Freitag, April 15, 2011

Kurzreviews April/I/2011

Am 9. April 2011 verstarb Meisterregisseur Sidney Lumet im Alter von 86 Jahren an Lymphdrüsenkrebs. Ein Portraitierer New Yorks, ein Regisseur, der sich mit Filmen wie "Die Zwölf Geschworenen", "Serpico" oder "Mord im Orientexpress" einen Namen gemacht hatte, zuletzt 2007 mit "Before the Devil Knows You’re Dead" seine Meisterschaft im Alter bewies und 2005 den Oscar für sein Lebenswerk erhielt, geht hier von uns.

R.I.P.

Hiermit präsentiere ich wiederum die 6 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich bisher im Monat April gesehen habe:

Killerameisen (2008)
Unspannend, unsinnig, unspektakulär und dazu noch unlustig. Gegen Ende wird es immer abstruser, leider weniger umfreiwillig komisch, wie der Trailer es verspricht. C-Film-Tierhorror, auch wenn es schlimmer geht. (3/10)

Zombie - Dawn of the Dead (1978)
(Euro-Cut) Kult-Klassiker des Zombiefilms von George A. Romero, praktisch DER Zombiefilm schlechthin, mit sozialkritischen Tönen, sauberer Inszenierung und eingängigem Score. Auch heute noch ein brilliantes Stück Horrorfilm. (8,5/10)

Izo (2004)
WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!!! Takashi Miike. Punkt. Aus. (keine Bewertung)

James Bond 007 - GoldenEye (1995)
Deklariert James Bond zum unüberwindbaren (und Kugelsicheren) Supermenschen, den Pierce Brosnan dennoch mit viel Coolnes darstellt. Dagegen ist die Zerstörungorgie wenig einfallsreich und gleicht mehr einem B-Actioner. Was für mich noch ganz unterhaltsam ist. (6/10)

Arzt und Dämon (1941)
Klassiker hin oder her, Zeitgemäß wurde Stevenson melodramatisiert, Wissenschaft christlicher Sittlichkeit untergeordnet, moralische und ethische Fragen der liebelnden Ödnis geopfert. Gen Finale legt der Film zwar wieder zu, Spencer Tracys Darstellung ist wahrlich unterhaltsam und Victor Fleming inszeniert das ein oder andere haftende Bild, dennoch zu viel unverzeihliche dichterische Freiheit. (5/10)

Pontypool (2008)
Erfrischender Zombiefilm in Kammerspielambiente, der sich als Hörspiel sicherlich hervorragend eignet (und auch als solches produziert wurde), als Film für seine kurze Laufzeit fesselnd ist und, angeführt von Stephen McHattie, insbesondere durch seine Darsteller überzeugt. (6,5/10)



6 - 4,8 (29)

Dienstag, April 12, 2011

The greatest movie never made

Erinnert sich noch jemand an die Taschen-Ausgabe von "Stanley Kubrick - The Napoleon Film: The greatest movie never made"? Ich meine dieses richtig edle Ding, dass man damals für ein Taschengeld erwerben konnte. Jeder Kubrick-Freak hat doch mal eben 500 € zur Hand, gerade wenn es um das Opus Magnum des Meisterregisseurs geht - das er unglücklicherweise nie verwirklicht hat.Wie dem auch sei: wer das Geld nicht so locker sitzen hat wie fanatische Kubrick-Anhänger, der hat jetzt die Gelegenheit, das chice 1000-Seiten starke und 8 KG schwere Buch zu einem erschwinglicheren Betrag zu erwerben. Für den geneigten Filmfan lohnt sich das bestimmt.

Sonntag, April 10, 2011

Spaced Wars?

Freitag, April 08, 2011

Tarsem No.3: Immortals

Tarsem gehört ja zu den leider viel zu wenig beachteten visuellen Künstlern des Kinos, zumindest von einem Mainstream-Standpunkt aus betrachtet. Schließlich hat der Inder schon mit seinem bekanntesten Film "The Cell" ein Händchen für eine ausgefallene, einfallsreiche und originäre optische Inszenierung bewiesen. Sein bisher letzter von zwei Filmen hat dem sogar noch eins drauf gesetzt: "The Fall". Allein das Intro ist ein unvergleichliches Stück Kino, unterlegt mit dem Allegretto aus Beethovens 7. Symphonie in A Dur, Op. 92.

