Es geht einfach nicht mehr ohne. Kaum noch eine Liste kann ich ohne einen Nachruf verfassen. Es ist wirklich traurig...
Die deutsche Filmwelt betrauert den Tod Bernd Eichingers, der 24. Januar 2011 in Los Angeles einen Herzinfarkt erlitt. Sein Einfluss auf den deutschen Film war bestimmend und sein Gespür suchte seinesgleichen. Wer bleibt dem deutschen Film jetzt noch?
R.I.P.
Gestern
am 30. Januar verstarb zudem John Barry in Oyster Bay nach einer langjährigen Krankheit an einem Herzanfall. Der
legendäre Komponist ist vor allem wegen des
James Bond-Themes bekannt und kann auf
zahlreiche Auszeichnungen, darunter 5 Oscars, zurückblicken. Er war
ein kongenialer Musiker und
sein Tod ist wahrhaft traurig.

R.I.P.
Dies ist, wenn man mal
die vorherige Liste ausser Acht lässt,
die erste Review-Liste des Jahres 2011.
Zum Januar diesmal allerdings
nur eine Liste, schließlich kam die zweite Liste vom Dezember etwas verspätet und hat somit
der ersten Januar-Liste den Platz geklaut. Also,
auf ein erfolgreiches Jahr 2011!
Hier die
17 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich im
Monat Januar gesehen habe:
Das Ding aus einer anderen Welt (1982)
Einer meiner All-Time-Favorites von John Carpenter. Eines der wenigen Beispiele für ein das Original übertreffendes Remake: dichte Atmosphäre, ein bedrückendes Gefühl eingeschlossen zu sein und der ständigen Bedrohung. Gut getrickst und mit einem immer coolen Kurt Russell. Und ich mag das Titeltheme. (9/10)
From Beyond - Aliens des Grauens (1986)
Etwas trashige Lovecraft-Adaption von Stuart Gordon, die sich aber auch nicht hundertprozentig ernst nimmt. Macht Spaß, gerade wegen dem etwas kruden B-Charmes. (6,5/10)
(500) Days of Summer (2009)
Muss ich mir langsam Sorgen machen, dass ich auf Liebesfilme stehe? Der hier ist allerdings auch ein besonderer und nicht eindeutiger Liebesfilm, auch wenn es um Liebe geht. Gesunde Mischung zwischen Drama und Komödie mit einem glänzenden Joseph Gordon-Levitt und einer bezaubernden Zooey Deschanel. (8,5/10)
Hero (2002)
Ist inhaltlich mitunter etwas schwach auf der Brust, aber diese wunderschönen, poetischen Bilder! Ein wahrer Genuss für die Augen und das letzte drittel ist auch dramaturgisch mitreißend. Beim Gucken immer die schönen Bilder geniessen! (6,5/10)
Meister der Shaolin (1982)
Oder "Shaolin - Kloster der Rächer" oder einfach "Shaolin Temple". Überlange Martial-Arts-Demo, die außerhalb der Kampfszenen unzulänglich inszeniert und erzählt ist. Wäre es nicht Jet Lis Einstand beim Film, würde "Meister der Shaolin" leicht in der Masse der Shaolin-Filme untergehen. Und trotzdem wollte ich den Film direkt im Anschluss nochmal gucken. Warum? (6/10)
Verblendung (Teil 1) (2009)
Sehr spannender Romanverfilmung Stieg Larssons, die Appetit auf mehr macht. Mit sehr gewöhnungsbedürftigen Antihelden zwar, dennoch interessant und fesselnd und wunderbar unamerikanisch. Mir graut's vor dem Remake, selbst wenn's von David Fincher kommt. (8/10)
Der Fluch der goldenen Blume (2006)
Die Definition eines bunten Films. Wie die gesamte Trilogie von Zhang Yimou prachtvoll ausgestattet und in wunderschönen Bildern eingefangen - dagegen mit schwächelndem Inhalt. Doch im großen und ganzen wirkt er gehaltvoller als die Vorgänger. Mir gefällt's. (7/10)
Black Swan (2010)
Darren Aronofsky lässt den Symbolik-Holzhammer kreisen, vergisst dabei jedoch die Definition von Subtilität. Natalie Portman bemüht sich redlich, ist jedoch leicht fehlbesetzt und ihre Darstellung (vor allem als Ausdruck von Naivität) wirkt arg gewollt, obgleich sie durchaus gut spielt. Maßlos überhypt und abermals mit vorgegaugeltem Tiefgang. (6/10)
New York für Anfänger (2008)
Britischer Anbiederungsversuch an amerikanische Komödien. Simon Pegg hilft einigermassen durch den zahnlosen satirischer Biss und ein schlechter werdendes letztes Drittel, trotzdem eben mehr amerikanische Komödie. (5/10)
Shaolin - Kinder der Rache (1983)
Sequel zu "Meister der Shaolin", dass seine simple und altbekannte Geschichte geradlinig erzählt. Kämpfe gibt es zwar weniger, doch, sofern man sich mit asiatischen Kindern anfreunden kann, die Charaktere sind kindlich sympathisch. Nett. (7/10)
Tron (1982)
Der Klassiker aus den 80ern ist natürlich nicht unbedingt stark erzählt, dafür umso stärker visualisiert und die Thematik interessant umgesetzt. Die abgefahren Optik macht heute genauso viel Spaß wie damals. (7,5/10)
Undisputed III: Redemption (2010)
Auch die erneute Sichtung beweist: großartiger Martial-Arts-Klopper, mit großartig choreographierten Fights, einem großartigen Scott Adkins und sogar abseits des Rings von Isaac Florentine gut in Szene gesetzt. Großartig! (8,5/10)
Paranormal Investigations (2007)
Billig rutergekurbelter Geister-Horror, der wohl nur sanfte Gemüter zu erschrecken vermag, alle anderen bloß ob seiner Dummheit und unzureichenden Inszenierung langweilt. (3/10)
Die Superbullen (2011)
Jepp, sogar den habe ich geguckt. Und als gebürtiger Kölner kann ich das ein oder andere tatsächlich witzig finden, den Rest einfach nur peinlich, niveaulos und zum Fremdschämen - ein einziger facepalm. Ganz lustig. ;-) (6/10)
The Toxic Avenger, Part II (1989)
Im zweiten Teil der kultigen Troma-Trash-Reihe fängt der Wahnsinn erst richtig an, was vermutlich an der Reise nach Japan liegt... unglaublich ideenreiche Geschmacklosigkeiten, niveaulose Witze und billig produziert, aber soooooooooooooooooo unglaublich unterhaltsam! (8,5/10 auf einer Trash-Skala)
Killing Zoe (1994)
Wenn der Name Tarantino nicht drauf stände... schriller Heist-Wahn für 6-jähriger ab 18 von Tarantinos Kumpel Roger Avary, der weniger Spaß macht, als er machen könnte. Vielleicht sogar ein wenig mit dem ganzen Nichts überladen. (5/10)
Altar des Satans (2001)
Jedes einzelne Horrorfilm-Klischee stumpfsinnig abgearbeitet - und alles ernst genommen, ohne einen Funken von Ironie oder Humor. Dafür dann auch null gruselig, spektakulär unspannend, vorhersehbar, blutarm und mit Konfektions-Ü30-Teenie-Darstellern. Mies. (2/10)
17 - 6,5 (110)