Happy Madison haben schon wesentlich schlimmeres fabriziert. Im Grunde drehen sie einen Film um ihren Sommerurlaub herum, gelungenen Klamauk gibt es trotzdem, und mit meiner Schwäche für die handelsüblichen Liebesfilme trifft sogar das Paar Sandler/Jennifer Aniston meinen Nerv. (5,5)
Firewall (2006)
Standard Enführungs/Erpresser-Thriller mit soliden spannenden Momenten und einem guten Paul Bettany als bedrohlichen Oberbösewicht. Mit Harrison Ford kann man nie viel falsch machen, allerdings ist er für die actionreicheren Momente merklich zu alt. Gesehen haben muss man das nicht. (5,5)
Der Gestiefelte Kater (2011)
Beweist, dass Antonio Banderas Kater alleine einen Film tragen kann, mit viel Western- und Fantasy-Charme, inklusive der kleinen Seitenhiebe auf das Latino-Lover/Zorro-Image und mit einigen Witzen für Katzenliebhaber und -kenner. Temporeiches Abenteuer nicht nur für Kinder. (6,5)
Know1ng - Die Zukunft endet jetzt (2009)
Nach dem stimmungsvollem Anfang kann Alex Proyas, trotz brauchbarer Bilder und ein wenig mysteriösem Flair, die Spannung nicht halten, das Ende ist gar ärgerlich mit seiner sektenreifen religösen Auflösung. Nicht mal Nicolas Cage chargiert befriedigend. (4)
Ninja Assassin (2009)
Man merkt, das hier die Wachowskis ihre Finger im Spiel haben, denn das ganze wirkt wie eine Live-Action-Manga-Verfilmung, die statt auf ausgefeilte Martial-Arts-Kämpfe auf hibbelige, undurchsichtige, dafür überstilisierte Actionszenen setzt. Optisch ganz nett, kann dabei weder die Action, noch die labbrige Geschichte auf Dauer fesseln. (5)
Die Nackte Kanone (1988)
Total gaga wie alle Zucker/Abrams-Parodien, doch gerade die zahlreichen Absurditäten, die Details im Hintergrund, die bizarren Dialoge, alles abseits des Slapsticks, machten seit je her für mich den besonderen Reiz ihrer Filme aus und dies hier ist in diesem Sinne ein Prima inter pares. (7)
21 - 6,3 (132,5)
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Donnerstag, Juli 31, 2014
Nachschlag No. 28: A Nipple to Kill For?
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Mittwoch, Juni 18, 2014
Tofu Nerdpunk: Donald Duck wird 80! Geburtstags Gewinnspiel!
Dann pflanz ich mal den Mais *träller*
Tofu Nerdpunk: Donald Duck wird 80! Geburtstags Gewinnspiel! (link)
Weil Donald Duck mit zu meinen Lieblingscomicfiguren gehört (neben seiner abenteuerlustigen Verwandschaft), freue ich mich ganz besonders über sein 80. Jubiläum! Allen Mitfans sei diese Gewinnspiel ans Herz gelegt, bei dem es neben einer Donald Duck-Badeente (haben will) einiges an LTB-Lesematerial (haben will) zu gewinnen gibt. Also, für alle, die in comichafter Hinsicht klein geblieben sind: macht mit!