"The Fall" ist ein wunderbares, modernes Märchen, eine Hymne an die Kraft des Erzählens und der Imagination, einzigartig dargestellt durch das eindrucksvolle Spiel von Lee Pace und insbesondere der jungen Catinca Untaru. Die archetypische Geschichte, die er dem Mädchen erzählt, kleidet sie, die Alltäglichkeit des Hospitals, in welchem beide betreut werden, verarbeitend, in ihrer Fantasie in die schönsten Bilder. Daraus entsteht ein wunderschönes, einfühlsames Spiel mit Fantasy und Realität, mit Flucht und Reflexion, das Tarsem in einzigartigen Momenten auf die Leinwand zaubert, die einfach erlebt werden müssen, glaubt man noch an die Kraft des Kinos oder einfach an die Kraft des Bildes. Denn bei "The Fall" ist Kino wirklich noch Kunst. Nicht umsonst ist dieses Erlebnis ebenso eine Hommage an die Stummfilmzeit, der Sternstunde des Films.Worauf will ich eigentlich hinaus?
Tarsem hat schon mit seinem ersten Film seine Stärke für Bilder bewiesen. Sein zweiter Film war ein fantastisches Zeugnis und Zugeständnis an das Kino als Kunstform. Nun folgt demnächst sein dritter Film..."The Immortals" ist ein Historienepos, das hoffentlich dem eher Thematisch verwandten, submittelmäßigen "Kampf der Titanen" deutlich überlegen ist. Immerhin verspricht das ganze durch Tarsem ein optischer Leckerbissen zu werden (in 3D selbstredend...), dazu hat er im Vergleich zu Sam Worthington mit Henry Cavill, Luke Evans, Mickey Rourke, John Hurt und Stephen Dorff fähige Darsteller oder zumindesten charismatische Akteure zur Hand.
Davon abgesehen ist das ganze ein klassischer griechischer Sagen-Stoff, garantiert wieder mal schwerwiegend verfälscht und dramaturgisch angepasst. Die Geschichte handelt archetypisch von einem Tyrannen (Mickey Rourke als Hyperion), der mit Hilfe einer unbesiegbaren Waffe die Götter im Olymp stürzen und die Weltherrschaft an sich reißen will, während sich Theseus (Henry Cavill) ihm als tapfere griechischer Held entgegen stellt.Mehr gibt es noch hier (inklusive Bilder), daneben hoffe ich inständig, dass die Bemerkung "From The Producers Of '300'" aus rein marketingtechnischen Gründen seinen Weg auf das Poster gefunden hat (versteht mich nicht falsch: als spassigen B-Action-Film mochte ich den Zack Snyders Schlachtorgie - gut ist jedoch was anderes). Was insofern Sinn macht, bedenkt man, dass "The Fall" im Kino kaum Beachtungen gefunden hat (in dem Kino, in welchem ich ihn genossen habe, war ich der einzige Besucher), darüber hinaus wird hier dann doch eher das falsche Zielpublikum angesprochen. Denke ich. Hoffe ich.

Mittwoch, April 06, 2011

Scissorhands 20th

Zum 20. Geburtstag von Tim Burtons Edward Scissorhands haben sich über 40 Künstler zusammen getan, um in einer Austellung in L.A. eine einzige, große Hommage an den Film zu schaffen. Das Ergebniss kann man unter anderem im offiziellen Blog bewundern. Traumhaft schön (um nicht zu sagen 'kitschig'!

Montag, April 04, 2011

Doctor Who vs. Sandman

Holy shit, mit welchen akkuraten Worten der Vorfreude könnte ich dieses Bild bedenken?Zur Erklärung: auf diesem Sofa sitzen Richard Curtis, Steven Moffat und niemand anderes als Neil Gaiman.
Warum? Weil letzterer ein Script für eine "Doctor Who"-Folge verfasst hat! Wie finde ich eine solche Kombination?

Dazu auch:



Ergänzung:

Hier noch der Trailer zur sechsten Staffel und der Titel der Gaiman-Episode.

Freitag, April 01, 2011

Kurzreviews März/II/2011

Wie käme ich umhin Elizabeth Taylor zu betrauern, eine wahre Gigantin des Hollywood-Films. Am 23. März verstarb die Schauspielerin im Alter von 79 Jahren in Los Angeles an Herzinsuffizienz. Wieder geht eine ganz große Persönlichkeit von uns.

R.I.P.



Und wieder präsentiere ich wiederum die 10 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich im Monat März seit der letzten Liste gesehen habe:

Der Ghostwriter (2010)
Eleganter Thriller im politischen Amibente von Roman Planski, wunderbar inszeniert und trotz des ruhigen Stils spannend. Weitaus weniger mittelmäßig als viele es behaupten. (8/10)

Saboteure (1942)
Etwas vernachlässigter Hitchock, dabei voller Ideen und spannend bis zuletzt. Eben Hitchcock. (8/10)

The Social Network (2010)
Weniger die Entstehungsgeschichte von Facebook als Milieustudie über großkotzige Arschlöcher, die an einigen Universitäten herangezüchtet werden. Auf den Punkt inszeniert von David Fincher und mit unverbrauchten Darstellern. Ein äusserst interessanter Film. (8/10)

The Boys from Brazil (1978)
Eine amüsant-trashige Idee gnadenlos zugrunde gerichtet durch Drehbuch und Regie. Der angestrebte Wettlauf kommt nie zustande, es sei denn auf bizarre Weise, die Hinweise und aufgedeckte Spuren willkürlich erscheinen lässt. Spannung und Action sind Mangelware und selbst den nötigen Funken Ironie vermisst man. (4/10)

Der Zerrissene Vorhang (1966)
Krankt vor allem im ersten drittel an der Aufrechterhaltung eines viel zu offensichtlichen Geheimnisses, wird danach immer spannender mit dem ein oder anderen Höhepunkt und gewohnt ideenreich. Dennoch eben ein Spät-Hitchock. (6,5/10)

Sherlock Holmes: Der Hund von Baskerville (1988)
Was im Serienformat á 45 Minuten funktioniert, muss in Spielfilmlänge noch lange nicht funktionieren und so hat diese Verfilmung ob seiner gemächlichen Inszenierung einige Längen. Letztendlich kann das der klassischen Holmes-Geschichte wenig anhaben und Jeremy Brett ist einfach der beste Holmes-Darsteller. (6,5/10)

James Bond 007 - Man lebt nur zweimal (1967)
Ein sichtbar bondmüder Sean Connery und zwar serientypische, jedoch zu unspektakulär vermittelte Bondelemente lassen diesen Bond etwas abfallen. Dennoch unterhaltsam und mit Donald Pleasance alias Blofeld mit bedeutender Entwicklung für die Reihe. (6,5/10)

