Freitag, August 01, 2014

Kurzreviews Juli/II/2014

Hiermit präsentiere ich wiederum die 12 Filme und 3 Serienstaffeln/-specials (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat Juli seit der letzten Liste gesehen habe:


Serien-Staffeln
The Musketeers (Series 1) (2014) - (7/10)
Spacecenter Babylon 5 - Die Zusammenkunft (1993) - (7/10)
The Inbetweeners (Series 1) (2008) - (7/10)

Filme
Big Mama's Haus (2000)
Für eine dieser "Ghetto-Komödien", dazu noch mit Martin Lawrence, fand ich den recht amüsant. (6/10)

The Black Gestapo (1975)
Einer der berüchtigsten Blaxploitation-Klassiker, tatsächlich ein interessanter Vertreter mit historischem Hintergrund und damit meine ich nicht die plumpe Nazi-Parabel. Stößt selbstredend schnell an seine professionellen und finanziellen Grenzen, ist innerhalb seines Genres hingegen durchaus einen Blick wert. (7/10 auf einer B-Movie-Skala)
Mafia vs. Ninja (1985)
Ganz herrlich unsinniger HK-Klopper, mit Prügeleien von der erste Sekunde an, die sich von Szene zu Szene steigern und wenn man glaubt, da könne kein hirnrissigerer Einfall mehr kommen, hält der Film stets eine WTF-Überaschung bereit. Bonus-Punkte für den Hawaian Nazi Sumo Samaurai und den messerwerfenden Scarface. (8/10 auf einer Trash-Skala)

The Final Patient (2005)
Der Vorspann gibt die Richtung vor: pure Langeweile, stundenlanges Gelaber über Nichts, dass sich nachfolgend inhaltsgleich wiederholt. In den letzten fünf Minuten geht ein wenig die Post ab, jedoch in einem einzigen, unerklärlichen Chaos. Wenigstens Bill Cobbs macht noch das Beste draus. (1,5/10)

Der Plan (2011)
Philip K. Dick muss wieder mal herhalten für einen im Ansatz gut gemeinten, im Endeffekt jedoch reichlich uninteressanten Film, der seiner Liebesgeschichte zuviel Bedeutung beimisst. Ganz nett sind die Bewegungen durch die "Abkürzungen", ansonsten fehlt es einfach an Spannung - oder Signifikanz. (5/10)

Die Roten Schuhe (1948)
Einer der ganz großen Klassiker des Duos Michael Powell und Emeric Pressburger, für viele der ultimative Ballettfilm, nicht zuletzt wegen einer der großartigsten Tanz-Sequenzen der Filmgeschichte, eine faszinierende Inszenierungs-Symbiose aus Bühnen- und Film-Elementen. Das diese und das überzeugend vermittelte Bühnenleben im Fokus stehen, ist selbsterklärend, und doch ist das Drama der beteiligten Protagonisten ganz und gar nicht trivial, zumal die Darstellerleistungen über jeden Zweifel erhaben sind, ganz besonders der anbetungswürdige Anton Walbrook. Ein ganz, ganz wundervolles Stück Filmgeschichte. (8,5/10)

Coraline (2009)
Schöner, märchenhafter Film mit alptraumhaften Elementen, überzeugt besonders durch seine starke Protagonistin und die hingebungsvollen Claymation-Kreationen. (8,5/10)

Demolition Man (1993)
Mit niedlich selbstironischen Anspielungen, im Kern nichtsdestotrotz eine geradlinige Action-Komödie, solide inszeniert und kurzweilig. (6/10)

Zwei Banditen - Butch Cassidy and the Sundance Kid (1969)
Aufgelockerter Westernabgesang, äußerst episodisch, doch sympathisch, gerade wegen der hervorragenden Chemie zwischen Paul Newman und Robert Redford. Und doch ist das ein unschlüssiger Film, der sich mehr für die eindrucksvollen Landschaften als für seine Helden zu interessieren scheint. Trotzdem gut inszeniert und gespielt. (6/10)

Monty Python's - Der Sinn des Lebens (1983)
In unzusammenhängenden Collagen sinnieren die legendären Briten über den Sinn des Lebens und machen sich beiläufig über allerlei gesellschaftliches lustig, unübersehbar im Geiste ihres "Flying Circus" mit absurden Gags, surrealen Sequenzen, ergänzt um Szenen, die ein bisschen zu sehr empören wollen. Dafür sollte man schon Fan sein. (7/10)

Augen der Angst (1960)
Erstaunlich avantgarder Film, seiner Zeit weit voraus - offensichtlich zu weit. Ganz im Sinne des Mediums fängt Michael Powell die doppelbödige Auseinandersetzung mit Tod und Voyeurismus brilliant ein, setzt den Zuschauer einer unangenehm reflexiven Ambivalenz aus, in dem er konsequent den Mörder zum Protagonisten macht, ihm ein nachvollziehbares psychologisches Profil gibt und somit ein simples Gut-Böse-Schema vermeidet, darüberhinaus die manische Faszination zum Spiegel des Zuschauers werden lässt. Karlheinz Böhm brilliert als soziopathischer, monomanischer Killer, kämpft verzweifelt gegen sein Sissi-Image an. (8,5/10)
Dragon Bruce Lee 2 (1976)
aka "The Big Boss: Part 2". Ist man erst mal über die Bande von Hitler-Schnauz-Trägern hinweg, verliert man rasch den Überblick über die konfus erzählte Geschichte, zumal Dragon Lee höchstens einen passablen Bruce-Lee-Verschnitt abgibt. Das man deutlich sieht, wie Schläge ihre Ziel verfehlen, macht die Kämpfe zudem unfreiwillig komisch. (4/10 auf einer Trash-Skala)
















12 - 6,3 (76,0)

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