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Okami Itto
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Donnerstag, April 03, 2014
Nachschlag No. 27: The second past progressive xxx day of men
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Mittwoch, März 12, 2014
A Sinful Sequel To Wait For
Beinahe zehn Jahre ist Robert Rodriguez' erste Adpation Frank Millers "Sin City"-Comics her. Das es ein Sequel geben wird, war schnell gewiss und dennoch hat es diese Zeit gebraucht, bis konkretes Bildermaterial zum Nachfolger veröffentlicht wurde, das Projekt endlich in greifbare Nähe rückte. Rodriguez teilt sich abermals mit Miller selbst den Regiestuhl und ob das nach "The Spirit" noch eine gute Idee ist, bleibt dahingestellt. Sie adaptieren unter anderem Millers Band "A Dame To Kill For", sozusagen die Vorgeschichten von dem aus dem ersten Teil bekannten Dwight ("The Big Fat Kill"), damals gespielt von Clive Owen, diesmal übernimmt Josh Brolin ("No Country for Old Men", "True Grit", "Oldboy"-Remake) den Part. Der Darstellerwechsel ergibt übrings innerhalb der Story durchaus Sinn. Wer die eponyme "Dame" Ava Gardner meine Lord spielen würde stand eine Weile in den Sternen, bis sich Bond-Girl Eva Green ("The Dreamers", "Casino Royale", "300: Rise of an Empire") für die Rolle durchsetzen konnte - auf alle Fälle eine interessante Besetzung. In weiteren Geschichten tauchen abermals Mickey Rourke ("The Wrestler", "Iron Man 2", "The Expendables") als Marv, Bruce Willis und Jessica Alba ("The Killer Inside Me", "Machete", "Little Fockers") als Hartigan und Nancy, sowie Rosario Dawson ("Five", "Trance", "Gimme Shelter") als Gail auf. Auch Manute kommt wieder vor, doch da Michael Clarke Duncan 2012 leider verstorben (R.I.P.) ist, sehen wir Dennis Haysbert ("Major League", "24", "The Unit") stattdessen. Neuzugänge sind unter anderem Joseph Gordon-Levitt ("Inception", "Looper", "Don Jon"), Julie Garner ("Martha Marcy May Marlene", "We Are What We Are", "The Last Exorcism Part II") und Marton Csokas ("The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring", "The Bourne Supremacy", "Kingdom of Heaven"). Graeme Revell und John Debney, die im Erstling für prägnante Klänge sorgten, sind dieses mal nicht mit von der Partie, die Musik liegt allein in Rodriguez' Händen. Trailer ab!
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Mittwoch, Februar 19, 2014
Furry Guardians Of The Galaxy
Als Regisseur und Drehbuchautor hat man James Gunn verpflichtet, der mit "Super" bereits einen nicht gerade handelsüblichen Film über Superhelden (im weitesten Sinne des Wortes) gedreht hat, darüber hinaus Regieerfahrungen bei Projekten wie "Movie 43", "Slither", sowie seiner eigenen Web-Serie "James Gunn's PG Porn" (nicht zu vergessen: uncredited directing for mid-credits für "Thor: The Dark World" - ich würde es liebevoll Marvel-Bewerbungsvideo nennen) sammeln konnte. Das Sahnehäubchen: als Autor und Darsteller kann er Erfahrungen bei Troma ("Tromeo and Juliet", "Citizen Toxie: The Toxic Avenger IV") vorweisen... Lloyd Kaufman soll übrigens einen Cameo-Auftritt haben.
Unter den Darstellern finden sich viele sympathische Besetzungen, angefangen mit den Guardians selbst: Orientierungspunkt für den amerikanischen Zuschauer bildet Chris Pratt ("Parks and Recreation", "Zero Dark Thirty", "The Lego Movie") als Peter Quill/Starlord, als Kind in den 80ern von Aliens entführt, der Anführer der Guardians; Zoe Saldana ("Star Trek", "Death at a Funeral", "Colombiana") wechselt von blau-grün zu ganz grün (und rot) in der Rolle von Gamora, der Tochter von Thanos (Kino-Gängern aus der Post-Credit-Szene des ersten "Avengers"-Film bekannt).
