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Montag, Juni 16, 2014

Kurzreviews Mai/Juni/2014

Pause, Pause, Pause - manchmal macht ein Studium tatsächlich Arbeit und es will geschafft sein, sich aufzuraffen, um an etwas anderem, wie diesen Review-Listen oder generell einem Blog, zu arbeiten. Wobei ich mich besonders schwer mit einer Rezension zu Hiroshi Teshigaharas "Rikyu, der Teemeister" getan habe, was wiederum daran lag, dass ich ihm nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit schenkte. Deswegen fällt er überdies aus dieser Liste vorerst heraus. Natürlich hätte ich ihn überspringen können, nur funktioniere ich leider nicht so. Das Resultat: Verspätung. Und abermals eine Liste, die einen langen Zeitraum umfasst, daher die relativ hohe Anzahl von Serienstaffeln (inklusive "Game of Thrones"-Staffel Nummero 4... was für eine Staffel! Was für ein Finale!).
Doch bevor wir dazu kommen, ein kleiner Nachtrag zu meinem letzten Post, "Star Wars" betreffend.  Es mag der Eindruck entstanden sein, dass ich die Entscheidung, das EU generell als nicht-kanonisch zu deklarieren, deswegen kritisierte, weil ich das EU über alles schätze. De facto ist meine Kenntnis des EU äußerst begrenzt. Meine Kritik ist auf die Arroganz Disneys gerichtet, sich zu erdreisten, eine durchaus nicht arme Arbeit von Fans als nichtig zu erklären, nicht etwa, weil Disney selber großartige Geschichten zu erzählen hätte. Das man mit einer eigenen Vision an ein Projekt wie "Star Wars" gehen will, dass man eigene Ideen hat, wie sich die Geschichte fortsetzt, vielleicht nicht mal schlechte Ideen, kann ich verstehen. Nur traue ich das weder Jar Jar zu, der mit "Star Trek" bereits beweisen hat, dass platt-doofes, profitorientiertes Weltraumspektakel höher im Kurs steht als Werktreue oder Taktgefühl gegenüber den Fans oder dem Ursprungsmaterial, noch Disney, dessen Maskottchen inzwischen aus ein Dollarzeichen mit Mäuseohren bestehen dürfte. Hierbei wollte man simpel die volle Kontrolle über das Projekt gewinnen, nichts anderes als eine feindliche Übernahme erreichen, ein eiskaltes Ausschalten von Bestehendem, um sich alle Wege zu öffnen, das Franchise bis zur Schmerzgrenze und darüber hinaus auszuschlachten, ohne dabei auf irgendwelche bereits geleisteten Anstrengungen anderer Rücksicht nehmen zu müssen. Das ist das Ausschalten des "Expanded Universe".

Wie dem auch sei: hiermit präsentiere ich wiederum die 25 Filme und 9 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat Mai und Juni gesehen habe:


Serien-Staffeln
Doctor Who (Season 2-4) (2006-2008) - (9/10)
Doctor Who (Specials) (2008-2010) - (8/10)
Doctor Who (Season 5) (2010) - (7/10)
Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer (Season 3) (2013) - (9/10)
Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer (Season 4) (2014) - (9,5/10)
The IT Crowd (Season 1) (2006) - (9,5/10)
Black Sails (Season 1) (2014) - (7/10)

Filme
The Expendables 2 (2012)
Die Expendables kriegen Zuwachs, Simon West löst Sly Stallone vom Regie-Stuhl ab. Zwar knallt es mächtig von der ersten Sekunde an und Jean-Claude Van Damme überzeugt trotz geringen Spielraums, dahingegen schwächelt der Film inhaltlich noch deutlicher als der Erstling, der wenigstens ein klares Ziel vor Augen und einen konzentrierten Schauplatz hatte. Hier ballert man sich von einem Standort zum nächsten, während ein Großteil der Action-Ikonen sich mit kaum mehr als Cameo-Rollen oder als Stichwortgeber zufriedengeben muss. Das macht wegen des Actionoverkills und dem ein oder anderen gelungenen selbstironischen Auftritt Spaß, ermüdet nichtsdestoweniger. (6,5/10)