Ninja Scroll (1995)
Typisches Anime-Konstrukt der 90er, wild, temporeich, mit einigen Ideen und runder Geschichte, zudem angenehm auf ein erwachseneres Publikum zugeschnitten. Macht Spaß bis zum feurigen Finale. (8/10)

Panzerkreuzer Potemkin (1925)
Stummfilmklassiker von größter filmhistorischer Bedeutung, etablierte Sergei M. Eisenstein doch mit diesem die Montage als zentrales filmtechnisches Element. Auch heute noch beachtlich in seiner Inszenierung und Wirkung. (9/10)
Sherlock Holmes: Das Zeichen der Vier (1987)
Spannender und mit weitaus weniger Längen belastete Holmes-Verfilmung. Die Jagd nach dem Täter ist mitreissend, im Finale dank des Rückblicks entspannt ausklingend. Und wie immer mit der kongeniale Holmes-Darstellung Jeremy Bretts. (7,5/10)



10 - 7,2 (72)

Montag, März 28, 2011

The Big Versus



VS.

Montag, März 21, 2011

Oscar

Ich sollte vielleicht noch ein paar Worte zu den Oscars verlieren, einfach wegen meiner persönlichen Einstellung zu dem ganzen Procedere. Die Oscars sind für mich einfach zu selten Prämierung guter Filme, hingegen in erster Linie Marketing. Zum einen für ein Publikum, das immer noch daran glaubt, dass ein Oscar prämierter Film gut sein muss und dementsprechend ins Kino strömt. Zum anderen um sich als Darsteller, Regisseur etc. pp. ins Gespräch zu bringen, sich selbst auf dem Werbetablett zu präsentieren. Insbesondere aus letzterem Grund sind die Oscar-Verleihungen für mich überzogene Beweihräucherung.Das bedeutet selbstredend nicht, dass keine guten Filme oder herausstechende Darstellerleistungen prämiert werden. Ganz und gar nicht. Dennoch neige ich zur Vorsicht und leider auch zur Herablassung, wenn ein Film bei den Academy Awards abräumt. Bin ich doch der Ansicht, dass bei den Oscars wirklich beachtenswerte Leistungen häufig genug gar nicht erst ins Programm aufgenommen werden (Martin Scorsese oder Leonardo DiCaprio wurden z.B. jahrelang von der Academy ignoriert), um Platz für die Werbung an sich schon großer Filmprojekte, welche das zusätzliche bisschen Publicity nun wirklich nicht nötig hätten, zu machen.Speziell "The King's Speech" mutet seltsam an, einfach wegen der Thematik, die von sich aus schon nach dem Oscar schreit: Historiendrama/-komödie, Freundschaft, Überwindung und natürlich Behinderung (allerdings "sympathische Behinderung"). Das wirkt sehr berechnend und "Oscar orientiert". Gleichwohl habe ich den Film noch nicht gesehen und jeder herablassender Kommentar basiert bei mir auf Vorurteilen. Das sei mir verziehen.Letztendlich ändert das nichts an meiner Meinung über dieses große Ereignis, das im Grunde alles repräsentiert, was in der Filmbranche falschläuft. Ich gehe mal mit David Mamit d'accord, wenn er die Haltung von (amerikanischen) Schauspielern so zusammenfasst:

"Sie [Schauspieler] haben gelernt, daß sie für die Szene verantwortlich sind, sie haben gelernt, emotional zu sein, sie haben gelernt, jede Rolle als Vorsprechen für die nächste zu sehen. Jeden kleinen und kostbaren Moment auf der Bühne oder der Leinwand die "Bedeutung" des ganzen Stücks tragen zu lassen und ihre Waren zur Schau zu stellen [...]. Leider bringen die meisten Schauspieler nur wenig zustande, weil sie schlecht ausgebildet, unterbeschäftigt und besorgt sind, gleichzeitig "gut" zu sein und ihre Karriere zu fördern."

Als Abschluss noch eine kleine, humorvolle Ausschau auf die Oscars der Zukunft von Anthony Lane, denn letztendlich sollte man sowas immer mit einem Lächeln bedenken:


Dienstag, März 15, 2011

Kurzreviews März/I/2011

Im Moment bin ich wieder mal ziemlich blogfaul, was wohl zum einen an der Arbeit, zum anderen an der fesselnde Lektüre von "Le Cinéma selon Hitchcock" liegen mag. Daher biete ich heute zum einen nur dies:Und zum anderen präsentiere ich wiederum die 9 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich bisher im Monat März gesehen habe:

Der Nebel (2007)
Hätte ein solider Horror im Eingeschlossenen-Szenario werden können, ist jedoch aufgrund der sich unlogischen verhaltenen und nervenden Charakteren, sowie den absehbaren Mechanismen eben dies: nervend. (3/10)

Angst (1983)
Unangenehme Odyssee MIT einem gestörten Serienkiller, der durch den Off-Kommentar bizarre Einblicke in eine gestörte Seele gibt. Die Mordszenen sind hart, jedoch nicht voyeuristisch und die ungewöhnliche Inszenierung hinterlässt einen bleibenden Eindruck. (7/10)

Sasori - Scorpion (1972)
Japanischer Exploitation-Klassiker im Frauen-Knast, mit Meiko Kaji, dem Rache-Engel schlechthin, die auch hier wieder allein durch ihren Blick puren Hass verströmt. Trotz seines Sujets weder sexistisch, noch voyeuristisch und originär inszeniert. (7,5/10)