MMA-Fighter und Wrestler Dave Batista ("The Scorpion King 3: Battle for Redemption", "The Man with the Iron Fists", "Riddick") dürfte die Rolle von Drax the Destroyer gut ausfüllen; Vin Diesel ("xXx", "Fast & Furious", "Riddick") leiht seine Stimme dem intergalaktischen Ent Groot und Bradley Cooper ("The Hangover", "Silver Linings Playbook", "American Hustle") schlüpft in die Rolle des Waschbären Rocket - hoffentlich in Kostüm und Maske; den Bösewichtpart übernimmt Lee "Thranduil" Pace ("The Fall", "Pushing Daisies", "The Hobbit"), weitere Darsteller sind "Doctor Who"-Schnuckelchen Karen Gillan ("Stacked", "Not Another Happy Ending", "Oculus"), Michael Rooker ("Cliffhanger", "The Walking Dead", "Super"), Djimon Hounsou ("Gladiator", "In America", "Blood Diamond"), John C. Reilly ("Cyrus", "We Need to Talk About Kevin", "Wreck-It Ralph"), Benicio del Toro ("Traffic", "21 Grams", "Sin City") und Glenn Close ("Dangerous Liaisons", "Damages", "Albert Nobbs"). Musik kommt von Routinier Tyler Bates ("300", "Watchmen", "Conan the Barbarian"-Remake), die Kamera übernimmt der fantasy- und actionerfahrene Ben Davis ("Layer Cake", "Kick-Ass", "Wrath of the Titans"). So oder so: ich bin gespannt.
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Okami Itto
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Montag, November 25, 2013
Kurzreviews Oktober/November/2013
Ach herje, was war denn hier passiert? Die monatlich geplante Veröffentlichung meiner Reviewlisten hat einen kleinen "Außsetzer" erlebt, weshalb die letzte veröffentlichte Liste gerade mal die Filme im September enthält. Danach: Schweigen. Naja, wenn man mal davon absieht, das zwischenzeitlich die zwar vorbereitete, jedoch nicht ausgearbeitete Liste für den Oktober in unfertigem Zustand für einen kurzen Moment öffentlich gegangen war.
Inzwischen habe ich ein bisschen Freiraum erhalten und konnte die besagte Liste doch noch komplettieren, aufgrund des mittellangen Zeitraums hat sich indes inzwischen zum Oktober der November gesellt. Aber wie zu sehen ist, hat die Zeit dennoch gerade mal 17 Filme und 8 Serienstaffel (da weiß ich von ganz anderen Zahlen in engeren Zeiträumen zu berichten) zugelassen, was mitunter meinem recht zeitfressendem Studium zuschulden ist. Dafür gibt es die nächste Liste erst zur Dezember Halbzeit - hoffentlich.
Aber ohne weitere Verzögerungen präsentiere ich hiermit wiederum die 17 Filme und 8 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat Oktober und November gesehen habe:
Black Books (Season 3) (2004) - (6,5/10)
New Girl (Season 2) (2012) - (6/10)
Chuck (Season 1) (2012) - (7/10)
Avatar - Der Herr der Elemente (Buch 1: Wasser) (2005) - (7,5/10)
ALF (Season 1-2) (1986-1987) - (7/10)
Samurai Champloo (2003) - (8,5/10)
Babylon 5 (Season 1) (1994) - (8,5/10)
Filme
Taxi (1998)
Ein kleiner Spaß für Fans von schnellen Autos und PS-Posing, mit sympathischen, schrulligen Charakteren. (7/10)
Re-Animator (1985)
Kult-Fun-Splatter nach H.P. Lovecraft, kurzweilig und gerade wegen Jeffrey Combs und dem sinistren David Gale ein großer Spaß. (7,5/10 auf einer B-Movie-Skala)
Gravity (2013)
Eine technische Offenbarung, tatsächlich geschickt eingesetztes 3D, faszinierende Plan-Sequenzen und eine irres Gefühl der Immersion. Dagegen fällt die Geschichte mit halbgarer, unüberzeugender, holzhammerartig präsentierten Wiedergeburtssymbolik gewaltig ab. Auf den Überlebenskampf beschränkt ist der Film spannend, technisch überwältigend, sogar wegweisend, inhaltlich hingegen enttäuscht Alfonso Cuarón auf ganzer Linie - leider. (6/10)