Zombie - Dawn of the Dead (1978)
(Extended Cut) Lieblingsalternativtitel: Zombies im Kaufhaus. Berühmt-berüchtiger Genrekönig, apart inszeniert, pessimistisch und dennoch mit eigenem Sinn für Humor, ferner überraschend schlüssig in seiner Konsum- und Gesellschaftskritik, die ihn jenseits seiner Horror-, Gore- und Schockeffekte stehen lässt. (8/10)

Zombie 2 - Day of the Dead (1985)
Es ist nicht ganz George A. Romeros beabsichtigtes Magnum Opus geworden, geblieben sind Tendenzen. Nach einem starken, wenn auch sehr geschwätzigen Teil, verliert sich Romeros Idee eines sich gegenseitig zerfleischenden menschlichen Mikrokosmos gegen Ende in oberflächlichem Zombiehorror. Immer noch gut, gleichwohl hätte es mehr sein können. (7/10)
Maverick (1994)
Episodenhafte Western-Komödie für alle, denen das übliche Kevin Costner-Programm zu harte Kost ist. Spaßig, mit gut aufgelegten Darstellern. (6/10)

Land of the Dead (2005)
George A. Romero erreicht nicht ganz die Qualität seiner stilbildenden Original-Trilogie, behauptet sich demungeachtet als Genre-König, entwirft nicht allzu subtil ein fast satirisches Gesellschaftsbild samt Uper- und Underclass-Konflikt, während die wichtigste Errungenschaft die Evolution der Zombies darstellt. (7/10)

Ninja Samurai - Das Schwert der Rache (1982)
Ein grandios-konfuses Martial Arts-Produkt, das, inhaltlich unmöglich nachvollziehbar, mit einer Vielzahl von Charakteren in inkohärenten Schauplätzen jongliert und alles in einem chaotischen Strom miteinander agieren lässt. Herrlich undurchsichtiger Kung-Fu-Trash. Bonuspunkt für den Schreibfehler im Titel: Ninja Samaurai. (8/10 auf einer Trash-Skala)

Thunder Ninja Kids: The Golden Adventure (1990)
Klassischer Godfrey Ho-Mischmasch, mit einer zum Ausgangmaterial gänzlich sinnlos dazugedichteten Rahmengeschichte im Billig-Ninja-Kostüm. Das agile Kinder-Trio macht noch am ehesten Spaß, trotz reichlich platten Humors. (4/10 auf einer Trash-Skala)

Die Piraten! - Ein Haufen merkwürdiger Typen (2012)
Nach wie vor in seiner Fülle an Ideen und wahnsinnig detaillierten Schauplätze, Szenen und Figuren ein Heidenspaß, bei dem es immer neues zu entdecken gibt. Die an sich innovationslose Geschichte überzeugt dennoch durch seine Herzlichkeiten und die liebenserten Charaktere. (8/10)

Manborg (2011)
Gewollter Trash leidet immer daran, dass er eben dies ist: gewollt. Zugegeben: Steven Kostanski beweist Herz für das Genre, fabriziert einen bemerkenswert kruden Mix aus Science Fiction, Fantasy und Action, bedient mit überdeutlich billigen (nicht zu verwechseln mit misslungenen) Spezialeffekten, unzulänglichen Darstellerleistungen, sowie übertriebenen Splatter- und Gore-Einlagen die grundsätzliche Erwartungshaltung. Leider ist es stets überdeutlich, dass hier bewusst bloßes Trash-Mimikry betrieben wurde, wenn auch mit Leidenschaft dargebracht, und somit verpasst der Film dementgegen das Element der hingebungsvollen Unfähigkeit, die seinen großen Vorbilder zu Eigen ist. (6/10 auf einer Trash-Skala)