Die Mächte des Wahnsinns (1994)
John Carpenter auf Lovecrafts Spuren, wunderbar mysteriös und kryptisch, mit einem starken Sam Neill in der Hauptrolle. Total unterschät. (8,5/10)

Entgleist (2005)
Sehr einfach und unspektakulär inszenierter Thriller, mit der ein oder anderen überraschenden Wendung. Clive Owen als moderne Hitchcock-Figur macht indes durchaus einen guten Eindruck. (5/10)

Kommissar Wallander: Die fünfte Frau (2010)
Wenn auch im geringeren Ausmaß, vergleicht man ihn mit den Vorgängern, immer noch runterziehend. Diesmal steht der Kriminalfall mehr im Fokus, der leider mit Spannung ein wenig geizt. Kenneth Branagh überzeugt weiterhin als Wallander. (6,5/10)

Die Fürsten der Dunkelheit (1987)
Jesus war ein Alien! Carpenter verkuppelt in diesem Eingeschlossenenszenario Wissenschaft mit Religion und bringt viele dialoglastige Szenen hervor. Die bedrohliche Atmosphäre macht dabei den Kern des ansonsten ruhigen Grusels aus. (7/10)

Der Mann, der zuviel wusste (1956)
Alfred Hitchcock remaked sich selbst. Mit einigen Höhenpunkten versiertes Suspense-Happening, inklusive der weltberühmte Szene in der Albert Hall, auf der anderen Seite mit der ein oder anderen länge und etwas gemähchlicher inszeniert. (7/10)

Die Schwarze Tulpe (1964)
Abenteuer nach Dumas mit komödiantischem Einschlag. Etwas altmodig inszeniert, doch flott und unterhaltsam. (6,5/10)



9 - 6,4 (58)

Dienstag, März 01, 2011

Kurzreviews Februar/II/2011

Die Oscars sind vergeben und ich habe es habe es nicht live miterlebt, zum Glück wie es scheint. Die Moderatoren waren langweilig, die Verleihungen wirkten überhetzt und der Kinderchor war grauenvoll... habe ich gehört. Zumal die Verleihungen ebenso wenig eine Überraschung bargen und absolut berechenbar die Preise vergeben wurden.Zu denen kann ich indes nicht viel sagen, denn "The King's Speech" habe ich noch nicht gesehen, glaube jedoch nicht, dass er den Oscar bei einer Konkurrenz wie "True Grit" oder "The Social Network" wirklich verdient hat. Doch ein sympathischer Stotter-König wie Colin Firth rechtfertigt anscheinend alles... Hat jemand mal die Kate Winslet-Folge von Rick Gervais und Stephen Merchants Serie "Extras" gesehen?Das Natalie Portman ihren Goldbengel für ihre hinreissende Masturbations- und Lesbenszene mit Mila Kunis mitnehmen durfte, war schon im Hype-Vorfeld klar und obgleich ich immer noch meine, dass sie in "Black Swan" leicht fehlbesetzt war, kann ich darüber kaum meckern. Christian Bale schätze ich als Darsteller und freue mich somit selbstredend über den Oscar für ihn, auch wenn ich "The Fighter" nicht gesehen habe, was sich vermutlich aufgrund der Thematik (ich mag keine Boxer-Film) schwerlich ändern wird. Immerhin hat "Toy Story 3" einen Preis abgestaubt, was ich diesem wundervollen Animationsfilm von Herzen gönne, ebenso wie "Inception" verdient seine Technik-Oscars erhalten hat.
Immerhin sind die Ehrenoscars verdient an Francis Ford Coppola, Jean-Luc Godard und Eli Wallach gegangen (Kevin Brownlow kenne ich nicht, aber ich denke doch, er wirds auch verdient haben...). Nur, wo bleibt der Ehrenoscar für Chuck Norris?Ansonsten bleibt nichts weiter zu sagen als: die Oscars bleiben ein großer Witz, in dem bloss intensivste Selbstbeweihräucherung betrieben wird, während tatsächliche artistische Leistungen kontinuierlich ignoriert werden, um für Marketing von Film und Schauspieler Platz zu schaffen. Das darum immer wieder so ein Bohai gemacht wird...

Hiermit präsentiere ich wiederum die 11 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich im Monat Februar seit der letzten Liste gesehen habe:

Die Mumie (1999)
Mainstream-Abenteuer-Fantasy-Flick, der großen Spaß bereitet und der Vorlage nicht allzu respektlos begegnet. Wahrhaft Spaß machen allerdings die Darsteller, allen voran Brendan Fraser als sympathischer Draufgänger und Arnold Vosloo als charismatische Mumie, ebenso wie Rachel Weisz und John Hannah, Kevin J. O'Connor nicht zu vergessen. Die Effekte sehen sogar heute noch gut aus. (7,5/10)

Doom (2005)
OK, die Vorlage wird eher respektlos behandelt, änderte man doch die ganze Geschichte. Doch als Sci-Fi-Action-Trash macht das einfach einen Riesen-Spaß, kann man denn als Gamer damit leben. Karl Urban, The Rock und die First-Person-Shooter-Sequenz richten es schon. (7,5/10 auf einer B-Action-Skala)

Meister aller Klassen (1980)
Jackie-Chan-Klassiker nach üblichen Muster und mit viel Klamauk, dafür auch mit ideenreich gestalteten Kämpfen, inklusive einem der längsten Kung-Fu-Duellen der Filmgeschichte. Für Martial-Arts-Fans Pflichtprogramm. (8/10)

