Samstag, März 15, 2014

Kurzreviews März/I/2014

Hiermit präsentiere ich wiederrum die 18 Filme und 1 Serienstaffel (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich im Monat März gesehen habe:

Serien-Staffeln
Fawlty Towers - Das verrückte Hotel (Season 2) (1979) - (7,5/10)

Filme
Mission: Impossible - Phantom Protokoll (2011)
Tom Cruise spielt endlich im Teammodus und damit haben wir immerhin den unterhaltsamen Team-James-Bond, der das Franchise von Anfang hätte sein sollen. (7/10)

Verhandlungssache (1998)
Spannender Thriller mit gutem Hautpdarstellerduo. Nichts neues, aber aufregend genug, um über arge Strapazierungen der Logik hinwegzutäuschen. (7/10)

Stromberg - Der Film (2014)
Gelungener Kino-Abschluss, im Geiste der Serie zum Lachen, ebenso wie zum Fremdschämen, mit einer gut aufgelegten Cast. Zwar gibt es einen kleinen Hänger, aber das folgerichtige Ende bügelt das wieder aus. (7,5/10)
Knight and Day (2010)
Gehört zu den Filmen, von denen ich gar nicht erwartet habe, dass sie so gut unterhalten könnten. Ist zwar ein Malen-nach-Zahlen-Sommerhit und Cameron Diaz kann schon nerven, während sowohl sie, als auch Tom Cruise (zwei mal in einer Liste... muss ich mir Sorgen machen?) ihr Alter nur bedingt zu kaschieren vermögen, trotzdem ein netter Ausflug in die 90er-Jahre mit herzlich-bescheuerten Actioneinlagen (Stiere!). (6/10)

Ausnahmezustand (1998)
Der düstere Vorbote von 9/11. Zu sehr Thriller, um sein Thema angemessen zu behandeln. Manche Szenen sind autogen bedrückend, zu oft präsentiert Edward Zwick das Geschehen jedoch mit dem Holzhammer. Ideologisch kann man sicherlich ebenfalls darüber diskutieren. (5/10)

Mad Max (1979)
Der etwas gealterte Vater vieler Endzeitfilmprodukte, eigentlich ein ökonomisch inszenierter Straßenfilm. Das über allem hängende apokalyptische Flair ist dezent hintergründig, letztendlich erzählt George Miller eine rohe Rache- und Selbstjustiz-Geschichte mit einigen kultigen Einschüben. (6,5/10)

Mad Max II - Der Vollstrecker (1981)
Inzwischen unverkennbar in eschatologischen Spähren angekommen, ist das Sequel einen Tick kapriziöser. Setting und Charaktere erreichen in diesem Teil ihre Leitbildfunktion für das Subgenre, nicht nur deswegen ist der zweite Teil eine Steigerung zum bereits vergnüglichen Vorgänger. (7/10)

Die Piraten! - Ein Haufen merkwürdiger Typen (2012)
Ich liebe Claymation, denn trotz der teils flachen Gags und vorhersehbaren Geschichte überzeugen die Aardman-Studios mit liebevollem Detailreichtum und herzlichen Charakteren, die man einfach mögen muss. Zwar kein "ParaNorman", verfügt die Produktion über wunderschöne, elaborierte Sets und die Protagonisten über eine erstaunlich ausdrucksreiche Mimik. Mehr als sympathisch. (8/10)

The Expendables (2010)
Kino-Fassung. Knalliges Actionspektakel und -Eventkino, das viele namhafte Genre-Größen in einem Film vereint. Stilistisch nervt der Schnitt bisweilen, die Action reist es aber wieder raus. (7,5/10 auf einer B-Action-Skala)

The Innkeepers - Hotel des Schreckens (2011)
"The House Of The Devil" war stilistisch top, inhaltlich jedoch schwach. Insofern hat "The Innkeepers" einige Verbesserungen zu verzeichnen, gerade Sara Paxton und Pat Healy sind sympathische Protagonisten und erlauben dem Zuschauer mehr Empathie als noch Jocelin Donahue. Formal bleibt Ti West auf der Höhe, baut eine dichte Atmosphäre auf, gruselt fern von banalen Jump-Scares. Vergleiche zu "Shining" muss er sich gefallen lassen, ebenso wie Vorwürfe, "The Innkeepers" sei der langweile Ableger von Kubricks Klassiker, was diesem großartigen Gruselfilm hingegen nicht gerecht wird, aber seine abermals inhaltlichen Probleme andeutet. (8/10)
The Sentinel - Wem kannst du trauen? (2006)
Lahmer Thriller, ohne Innovation, tausendmal gesehen, unaufgeregt präsentiert. (4/10)

Lock Up - Überleben ist alles (1989)
Knastklischee, der Film. Aber die routinierte Inszenierung kombiniert mit einem Faible für dieses Subgenre machen das für Fans zur soliden Unterhaltung. Donald Sutherland als Bösewicht macht besonders Spaß. (7/10 auf einer B-Movie-Skala)

Der Rächer aus der Todeszelle (1976)
David Chiang hält sich kampfsporttechnisch mal zurück, überlässt die Klöppereien in erster Linien seinen Co-Stars. Besonders im Finale gibt es einige fiese Finisher zu sehen, insgesamte unterhaltsames Shaw-Bros.-Programm. (7/10)

Asterix - Operation Hinkelstein (1989)
Mochte ich als Kind noch nie so richtig, daran hat sich nicht viel geändert. Befremdliche Fantasy-Elemente, eine zu ernst genommene Dramaturige und die Absenz von Serientypischen Charakteristiken irritieren nach wie vor. (6/10)

Speed (1994)
Jan de Bonts einzig brauchbare Regie-Arbeit ist ein rasanter Kontzeptfilm, tatsächlich mit "Speed" und Spannung inszeniert, irgendwie ein 90er-Jahre-Action-Klassiker, wozu Keanu Reeves noch beiträgt. (7,5/10)

8 Blickwinkel (2008)
Einfallsloser "Rashomon"-Thriller, hibbelig, nichtssagend, überraschungsarm und unspannend, ironischerweise sogar sehr repititiv. (3,5/10)

Stoker (2013)
Park Chan-wooks US-Debut wird ein Nischenfilmprodukt bleiben, denn mit diesem eigensinnigen Inszenierungsstil wird der Otto-Normal-Kinogänger nichts anzufangen wissen. Besonders der assoziative Schnitt und die Bildsprache erzählen die eigentlich absehbare Geschichte auf ganz eigene Art und Weise. Ein subjektiver Bilderrausch nicht für jedermann. (7/10)

Moon (2009)
Existenzialismus Plädoyer als Science-Fiction-Drama getarnt, nicht allzu tiefgründig, als Genre-Produkt brauchbar. Der Protagonist lebt natürlich voll und ganz durch Sam Rockwell, während Duncan Jones stellenweise etwas zu platt in Kitsch abrutscht, was Clint Mansells Klaviergeklimper des ansonsten gelungenen Soundtracks noch verstärkt. (7/10)
















18 - 6,6 (118,5)

Kommentare:

Flo Lieb hat gesagt…

Bezüglich THE HOUSE OF THE DEVIL bzw. THE INNKEEPERS bin ich derselben Ansicht. STOKER und MOON gefielen mir jeweils sehr viel besser.

Okami Itto hat gesagt…

Willkommen Flo! :-)
Mir gefallen sowohl "Stoker" als auch "Moon" sehr, hingegen hatte ich gerade bei "Moon" das Gefühl, dass man einen Tick mehr aus der Thematik hätte rausholen können. Ändert nichts am positiven Gesamteindruck, schließlich ist 7 eine recht hohe Note.