Top Dog (1995)
Selbst Chuck Norris versuchte sich an familienfreundlicher Komödie, hier unter der Ägide seines Brüderleins Aaron Norris und mit Tierfreund-Knuddelbonus. Doch selbst bei The Chuck will der Spagat zwischen halbgarem Actionanteil und anbiederndem Familienteil keine homogene Mischung ergeben, trotz grandios bescheuertem Setting, in dem es gegen Neo-Nazis zu bestehen gilt. Immerhin sehen sich Hund und Hauptdarsteller ähnlich... so verzweifelt bin ich auf der Suche nach einem positivem Aspekt. (2,5/10)

Das Todesschwert der Ninja (1988)
Und noch einmal Martial Arts-Trash, diesmal im Heimvideo-Look und chinesischen neon-grellen 80er-Jahre-Styling. Allein die Mode ist eine Klasse für sich, die konfuse Story tut ihr übriges. (7/10 auf einer Trash-Skala)

Verdammt, die Zombies kommen (1985)
aka "The Return of the Living Dead". Ebenfalls ein Fall für 80-Jahre-Nostalgie, zudem einer der bekanntesten Verteter der Zombie-Komödie, weniger Parodie oder gar Satire, dennoch nicht minder ein zynischer Spiegel seiner Zeit. (7/10)

Shaun of the Dead (2004)
Gleich im Anschluss wären wir damit bei der kultigen Zombie-Hommage des Triumvirats Edgar Wright, Simon Pegg und Nick Frost, ein Musterbeispiel britischen Humors und eine Liebeserklärung an sein Genre sondergleichen, gespickt mit Anspielungen in jedem Detail, zugleich eine sympathische Charakterodyssee. Großartig! (8,5/10)

The Wolf of Wall Street (2013)
Der Vergleich zu Martin Scorseses Mafiaepen kommt nicht von ungefähr, in seinen besten Momenten erinnert die zügellose Brokerparty an eine Mischung aus "GoodFellas" und "Casino" im humorvollem Gewand, gleichwohl ohne parodistischen oder satirischen Anstrich, stellenweise in Gefahr, seine eigentlich zu kritisierenden Protagonisten zu sympathisieren. Vielleicht ist diese Bebilderung der Exzesse wahrhaftig, hingegen zu auschweifend, nicht zwangsläufig langweilig, jedoch langwierig, zumal selten eine erkennbare dramaturgische Struktur durchscheint, stattdessen hedonistische Drogen- und Sexorgien hintereinander gereiht stehen. Schauspielerisch und inszenatorisch dessenungeachtet top. Zwiespältig. (6/10)
Sherlock - Der leere Sarg (2014)
Mit dem Start in die dritte Staffel erscheint die lange Wartezeit auf die folgende regelrecht erforderlich, denn die Geschichte um Holmes Rückkehr nach seinem vermeintlichem Tod zieht sich, ist chaotisch geschrieben und unausgewogen. Positiv zu vermerken sind die erweiterten Beziehungsgeflechte zu Watson, Mycroft und Mary Morstan, insbesondere Watsons Reaktionen auf Sherlocks Auferstehung sind es wert. Als Puffer für Holmes Resurrektion lässt sich die Qualität noch entschuldigen, Benedict Cumberbatch und Martin Freeman sind nach wie vor top. (6/10)

Edge of Tomorrow (2014)
Überraschung aus dem Blogbustersektor, Doug Liman beschert uns einen unterhaltsamen Science-Fiction-"Groundhog Day", der sich an den richtigen Stellen bei Genre-Vorbildern bedient, gekonnt zwischen Action, Humor und Drama balanciert, Volksverblödung vermeidet ohne tiefgründig zu werden und durchaus spannend sein kann. Tom Cruise ist ein sympathischer Protagonist, der sogar eine Wandlung durchläuft, Emily Blunt erweist sich als vorzüglicher weiblicher Gegenpart auf Augenhöhe. Blogbusterkino, wie es sein sollte. (7,5/10)