Blood and Bone (2009)
Streetfighter-Film, in mancherlei Hinsicht etwas Western-like. Michael Jai White kann sich dank seines Charismas als Hauptdarsteller profilieren und in den guten Fights glänzen. Die Story ist wie immer zu vernachlässigen, jedoch überzeugender als in vielen anderen Martial-Arts-Filmen. (7,5/10 auf einer B-Action-Skala)

Die Klasse von 1999 (1990)
Trashiger Actionfilm mit "Terminator"-Anleihen, der sich grob im Szenario des Vorgängers bewegt und von Mark L. Lester routiniert inszeniert ist. Macht Spaß. (6,5/10 auf einer B-Action-Skala)

Die Klasse von 1984 (1982)
Selbstjustizthriller vor schulischem Ambiente in düsterer Atmosphäre. Grobe Schwarz-Weiß-Malerei zwar, doch effektiv, wenn auch berechnend inszeniert. Weniger sozialkritisch als exploitativ. (6/10)

Vergebung (Teil 1) (2009)
Hiermit wird die Filmreihe dann deutlich politischer und dementsprechend dialoglastiger, nichtsdestotrotz stets packend präsentiert. (7/10)

Kommissar Wallander: Mörder ohne Gesicht (2010)
Kenneth Branagh ist weiterhin ein hevorragender Wallander, der Film wiederum sehr depressiv und runterziehend, das Tempo gemählich und dennoch bleibt es spannend bis zum Schluss. (7/10)

Kommissar Wallander: Der Mann, der lächelte (2010)
In diesem Teil wird mehr die Psyche von Wallander fokussiert, das Tempo ist dementsprechend und der Fall wird etwas dahinter gestellt. Dadurch wird das ganze nicht minder depressiv in seiner Stimmung. Dennoch irgendwie kurzweiliger als der Vorgänger. (6,5/10)

Vergebung (Teil 2) (2009)
Das große Finale wirkt etwas kleiner durch den Jusitz-Schwerpunkt, führt dennoch zu einem runden Ende, in dem alle Storyfäden zufriedenstellend zu Ende gebracht werden. Allein der "Schluss-Schluss" wirkt etwas angehängt. (6,5/10)

Sie nannten ihn Knochenbrecher (1978)
aka "Drunken Master". Sehr schwachbrüstig in Sachen Story und im ersten drittel auch etwas ermüdend bei den Kämpfen. Wenn Jackie Chan aber erst mal das Drunken Boxing auspackt, kann er mit viel Akrobatik in den Kämpfen prächtig unterhalten. (6,5/10)



11 - 7,0 (76,5)

Samstag, Februar 26, 2011

Der Tiefpunkt

Zum Abschluss der Zeit ohne Niveau muss natürlich noch das schlimmste her, was ich finden konnte. Und was ist schlimmer als James Earl Jones, der gezwungen wird einen Text von Justin Bieber vorzulesen? Sakrileg!

Freitag, Februar 25, 2011

Japan und Niveau

Mit japanischem Splatter-Trash kann man immer noch einen drauf setzen - immer! Garantiert!

Mittwoch, Februar 23, 2011

Ohne Niveau, mit viel Oh-ho!

Grippe fesselt mich ans Bett, aber das hier werde ich in der Zeit mit ohne Niveau noch los: ein Best of der Spoof-Porn-Parodies! Warum? Nun, weil doch jeder weiß, nichts ist lustiger als ein Porno mit einer Story. Dämlich, niveaulos, doch witzig - und spritzig! Wahrscheinlich werde ich hiermit alle Leser los, selbst wenn ich beteuere, die meisten davon habe ich gar nicht gesehen und den Rest nie in voller Länge genossen. Wirklich! Dabei wollte ich mal mit meiner Freundin "Pirates" (s.u.) komplett sichten - ihre Idee!.

(die folgenden Trailer müssten safe for work sein)

Der bekannteste Porno-Spoof ist wohl "Pirates" (inklusive Sequel...). Aus irgendeinem obskuren Grund ist mir Evan Stone (kennen garantiert alle, die "South Park" kennen :-P) ja total smypathisch, warum auch immer...

Vom "Big Lebowski"-Porno-Spoof (!!!) kenne ich bloß den Trailer, der unglaublich bescheuert ist und bei mir stets ein fettes Grinsen provoziert, dass ich bisweilen mit dem Gedanken spiele, den mir doch mal tatsächlich zu Gemüte zu führen... habe ich auch hier wieder Evan Stone gesehen?

"Batman XXX" durfte mir als "Batman"-Fan selbstredend nicht entgehen und gehört mit zu den Spoofs, die ich sogar teilweise gesehen habe. By the way: wieder Evan Stone!

"Die Simpons" gibbet auch - mit Evan Stone.


Faszinierend, nicht wahr? Gibbet übrigens auch für "Die Flintstones" oder "Twilight". "Avatar" sollten wir auch nicht vergessen. Und noch unzählige mehr, gegenwärtig und zukünftig.

Montag, Februar 21, 2011

Wech mit dem Niveau!!!

Ich wollte mal das Niveau meines Blogs verbessern? Pah! Niveau wird überbewertet! Weg mit dem Niveau! Niveauloses ist doch so viel einfacher zu finden und im Anschluss zu posten! Deswegen werde ich den Rest des Monats damit verbringen, bloß noch niveaulosen Schwachsinn zu posten. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich im Delirium liege, wegen einer heftigen Grippe, aber wer weiß? Viel Spaß!

