Freitag, April 15, 2016

Kurzreviews April/I/2016

Hiermit präsentiere ich wiederrum die 4 Filme und keine Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat April gesehen habe:


Filme
X-Men - Zukunft ist Vergangenheit (2014)
Bryan Singer wieder auf dem Regie-Stuhl und ich hatte ähnlich viel Spaß, wie seinerzeit mit "X2": er verknüpft die "X-Men"-Generationen in einer spannenden, bewegten Geschichte, eine findige Verquickung von eschatologischer Dystopie und hoffnungsvoller zweiter Chancen, selbst wenn aufgrund des Umfangs manche Aspekte zu kurz kommen. Das genial zu nennen, wäre sicherlich zu viel des Guten, dafür ist der Film zu sehr als reißerisches Spektakel angelegt. Aber er repräsentiert die denkbar beste Mischung aus effektgeladenem Fantasykino und intelligentem Blogbuster im Bereich der Comicverfilmungen, besteht als potente Alternative zum MCU. (7,5)

Ip Man 3 (2015)
Die aus den Vorgängern bekannte Aufteilung in zwei Filmhälften erweist sich dieses Mal als weniger effektiv, da insbesondere der ersten Hälfte ein starker Widersacher fehlt: weder Patrick Tam, zwar für den Gangsterbanden-Teil der wesentliche Antagonist, zu guter Letzt dennoch klar unterlegener Handlanger, noch Mike Tyson, der nur wenige Minuten im Film auftritt (vermutlich nicht ohne Grund), nur um schlussendlich unspektakulär aus der Geschichte entfernt zu werden, können eine charakteristische Bedrohung aufbauen. Die zweite Episode steht ganz im Zeichen des Kampfes Wing Chun gegen Wing Chun, gebietet mit Jin Zhang über einen charismatischen Gegenspieler und beeindruckend befähigten Kampfsportler. Trotzdem kratzt auch diese Geschichte zu sehr an der Oberfläche, verpasst es, die Rivalität zwischen den beiden Kämpfern und ihren Stilen genügend aufzubauen. Dafür gesteht Wilson Yip Yip Mans Frau bedeutend mehr Spielzeit zu, stellt seine Verantwortung ihr Gegenüber mehr in den Fokus - und kann trotzdem nicht das Verhältnis zwischen den einzelnen Versatzstücken wahren, so dass er für diese besonders dramatische Seite der Handlung bisweilen arg viel Drama in eine Szene quetschen muss, was sie an den Rand kitschigen Melodramas rücken lässt. Nichtsdestotrotz ist das dritte Kapitel der Yip Man-Saga ein gelungener, unterhaltsamer Kung Fu-Film mit guter, aber hie und da überfrachteter Geschichte, schönen Kulissen, die das Hong Kong der späten 50er-Jahre ansprechend wiedergeben, und selbstredend großartigen Kämpfen, diesmal von Yuen Woo-ping choreografiert. (7)
Labyrinth der Leidenschaften (1982)
Pedro Almodóvar erzählt keine Geschichte, sondern lässt jeden einzelnen seiner allzu skurrilen Charaktere für sich selbst sprechen, malt ein kunterbuntes Bild seiner Lieblingsthemen Sex, Liebe, Leidenschaft, Geschlecht und Geschlechterindentität. Wie immer bei ihm sympathisch, selbstverständlich, aber ein wenig wirr und ziellos wirkend. (5,5)

Wolverine - Weg des Kriegers (2013)
Im Kanon der "X-Men"-Filme von der Geschichte her ein besseres B-Movie, klischeeüberladen und vorhersehbar, ein wenig lustlos inszeniert, obwohl es dem Film gut tut, nicht zu betont das Mutanten-Thema in den Mittelpunkt zu rücken. Ich fühlte mich allerwenigstens gut unterhalten. (6)






















4 - 6,5 (26,0)

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