Die Stahlfaust (1977)
aka "Der eiserne Panzer". Ein Prachtexemplar 70er-Jahre-Kung-Fu-Filme, das geschickt seine nicht allzu nährreiche Geschichte häppchenweise erzählt und dazwischen mit viel, großartig choreografiertem Kung-Fu aufwartet, was einen zusätzlichen Reiz durch seine namenhaften Akteure gewinnt. (7,5/10)
From Beyond - Aliens des Grauens (1986)
Lovecraft in herrlich krudem B-Gewand mit ein bisschen sublimiertem Sex-Gehalt und schicken Latexeffekten (nicht miteinander verbunden... meistens). Kurzweilig und atmosphärisch. (7/10 auf einer B-Movie-Skala)
Immer Ärger mit Harry (1955)
Alfred Hitchcock macht Komödie - und scheitert. Weniges erinnert an den Meister, die absurde Komik bedient einen ganz eigenen Geschmack und über weite Strecken langweilt der Film ganz gewaltig, trotz sympathischer Figuren und guten Darstellern. (4/10)
Eine Prise für tödliche Pfeifen (1977)
Allein der Titel müsste jeden Fan 70er-Kung-Fu-Filme Tränen in die Augen treiben - vor Begeisterung. Inhatlich gibt es wieder Verräter, pöse, pöse Ausländer (diesmal Russen), die in ordentlich Kloppereien ordentlich vermöbelt werden und viele bekannte Gesichter. Nur das letzte Gimmick, wie es "Der eiserne Panzer" (s.o.) z.B. hatte, fehlt ein wenig. Nichtsdestotrotz ein Riesenspaß! (7/10)
Evil Dead (2013)
Okayes Remake, mehr atmosphärisch-bedrohlich denn tatsächlich gruselig, das sich trotz der abgenutzten Formel nicht zu sehr mit nervigen Protagonisten rumquält. Selbst die teils derben, blutigen Effekte empfand ich kaum als intensiv schockierend, nicht, weil ich zu abgehärtet wäre, sondern, objektiv betrachtet, weil sie zu kohärent in die Geschichte eingegliedert sind. Trotzdem bleibt unterm Strich ein sonderliches Produkt, dass nicht wirklich Horror ist und zu viel der Musik Roque Baños verdankt. (6/10)
Das Ding aus einer anderen Welt (1951)
Die Kommunismus-Parabel beiseite gelassen, ist Howard Hawks Science-Fiction-Klassiker ein besonders gemütlicher Film, gerade wenn draußen der Schnee auf Zedern fällt, mit einer Fülle von Charakteren und einem Monster, das zwar nie gruselt, aber zumindest eine gewisse Präsenz beweist. Nett, nett. (7/10)
Das Schwein von Gaza (2011)
Ganz schön herziges Projekt, dass einen prekären Konfliktherd nicht mit überfrachtetem Schwermut und überquellender Dramatik vermitteln will. Gerade die Perspektive eines einfachen Menschen mit alltäglichen Problemen ergreift den Zuschauer und degradiert diese Region nicht nur auf religiöse Fanatiker, Militärs oder schwafelnde Polemologen. Dadurch und durch die durchweg sympathischen, nicht einseitig geschilderten Charaktere (und ihre hervorragenden Darsteller) wird der Film deutlich zugänglicher. Ob er als Medium dahingehend funktioniert, dürfte wiederum eine individuelle Erfahrung sein. (7/10)
Attack the Block (2011)
Ganz unmittelbar will man sich mit den Protagonisten nicht identifizieren. Doch mit fortschreitender Laufzeit findet man mehr und mehr Gefallen an ihrem Überlebenskampf gegen zugegebenermaßen besonders flauschige Aliens. Dabei entwickelt Regisseur Joe Cornish auf kleinem Raum eine irre Dynamik, langweilt praktisch nie - und kratzt gar ein wenig die klischeehafte Gangster-Oberschicht seiner "Helden" etwas herunter. (7,5/10)