Und womit kann man besser beginnen als asitatischem Trash?

Freitag, Februar 18, 2011

WTF, die Werbung

Dienstag, Februar 15, 2011

Kurzreviews Februar/I/2011

Diesen Monat wage ich mich mal an meine Blaxploitation-DVD-Sammlung... denn 2009 kam ich in den außerordentlichen Genuss der Blaxploitation-Parodie/Hommage "Black Dynamite", der die Mechanismen dieses kleinen Sub-Sub-Genres vorzüglich parodiert.

In Anschluss daran habe ich mir tatsächlich den ein oder anderen Klassier, Trash-Vertreter oder einfach unbekannten Film dieser Sparte zugelegt - seit dem blieb das alles allerdings ungesehen. Das muss natürlich jetzt aufgearbeitet werden! Es sind verdammt viele, weswegen ich im Februar damit garantiert nicht durchkommen werde, aber ich freue mich drauf!Hiermit präsentiere ich wiederum die 10 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich bisher im Monat Februar gesehen habe:

Verblendung (Teil 2) (2009)
Das Finale vom Anfang vertieft die Beziehung zwischen den Protagonisten, ohne zu erklären, was genau die beiden verbindet. Zwar immer noch spannend, doch das Mysteriöse, das Nichtwissen im ersten Teil gefiel mir besser. (7,5/10)

Lost Highway (1997)
David Lynch lädt ein auf einen wilden Trip zwischen Mystery-Thriller und Film-Noir. Kryptisch wie eh und je und durchaus nicht uninteressant. Wäre es nicht toll gewesen, hätte Lynch "Black Swan" verfilmt? (6,5/10)

The Clones of Bruce Lee (1977)
aka "Bruce Lee - Seine Erben nehmen Rache". 90 % unspektakuläres, mies inszeniertes Kung Fu-Gekloppe ohne Dramatik, 10 % purer Stumpfsinn. 2 Punkte bekommt er für seine Trash-Qualitäten. (2/10 auf einer B-Movie-Skala)

TRON: Legacy (2010)
Macht zwar Spaß, doch das Potential der vielen guten Ansätze im Drehbuch wird undankbar behandelt und nie weitergedacht, was zumeist in gigantischen Plot- und Logiklöchern endet. Optisch hingegeg hinreisend, mit großartigem Soundtrack. In 3D natürlich überflüssig. (6/10)

Der Dämon und die Jungfrau (1963)
Schaurig schön morbider Gothic Horror um Besessenheit und die Düsternis der Seele, eindrucksvoll bebildert von Mario Bava. Daliah Lavi sorgt für einen Hauch masochistischer Erotik und Christopher Lee ist eben Christopher Lee. Dafür ist der Film auch sehr, wirklich unbeschreiblich langsam erzählt und kommt bisweilen nur schleppend voran, während das monotone Klaviegeklimmper bisweilen nerven kann. (6,5/10)

Black Belt Jones (1974)
aka "Freie Fahrt ins Jenseits". Super-unterhaltsamer Blaxploitation-Martial-Arts-Film, der am ehesten für "Black Dynamite" Pate stand. Ein cooler Jim Kelly, ein funky Soundtrack und eine lässige Inszenierung von Robert Clouse. Natürlich null ernst zu nehmen. (7,5/10 auf einer B-Movie-Skala)

Verdammnis (Teil 1) (2009)
Der Anfang verläuft etwas schleppend, doch dann beginnt die Spannung zuzulegen. Dennoch wirkt das Ganze mehr nach TV, was wohl an Regisseur Daniel Alfredson liegt. Michael Nyqvist und Noomi Rapace machen ihre indes wieder gut. (7/10)

Tatort: Der dunkle Fleck (2002)
Ein guter Einstand für das Münsteraner-Duo Axel Prahl und Jan Josef Liefers, die den hauptsächlichen Reiz der Reihe ausmachen. Der Fall ist spannend und endet ob seiner Thematik zum Glück nicht allzu dick aufgetragen. (7/10)

Verdammnis (Teil 2) (2009)
Bleibt bis zum Ende spannend, wirkt etwas kleiner und persönlicher in der Auflösung als noch "Verblendung", mit düsterem Finale. (7,5/10)

Hot Potato (1976)
Sequel zu "Black Belt Jones". Wäre gern eine Abenteuer-Komödie, versucht daher zumeist versucht schmerzhaft witzig zu sein, mit schlechten Fights, lächerlichen Charakterentwicklung (und Charakteren...) und einer lächerlichen Story inklusive Bond-Villain. Hatte dieser Film überhaupt ein Konzept, außer "wir machen mal Urlaub in Süd-Ost-Asien"? Schlecht inszeniert von Oscar Williams und ganz unterhaltsam... (4/10 auf einer B-Movie-Skala)



10 - 6,2 (61,5)

Sonntag, Februar 13, 2011

Bollywood macht ernst...

Wow. Ich meine, einfach wow. So ein abgefahrenes Blogbuster-Plagiat habe ich noch nie gesehen - und könnte vielleicht der erste Bollywood-Film sein, den ich mir mal ganz ansehe!

Donnerstag, Februar 10, 2011

Puppentheater Part 2: The Adventures of Mark Twain

Faszinierendes Puppentheater, diesmal aus "The Adventures of Mark Twain".

