Donnerstag, Juni 18, 2015

Kurzreviews Juni/I/2015

Hiermit präsentiere ich wiederrum die 15 Filme und 3 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat Juni gesehen habe:


Serien-Staffeln
Buffy - Im Bann der Dämonen (Season 1) (1997) (7-7,5)
Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer (Season 5) (2015) (8-9)
Sleepy Hollow (Season 1) (2013-2014) (6-7)

Filme
Was das Herz begehrt (2003)
Für Leute, die Diane Keaton und Jack Nichsolson ertragen können. Nach dem lockeren Anfang macht sich rasch Langeweile breit, das hin und her und ach und je und brauch ich einen Mann oder nicht zieht sich ziemlich. (3)

School of Rock (2003)
Es ist zunächst einmal ungewohnt Jack Black durch Richard Linklaters entschleunigte Kamerafahrten hampeln zu sehen. Das und das dramaturgische "Dead Poets Society"-Grundkonstrukt geben der Komödie den Schimmer eines Dramas, die Zwanglosigkeit der Inszenierung verhindert andererseits schwermütige Tristesse. Diese Kombination vermeidet immerhin eine handelsübliche Comedy-Ausschlachtung des Grundgedankens. Toll sind die Jungschauspieler, allerdings stört es bisweilen, dass Jack Black manche Szenen zu sehr an sich reißt. (7)

3 Engel für Charlie (2000)
Rasante Kinoversion der TV-Serie, selbstironisch, bunt, schnell und laut. Action und die grelle Inszenierung stehen hier zweifelsohne im Fokus, die Geschichte ist getrost zu vernachlässigen. Cameron Diaz, Drew Barrymore und Lucy Liu behaupten sich im Angesicht dessen ordentlich, versüßen alles mit einer gehörigen Portion Girl-Power. Bonus für Bill Murray. (6)

In einem fernen Land (1992)
Ron Howard ist selbstredend nicht der Regisseur, dem es je gegeben wäre, das große historische Liebesabenteuer der 90er zu inszenieren. Dementsprechend ist die Inszenierung zwar aufwendig, die Kameraarbeit schön anzusehen und die Darstellerleistungen mindestens untadelig, alles dahingegen eben großen Vorbildern höchstens brav nachempfunden, romantisierend und überraschungslos vorgetrageg. Große Emotionen wallen dabei nicht auf. (4,5)

Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers (1986)
Wahrscheinlich die authentischste Darstellung von Jungen im Film, denn Rob Reiner setzt sie genau als solche in Szene, fluchend, rauchend, herumalbernd, wie Jungs einfach sind, keine idealistischen Wunderknaben oder missverstandenen Genies, sie haben ihre Stärken und schultern ihren emotionalen Ballast, geben sich gegenseitig durch ihre Freundschaft Stärke. Wir lernen bei diesem Sommerabenteuer genauso dazu wie sie, am melancholischem Ende der Reise sind alle in bisschen weiser. (8,5)

Pappa ante Portas (1991)
Loriot bleibt in seinem zweiten Kinofilm seinem Konzept gesellschaftlichen Humors treu, stolpert als häuslicher Fremdkörper von einer absurd-sympathischen Chaos-Situation in die nächste, dazu brilliert Evelyn Hamann als genervte Gattin. Mein persönlicher Höhepunkt ist die treffend beschriebene Familienfeier gegen Ende. (7,5)

Trennung mit Hindernissen (2006)
Sanfter Rosenkrieg, der manierlich von Statten geht, den Stress recht gut vermittelt, eine kitschige Versöhnung ansonsten konsequenterweise vermeidet. (5)

Invictus - Unbezwungen (2009)
Nichtssagende Schlaftablette, die außer Morgan Freeman kaum was zu bieten weiß, zumal Clint Eastwood nie die großen Emotionen erwecken kann, auf die er anscheinend mit dem lahmen Rugby-Spiel abzielte. Obendrein fehlt grundsätzlich jede Reibungsfläche und Auseinandersetzung mit der eigentlichen Problematik, alles ist irgendwie Friede, Freude, Eierkuchen und im Grunde verstehen sich doch alle ganz gut. Nichts zu erzählen und nichts zu lernen. (3)

Ein Date zu dritt (1999)
Und autsch, ein Treffer auf eine Schwachstelle: 90er-typische Liebeskomödie mit Verwechslungspart und Toleranz-Plädoyer, aber schön vorgetragen mit einigen gefühlvoll-idyllischen Szenen zwischen dem hervorragend harmonierenden Duo Neve Campbell und Matthew Perry. Ich sage immer: ich hatte zu viele Mütter. So schön romantisch! Bonus für Oliver Platt. (6)

Assault - Anschlag bei Nacht (1976)
John Carpenters unglamouröse "Rio Bravo"-Hommage, mit viel Aufbau, die einen die Bedrohlichkeit regelrecht spüren lässt, dann mit einigen Spannungs- und Actionspitzen. (7)

Bulletproof - Kugelsicher (1996)
Damon Wayans und Adam Sandler geben ein erstaunlich harmonierendes Paar in dieser soliden Buddy-Komödie ab, die sich nie ganz in Albernheiten oder Action auflöst, nur ein bisschen unspektakulär abläuft. (6)

3 Engel für Charlie - Volle Power (2003)
Für das Sequel hat man alles im allem gänzlich auf eine Geschichte verzichtet, alles rund um die kapriziösen Actionszenen drapiert. Würde ich glatt genial nennen, bloß ist McG nicht das Genie dafür. (5)

Eisbär (1998)
Til Schweiger hat Tarantino gesehen und wollte auch mal. Das ist genauso peinlich, wie es klingt. (2,5)

Knockin' on Heaven's Door (1997)
Etwas besser konnte es Thomas Jahn, er zitiert fleißig, inszeniert mit einem gewissen Pepp, hält die Waage zwischen Witz, Action und Drama und stellt Til Schweiger dankbarerweise mit Jan Josef Liefers einen sympathischen Co-Star zur Seite. (6)

Is' was, Doc? (1972)
Barbara Streisand ging mir am Anfang gehörig auf den Senkel und ich hatte wahnsinniges Mitleid mit dem armen Ryan O'Neil, jedoch sobald sich die große Verwirrung rund um die Koffer frei entfaltet, gewinnt die Komödie ungemein an Fahrt und steigert sich kontinuierlich. Klassiker. (8)















15 - 5,7 (85)

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