Sherlock - Im Zeichen der Drei (2014)
Nach dem durchwachsenen Staffelstart setzt sich die negative Tendenz leider fort, "Sherlock" auf der Hochzeit wird zur Witznummer, die gelegentlich vergnüglich, andererseits des Öfteren ebenso peinlich ausfällt, insgesamt den chaotischen Drehbuchaufbau der Vorgängerfolge erbt. Der Krimianteil ist interessant, wird bezüglich des Hochzeitsthemas jedoch stiefmütterlich behandelt. (6/10)

Boyhood (2014)
Nach seiner Sunrise-Sunset-Midnight-Trilogie präsentiert Richard Linklater das nächste interessante filmische Experiment, distilliert aus 12 Jahren Dreharbeiten die ultimative Coming-of-Age-Geschichte. Bei einem solchen Konzept konnte fiel schief gehen, indes ist Linklater dafür ein zu geschickter Regisseur. Er schafft mit seinen starken Darstellern, seinem zurückhaltenem Regiestil und einer klugen Szenenauswahl einen beinahe naturalistischen Film, eine besinnliche, unmanipulative Beobachtung. Zugegeben ist mir der Protagonist letztlich zu sehr die von seiner Schwester erklärte Schlaftablette, gerade im späteren Verlauf des Films, das ändert dahingegen nichts an der gelungenen Umsetzung. Und übrigens am Rande: friss das Terrence Malik! So erzählt man eine Geschichte vom Leben, unprätentiös und ohne ständig in religiösen Fundamentalismus und Dogmatimus abzurutschen. (8,5/10)

Sherlock - Sein letzter Schwur (2014)
Im letzten Moment rettet sich die dritte Staffel mit einem spannenden Bösewicht und einem nicht erwarteten Twist. Das Ende ist gar ein radikaler Schritt, der Cliffhanger nicht ungeschickt. Jetzt nutzt die lange Wartezeit bitte für eine superbe vierte Staffel. (7/10)

Chillerama (2011)
Schräger Anthologiefilm, eine Liebesbekundung zum Trashfilm und Grindhousekino. Herrlich bescheuert, wenn auch mit Humoreinschlag deutlich unter der Gürtelline, um nicht zu sagen infantil. Macht Spaß im richtigen Umfeld. (6,5/10 auf einer B-Movie-Skala)

Die 9 Leben der Ninja (1985)
9x9 unsinniger Ninja-Trash, total bescheuert-schöner Abenteur-Action-Unsinn, mit denkwürdig absurden Szenen (inklusive der Bond-liken Eröffnung) und unglaublich miesen und gerade deswegen tollen Schauspielleistungen. Trash-Spaß deluxe. (8/10 auf einer Trash-Skala)

Die Drei Musketiere (1993)
Die Disney-Ausgabe, harmloser Abenteuer-Action-Blogbuster, flach, aber temporeich, auf den Spaßteil der Vorlage beschränkt. Der Coup de Grâce ist allerdings der chargierende Tim Curry als Bösewicht. Besser geht nimmer. (6/10)

5ive Girls (2006)
Fetisch-Ausgabe eines TV-Mystery-Horrors: für jeden Geschmack ein Mädel dabei, nur stilecht im japanischen Miniröckchen. Alternativ bieten wir variationsreiche Nachthemdchen an - oder auch mal gar nichts. Inhaltlich schön bescheuert, mit einem Quantum an Atmosphäre, letztendlich spaßig. (3/10 auf einer B-Movie Skala mit Fetisch-Bonus)

Django Unchained (2012)
Quentin Tarantino bedient seine großen Vorbilder, den trockenen Humor, den Zynismus, die Gewalt, aber auch oder ganz besonders den politischen Subtext. Nur steht sein eigener Stil dahinter nicht zurück und obwohl der Film insgesamt zu lang ist, will man keine Szene missen, die Dialoge sind raffiniert, wie spannungsgeladen, viele Szenen prägnant. Jamie Foxx muss ich darstellerisch allerdings Christoph Waltz, später Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson geschlagen geben. (8,5/10)