Dienstag, Februar 08, 2011

Puppentheater Part 1: The Sandman

Schauriger, prämierte und Oscar nominierter Puppen-Kurzfilm von Paul Berry ("The Nightmare Before Christmas"). Der etwas andere Sandmann...

Sonntag, Februar 06, 2011

Fantasia on a Theme

Nach der Boll-Mafia und dem Sharktopus braucht es hier mal wieder ein bisschen Niveau, selbst wenn die Anime-Kafka-Version von "Ein Landarzt" niemand zu interessieren haben scheint (dabei ist die ganz großartig!). Deshalb hier Ralph Vaughan Williams "Fantasia on a Theme by Thomas Tallis"!



Dazu hier auch das Original "Why fumth in fight" von Thomas Tallis.

Freitag, Februar 04, 2011

50 % Sharktopus, 50 % Trash, 100 % Dumm

Mehr als den Trailer kann ich hierzu nicht posten...

Dienstag, Februar 01, 2011

Kurzreviews Januar/2011

Es geht einfach nicht mehr ohne. Kaum noch eine Liste kann ich ohne einen Nachruf verfassen. Es ist wirklich traurig...

Die deutsche Filmwelt betrauert den Tod Bernd Eichingers, der 24. Januar 2011 in Los Angeles einen Herzinfarkt erlitt. Sein Einfluss auf den deutschen Film war bestimmend und sein Gespür suchte seinesgleichen. Wer bleibt dem deutschen Film jetzt noch?

R.I.P.

Gestern am 30. Januar verstarb zudem John Barry in Oyster Bay nach einer langjährigen Krankheit an einem Herzanfall. Der legendäre Komponist ist vor allem wegen des James Bond-Themes bekannt und kann auf zahlreiche Auszeichnungen, darunter 5 Oscars, zurückblicken. Er war ein kongenialer Musiker und sein Tod ist wahrhaft traurig.

R.I.P.

Dies ist, wenn man mal die vorherige Liste ausser Acht lässt, die erste Review-Liste des Jahres 2011. Zum Januar diesmal allerdings nur eine Liste, schließlich kam die zweite Liste vom Dezember etwas verspätet und hat somit der ersten Januar-Liste den Platz geklaut. Also, auf ein erfolgreiches Jahr 2011!

Hier die 17 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich im Monat Januar gesehen habe:

Das Ding aus einer anderen Welt (1982)
Einer meiner All-Time-Favorites von John Carpenter. Eines der wenigen Beispiele für ein das Original übertreffendes Remake: dichte Atmosphäre, ein bedrückendes Gefühl eingeschlossen zu sein und der ständigen Bedrohung. Gut getrickst und mit einem immer coolen Kurt Russell. Und ich mag das Titeltheme. (9/10)

From Beyond - Aliens des Grauens (1986)
Etwas trashige Lovecraft-Adaption von Stuart Gordon, die sich aber auch nicht hundertprozentig ernst nimmt. Macht Spaß, gerade wegen dem etwas kruden B-Charmes. (6,5/10)

(500) Days of Summer (2009)
Muss ich mir langsam Sorgen machen, dass ich auf Liebesfilme stehe? Der hier ist allerdings auch ein besonderer und nicht eindeutiger Liebesfilm, auch wenn es um Liebe geht. Gesunde Mischung zwischen Drama und Komödie mit einem glänzenden Joseph Gordon-Levitt und einer bezaubernden Zooey Deschanel. (8,5/10)

Hero (2002)
Ist inhaltlich mitunter etwas schwach auf der Brust, aber diese wunderschönen, poetischen Bilder! Ein wahrer Genuss für die Augen und das letzte drittel ist auch dramaturgisch mitreißend. Beim Gucken immer die schönen Bilder geniessen! (6,5/10)

Meister der Shaolin (1982)
Oder "Shaolin - Kloster der Rächer" oder einfach "Shaolin Temple". Überlange Martial-Arts-Demo, die außerhalb der Kampfszenen unzulänglich inszeniert und erzählt ist. Wäre es nicht Jet Lis Einstand beim Film, würde "Meister der Shaolin" leicht in der Masse der Shaolin-Filme untergehen. Und trotzdem wollte ich den Film direkt im Anschluss nochmal gucken. Warum? (6/10)

Verblendung (Teil 1) (2009)
Sehr spannender Romanverfilmung Stieg Larssons, die Appetit auf mehr macht. Mit sehr gewöhnungsbedürftigen Antihelden zwar, dennoch interessant und fesselnd und wunderbar unamerikanisch. Mir graut's vor dem Remake, selbst wenn's von David Fincher kommt. (8/10)

Der Fluch der goldenen Blume (2006)
Die Definition eines bunten Films. Wie die gesamte Trilogie von Zhang Yimou prachtvoll ausgestattet und in wunderschönen Bildern eingefangen - dagegen mit schwächelndem Inhalt. Doch im großen und ganzen wirkt er gehaltvoller als die Vorgänger. Mir gefällt's. (7/10)
Black Swan (2010)
Darren Aronofsky lässt den Symbolik-Holzhammer kreisen, vergisst dabei jedoch die Definition von Subtilität. Natalie Portman bemüht sich redlich, ist jedoch leicht fehlbesetzt und ihre Darstellung (vor allem als Ausdruck von Naivität) wirkt arg gewollt, obgleich sie durchaus gut spielt. Maßlos überhypt und abermals mit vorgegaugeltem Tiefgang. (6/10)

