Montag, August 15, 2011

Kurzreviews August/I/2011

Am 3. August 2011 wurde Charles Aaron Smith, besser bekannt als Bubba Smith, tod in seiner Wohnung aufgefunden. Er wurde 66 Jahre alt. Der professionelle Footballspieler war inbesondere durch seine Rolle des Moses Hightower aus den "Police Academy"-Filmen bekannt. Anfang des Monats versatarb er aus bisher unbekannten Gründen.

R.I.P.

Hiermit präsentiere ich wiederum die 14 Filme (ausgeschlossen Serien und Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe), die ich bisher im Monat August gesehen habe:

Sherlock - Der blind Bankier (2010)
Lässt im Vergleich zum tollen Einstand deutlich nach, wirkt wie ein TV-Sequel, wo der Erstling die TV-Herkunft vergessen lies. Benedict Cumberbatch und Martin Freeman sind jedoch einfach ein tolles Team und lassen einen vieles verschmerzen. (7/10)

Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (2007)
Wunderschöner und melanchonischer Western-Abgesang einer Legende, tragisch, keine Sekunde zu lang und fantastisch gespielt! (9/10)The Devil's Tomb (2009)
Nach einem stimmungsvollen Anfang wird das ganz schnell dumm, generisch, bis lächerlich - und lustig! Unfreiwllig zwar, aber umso einnehmender. Ich mag wirklich Horrofilme mit eingeschlossenen Szenarien, hier ist es jedoch lediglich zum Schreien komisch. (3/10 mit Trash-Bonus)

Das Dorf der Verdammten (1995)
Ach herje. Das schaut mehr nach Horror auf TV-Niveau aus, das anachronistische Aussehen der Kinder sorgt fürs Schmunzeln, trotz des ein oder anderen fiesen Mords, und die Charaktere bleiben oberflächlich, obwohl man sich durchaus anderweitig bemüht. John Carpenters kompetente Regie rettet vor dem Desaster, er hat es hier jedoch eher gut gemeint, denn gut gedacht oder gemacht. Ganz furchtbar ist indes die Musik. (4/10)Gargoyles - Die Brut des Teufels (2009)
Oh ja, das ist im Prinzip ein ganz schlimmer. Bessere Homevideo-Optik, generische Charaktere und triviale Story - trotzdem auf eine eigene Art und Weise unterhaltsam. (2,5/10)

Vorthon, König der Gargoyles (2007)
aka "Gargoyles - Monster aus Stein". Nazis erwecken im Zweiten Weltkrieg Gargoyles und Alliierte müssen sie bekämpfen - fehlt nur noch Hellboy. Tatsächlich ist das gar nicht so übel... ok, die Effekte sind mies und die Story vorhersehbar, viele Dialoge am Rande der Lächerlichkeit, mit einem Faible für B-Movie jedoch unterhaltsam. (6/10 auf einer B-Movie-Skala)

Sherlock - Das große Spiel (2010)
Der große Abschluss der ersten Staffel krankt an seinem Cliffhanger und an dem total misslungenen Moriarty. Der Case-Overload für Holmes wird nicht in die Rahmengeschichte eingebettet und waretet evtl. in der Fortsetzung auf seine Einbindung. Bis dahin: Cumberbatch und Freeman top, Scott flop. (7/10)

Niagara (1953)
Der Film steckt inszenatorisch ganz klar in seinen 50er-Schuhen, ist dennoch ein gelungenes Drama mit kleinen Krimi-Anleihen. Besonders angenehm ist der Verzicht auf aufdringliche Musik für das ständige Rauschen des mächtigen Naturschauspiels. (6,5/10)
 
Red Eye (2005)
Wes Cravens kleiner Thriller ist selbstredend nichts neues, holt dafür alles an Spannung aus dem Szenario raus, auch dank seiner Darsteller, insbesondere Cillian Murphy. Das Ende ist sogar hinreißend durch Cravens Selbstreferenz. (7/10)

Die Außergewöhnlichen Abenteuer des Saturnino Farandola (1913)
Phantasievoller und ereignisreicher füher Abenteuerfilm, sogar mit verhältnismäßig viel Action. Ein bisschen rassistisch zwar, für einen Stummfilm jedoch äußerst kurzweilig. (6/10)
 