Hot Fuzz (2007)
Schwungvolle Hommage an den Actionfilm, nur eben im beschaulichen englischen Dorf-Ambiente - oder eben nicht so beschaulich. Irre Gagdichte, genüssliche Auskostung aller Genreklischees, Referenzen in allen Details, einschließlich Kameraführung und Schnitt. Ganz, ganz toll. (8,5/10)

















 25 - 6,7 (167,0)

Samstag, Februar 15, 2014

Kurzreviews Februar/I/2014

Lange Zeit habe ich in meinem Blog keinen Tod von Filmstars mehr betrauert. Dann kam die traurige Nachricht, dass Philip Seymour Hoffman am 2. Februar 2014 gestorben ist, vermutlich wegen Drogenkonsums. Das hat mich doch ein wenig schockiert, denn mit 47 Jahren war er noch nicht so alt und hat gerade in den letzten Jahre seine Präszenz von prägnanten Neben- zu tragenden Hauptrollen deutlich ausgebaut. Nach kleineren Rollen in Filmen wie "Boogie Nights" oder "The Big Lebowski", in denen er bereits auffiel, kam sein großer Durchbruch schließlich 2005 mit "Capote", für dessen Darstellung er den Oscar gewann. Danach hatte er Konjunktur, überzeugte in Filmen wie "Before The Devil Knows You're Dead", "Synecdoche, New York", "Glaubensfrage", "Radio Rock Revolution", "The Master" oder "The Hunger Games: Catching Fire", 2010 führte er noch Regie bei seinem eigenen Film "Jack in Love".
Schon zuvor war seine Drogensucht bekannt, zwischenzeitlich soll er davon losgekommen sein, bis er scheinbar einen Rückfall erlitt. So oder so dieser Verlust tragisch, nicht nur für die Filmwelt.

R.I.P.
Nur einen Tag zuvor am 1. Februar 2014 verstarb Maximilian Schell im Alter von 84 Jahren. Wenige Tage zuvor war er en einer Lungenentzündung erkrankt, von der er sich wieder erholte, am 30. Januar wurde er am Rücken operiert und erwachte nicht mehr aus der Narkose. Der gebürtige Österreicher gewann 1962 den Oscar als bester Hauptdarsteller für "Das Urteil von Nürenberg", darüberhinaus spielte er in Filmen wie "Topkapi", "Steiner - Das eiserne Kreuz" oder "Die Brücke von Arnheim" mit, war zudem als Regisseur und Produzent tätig. Zu seiner Hochzeit galt er als einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler weltweit.
 R.I.P.
Am 10. Februar 2014 starb zudem Shirley Temple eines natürlichen Todes. Der Inbegriff des Hollywood-Kinderstars, als der sie auch entsprechende vermarktet wurde, hatte eine vergleichbar kurze Filmkarriere die in ihrem 21. Lebensjahr endete. 1958 zog sie sich endgültig aus dem Showgeschäft zurück und trat als Republikanerin in die Politik ein. Ihre politische Karriere wurde in den 70er Jahren von einer Brustkrebserkrankung unterbrochen, später wurde sie Botschafterin in Ghana. Sie hinterlässt drei Kinder. 

 R.I.P.

Hiermit präsentiere ich wiederum die 14 Filme und 4 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat Februar gesehen habe:

Serien-Staffeln
Sex and the City (Season 1) (1998) - (6,5/10)
Sex and the City (Season 2) (1999) - (7/10)
The IT Crowd: The Last Byte (2013) - (6,5/10) 
Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer (Season 2) (2013) - (9/10)

Filme
True Lies - Wahre Lügen (1994)
Vermutlich Arnold Schwarzeneggers vergnüglichster Versuch Komödie zu spielen, natürlich ohne auf die Action zu verzichten. Und die ist bei James Cameron in guten Händen. Insgesamt sehr 90er, sehr spaßig. (7/10)

