Freitag, April 01, 2011

Kurzreviews März/II/2011

Wie käme ich umhin Elizabeth Taylor zu betrauern, eine wahre Gigantin des Hollywood-Films. Am 23. März verstarb die Schauspielerin im Alter von 79 Jahren in Los Angeles an Herzinsuffizienz. Wieder geht eine ganz große Persönlichkeit von uns.

R.I.P.



Und wieder präsentiere ich wiederum die 10 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich im Monat März seit der letzten Liste gesehen habe:

Der Ghostwriter (2010)
Eleganter Thriller im politischen Amibente von Roman Planski, wunderbar inszeniert und trotz des ruhigen Stils spannend. Weitaus weniger mittelmäßig als viele es behaupten. (8/10)

Saboteure (1942)
Etwas vernachlässigter Hitchock, dabei voller Ideen und spannend bis zuletzt. Eben Hitchcock. (8/10)

The Social Network (2010)
Weniger die Entstehungsgeschichte von Facebook als Milieustudie über großkotzige Arschlöcher, die an einigen Universitäten herangezüchtet werden. Auf den Punkt inszeniert von David Fincher und mit unverbrauchten Darstellern. Ein äusserst interessanter Film. (8/10)

The Boys from Brazil (1978)
Eine amüsant-trashige Idee gnadenlos zugrunde gerichtet durch Drehbuch und Regie. Der angestrebte Wettlauf kommt nie zustande, es sei denn auf bizarre Weise, die Hinweise und aufgedeckte Spuren willkürlich erscheinen lässt. Spannung und Action sind Mangelware und selbst den nötigen Funken Ironie vermisst man. (4/10)

Der Zerrissene Vorhang (1966)
Krankt vor allem im ersten drittel an der Aufrechterhaltung eines viel zu offensichtlichen Geheimnisses, wird danach immer spannender mit dem ein oder anderen Höhepunkt und gewohnt ideenreich. Dennoch eben ein Spät-Hitchock. (6,5/10)

Sherlock Holmes: Der Hund von Baskerville (1988)
Was im Serienformat á 45 Minuten funktioniert, muss in Spielfilmlänge noch lange nicht funktionieren und so hat diese Verfilmung ob seiner gemächlichen Inszenierung einige Längen. Letztendlich kann das der klassischen Holmes-Geschichte wenig anhaben und Jeremy Brett ist einfach der beste Holmes-Darsteller. (6,5/10)

James Bond 007 - Man lebt nur zweimal (1967)
Ein sichtbar bondmüder Sean Connery und zwar serientypische, jedoch zu unspektakulär vermittelte Bondelemente lassen diesen Bond etwas abfallen. Dennoch unterhaltsam und mit Donald Pleasance alias Blofeld mit bedeutender Entwicklung für die Reihe. (6,5/10)

Ninja Scroll (1995)
Typisches Anime-Konstrukt der 90er, wild, temporeich, mit einigen Ideen und runder Geschichte, zudem angenehm auf ein erwachseneres Publikum zugeschnitten. Macht Spaß bis zum feurigen Finale. (8/10)

Panzerkreuzer Potemkin (1925)
Stummfilmklassiker von größter filmhistorischer Bedeutung, etablierte Sergei M. Eisenstein doch mit diesem die Montage als zentrales filmtechnisches Element. Auch heute noch beachtlich in seiner Inszenierung und Wirkung. (9/10)
Sherlock Holmes: Das Zeichen der Vier (1987)
Spannender und mit weitaus weniger Längen belastete Holmes-Verfilmung. Die Jagd nach dem Täter ist mitreissend, im Finale dank des Rückblicks entspannt ausklingend. Und wie immer mit der kongeniale Holmes-Darstellung Jeremy Bretts. (7,5/10)



10 - 7,2 (72)

Kommentare:

Citara hat gesagt…

Der Ghortwriter wartet bei mir schon vor dem Player. Schön, dass es sich offenbar lohnt.

Nur 6,5 für Man lebt nur zweimal? Hm.

Ninja Scroll hat mir als Serie besser gefallen.

Okami Itto hat gesagt…

"Ghost Writer" ist für mich einer der besten Thriller der letzten Zeit. Lohnt defintitiv!

"Man lebt nur zweimal" war bei mir schon immer wackelig. Die 6,5 tendieren stark zur 7, im Grunde schwanke ich stets zwischen den beiden Noten, weswegen man sagen könnte, er bekommt von mir eine 6,75.

Die "Ninja Scroll"-Serie habe ich noch nie zu Ende gesehen, dabei fand ich die auch nicht übel.