New York für Anfänger (2008)
Britischer Anbiederungsversuch an amerikanische Komödien. Simon Pegg hilft einigermassen durch den zahnlosen satirischer Biss und ein schlechter werdendes letztes Drittel, trotzdem eben mehr amerikanische Komödie. (5/10)

Shaolin - Kinder der Rache (1983)
Sequel zu "Meister der Shaolin", dass seine simple und altbekannte Geschichte geradlinig erzählt. Kämpfe gibt es zwar weniger, doch, sofern man sich mit asiatischen Kindern anfreunden kann, die Charaktere sind kindlich sympathisch. Nett. (7/10)

Tron (1982)
Der Klassiker aus den 80ern ist natürlich nicht unbedingt stark erzählt, dafür umso stärker visualisiert und die Thematik interessant umgesetzt. Die abgefahren Optik macht heute genauso viel Spaß wie damals. (7,5/10)

Undisputed III: Redemption (2010)
Auch die erneute Sichtung beweist: großartiger Martial-Arts-Klopper, mit großartig choreographierten Fights, einem großartigen Scott Adkins und sogar abseits des Rings von Isaac Florentine gut in Szene gesetzt. Großartig! (8,5/10)

Paranormal Investigations (2007)
Billig rutergekurbelter Geister-Horror, der wohl nur sanfte Gemüter zu erschrecken vermag, alle anderen bloß ob seiner Dummheit und unzureichenden Inszenierung langweilt. (3/10)

Die Superbullen (2011)
Jepp, sogar den habe ich geguckt. Und als gebürtiger Kölner kann ich das ein oder andere tatsächlich witzig finden, den Rest einfach nur peinlich, niveaulos und zum Fremdschämen - ein einziger facepalm. Ganz lustig. ;-) (6/10)

The Toxic Avenger, Part II (1989)
Im zweiten Teil der kultigen Troma-Trash-Reihe fängt der Wahnsinn erst richtig an, was vermutlich an der Reise nach Japan liegt... unglaublich ideenreiche Geschmacklosigkeiten, niveaulose Witze und billig produziert, aber soooooooooooooooooo unglaublich unterhaltsam! (8,5/10 auf einer Trash-Skala)

Killing Zoe (1994)
Wenn der Name Tarantino nicht drauf stände... schriller Heist-Wahn für 6-jähriger ab 18 von Tarantinos Kumpel Roger Avary, der weniger Spaß macht, als er machen könnte. Vielleicht sogar ein wenig mit dem ganzen Nichts überladen. (5/10)

Altar des Satans (2001)
Jedes einzelne Horrorfilm-Klischee stumpfsinnig abgearbeitet - und alles ernst genommen, ohne einen Funken von Ironie oder Humor. Dafür dann auch null gruselig, spektakulär unspannend, vorhersehbar, blutarm und mit Konfektions-Ü30-Teenie-Darstellern. Mies. (2/10)



17 - 6,5 (110)

Samstag, Januar 29, 2011

Boll, Stars und Mafia

Ein pures WTF ziert diesen Film, in dem auch Uwe Boll mitwirkt - wenn auch nicht als Regisseur. Einen bunten Haufen ehemaliger Stars (Franco Nero, Bud Spencer, Robert Wagner...), B- und C-Darsteller (Bill Duke, Michael Madsen, Lou Ferrigno) und ein bisschen Unterstützung aus deutschen Landen (Claude-Oliver Rudolph, Günther Kaufmann) hat er da um sich gescharrt und dieser Film wird garantiert mies, mies, mies. Bitte ignorieren, selbst als Kuriosität.

Donnerstag, Januar 27, 2011

It's done, Mr. Gervais!

Das musste selbstredend von mir nachgereicht werden: Ricky Gervais, dieser kongeniale, britische Komödiant, rechnete bei den Golden Globes 2011 mit der Selbstbeweihräucherung der Filmindustrie ab - und dafür wird er wohl künftig nicht mehr zu den Globes eingeladen, noch wird eine Nominierung eines Films seiner Beiteiligung je wieder in Betracht gezogen werden. Damit hat er offensichtlich sein Ziel erreicht, sagte er doch noch vor der Show:

“I don’t think I went far enough… Obviously not, because they invited me back. So, I’m going to do it again, do a proper job. And I guarantee they will not invite me back.”
Was für ein Armutszeugnis für die Globes!

Dienstag, Januar 25, 2011

Batman vs. Catwoman und Bane

"The Dark Knight Rises" hat endlich seine Gegenspieler:
Bane und Catwoman werden im dritten Nolan-Batman mit von der Partie sein und sie werden gespielt von Tom Hardy ("Band of Brothers", "Black Hawk Down", "Star Trek: Nemesis", "Inception") und Anne Hathaway ("Plötzlich Prinzessin", "Brokeback Mountain", "Der Teufel trägt Prada", "Get Smart").Das Christopher Nolan wieder auf einen bewährten Darsteller zurückgreift ist nicht ungewöhnlich, so überrascht mich Tom Hardy auch nicht wirklich, bloss mit Bane hatte ich nicht gerechnet. Mal sehen, wie der Charakter in das neue Batman-Konzept passt.Catwoman wundert mich hingegen nicht, schließlich ist sie ein beliebter ambivalenter Charakter, indes Anne Hathaway, auch wenn ich nichts gegen sie als Darstellerin habe, kann ich mir als Catwoman nicht direkt vorstellen. Für diese Rolle hätte ich mir eine etwas verführerische, weiblichere Person vorgestellt. Aber wer weiß! An Heath Ledger glaubte ich zunächst ja auch nicht...