Donnerstag, März 19, 2015

Kurzreviews März/I/2015

Hiermit präsentiere ich wiederrum die 11 Filme und abermals keine Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat März gesehen habe:


Filme
Strike! - Mädchen an die Macht! (1998)
Niedlich-freche Komödie mit Emanzipationsanliegen, gut gespielt und mit realistisch anmutender Darstellung von jungen Mädchen, die weder als süße Mäuschen, noch als Jungen-Kopie ausgegeben werden. (6)

So weit die Füße tragen (2001)
Zu meiner Schande in Unkenntnis des Originals. Akzeptabler Abenteuerfilm aus deutschen Landen, meistens solide inszeniert, in netten Landschaften gefilmt, ein bisschen langweilig, sowieso reichlich unrelevant. (5)

Payback - Zahltag (1999)
(Kinofassung) Brian Helgelands Verbeugung vor dem Hard-Boiled-Krimigenre ist zu Beginn schön grob und rau, ab der Hälfte wird die Produktionsstudio-Intervenierung durch Hang zu schwarzem Humor deutlich, nicht zu erwähnen der Wandel von Mel Gibsons schwer verdaulichen, brutalem Charakter hin zum spitzbübischen Held. Nichtsdestotrotz gefällt der Film selbst in dieser Fassung, durch den ausgewogenen Mix aus beidem, knallhartem Gangstertum fernab einer Tarantinoeske und leichter Komödie. (8)

Ist ja irre - Der dreiste Cowboy (1966)
Einen Ticken geringere Witzdichte als "Cleopatra", das übliche Ensemble macht Spaß. (5)

Duell der Degen (1997)
Trotz einiger graphischerer Todesszenen possierlicher moderner Mantel und Degen-Film, mit bestechenden (ha ha ha) Degenkampfchoreographien. Nach einem besonders flotten Beginn schleichen sich ein, zwei Längen ein, das Finale misst ein spektakuläres Duell, und trotzdem guckt man ihn gerne. Bonus für Fabrice Luchini. (7)

Spy Game - Der finale Countdown (2001)
Ich habe eine Schwäche für Robert Redford, ein paar taktische Winkelzüge seinerseits innerhalb der Agentur im Wettlauf gegen die Zeit gefallen. Leider konzentriert sich der Film mehr und mehr auf die reichlich öden Rückblenden, schafft es nicht, seinen Charakteren ein ausgeprägtes Profil zu geben, zumal die ganze Erzählperspektive zweifelhaft erscheint, da Redford zu diesem Bericht genötigt wird. Tony Scotts nerviger Regie-Stil tut sein übriges. (4,5)

Kopfgeld (1996)
Hätte ein solider Entführungsthriller sein können, aber Ron Howard und Mel Gibson gefallen sich besser darin, die fragwürdige Handlungsweise des extrem unsympathischen Protagonisten zu glorifizieren und als den rechten Weg darzustellen, zumal die ganze Erzählperspektive an sich abstößt. (3)

Auftrag Rache (2010)
Martin Campbell remaked seine eigene Mini-Serie, natürlich stark komprimiert. Jedem sollte bewusst sein, dass das keine Rache-Action ist, sondern ein gelungener politischer Thriller, mit wenigen, dafür deutlichen und gerade deswegen wirksamen Gewaltspitzen, der vom Zuschauer durchaus Aufmerksamkeit abverlangt. Gefällt sogar darstellerisch. (6,5)

Die Letzte Festung (2001)
Passt zu "Kopfgeld": was ein solider Gefängnisfilm, dessen Klischees er nichtsdestotrotz brav und nichtssagend ruminiert, hätte sein können, mit Robert Redford zudem passend besetzt und routiniert inszeniert, missfällt statt dessen durch seinen penetranten Militarismus und die reichlich unglaubwürdige Umwandlung einer gesamten Gefängnismannschaft in eine Mini-Armee. (3)

Im Fadenkreuz - Allein gegen alle (2001)
Ein Amerikaner im Kosovo. Das konnte nur peinlich werden und ist es auch. Wem "The Killing Fields" schon immer zu wenig amerika-patriotisch und pro-militaristisch war, wird hier gut bedient. (2,5)

Ronin (1998)
Regelrecht ein Action-Klassiker, bietet fetzige handgemachte Autoverfolgungsjagden und knallige Schießereien, trotzdem gefällt der vorangehende Spannungsaufbau meistens sogar besser. Etwas schade finde ich höchstens, dass der Teamaspekt zu kurz kommt, schnell klar wird, dass Robert De Niro und Jean Reno die erste Geige spielen. (7,5)



















11 - 5,3 (58,0)

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