The Scorpion King (2002)
Der kinderfreundliche "Conan"-"Xena"-"Herkules"-Mix schlechthin, guckt sich viel besser weg als er sollte. Als Abenteur-Jux mit vielen Schwertprügeleien und Dwayne "The Rock" Johnson einfach Gold wert, durch die knappe Laufzeit tatsächlich äußerst kurzweilig. Sollte ich noch die ganzen Mängel ansprechen? Nö! (6/10)
The Happening (2008)
Etwas überhypt wegen seiner nicht vorhandenen Qualität (selbst negative Publicity ist letztendlich Publicity). Ein ganz, ganz öder M. Night Shyamalan, der die Leistung vollbringt, jeden Schauspieler hoffnungslos im Stich zu lassen und beinahe jede Szene, wenn schon nicht langweilig, zumindest unfreiwillig komisch in den Sand zu setzen. Ergänzend ist das Drehbuch derart  mies geschrieben, dass ich beinahe empfehle, diesen Film als Antibeispiel zu konsumieren. Andererseits lohnt eigentlich gar nichts an diesem Werk. (2/10)

Wir waren Helden (2002)
Einer der schlimmsten, hypokritischsten, Amerika und kriegsverherrlichenden Filme, die ich je gesehen habe. Ganz, ganz furchtbar, mit Mel Gibson im Gottes-Rache-Modus und "Stars 'n Stripes"-Szenen zum Fremdschämen en masse. Der typisch amerikanische Anti-Anti-Kriegsfilm. Eigentlich sollte der weg (warum habe ich den gekauft?), doch habe ich mich auf seine Qualitäten als erschreckendes Mahnmal und Monument dieser Gattung besonnen: der könnte als Studienobjekt über amerikanische Kriegstreiberei in Zukunft mal ein lehrreiches Studienobjekt werden. Die Action ist gut... sollte sie das sein? (1,5/10)

Amos & Andrew - Zwei fast perfekte Chaoten (1993)
Für eine Komödie zu wenig Gags, für ein Drama zu humorvoll (gemeint), für einen Thriller zu unspannend. Immerhin sind Nicolas Cage und Samuel L. Jackson als Duo sympathisch. (4,5/10)

Harley Davidson & the Marlboro Man (1991)
Verlierertypen mit Machoallüren legen sich mit den Falschen an. Es wird ein bisschen geballert, hingegen sind weder die eponymen Protagonisten interessant, noch alles abseits der Schießereien aufregend, spannend oder witzig. Gesehen und vergessen. (4/10)

Money Train (1995)
Wesley Snipes und Woody Harrelson geben ein gutes Duo, selbst Jennifer Lopez tut dem Film nicht zu schlimmes an, nur fehlt der Handlung ein dezidierter Fokus. Primär geht es um die Bro-Beziehung zwischen den Hauptdarstellern zwischen die JLo gerät oder auch nicht, weitere Elemente wie der pöse, pöse Boss und sein Money Train (der bis auf das Finale kaum eine Rolle spielt), ein verrückter Attentäter oder Geldprobleme sind bestenfalls halbherzig durch die "Helden" nektiert, haben episodenhaften Charakter. Zuviel ein bisschen von allem. (5/10)

Joint Security Area (2000)
Zu Beginn den Anschein eines Militärthrillers wahrend, wechselt Park Chan-wook bald zu einem Plädoyer für Verbrüderung, versucht eine Brücke zu schlagen ohne die eine oder die andere Seite zu favorisieren. Dabei geht er den Weg über den einfachen Mann bzw. den einfachen Soldaten, den am weitesten von politischen Verwicklungen entferntesten Punkt. Die Freundschaft zwischen den Soldaten geht zu Herzen, die Katastrophe und ihre Folgen wirken für sich. Trotzdem bemüht Park Chan-wook redundanterweise die einzelne Träne im Gesicht der Betroffenen zu oft, die Darstellung abseits der vier Protagonisten ist eher angerissen, insgesamt bleibt ein tragischer Film mit wichtiger Botschaft. (7,5/10)
Der Rechte Arm der Götter - Armour of God (1987)
Jackie Chan in einer Art Indiana Jones-Variation klingt auf dem Papier reizvoll, leider ist der Film über weite Strecke zu klamaukig und die Zahl aufregender Martial Arts- oder Stunt-Szenen bleibt sehr überschaubar, bis auf den hervorragenden, hyperkinetischen finalen Amazonenfight und den beeindruckenden Ballonsprung. Somit bleibt dieser Abenteuer-Ausflug etwas dröge. (5/10)

