Dienstag, März 01, 2011

Kurzreviews Februar/II/2011

Die Oscars sind vergeben und ich habe es habe es nicht live miterlebt, zum Glück wie es scheint. Die Moderatoren waren langweilig, die Verleihungen wirkten überhetzt und der Kinderchor war grauenvoll... habe ich gehört. Zumal die Verleihungen ebenso wenig eine Überraschung bargen und absolut berechenbar die Preise vergeben wurden.Zu denen kann ich indes nicht viel sagen, denn "The King's Speech" habe ich noch nicht gesehen, glaube jedoch nicht, dass er den Oscar bei einer Konkurrenz wie "True Grit" oder "The Social Network" wirklich verdient hat. Doch ein sympathischer Stotter-König wie Colin Firth rechtfertigt anscheinend alles... Hat jemand mal die Kate Winslet-Folge von Rick Gervais und Stephen Merchants Serie "Extras" gesehen?Das Natalie Portman ihren Goldbengel für ihre hinreissende Masturbations- und Lesbenszene mit Mila Kunis mitnehmen durfte, war schon im Hype-Vorfeld klar und obgleich ich immer noch meine, dass sie in "Black Swan" leicht fehlbesetzt war, kann ich darüber kaum meckern. Christian Bale schätze ich als Darsteller und freue mich somit selbstredend über den Oscar für ihn, auch wenn ich "The Fighter" nicht gesehen habe, was sich vermutlich aufgrund der Thematik (ich mag keine Boxer-Film) schwerlich ändern wird. Immerhin hat "Toy Story 3" einen Preis abgestaubt, was ich diesem wundervollen Animationsfilm von Herzen gönne, ebenso wie "Inception" verdient seine Technik-Oscars erhalten hat.
Immerhin sind die Ehrenoscars verdient an Francis Ford Coppola, Jean-Luc Godard und Eli Wallach gegangen (Kevin Brownlow kenne ich nicht, aber ich denke doch, er wirds auch verdient haben...). Nur, wo bleibt der Ehrenoscar für Chuck Norris?Ansonsten bleibt nichts weiter zu sagen als: die Oscars bleiben ein großer Witz, in dem bloss intensivste Selbstbeweihräucherung betrieben wird, während tatsächliche artistische Leistungen kontinuierlich ignoriert werden, um für Marketing von Film und Schauspieler Platz zu schaffen. Das darum immer wieder so ein Bohai gemacht wird...

Hiermit präsentiere ich wiederrum die 11 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich im Monat Februar seit der letzten Liste gesehen habe:

Die Mumie (1999)
Mainstream-Abenteuer-Fantasy-Flick, der großen Spaß bereitet und der Vorlage nicht allzu respektlos begegnet. Wahrhaft Spaß machen allerdings die Darsteller, allen voran Brendan Fraser als sympathischer Draufgänger und Arnold Vosloo als charismatische Mumie, ebenso wie Rachel Weisz und John Hannah, Kevin J. O'Connor nicht zu vergessen. Die Effekte sehen sogar heute noch gut aus. (7,5/10)

Doom (2005)
OK, die Vorlage wird eher respektlos behandelt, änderte man doch die ganze Geschichte. Doch als Sci-Fi-Action-Trash macht das einfach einen Riesen-Spaß, kann man denn als Gamer damit leben. Karl Urban, The Rock und die First-Person-Shooter-Sequenz richten es schon. (7,5/10 auf einer B-Action-Skala)

Meister aller Klassen (1980)
Jackie-Chan-Klassiker nach üblichen Muster und mit viel Klamauk, dafür auch mit ideenreich gestalteten Kämpfen, inklusive einem der längsten Kung-Fu-Duellen der Filmgeschichte. Für Martial-Arts-Fans Pflichtprogramm. (8/10)

Blood and Bone (2009)
Streetfighter-Film, in mancherlei Hinsicht etwas Western-like. Michael Jai White kann sich dank seines Charismas als Hauptdarsteller profilieren und in den guten Fights glänzen. Die Story ist wie immer zu vernachlässigen, jedoch überzeugender als in vielen anderen Martial-Arts-Filmen. (7,5/10 auf einer B-Action-Skala)

Die Klasse von 1999 (1990)
Trashiger Actionfilm mit "Terminator"-Anleihen, der sich grob im Szenario des Vorgängers bewegt und von Mark L. Lester routiniert inszeniert ist. Macht Spaß. (6,5/10 auf einer B-Action-Skala)

Die Klasse von 1984 (1982)
Selbstjustizthriller vor schulischem Ambiente in düsterer Atmosphäre. Grobe Schwarz-Weiß-Malerei zwar, doch effektiv, wenn auch berechnend inszeniert. Weniger sozialkritisch als exploitativ. (6/10)

Vergebung (Teil 1) (2009)
Hiermit wird die Filmreihe dann deutlich politischer und dementsprechend dialoglastiger, nichtsdestotrotz stets packend präsentiert. (7/10)

Kommissar Wallander: Mörder ohne Gesicht (2010)
Kenneth Branagh ist weiterhin ein hevorragender Wallander, der Film wiederrum sehr depressiv und runterziehend, das Tempo gemählich und dennoch bleibt es spannend bis zum Schluss. (7/10)

Kommissar Wallander: Der Mann, der lächelte (2010)
In diesem Teil wird mehr die Psyche von Wallander fokussiert, das Tempo ist dementsprechend und der Fall wird etwas dahinter gestellt. Dadurch wird das ganze nicht minder depressiv in seiner Stimmung. Dennoch irgendwie kurzweiliger als der Vorgänger. (6,5/10)

Vergebung (Teil 2) (2009)
Das große Finale wirkt etwas kleiner durch den Jusitz-Schwerpunkt, führt dennoch zu einem runden Ende, in dem alle Storyfäden zufriedenstellend zu Ende gebracht werden. Allein der "Schluss-Schluss" wirkt etwas angehängt. (6,5/10)

Sie nannten ihn Knochenbrecher (1978)
aka "Drunken Master". Sehr schwachbrüstig in Sachen Story und im ersten drittel auch etwas ermüdend bei den Kämpfen. Wenn Jackie Chan aber erst mal das Drunken Boxing auspackt, kann er mit viel Akrobatik in den Kämpfen prächtig unterhalten. (6,5/10)



11 - 7,0 (76,5)

Kommentare:

iceclaw77 hat gesagt…

Wem hättest du denn einen Oscar verliehen?

Butterbemme hat gesagt…

Ich werde mir morgen ein Bild vom Oscargewinner machen. Und True Grit wird auch noch die nächste Woche folgen. Mal schauen.

Darth Puma hat gesagt…

Hehe, cooles Chuck Norris Bild von Dir.

Okami Itto hat gesagt…

@ iceclaw:
Welchen denn? ;-)
Gerechterweise muss ich sagen, ich habe die wenigsten der Filme bisher gesehen. Natalie Portmans Oscar ist schon ok. Bei "The King's Speech" vermute ich, dass es ein Sympathie- und Scheinheiligen-Oscar war (Freundschaft und Einigkeit, ein Behinderter mit "sympathischer Behinderung"), zumal bei einer starken und cineastischen Konkurrenz wie "True Grit" oder "The Social Network". Was nicht bedeutet, dass ich mich nicht irren kann.