Die Tribute von Panem - The Hunger Games (2012)
Als kleiner Fan von "Battle Royale" wollte ich diesen Hype nicht mögen. Letztendlich hatte ich dann doch noch Spaß an dem Treiben, ungeachtet eventueller Plagiatsvorwürfe. Und das ist wahrscheinlich das größte Manko am Film: wo die Japaner schockieren, bemüht sich (oder darf nicht) Regisseur Gary Ross nicht zuviel zu zeigen und Grausmakeit nicht in den Mittelpunkt zu rücken, wodurch jeder Schockeffekt schnell verpufft. Somit bleibt, innerhalb, wie abseits der Arena, nicht viel unter der Oberfläche, summa summarum ist der Unterhaltungswert auf Blockbusterniveau vertretbar. (6/10)
Todesfaust des Cheng Li (1971)
Bruce Lees erster großer Martial-Arts-Film-Auftritt ist ein wenig dated, hat hin und wieder mit Länge zu kämpfen, insbesondere die Kampfchoreographien wirken oftmals beinahe behäbig und simpel gestrickt. Dafür verlässt sich der Film auch nicht ausschließlich auf das Charisma seines Stars. Die Präsentation Lees kämpferischen Könnens bis beinahe in die Filmmitte hinauszuzögern, um ihn schließlich mit einem Knall zu entfesseln, ist dahingegen ein geschickter Zug. (6,5/10)
Harold und Maude (1971)
Ebenfalls eine äusserst herzige Außenseitergeschichte, die einen gewissen Kultstatus besitzt, weil sie genüsslich, teils schwarzhumorig, durch ihre Charaktere das gefühlskalte, apodiktische, in gesellschaftlichen Konventionen erstarrte Establishment durch eine freie, selbstbestimmende, die Einfachheit und Vielfalt des Lebens huldigende Sichtweise kontrastiert. Dabei verstehen es Hal Ashby und sein Kamermann John A. Alonzo die Schönheit der Einfachheit in bezaubernd-ruhigen Bildern einzufangen. Ein großes Ja zum Leben. (8,5/10)
Undisputed III: Redemption (2010)
Die Rolle seines Lebens für Scott Adkins. Trotz abgenutzter und tausendmal durchgekauter Knastklischees ist es gerade Isaac Florentines Inszenierung geschuldet, dass der Film teurer aussieht als er eigentlich war und sich gleichzeitg nicht wie ein ausgespuckter Kaugummi zieht. Seine Charaktere sind gut profiliert, gerade Yuri Boyka, und seine Gegner prägnante Malefikanten. Selbst die Kämpfe im Ring befolgen eine mitreißende Dramaturgie und sind nichtsdestotrotz hevorragend wie spektakulär choreografiert. (8,5/10)
Dredd (2012)
Ein knallhartes, grimmiges Actionspektakel, das neben Karl Urban(s Kinn) und Olivia Thirlby, die ein wunderbar harmonierendes Team bilden, wegen seiner lapidar skizzierte und trotzdem glaubwürdigen Welt in seinen Bann zieht, dabei stets fantastisch ausschaut und ostentativen Blogbusterbrimborium Prägnanz entgegenhält. (8,5/10)
S-VHS (2013)
Was genau das Sequel besser macht, ist schwer zu sagen, schließlich ruminiert es denselben abgenutzten Found-Footage-Käse des ersten Teils. Nur haben die Macher diesmal dieses ich nenne es mal Stilmittel geschickter ausgekostet, die Geschichten deutlicher auf die äußerste Effektivität in Zusammenarbeit mit dem künsterlischen Gestus und den konzeptionellen Grenzen ausgerichtet. Die Wirksamkeit ist also gegeben. Und sehr viel mehr ist letztendlich auch von solch einer Horror-Anthologie nicht zu erwarten. (6,5/10)
17 - 6,9 (118,0)
Auf die Welt losgelassen von
Okami Itto
Der Wahnsinn begann um
12:00 PM
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Kategorien Alltäglicher Wahnsinn, Aufs Maul, Baños, Comic, Kino, Kurz-Reviews, Medien, Musik, Richard Band, Serial Killers, Trailer