Basic - Hinter jeder Lüge eine Wahrheit (2003)
Ein Film für regnerische Abende, um es sich auf der Couch gemütlich zu machen. Darüberhinaus fehlt es an Überraschungen, selbst wenn man sich um einige Wendungen bemüht. Solider, aber wirrer und willkürlicher "Rashomon"-Epigone. (5/10)

Thirteen Days (2000)
Fesselnde Politik-Geschichtsstunde, wenn auch dramatisch etwas nachgeholfen und nicht frei von in Grenzen gehaltenen Klischees. So spannend kann es sein, wenn nur geredet wird. (7,5/10)

Tucker & Dale vs Evil (2010)
Die Umkehrung der bekannten Backwood-Slasherformel garantiert einige witzige Situationen und den schmerzhaften Tod für die nervigsten Charaktere. Wie üblich bei solchen Parodien/Hommages lässt die Ideenvielfalt gegen Ende etwas nach, jedoch nicht beim Spaßfaktor. Für Horrorfilmfreunde. (7,5/10)Planet der Affen (1968)
Ein gigantischer Science-Fiction-Klassiker, der trotz deutlicher Zeichen seine Zeit bemerkenswert gut altert und nichts von seiner Intensistät verloren hat. Was ihn über allem auszeichnet, ist, dass er Cleverness nicht gegenüber einem Effektgewitter opfert. Moralisch zwar, doch subtil. (9/10)








14 - 6,2 (87)

Kommentare:

Citara hat gesagt…

Oho, Gargoyles hat aber für seine Verhältnisse noch gut abgestaubt.

Leider böser Cliffhanger bei Sherlock Holmes - Moriarty fand ich nicht optimal, aber immerhin ganz brauchbar. Ob und wie wird sich (hoffentlich) in der Fortsetzung zeigen.

Patrick hat gesagt…

Ja da geb ich Citara recht. Moriarty wirkte auch auf mich komisch, aber vll gewöhnt man sich dran, wenn man mehr über ihn erfährt.
Bin mal gespannt, wann es weitergeht.

Magst du mir mal nen Film empfehlen:
Thriller mit nachdenken, gewalt kann sein aber muss nicht. so a la Schweigen der Lämmer und Mindhunters.:-)

Okami Itto hat gesagt…

@ Citara:
Tja, ich habe einfach eine Schwäche für Trash mit Nazis als comichaften Bösewichten. Das mag ich auch an "Hellboy". ;-)

@ Patrick:
Hmm ja, im Empfehlen bin ich eigentlich nicht so gut, aber ich versuchs mal:
- "Oxford Murders" habe ich ganz gut in Erinnerung, ist allerdings mehr Krimi als Thriller
- "WAZ" (w Delta z) dürfte Deinem Anspruch mehr entsprechen
- "Horsemen" habe ich nicht gesehen, soll ein "Se7en"-Epigon sein und ist wohl nicht so gut,was ich weder bestätigen, noch dementieren kann, entsprich allerdinges dem Thema
- die "Alex Cross"-Filme ("...denn zum Küssen sind sie da", "Im Netz der Spinne") fand ich persönlich nicht so toll, aber das ist nur meine Meinung. Vor allem der erste hat ja was von "Schweigen der Lämmer" oder "Se7en"
- "Duell" von Steven Spielberg habe ich gut in Erinnerung, die Sichtung liegt allerdings schon weit zurück
- die Thriller von Christopher Nolan kann ich immer empfehlen, sprich "Following", "Memento" und ganz besonders "Insomnia"
- im Sinne des letztgenannte gibt's auch noch das norwegische Original "Todesschlaf"

Die fallen mir spontan ein.

Patrick hat gesagt…

Danke für die Empfehlungen. Ich werde sie bald mal abarbeiten.:-)

Okami Itto hat gesagt…

Gern geschehen. Übrigens läuft demnächst im TV "Anamorph" mit Willem Defoe. Der dürfte auch in Deine Kategorie fallen. ;-)