Ninja - Pfad der Rache (2013)
Isaac Florentine besinnt sich auf Scott Adkins Anti-Helden-Qualitäten und schickt ihn auf einen Rachefeldzug. Mit guten Martial-Arts-Kloppereien, ein wenig Ninja-Action und Nebendarstellern wie Vithaya Pansringarm und besonders Kane Kosugi ergibt sich ein solider B-Action-Beitrag. Wie der Vorgägner mag er bei einer zweiten Sichtung besser abschneiden. (6,5/10 auf einer B-Movie-Skala)

Metro (1997)
Das Geisel-Unterhändler-Thema ist schnell abgeschlossen, ansonsten erweist sich der Film trotz ein paar ordentlicher Verfolgungsjagden, obwohl Thomas Carter Eddie Murphy über weite Strecken im Griff hat und Michael Wincott als Antagonist überzeugt, als ein großer Langweiler, was teils daran zu verorten ist, das der Beziehung zu Murphys Love-Interest zu viel Bedeutung beigemessen wird und entsprechende Szenen sich ziehen wie Kaugummi. (5/10)

Jade (1995)
Das Erotik-Thriller-Pendant zu "Metro". Zwar auf Hochglanz poliert, vergleichbar öde, Erotik ist spärlich gesät und das Geplänkel um Macht und Intrigen weiß höchstens leidlich zu fesseln. (4,5/10)

Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück (2001)
Für eine romantische Komödie ordentlich und erfrischend, der schwarz-humorige Biss hätte ausgeprägter sein dürfen, der Einsatz von Pop-Songs ist mal passend, mal störend, nichtsdestotrotz ist Renée Zellweger eine sympathische Protagonistin und ihr Liebesleben angenehm ungezwungen ohne Kitsch. (6,5/10)

Cast Away - Verschollen (2000)
Ich habe eine Faible für Robinsonaden und sobald Tom Hanks auf der Insel angekommen ist, entwickelt sich ein schön atmosphärisches Setting - bis ein Zeitsprung alle interessanten Entwicklungen auf der Insel überspringt und direkt zur Rettung übergegangen wird. Das Ende ist interessant, die Charakterisierung des Protagonisten leider zu unausgewogen, die Werbung für FedEx unangenehm penetrant (der Raum, der dafür aufgewendet wurde, wäre besser in Charakterentwicklung investiert worden). Tom Hanks Leistung ist angesichts des mangelnden Spielraums, den ihm das Drehbuch gibt, gut. Insgesamt verschenkt. (5,5/10)

Die Piratenbraut (1995)
Renny Harlins Piratenspektakel und Finanzdebakel ist eigentlich zu Unrecht gefloppt, denn er ist alles und mehr, weswegen Leute heute in Filme wie "Transformers" oder "Pirates of the Caribbean" strömen: laut, hyperaktiv und actionreich - dahingegen kann Renny Harlin, wenn auch nicht meisterlich, im Vergleich zu Michael Bay vernünftig inszenieren. Der Film ist halt genau so, wie man sich als kleiner Junge Piratenabenteuer vorgestellt hat: mit Holzbeinen, Augenklappen, Rum, Piratenspelunken, geheimnisvollen Schätzen auf Trauminseln, zu denen kryptische Karten führen, Seeschlachten, Säbelrasseln und Fieslingen. Das ist weder logisch, noch brilliant geschrieben oder gespielt, jedoch hat man sich genügend kindliche Naivität bewahrt, macht das so, so viel Spaß. (6/10)
















15 - 5,1 (76,5)